Richter
Es wurden insgesamt 73732 Einträge zu 'Richter' gefunden (Stand: 18.05.2012).
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Richter, Johann Paul Richter, Jean Paul. Portrait, Porträt. Richter, Johann Paul Richter, Jean Paul. Richter, Johann Paul Richter, Jean Paul. 1763 - 1825, Schriftsteller, Dichter. Brustbild, Blick nach rechts.
Holzstich von J. J. Weber aus: Deutsche Männer. Bilder aus der Geschichte des deutschen Volkes, 1868, ca. 8 x 6,5 cm.
[SW: Richter, Johann Paul Richter, Jean Paul. Graphik, Grafik, alte Stiche, Porträt, Porträts, berühmte Personen, Portrait, Portraits.]
Richter, Hermann Eberhard Friedrich,
[Hermann Eberhard Friedrich Richter (1808-1876), Mediziner]. - 2 Briefe und 1 Telgramm aus Anlaß seines Ablebens bzw. betr. seiner Habseligkeiten. Dresden, Mai bzw. Juli 1876. Zusammen 5½ Seiten auf 5 Bll. (Qu.-)8°. - An den namentlich nicht genannten Mediziner und Bibliothekar Johann Adolf Winter (1816-1901) in Leipzig, den Richters Schwester Julie mittelst Telegramm vom Ableben des Mediziners in Kenntnis setzt und zwei Monate darauf, unterm 13. Juli, von der Sichtung seines Nachlasses berichtet: "Die Bücherkiste wird wohl nun endlich in Ihren Händen seyn, und ich erlaube mir hier noch Einiges was eingegangen, u. wohl für die Jahrbücher bestimmt ist beizufügen. Es sind in meines Bruders Schreibtisch noch einige Paquete Diplome, Autographa [!] und Curiosa gefunden; können Sie etwas davon brauchen zum Necrolog, so sollen Sie es gleich haben. Schul[-] und Universitätszeugnisse lege ich bei [...]" (mit von fremder Hand stammendem Vermerk am oberen Rand der Recto-Seite von Bl. 1). - Unmittelbar nach Richters Ableben berichtet ein Dr. Pusineki [?] an Richter: "Eben wurde ich zu meinem Nachbar Prof. Richter gerufen. Ich fand ihn wie einen Apoplektischen [...], vollständig bewußtlos, mit sterkorösem Athem, unzählbarem Pulse, einer Temperatur von 42½° C. Blase bis zum Platzen gefüllt [...] entleerte durch Catheter 2 Liter Harn. Also wohl eine Uraemie in Folge einer schon lange bestehenden Blasenlähmung [...]" (Br. v. 24. Mai 1876). - Richter trat 1835 eine Professur für allgemeine und spezielle Therapie an der Medizinisch-Chirurgischen Akademie in Dresden an und war zugleich Direktor der Medizinischen Poliklinik. Aufgrund der Teilnahme an den Unruhen 1849 des Hochverrats angeklagt, verlor er trotz Freispruch die Professur. Danach widmete er sich einer freien Praxistätigkeit, redigierte seit 1850 "Schmidts Jahrbücher der gesammten Medizin" und war seit 1864 außerordentliches Mitglied des Sächsischen Landes-Medicinal-Collegiums. Auf seine Initiative erfolgte 1872 auf der Naturforscherversammlung in Leipzig die Gründung des Deutschen Ärztevereinsbundes. - Das Telegramm mit kl. Läsuren.
[Hermann Eberhard Friedrich Richter (1808-1876), Mediziner]. - 2 Briefe und 1 Telgramm aus Anlaß seines Ablebens bzw. betr. seiner Habseligkeiten. Dresden, Mai bzw. Juli 1876. Zusammen 5½ Seiten auf 5 Bll. (Qu.-)8°. - An den namentlich nicht genannten Mediziner und Bibliothekar Johann Adolf Winter (1816-1901) in Leipzig, den Richters Schwester Julie mittelst Telegramm vom Ableben des Mediziners in Kenntnis setzt und zwei Monate darauf, unterm 13. Juli, von der Sichtung seines Nachlasses berichtet: "Die Bücherkiste wird wohl nun endlich in Ihren Händen seyn, und ich erlaube mir hier noch Einiges was eingegangen, u. wohl für die Jahrbücher bestimmt ist beizufügen. Es sind in meines Bruders Schreibtisch noch einige Paquete Diplome, Autographa [!] und Curiosa gefunden; können Sie etwas davon brauchen zum Necrolog, so sollen Sie es gleich haben. Schul[-] und Universitätszeugnisse lege ich bei [...]" (mit von fremder Hand stammendem Vermerk am oberen Rand der Recto-Seite von Bl. 1). - Unmittelbar nach Richters Ableben berichtet ein Dr. Pusineki [?] an Richter: "Eben wurde ich zu meinem Nachbar Prof. Richter gerufen. Ich fand ihn wie einen Apoplektischen [...], vollständig bewußtlos, mit sterkorösem Athem, unzählbarem Pulse, einer Temperatur von 42½° C. Blase bis zum Platzen gefüllt [...] entleerte durch Catheter 2 Liter Harn. Also wohl eine Uraemie in Folge einer schon lange bestehenden Blasenlähmung [...]" (Br. v. 24. Mai 1876). - Richter trat 1835 eine Professur für allgemeine und spezielle Therapie an der Medizinisch-Chirurgischen Akademie in Dresden an und war zugleich Direktor der Medizinischen Poliklinik. Aufgrund der Teilnahme an den Unruhen 1849 des Hochverrats angeklagt, verlor er trotz Freispruch die Professur. Danach widmete er sich einer freien Praxistätigkeit, redigierte seit 1850 "Schmidts Jahrbücher der gesammten Medizin" und war seit 1864 außerordentliches Mitglied des Sächsischen Landes-Medicinal-Collegiums. Auf seine Initiative erfolgte 1872 auf der Naturforscherversammlung in Leipzig die Gründung des Deutschen Ärztevereinsbundes. - Das Telegramm mit kl. Läsuren.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]
Richter, L./Günther,W./Hg. Kunstgaben für Schule und Haus, Georg Wigand Leipzig o.J.
Konvolut von Ludwig Richter, Frühling Ludwig Richter, Kinderleben Ludwig Richter, Bilder und Vignetten Ludwig Richter, Hymnen für Kinder Ludwig Richter, Unser täglich Brod Ludwig Richter, Herbst Ludwig Richter, Der Sonntag Ludwig Richter, Sommer Ludwig Richter, Bilder zu Goethes Götz von Berlichingen mit jeweils vielen Illustrationen
Softcover ca.12x18 BN16329
[SW: Kunst]
Richter, Trude: Die Plakette. Vom großen und vom kleinen Werden. Halle, Mitteldeutscher Verlag, 1972.
*Die Verleihung der Erinnerungsplakette zum 40. Jahrestag der Gründung des Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller veranlaßt die Literaturwissenschaftlerin Trude Richter, Rückblick zu halten... Die Autorin informiert über Funktion, Bedeutung und Arbeitsweise des Bundes und schildert gleichzeitig interessante Begegnungen mit leitenden Mitarbeitern des Bundes wie Johannes R. Becher, Karl Grünberg, Hans Marchwitza, Hans Lorbeer und vielen anderen (aus dem Klappentext). - Trude Richter (eigentlich Erna Barnick, 1899-1989), deutsche Literaturwissenschaftlerin. 1920-24 studierte sie Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte in Berlin und Frankfurt am Main. 1926 erwarb sie die Lehrbefähigung zur Gymnasiallehrerin für Germanistik und Geschichte und schloß sich einer kommunistischen Studentengruppe an. Zahlreiche Auslandsaufenthalte folgten. Seit 1926/27 lebte sie mit dem Nationalökonomen Dr. Hans Günter zusammen. 1930 trat sie in die KPD ein, bereits 1932 erfolgte ihre Wahl zum 1. Sekretär des ab 1933 verbotenen Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller (BPRS), sie legte sich das Pseudonym "Trude Richter" zu. 1933 emigrierte Hans Günter in die Sowjetunion. Seit Januar 1933 war Trude Richter im Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur, sie versah Kurierdienste zwischen Berlin und Prag, sammelte Material für illegale Publikationen und verbarg Verfolgte. 1934 emigrierte sie in die Sowjetunion zu ihrem Lebensgefährten Hans Günter, der inzwischen als Schriftsteller und Mitarbeiter der Kommunistischen Akademie tätig war, sie lehrte nun am Moskauer pädagogischen Institut für neuere Sprachen und arbeitete an ihrer Habilitation. Am 3.11.1936 wurde ihr die sowjetische Staatsbürgerschaft verliehen, einen Tag später erfolgte die Verhaftung Trude Richters und ihres Lebensgefährten. Ende 1937 wurden beide nach dem so genannten Buchstabenparagraphen KRTD (konterrevolutionäre trotzkistische Tätigkeit) zu Lagerhaft verurteilt, es folgte vom August 1938 bis zum September 1946 die Haftverbüßung im Lagergebiet von Kolyma. Auch Hans Günter wurde nach Kolyma deportiert und starb im Lager. Von 1946-1949 arbeitete sie am Gorki-Theater von Magadan als Garderobenfrau und half bei der Ausstattung der Stücke und im Orchester. Am 23.08.1949 erfolgte ihre erneute Verhaftung und Deportation nach Ust-Omtschug, sie wurde der Bergbauverwaltung zugewiesen. Zwischen 1950 und 1953 war Trude Richter Fremdsprachenlehrerin für Erwachsene und Pianistin im Kulturklub von Ust-Omtschug. Insgesamt verbrachte sie über 19 Jahre als Zwangsarbeiterin und "freie Verbannte". Nach Stalins Tod 1953 wurde sie entlassen, kehrte nach Moskau zurück und wurde wieder in die kommunistische Partei aufgenommen, aus der sie ausgeschlossen worden war. Aber erst nach dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 und durch Vermittlung von Anna Seghers wurde Trude Richter offiziell rehabilitiert und konnte nun in die DDR zurückkehren. Von 1957-1966 lehrte sie am Leipziger Literaturinstitut "Johannes R. Becher" und war Mentorin später bekannter Schriftsteller wie Hans Weber und Horst Salomon. Als Schriftstellerin veröffentlichte sie Publikationen zur sozialistischen Literaturbewegung. Sie begann, ihre Erinnerungen an die Lagerhaft niederzuschreiben, durfte diese jedoch wegen des vom ZK der SED auferlegten Schweigegebots nicht veröffentlichen. Trotz alledem blieb sie bis zu ihrem Lebensende eine überzeugte Kommunistin. Im Januar 1989 starb Trude Richter in Berlin. Posthum erschienen 1990 ihre Memoiren "Totgesagt. Erinnerungen" noch in der untergehenden DDR. - Gut erhaltenes, sauberes Exemplar*
[1. Auflage]. 8° (Rückenhöhe 19.5 cm). 280 Seiten. OLeinen mit Rücken- und Deckelschild, (angestaubter) illustrierter OUmschlag. Papier gebräunt.
[SW: Autobiographien / Autobiographies (920); Deutschland / Germany (850); Deutschsprachiges / Books in German (900); Drittes Reich / Third Reich (175); Frauen / Women (980); Geschichte / History (100); Kommunismus / Communism (132); Literaturgeschichte / History of literature (470); Sowjetunion / Sowjet Union (135); Weimarer Republik / Republic of Weimar (170); Zwanzigstes Jahrhundert / Twentieth century (960)]



