Scheffel Ekkehard

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Deutsche Literatur. Bibliophilie. Scheffel, Joseph Victor von / Gradl, Hermann (Illustrat.). Ekkehard. [Eine Geschichte aus dem zehnten Jahrhundert]. Mit Bildschmuck von Hermann Gradl. Stuttgart, Walter Hädecke Verlag 1924 / Druck d. Offizin Stähle & Friedel.
Nicht näher spezifizertes Exemplar einer Vorzugsausgabe. - 'Entwurf des Umschlags, Satz- und Druckanordnungen von Paul Gunkel, Stuttgart'. Gunkel wählte für die typographische Gestaltung einen historisierenden Ansatz, sowohl was die Satzanordnung als auch die Wahl der Schriftart ('Font': wohl eine Koch Fraktur) anbelangt. - Das Frontispiz ist datiert 1924, die Tondrucke (in od. nach Lithographien) 1923. DNB, SWB und BVB listen eine Ausgabe von 1923 in Gr.-8° 'Mit 40 [z. T.] mehrfarb. Vollbildern [Taf.] u. 21 Bildern im Text von Hermann Gradl' (DNB). Das 9. und 10. Tsd. erschien ebenfalls noch 1924 (vgl. SWB). - Mit dem Vorwort zur Ersten Auflage (pp. 9-12) und einem Anhang 'Anmerkungen' (pp. 337-361). - Erstmals Frankfurt a. M., Verlag Meidinger Sohn 1855, mit dem Untertitel 'Eine Geschichte aus dem zehnten Jahrhundert' (Wilpert/Gühring Nr. 2; vgl. http://www.deutschestextarchiv.de/book/show/scheffel_ekkehard_1855 ). Der Roman mit seinen realhistorischen Bezügen war über Jahrzehnte v.a. im deutschsprachigen Bildungsbürgertum ausserordentlich erfolgreich (173 Auflagen bis 1900; vgl. loc. cit. sowie die Einträge in SWB, BVB u. DNB). - " Dass Joseph Victor von Scheffels historischer Roman 'Ekkehard' bei den deutschen Lesern in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts so beliebt war, spricht nicht unbedingt gegen den literarischen Wert desselben. [..] In der Folge von Walter Scotts Rezeption in Deutschland wurde der historische Roman noch vor 1848 zu einer beliebten Gattung [..]. Doch auch die heute kanonisierten Autoren des bürgerlichen bzw. poetischen Realismus [wie Stifter, Fontane, C. F. Meyer, Raabe] versuchten sich in dieser Gattung mit mehr oder weniger Erfolg [..]. Diese wurden in der Forschung entsprechend gewürdigt, Scheffel und sein Werk scheinen hingegen bis heute relativ wenig Aufmerksamkeit verdient zu haben. [..] Zwar hat sich Scheffel der Unterhaltungsmode seiner Zeit nicht ganz entziehen können; sein 'Ekkehard' ist dennoch mehr als ein Stück Unterhaltungsliteratur aus dem 19. Jahrhundert: Er ist vielmehr das literarische Zeugnis einer Zeit, die sich im Spiegel der Geschichte verstehen und deuten wollte. [..] Das Konzept des 'Ekkehard' passte sich der damaligen Poetik des historischen Romans an, die auf dem Konzept eines einträchtigen Nebeneinanders von Poesie und Geschichte fusste. So stellte Scheffel bereits im Nachwort [recte: Vorwort von 1855] des Romans seine Devise klar: 'Dies Buch ward verfasst in dem guten Glauben, dass es weder der Geschichtsschreibung noch der Poesie etwas schaden kann, wenn sie innige Freundschaft miteinander schliessen und sich zu gemeinsamer Arbeit vereinen.' [..] Eine Popularisierung der Geschichte war Scheffel offenbar nicht zuwider. Nicht zuletzt ergriff er Partei für eine Poetik, mit der er der Geschichte nicht 'schaden" wollte, d.h. er hielt sich an geschichtliche Tatsachen, so weit ihm überhaupt geschichtliche Tatsachen als solche, nämlich als unanzweifelbare, der historischen Wahrheit entsprechende Fakten bekannt waren. [..] Die Anmerkungen und Kommentare (285 an der Zahl), die den Romankorpus mit aufschlussreichen Informationen ergänzen, [..] gewähren zugleich einen Einblick in Scheffels Arbeitsprozess und lassen verfolgen, wie er seine - fiktive - Geschichte in Anlehnung an historische Quellen gestaltete." (etc.; Laszlo V. Szabo, Das 'Hunnenbild' Joseph Victor von Scheffels im 'Ekkehard'-Roman. In: Jahrbuch der ungarischen Germanistik 2008, pp. 97-116, passim). - Vgl. sympathisierend-kritisch Salzer/Tunk 2, 3. Aufl. 1970: "Er versah dieses Prosabuch mit 283 [sic] Anmerkungen, die den Ernst seiner Studien, die historische Wahrheit einzelner Tatsachen erweisen sollten, jedenfalls aber nicht ausreichen, ein Liebesverhältnis zwischen der Herzogin Hadwig und dem St. Galler Mönch Ekkehard zu erhärten. [..] Es kann deshalb Scheffels 'Ekkehard' keineswegs als der beste historische Roman gelten, wofür er lange Zeit angesehen wurde [..], doch wird man nicht übersehen dürfen, dass der Alemanne [Scheffel] Kulturgeschichte und Landschaft, weil er mit ihnen eng verbunden war, lebendig und plastisch, partienweise auch mit Humor, glücklich verarbeitet hat. (p. 413) -- Ekkehard II. od. Ekkehardus Palatinus, in älterer Schreibweise wie u.a. im HBLS häufig auch 'Ekkehart', gestorben 23.4.990. Neffe von Ekkehard I. Mönch von St. Gallen. Ekkehard II. wirkte als Lehrer in St. Gallen, unterrichtete [auf dem Hohentwiel od. 'Twiel'] wohl nach 973 eine Zeit lang die Herzogin Hadwig [od. Hedwig], Gattin Burchards III. von Schwaben, wodurch er beim ottonischen Hof eingeführt wurde, und beschloss sein Leben als Dompropst in Mainz. [..] Ekkehards Weltgewandtheit und insbesondere die Beziehung des schönen Mönchs zu Hadwig waren beliebter Stoff für spätere literarische und filmische Darstellungen wie die St. Galler Klostergeschichte Ekkehards IV. und, viel später, Josef Viktor von Scheffels historischer Roman 'Ekkehard' (1855) sowie die sechsteilige Fernsehserie 'Ekkehard' von 1989-90 (ausgestrahlt in der ARD). (E. Tremp, in HLS; ähnlich u.a. auch G. Thürer, St. Galler Geschichte, 1, 1953, p. 137). HBLS: "Bekanntlich hat Scheffel in seinem Roman 'Ekkehard' aus dichterischen Motiven die einzelnen Ekkehart nicht unterschieden; die Hauptzüge lieferte ihm Ekkehart II." - Hauptquelle für Ekkehard II. und auch für die Burg Hohentwiel sind grundsätzlich die von seinem Namensvetter Ekkehard IV. verfassten 'Casus sancti Galli'. "Ekkehart II. soll von dem durch Ekkehart IV. als Lehrer gepriesenen Geraldus und von seinem Oheime unterrichtet worden sein und, als die Wittwe Herzog Burchards II. von Schwaben, Hadwig, wol nicht lange nach dem Tode ihres Gatten, 973, St. Gallen besuchte, das Portneramt bekleidet haben. Da habe der durch körperliche Schönheit, durch persönliche Gewandtheit, durch Gelehrsamkeit und Beredsamkeit ausgezeichnete Mönch die Aufmerksamkeit der Herzogin auf sich gezogen, so dass sie den auch als Lehrer tüchtigen jungen Mann sich vom Abte zur Förderung in ihren wissenschaftlichen Studien nach ihrer Burg Hohentwiel erbeten habe. Zwar hatte auch Ekkehart II. ihre Launen zu ertragen; aber das Kloster genoss manchen Vortheil von der offen auf ihm ruhenden Gunst und Ekkehart soll für St. Gallen bedenkliche Anzettelungen, von Reichenau her und auch vom kaiserlichen Hofe, mehrmals glücklich durchkreuzt haben. Denn Ekkehart IV. behauptet, Ekkehart II. sei auf Hadwigs Empfehlung hin an den Hof gelangt, wo er gleichfalls, besonders durch Kaiserin Adelheid, hoch geschätzt worden sei. Allein alle diese Einzelheiten sind in keineswegs überall stichhaltiger Weise durch Ekkehart IV. überliefert [..]." (Meyer v. Knonau, in: ADB 5, 1877).

Viertes bis achtes Tausend. Gr.-8° (24.3 x 19 cm). 361 SS. Front., zahlreiche Tafeln (davon einige in Farboffset, übrige in Tondruck), einige Textillustrationen nach Federzeichnungen. Gepflegter Schriftsatz in halbfetter 8-Punkt Fraktur.
Hochwertiger bibliophiler Ganzpergament-Einband mit gedrucktem (R-) Titel in Rot u. Schwarz, Kopfgoldschnitt, einfacher (O-)Kart.-Schuber (dieser min. fleckig u. stärker lichtrandig/verfärbt). Leichte Alters- u. Gebrauchsspuren, Besitzervermerk dat. 1925 a. 2 fl.Bl. Gesamthaft gutes Exemplar.

[SW: Deutsche realistische historische historisierende Literatur. Romanliteratur. Deutsch. Sprache. Sprachkunde. Sprachforschung. Literaturwissenschaft. Sprachwissenschaft. Philologie. Germanistik. Realistischer Stil. Realismus. Form. Romanform. Historischer historisierender Roman. Romane. Historisches historisierendes Thema. Autoren. Dichter. Schriftsteller. Schweiz. Deutschland. Süddeutschland. Baden. Württemberg. Hegau. Singen. Region Ostschweiz. Kanton Stadt St. Gallen. Süddeutsche Schweizer Ostschweizer St. Galler mittelalterliche frühmittelalterliche hochmittelalterliche regionale lokale Geschichte. Kultur. Kulturgeschichte. Frühes Hohes Mittelalter. Frühmittelalter. Hochmittelalter. Burgen. Schlösser. Deutscher Adel. Adlige Herrschaften. Adliges Herrschaftsgebiet. Heimatkunde. Katholische Kirche. Kirchen. Kirchengeschichte. Kloster. Klöster. Geistliche Orden. Benediktiner. Benediktinerorden. Benediktinerklöster. Klostergeschichte. Ordensgeschichte. Mönchtum. Mönche. Buchwesen. Bibliophilie. Bibliophile Bücher. Buchkunst. Einbandkunst. Handeinband. Einbände. Buchbinderei. Buchbinder. Buchbinderkunst.]

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Schreker, Franz: Ekkehard Sinfonische Ouvertüre für großes Orchester op.12 (1902/03)

Franz Schreker (geb. Monaco, 23. März 1878 - gest. Berlin, 21. März 1934) Ekkehard Sinfonische Ouvertüre für großes Orchester op.12 (1902/03) Vorwort Im Jahre 1902 machte sich der 24jährige Franz Schreker, der kurz davor sein achtjähriges Studium am Wiener Konservatorium abgeschlossen hatte, auf den Weg, sich in der Welt der Wiener musikalischen Moderne zu etablieren. Sein Opernerstling Flammen (1902) wurde im Bösendorfer-Saal mit Klavierbegleitung des Komponisten wenig erfolgreich uraufgeführt; auch hatte er mit den Kompositionsarbeiten an seiner symbolistischen Oper Der ferne Klang (1901-10) bereits begonnen, die später zu seinem berühmtesten Werk überhaupt werden sollte. Abgesehen von seiner kompositorischen "Diplomarbeit" - einer angesehenen Vertonung des 116. Psalms für Frauenchor und Orchester - hatte er jedoch in seinem schmalen Werkverzeichnis noch kein großangelegtes Orchesterwerk vorzuweisen, und schon gar keine Komposition, die ihn aus den zahlreichen Wiener Brahmsepigonen seiner Zeit hätte hervorheben können. Gerade dieses Manko versuchte er nun zu beheben. Zu diesem Zweck entschied sich Schreker zugunsten einer Tondichtung nach dem einst äußerst beliebten Roman Ekkehard (1857) von Viktor von Scheffel (1826-1886), dem Verfasser des weltberühmten Versepos Dem Trompeter von Säckingen, zu dem Gustav Mahler 1883 auch eine nun verlorengegangene Begleitmusik komponierte. Beim Roman Ekkehard, der zu einem Kult-Klassiker des Wilhelminischen Zeitalters wurde, handelt es sich um eine freie Nacherzählung des Lebens von Ekkehard II. (ca. 940-990), einem Mönch am Schweizer Benediktinerkloster St. Gallen, dessen farbenfroher Lebenslauf zwei Generationen später in der offiziellen Geschichte des Klosters Casus sancti Galli mit einigen Freiheiten festgehalten wurde. Bekannt war Ekkehard II. nicht nur als Gelehrter (drei seiner einst berühmten lateinischen Sequenzen sind erhalten geblieben), sondern auch als Tatmensch, der es zum Privatlehrer der verwitweten Herzogin Hadwig von Schwaben, zum Kaplan des Kaisers Otto des Großen und schließlich zum Domprobst in Mainz brachte. Der Roman Ekkehard zeichnet diesen Lebenslauf mit zahlreichen amüsanten, amourösen und militärischen Schnörkeln nach, wobei von Scheffel eine stürmische Liebesaffäre mit der Herzogin, etliche ruhmreiche Heldentaten in den Hunnenkriegen Ottos, eine Zarathustra-ähnliche Abkehr von der Welt sowie ein verklärtes Alter am Busen der Kirche dazudichtete. So groß war die Beliebtheit von Ekkehard, dass 1901 der Roman bereits seine 179. Auflage erlebte und 1990 sogar in eine sechsteilige Fernsehserie verwandelt wurde. Die sinfonische Ouvertüre Schrekers lehnt sich locker am Aufbau und Grundtenor des Scheffelschen Romans an, wobei die Bandbreite von den archaisch wirkenden Quintparallelen des Eingangsmottos, dem diatonisch-kirchlichen Ambiente des ersten Abschnitts, den beiden aufgewühlten, mit Chromatik durchsetzten Durchführungsteilen (wohl zur Darstellung der stürmischen Liebesaffäre mit Hadwig), den feierlich daherschreitenden Marschrhythmen und einem stark ausgesetzten, archaisierend modalen Orgelsolo bis zur Parsifal anmutenden Erhabenheit des Codas reicht. Die dicht verwobene Satzweise und die Vielzahl an dramatischen Farbwechseln und Gefühlsausbrüchen verraten den späteren Schreker, der zu den angesehensten deutschsprachigen Opernkomponisten seiner Zeit werden sollte. Die sinfonische Ouvertüre Ekkehard erlebte am 1. März 1903 mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Josef Hellmesberger ihre Uraufführung und wurde im gleichen Jahr vom Wiener Verlag Josef Eberle als Partitur sowie als vom Komponisten selbst besorgte vierhändige Bearbeitung veröffentlicht. Später wurde die Partitur ins Verlagsprogramm der Universal-Edition aufgenommen, von der sie noch heute erhältlich ist, und in den Vereinigten Staaten bei Kalmus nachgedruckt. Eine beeindruckende Tonaufzeichnung mit den BBC-Philharmonikern under der Leitung von Vassily Sinaisky erschien 1991 auf dem Chandos-Label. Bradford Robinson, 2010 Aufführungsmaterial ist von der Universal Edition, Wien zu beziehen. top of page Franz Schreker (b. Monaco, 23 March 1878 - d. Berlin, 21 March 1934) Ekkehard Symphonic overture for large orchestra, op.12 (1902-03) Preface In 1902 Franz Schreker, then twenty-four years old and fresh from his eight years of study at Vienna Conservatory, set about establishing himself in the world of Viennese modernism. His opera Flammen (1902) had been performed with minimal success in Bösendorfer Hall, with Schreker himself playing the orchestral part at the piano, and he had just begun work on what was to become, in retrospect, his most famous composition, the symbolist opera Der ferne Klang (1901-10). But apart from his "term project," a well-received setting of Psalm 116 for women's chorus and orchestra, his slender catalogue still lacked a large orchestral piece and a composition that would set him apart from Vienna's many Brahms epigones. This is what he now set about to produce. To this end he chose to write a tone poem on the once fabulously popular romantic novel Ekkehard (1857) by Viktor von Scheffel (1826-1886), the author of the world-famous ballad Der Trompeter von Säckingen, for which Mahler had supplied a now lost score in 1883. The novel, a cult classic of the Wilhelmine Era, is loosely based on the life of Ekkehard II (d. 990), a tenth-century monk at St. Gall Monastery in Switzerland whose colorful career was embroidered and set down two generations later in the abbey's official history, Casus Sancti Galli. Ekkehard II was famed not only as a savant (three of his many celebrated Latin sequences have survived), but also as a man of the world who eventually became the personal tutor of the widowed Duchess Hadwig of Swabia, the chaplain of Emperor Otto the Great, and finally cathedral provost in Mainz. Von Scheffel's novel retraces his life with many amusing, amorous, and martial touches, inventing a love affair with Duchess Hadwig, military exploits in Otto's wars against the Huns, a Zarathustra-like withdrawal from the world, and finally a serene old age in the bosom of the church. Such was its fame that by 1901 Ekkehard had reached its 179th edition, and in 1990 it was turned into a six-part television series. Schreker's overture loosely follows the plan of von Scheffel's novel, from the archaic parallel fifths of its opening motto theme, the triadic ecclesiastical ambience of its first section, two chromatic agitato development sections (probably for the tumultuous love affair with Hadwig), a section of stately march rhythms, a conspicuous organ solo with archaizing modal harmonies, and a concluding section of sub-Parsifalian sublimity. The writing is dense, richly textured, and abounding in the sort of dramatic colors and contrasts that would later place Schrecker among the foremost German opera composers of his age. The work was premiered in Vienna on 1 March 1903, with Josef Hellmesberger conducting the Vienna Philharmonic, and published that same year, in full score and the composer's own arrangement for piano four-hands, by Josef Eberle in Vienna. Later the score entered the catalogue of Universal Edition, where it is still available today, and was reprinted by Kalmus in the United States. A notable recording was released by Chandos in 1991, with Vassily Sinaisky conducting the BBC Philharmonic Orchestra. Bradford Robinson, 2010

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Scheffel, Joseph Victor von: Ekkehard : Eine Geschichte aus dem 10. Jahrhundert. Baden-Baden : Pallas-Verl., 1948.
"Joseph Victor von Scheffel, geadelt 1876 (* 16. Februar 1826 in Karlsruhe; 9. April 1886 ebenda) war ein im 19. Jahrhundert viel gelesener deutscher Schriftsteller und Dichter, Autor von Erzählungen und Versepen sowie mehrerer bekannter Liedertexte. Er war indirekter Begründer des Begriffes Biedermeier.Scheffel wuchs in Karlsruhe auf als Sohn eines Majors und Oberbaurats, auf dessen Wunsch er von 1843 bis 1847 an der Universität Heidelberg die Rechtswissenschaften studierte, später in München und Berlin. Zusätzlich belegte er germanische Philologie und Literatur. In Heidelberg war er zunächst Mitglied der Burschenschaft Allemannia (1844/1845), dann der Burschenschaft Teutonia (1845) und schließlich der Burschenschaft Frankonia II (1846/1847), der er bis zu seinem Tod angehörte. In Berlin war er bei der Alten Berliner Burschenschaft aktiv [1] und wurde 1872 Ehrenmitglied der Leipziger Universitätssängerschaft zu St. Pauli (heute in Mainz)[2]. Er wurde zum Doktor der Rechte promoviert und begleitete im Sommer 1848 den Reichskommissar Carl Theodor Welcker als Sekretär auf seiner Reise nach Skandinavien. In der Folge arbeitete er an mehreren großherzoglichen Ämtern, 1850 bis 1851 als Rechtspraktikant in Säckingen, 1852 im Sekretariat des Hofgerichts zu Bruchsal, wurde nach einer Reise durch Italien zwar noch zum Referendar ernannt, gab die juristische Laufbahn dann aber auf, um Dozent an einer Universität zu werden, und ging dafür nach Heidelberg. Die finanziellen Verhältnisse seiner Familie erlaubten es Scheffel, seinen künstlerischen Neigungen nachzugehen. Um sein Talent als Landschaftsmaler auszuprobieren, reiste er im Mai 1852 nach Rom, wo er aber seine Begabung zum Dichter erkannte. Er trat bald darauf mit seinem Erstlingswerk Der Trompeter von Säckingen, ein Sang vom Oberrhein (Stuttgart 1854) hervor, welchem schon kurze Zeit später der historische Roman Ekkehard (Frankfurt 1857) folgte, der auf der Lebensgeschichte des St. Gallener Mönchs Ekkehard II beruht. Sowohl die kleine epische Dichtung als auch der Roman, eine Geschichte aus dem 10. Jahrhundert, zeigen Scheffel als frischen und humorvollen Dichter, der aufgrund seiner inneren Anschauung und genauer historischer Studien verschiedene Zeiten und Zustände lebendig schildern kann." Zitiert aus Wikipedia

559 S. ; 8 8°, gebundene Ausgabe

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Scheffel, Joseph Victor von: Ekkehard. Eine Geschichte aus dem zehnten Jahrhundert, Berlin, Paul Franke Verlag, circa 1926.
"Joseph Victor von Scheffel, geadelt 1876 (* 16. Februar 1826 in Karlsruhe; 9. April 1886 ebenda) war ein im 19. Jahrhundert viel gelesener deutscher Schriftsteller und Dichter, Autor von Erzählungen und Versepen sowie mehrerer bekannter Liedertexte. Er war indirekter Begründer des Begriffes "Biedermeier". - Die finanziellen Verhältnisse seiner Familie erlaubten es Scheffel, seinen künstlerischen Neigungen nachzugehen. Um sein Talent als Landschaftsmaler auszuprobieren, reiste er im Mai 1852 nach Rom, wo er aber seine Begabung zum Dichter erkannte. Er trat bald darauf mit seinem Erstlingswerk "Der Trompeter von Säckingen, ein Sang vom Oberrhein" (Stuttg. 1854) hervor, welchem schon kurze Zeit später der historische Roman "Ekkehard" (Frankfurt 1857) folgte, der auf der Lebensgeschichte des St. Gallener Mönchs Ekkehard II beruht." Zitiert aus Wikipedia

384 S. , 21 cm 8°, Leinen mit Goldprägung

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