Voltaire Candide
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Voltaire (d.i. Francois Marie Arouet): Romane. Zadig. Candide. Der Harmlose. Die Prinzessin von Babylon. Jenni. Deutsch und mit einer Einleitung von Ilse Linden. Einband nach Entwurf von Hugo Steiner-Prag. (=Werke der Weltliteratur) Propyläen-Verlag Zweite Aufl. 1923 Berlin
415S. Groß 8°
Halbleder Fadengehefteter Halbledereinband mit Lederecken, reicher Rückengoldprägung und Farbkopfschnitt. Der Einband leicht berieben, Vorsatzpapier am unteren Gelenk mit kleinem Einriss, eine Seite an der unteren Ecke nicht vollständig beschnitten, papier allg. leicht gewellt, insgesamt guter Zustand dieses schönen, ursprünglich grün gefärbten Halbledereinbands nach Entwürfen von Steiner-Prag. Voltaire (* 21. November 1694 in Paris; 30. Mai 1778 ebenda; eigentlich Francois Marie Arouet war einer der meistgelesenen und einflussreichsten Autoren der französischen und europäischen Aufklärung. In Frankreich nennt man das 18. Jahrhundert deshalb auch "das Jahrhundert Voltaires" (le siecle de Voltaire). Als Lyriker, Dramatiker und Epiker schrieb er in erster Linie für ein Publikum gebildeter Franzosen, als Erzähler und Philosoph für die gesamte europäische Oberschicht der Zeit, die, gleich ob adeliger oder bürgerlicher Herkunft, meist das Französische beherrschte. Viele seiner etwa 750 Werke erlebten in rascher Folge mehrere Auflagen und wurden umgehend in andere europäische Sprachen übertragen. Voltaire, der über hervorragende Englisch- und Italienischkenntnisse verfügte, veröffentlichte auch in diesen Sprachen einige Texte. Er verbrachte einen beträchtlichen Teil seines Lebens außerhalb Frankreichs und kannte die Niederlande, England, Deutschland und die Schweiz aus eigener Anschauung. Mit der Kritik an den Missständen des Absolutismus und der Feudalherrschaft sowie am weltanschaulichen Monopol der katholischen Kirche war er ein wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution. Seine Waffen im Kampf für seine Vorstellungen waren ein immenses Wissen, Phantasie, Einfühlungsvermögen, ein präziser und allgemein verständlicher Stil sowie Sarkasmus und Ironie. Voltaire hinterließ mit weit über 700 einzelnen Texten (die er zumindest in seinen späten Lebensjahren einem Sekretär diktierte) eines der umfangreichsten und umfassendsten Werke der Literatur- und Geistesgeschichte. Die Einzelheiten der Drucklegung und Veröffentlichung vieler Schriften sind, nicht zuletzt wegen der oft fast konspirativen Umstände, bis heute ungeklärt und nur unvollständig erforscht. Meilensteine der Bibliografie sind die Arbeiten und Werkverzeichnisse von Adrien-Jean-Quentin Beuchot, Georges Bengesco, Louis Moland und Theodore Besterman. Als derzeit maßgebliche Werkausgabe ist seit 1968 im Erscheinen begriffen die von Theodore Besterman und ab 2000 von Nicholas Cronk herausgegebene vollständige Werkausgabe The complete works of Voltaire, bei Institut et Musee Voltaire, Geneve / Voltaire Foundation, Oxford. Zadig oder das Schicksal (Zadig ou la destinee - Histoire orientale, zuerst Memnon - Histoire orientale) ist eine philosophische Erzählung von Voltaire aus dem Jahr 1747. Der zu den so genannten "kleinen Romanen" gehörende Zadig erzählt im Stil von Tausendundeine Nacht die wechselvollen Abenteuer eines jungen, tugendhaften Babyloniers, der durch himmlische Fügung, die sich ihm zuletzt als geflügelter Cherub entschleiert, zu einem glorreichen, glücklichen Ende führen. Die satirische Darstellung enthüllt den religiösen Fanatismus und den Machtmissbrauch in der französischen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts und wirft die Frage nach Glück und Gerechtigkeit auf. Auf den märchenhaften Zadig oder das Schicksal folgte zwölf Jahre später, 1759, als "Gegenstück" Candide oder der Optimismus, ein weiterer Kurzroman, der ebenfalls im Kleid eines Reiseabenteuers eine bissige Abrechnung mit Leibniz' "prästabilisierter Harmonie" darstellt. Candide oder der Optimismus (frz. Candide ou l'optimisme) ist eine 1759 anonym erschienene satirische Novelle des französischen Philosophen Voltaire. Im Jahr 1776 erschien eine deutsche Übersetzung unter dem Titel Candide oder die beste aller Welten. 1956 schuf Leonard Bernstein ein gleichnamiges Musical. Candide wurde 1977 von Serge Ganzl dramatisiert. Diese Satire wendet sich unter anderem gegen die optimistische Weltanschauung von Gottfried Wilhelm Leibniz, der die beste aller möglichen Welten postulierte. Stattdessen wird eine Auffassung sichtbar, die skeptischer und pessimistischer ist und Leibniz' Postulat in den Kontext der Zeit (Eindruck des Erdbebens von Lissabon 1755, Siebenjähriger Krieg) und dadurch infrage stellt. Der einfach gestrickte Held Candide wird aus seinem Heimatschloss verbannt, nachdem er mit seiner Liebe Cunegonde in flagranti ertappt wurde. Die Vertreibung vom Anwesen des westfälischen Barons von "Thunder-ten-tronckh" gerät für ihn zu einer Vertreibung aus dem Paradies, jenem Paradies, in dem ihm sein Lehrer Pangloss (von altgriechisch pan "alles, umfassend" und glotta "Zunge, Sprache", also ungefähr "Allessprecher") die Leibniz'sche optimistische Theorie der "besten aller Welten" näherbringt. Auf seiner nachfolgenden Reise wird die Theorie des Optimismus für Candide zusehends ad absurdum geführt. Denn was ihm auf der Reise widerfährt, die dadurch motiviert wird, Cunegonde wiederzufinden, ist durch eine einzige Kette an zufälligen Unglücken, Katastrophen und unwahrscheinlichen Rettungen gekennzeichnet, die ihn an die entlegensten Orte der Welt führen. So gerät er in die Fänge bulgarischer Soldaten, die einen grausamen Krieg führen, kommt nach Lissabon, als dort das berüchtigte Erdbeben hereinbricht und flüchtet über Cadiz (wo er seinen Begleiter Cacambo trifft) nach Paraguay, um schließlich nach El Dorado zu gelangen. Hierbei handelt es sich um einen utopischen Ort, in dem Toleranz, Wohlstand und Glück verwirklicht sind. Doch Candide, der ja auf der Suche nach Cunegonde ist, verlässt dieses Paradies, um zurück nach Europa zu fahren. Auf seinen Irrfahrten lernt Candide Zufall, Unglück und Bosheit als treibende Kräfte des menschlichen Lebens kennen. In Begleitung des pessimistisch orientierten Martin wird Candide allmählich kritischer und schenkt der optimistischen Philosophie nach all dem Leid, das er gesehen hat, kaum noch Glauben. Cunegonde findet er schließlich in Konstantinopel wieder, allerdings grauenvoll verstümmelt. Resigniert beschließt er jedoch, sie dennoch zu heiraten. Für seine Begleiter kauft er nun ein Landgut, in dem sich alle niederlassen. Candides Erkenntnis am Ende der Novelle lautet, dass er das Übel der Welt nicht erklären kann, aber doch eine Notwendigkeit erkennt: "Il faut cultiver notre jardin" (dt.: "Unser Garten muss gepflegt werden"). Mit Witz, beißendem Spott und Ironie prangert Voltaire in der speziellen literarischen Gattung der "conte philosophique" auch den überheblichen Adel, die kirchliche Inquisition, Krieg, Sklaverei und die naive Utopie des einfachen Manns von einem sorglosen Leben an. Dabei ist die Aussage der Novelle weitgehend pessimistisch: Candide hat das Traumland El Dorado verlassen, um (dank des dort erworbenen Geldes) mit der hässlich gewordenen Cunegonde Kohl zu pflanzen. Candide ist ein negatives Märchen, das bei einer Unwahrscheinlichkeit der Zufälle allegorisch die Unverbesserlichkeit des Menschen zum Thema hat, dabei aber in der resignativen Beschränkung auf das Handeln einen gewissen Ausweg bietet.
[SW: Französische Literatur | Romane | Voltaire | Hugo-Steiner-Prag]
Voltaire: Candide - oder der Optimismus; Dtsch.-Französ. . Hrsg. u. eingel. v. Heinz-Joachim Fischer . Aus d. Französ. v. Ulrich Bossier . Die Bibliothek der verbotenen Bücher 21,5 cm . ; Marixverlag, 2006. ISBN: 9783865390943
Ungelesenes, vollständiges Exemplar; in sehr gutem Zustand mit leichten Lagerspuren, als Mängelexemplar gekennzeichnet. Rechnung mit MwSt.; Bestellungen bis 15 Uhr werden am gleichen Werktag verschickt..............Voltaire (Francois Marie Arout, 1694-1778) ist der wohl bedeutendste Vertreter der französischen Aufklärung, der seine Zeitgenossen durch seine geistvollen Kritiken beständig dazu aufrief, sich gegen Fanatismus und Intoleranz zu wehren. 1759 publizierte Voltaire anonym die Romansatire Candide. Kurz nach seiner Veröffentlichung wurde das Werk wegen seiner maliziösen Kritik an den Missständen in der christlichen Kirche verboten, erschien aber noch im selben Jahr in dreizehn Neuauflagen. Mit Witz, beißendem Spott und Ironie erzählt Voltaire vom jungen, naiven Candide. Er erfindet die abenteuerlichsten Begebenheiten, die infernalischsten Schrecken, die fantastischsten Verwicklungen, die absurdesten Zufälle und demontiert auf diese Weise gnadenlos die These der deutschen Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) und Christian Wolff (1679-1754), dass diese Welt die beste aller möglichen sei.; ISBN 9783865390943 , ISBN: 3865390943
255 Seiten Gebundene Ausgabe
[SW: Französische Belletristik, Roman, Erzählung, Belletristik / Hauptwerk vor 1945, Belletristik, Belletristik / Romane / Erzählungen, Erzählungen, Romane, Candide, Philosophie, Voltaire]
Voltaire u. Peter Godman: Candide Zweisprachige Ausgabe, Marix ISBN: 3865390943
Remittendenexemplar Voltaire (Francois Marie Arout, 1694-1778) ist der wohl bedeutendste Vertreter der französischen Aufklärung, der seine Zeitgenossen durch seine geistvollen Kritiken beständig dazu aufrief, sich gegen Fanatismus und Intoleranz zu wehren. 1759 publizierte Voltaire anonym die Romansatire Candide. Kurz nach seiner Veröffentlichung wurde das Werk wegen seiner maliziösen Kritik an den Missständen in der christlichen Kirche verboten, erschien aber noch im selben Jahr in dreizehn Neuauflagen. Mit Witz, beißendem Spott und Ironie erzählt Voltaire vom jungen, naiven Candide. Er erfindet die abenteuerlichsten Begebenheiten, die infernalischsten Schrecken, die fantastischsten Verwicklungen, die absurdesten Zufälle und demontiert auf diese Weise gnadenlos die These der deutschen Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) und Christian Wolff (1679-1754), dass diese Welt die beste aller möglichen sei. - , ISBN-13: 9783865390943
Aufl. 10/2006, 256 S., geb. SU, Test dt. u. franz., 14 x 21 cm.
Voltaire: Candide oder der Optimismus Dtsch.-Französ. Hrsg. u. eingel. v. Heinz-Joachim Fischer, MARIXVERLAG, Oktober 2006 ISBN: 3865390943
Voltaire (Francois Marie Arout, 1694-1778) ist der wohl bedeutendste Vertreter der französischen Aufklärung, der seine Zeitgenossen durch seine geistvollen Kritiken beständig dazu aufrief, sich gegen Fanatismus und Intoleranz zu wehren.1759 publizierte Voltaire anonym die Romansatire Candide. Kurz nach seiner Veröffentlichung wurde das Werk wegen seiner maliziösen Kritik an den Missständen in der christlichen Kirche verboten, erschien aber noch im selben Jahr in dreizehn Neuauflagen. Mit Witz, beißendem Spott und Ironie erzählt Voltaire vom jungen, naiven Candide. Er erfindet die abenteuerlichsten Begebenheiten, die infernalischsten Schrecken, die fantastischsten Verwicklungen, die absurdesten Zufälle und demontiert auf diese Weise gnadenlos die These der deutschen Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) und Christian Wolff (1679-1754), dass diese Welt die beste aller möglichen sei.
NEUBUCH! 2006. 255 S. 21,5 cm 216 mm x 149 mm x 29 mm; Die Bibliothek der verbotenen Bücher
[SW: Französisch; Zweisprachige Lektüre]



