Ringelnatz

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Ringelnatz, Joachim,
Joachim Ringelnatz (1883-1934), Schriftsteller, Kabarettist und Maler. E. Brief mit U. München, 2. September 1924. 1 SS. Gr.-8°. Mit e. adr. Kuvert und einer Beilage (s. u.). - An Frieda Pfenninger, die Witwe des eben verstorbenen Architekten Alfred Pfenninger: "Ich finde keine Worte für den Schmerz, mit dem mich Alfreds plötzlicher Tod erfüllt. Ich kann nur sagen, daß ich den Dahingegangenen sehr sehr lieb hatte und ihn hoch schätzte. Und daß ich Sie lieb habe. Wenn ich Ihnen in irgend welcher Weise helfen oder nützen kann, so wenden Sie sich bitte gern an mich [...]". - Beiliegend ein e. Beileidsschreiben mit U. ("Muschelkalk") von Ringelnatz' Frau Leonharda an dieselbe Adressatin: "[...] Ich bin gerade aus Berlin zurückgekommen, u. mein Mann u. ich haben so oft abends bei Mampe oder Kahlbaum hineingeschaut, in der Hoffnung, ihn dort, wie so oft, sitzen zu sehen. Auch in der Johanniterstraße sind wir öfters gewesen, bis man uns bei Gerson endlich sagte, Sie wären auf Urlaub [...] Ich habe meinen Mann in Berlin erst darauf vorbereitet, ehe ich ihm die Todesanzeige nachschickte, und ich fürchte sehr, daß die Nachricht ihn furchtbar angreifen wird. Ich war bei Maaßen. Er war ganz deprimiert und sagte, er käme nun auch bald dran [...]" (4 SS. auf Doppelblatt, gr.-8°, mit e. adr. Kuvert). - Der Münchener Bibliophile und Literaturhistoriker Carl Georg von Maaßen, der mit Ringelnatz und Pfenninger eng befreundet gewesen war, sollte jedoch entgegen seiner Mutmaßung erst i. J. 1940 versterben.

Joachim Ringelnatz (1883-1934), Schriftsteller, Kabarettist und Maler. E. Brief mit U. München, 2. September 1924. 1 SS. Gr.-8°. Mit e. adr. Kuvert und einer Beilage (s. u.). - An Frieda Pfenninger, die Witwe des eben verstorbenen Architekten Alfred Pfenninger: "Ich finde keine Worte für den Schmerz, mit dem mich Alfreds plötzlicher Tod erfüllt. Ich kann nur sagen, daß ich den Dahingegangenen sehr sehr lieb hatte und ihn hoch schätzte. Und daß ich Sie lieb habe. Wenn ich Ihnen in irgend welcher Weise helfen oder nützen kann, so wenden Sie sich bitte gern an mich [...]". - Beiliegend ein e. Beileidsschreiben mit U. ("Muschelkalk") von Ringelnatz' Frau Leonharda an dieselbe Adressatin: "[...] Ich bin gerade aus Berlin zurückgekommen, u. mein Mann u. ich haben so oft abends bei Mampe oder Kahlbaum hineingeschaut, in der Hoffnung, ihn dort, wie so oft, sitzen zu sehen. Auch in der Johanniterstraße sind wir öfters gewesen, bis man uns bei Gerson endlich sagte, Sie wären auf Urlaub [...] Ich habe meinen Mann in Berlin erst darauf vorbereitet, ehe ich ihm die Todesanzeige nachschickte, und ich fürchte sehr, daß die Nachricht ihn furchtbar angreifen wird. Ich war bei Maaßen. Er war ganz deprimiert und sagte, er käme nun auch bald dran [...]" (4 SS. auf Doppelblatt, gr.-8°, mit e. adr. Kuvert). - Der Münchener Bibliophile und Literaturhistoriker Carl Georg von Maaßen, der mit Ringelnatz und Pfenninger eng befreundet gewesen war, sollte jedoch entgegen seiner Mutmaßung erst i. J. 1940 versterben.

[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]

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Ringelnatz, Joachim - HARBECK, Hans: Herz im Muschelkalk. In Memoriam Joachim Ringelnatz. - Hbg. Hamburgische Bücherei (1961).
ERSTE AUSGABE. - "Fingerübungen eines Ringelnatz-Enthusiasten" (Nachwort). - Hans Harbeck (1887-1968) war "viele Jahre hindurch mit Joachim Ringelnatz beruflich und freundschaftlich verbunden. Auf dieser Basis sind auch die mutwilligen Verse entstanden, in denen Harbeck sich die Mentalität und die Gangart des Daddeldu-Dichters zu eigen macht. Er schlüpfte in Ringelnatz hinein und fühlte sich so wohl, daß die Verse sich rasch vermehrten und zu einem eigentümlichen 'Denkmal der Freundschaft' zusammenwuchsen." (Umschlag). - Mit gedruckter Widmung für den Hamburger Juwelier und Kunstmäzen Carl Wilkens (1891-1969), der ebenfalls mit Ringelnatz, aber auch mit Kurt Schwitters, Hans Leip u.v.a. befreundet war : "Carl Wilkens, dem dicken, treuen Kaptein Muckelmann, herzlich zugeeignet." - Kosch3 VII,317. - Mit einem Ringelnatz-Porträt nach einer Zeichnung von Siegfried Oelke auf dem Umschlag.

61 Ss., 1 Bl. Kl.8°. Illustr. EnglBr.

[SW: BRD Lyrik]

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Ringelnatz (d.i.Hans Gustav Bötticher): Und auf einmal steht es neben dir. Gesammelte Gedichte. Mit Illustrationen von Hans Ticha. Von Hans Ticha signiert! Büchergilde Gutenberg Erste Aufl. dieser Ausg. 2007 Frankfurt am Main, Wien und Zürich ISBN: 9783763258529
559S. 8°

Leinen Fadengehefteter, illustrierter und geprägter Ganzleinenband. Mit 49 Illustrationen von Hans Ticha. Buchgestaltung: Grit Fischer Satz aus der Century Schoolbook, gedruckt auf hochwertigem Fly Werkdruckpapier. Fußschnitt minimal berieben, Exlibris auf Innendeckel, drei kleine Fleckchen auf Vorderdeckel,ansonsten tadelloser Zustand dieser vorzüglichen Ausgabe. Mit Bleistiftsignatur Hans Tichas auf Vortitelblatt. Ringelnatz' Gedichte beinhalten die Umverwandlung von Schwermut in lyrischen Leichtsinn Ringelnatz wurde belacht und bewundert, sein Name ist populär, aber der Kreis derer, die ihn wirklich kennen, ist immer noch klein. Die Sammlung und auf einmal steht es neben dir wurde zusammengestellt, um das ganze poetische Werk zugänglich zu machen. Sie enthält sämtliche Dichtungen, chronologisch nach dem Erscheinungsjahr der einzelnen Bücher, deren ursprüngliche Titel beibehalten wurden: Von den Jugendgedichten über die Turngedicht, die Kuttel-Dadeldu-Gesänge, die Reisebriefe eines Artisten, die Flugzeuggedanken zu den rein lyrischen Gedichten der letzten Jahre. Aus ihrem Zusammenhang erst wird deutlich, was Ringelnatz auch unserer Zeit zu sagen hat: Frei sein und dem Wink des Lebens vertrauen. Joachim Ringelnatz, 1883 in Wurzen bei Leipzig geboren, zeigte als Hans Bötticher, der sich später Joachim Ringelnatz nannte, schon früh Spürsinn fürs Abenteuerliche und Skurrile. Nach der Schulzeit fuhr er vier Jahre lang zur See, war im Ersten Weltkrieg Kommandant eines Minensuchbootes. 1920 tauchte er in der Münchner Boheme auf und rezitierte im 'Simpl'. Dort entdeckte ihn Hans von Wolzogen für seine Berliner Kleinkunstbühne 'Schall und Rauch'. Entscheidenden Erfolg errang Ringelnatz mit den 'Turngedichten' und den Liedern vom Seemann 'Kuttel Daddeldu'. Als reisender Artist trug er überall seine Verse vor und wurde zu einem Klassiker des deutschen Humors. 1933 Auftrittsverbot und Beschlagnahme seiner Bücher. Völlig mittellos geworden, starb er 1934. Hans Ticha, geboren 1940 in Tetschen-Bodenbach, studierte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Kurt Robbel, Werner Klemke sowie Arno Mohr und arbeitet seit 1970 als freischaffender Künstler. Schon bald ist Hans Ticha unter den Künstlern der DDR und später auch im Westen eine feste Größe, der viele Bücher illustriert, unter anderem für die Büchergilde Gutenberg Werkausgaben von Jandl, Ringelnatz und Kästner.

[SW: Büchergilde Gutenberg | Illustrierte Bücher | Ringelnatz | Gesammelte Gedichte | Autographen]

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Arnold, Heinz Ludwig (Hrsg.): Joachim Ringelnatz. Text + Kritik, Heft 148. Zeitschrift für Literatur. München: Edition Text + Kritik, 2000. ISBN: 3883776416
Tadellos, nahezu ohne Gebrauchsspuren. - Inhalt: Friederike Schmidt-Möbus: "Ich mich selber malend". Joachim Ringelnatz und seine Klischees -- Frank Möbus: "...liner Roma..." - Kein ordentlicher Anfang und kein ordentliches Ende -- Susanne Scharnowski: "Das ist sehr schön (...), aber ein Schnaps wäre mir jetzt lieber." Joachim Ringelnatz im Krieg -- Hermann Korte: "Es reimt sich was, / Und es schleimt sich was". Der Reim bei Joachim Ringelnatz -- Catharina Oerke: Lyrische Schmetterlinge. Über die humanen Tiergedichte des Joachim Ringelnatz -- Robert Gernhardt: So ihr nicht werdet wie die Kinder. Die Kinderbücher des Joachim Ringelnatz -- Anke Detken: "Die Augen, die so wenig sahn vor lauter Phantasie". Joachim Ringelnatz' Gedichte und Geschichten (nicht nur) für Kinder -- Frank Woesthoff: "Denken Sie nur an Edison, / An Fahrrad, Auto und Grammophon, / An Kino, Radio, Röntgenstrahlen". Joachim Ringelnatz in den "Neuen Medien" seiner Zeit -- Hannes Fricke: "Kringel für Ringel". Spiel, Leichtigkeit und Ironie im intertextuellen Bezug bei Ringelnatz und Rühmkorf -- Frank Möbus: Ein Darmwind für Olympia! Wie Ringelnatz unter den Nationalsozialisten zu einem politischen Lyriker wurde -- Friederike Schmidt-Möbus: Joachim Ringelnatz - Leben und Werk. ISBN 3883776416 - , ISBN-13: 9783883776415

115 S. Originalbroschur.

[SW: Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft]

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