Hesse

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Hesse, Hermann: Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magisters Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften. Stuttgart: Deutscher Bücherbund, 1971.
Mäßiger Zustand. Buch etwas verzogen. Ausgemustertes Büchereiexemplar. - Hermann Karl Hesse (Pseudonym: Emil Sinclair; * 2. Juli 1877 in Calw; 9. August 1962 in Montagnola, Schweiz) war ein deutsch-schweizerischer Dichter, Schriftsteller und Freizeitmaler. Seine bekanntesten literarischen Werke sind Der Steppenwolf, Siddhartha, Peter Camenzind, Demian, Narziß und Goldmund, Unterm Rad und Das Glasperlenspiel, deren Inhalt die Selbstverwirklichung, die Selbstwerdung, die Autoreflexion, das "Transzendieren" des Einzelnen ist. Ihm wurden unter anderem 1946 der Nobelpreis für Literatur und 1954 der Orden Pour le merite für Wissenschaft und Künste verliehen. ... Literarische Bedeutung: Hesses frühe Werke standen noch in der Tradition des 19. Jahrhunderts: Seine Lyrik ist ganz der Romantik verpflichtet, ebenso Sprache und Stil des Peter Camenzind, eines Buches, das vom Autor als Bildungsroman in der Nachfolge des Kellerschen Grünen Heinrich verstanden wurde. Inhaltlich wandte sich Hesse gegen die wachsende Industrialisierung und Verstädterung, womit er eine Tendenz der Lebensreform und der Jugendbewegung aufgriff. Insbesondere wurde ihm der Monte Verita um Gusto Gräser zum Inbegriff einer alternativen Lebensform. Diese neoromantische Haltung in Form und Inhalt wurde von Hesse später aufgegeben. Die antithetische Struktur des Peter Camenzind, die sich an der Gegenüberstellung von Stadt und Land und an dem Gegensatz männlich-weiblich zeigt, ist hingegen auch in den späteren Hauptwerken Hesses (z. B. im Demian und im Steppenwolf) noch zu finden. Die Bekanntschaft mit der Archetypenlehre des Psychologen Carl Gustav Jung hatte einen entscheidenden Einfluss auf Hesses Werk, der sich zuerst in der Erzählung Demian zeigte: In ihm deutet er die Person und die Botschaft seines Freundes Gusto Gräser mit den Mitteln der Jung'schen Psychologie. Der ältere Freund oder Meister, der einem jungen Menschen den Weg zu sich selbst öffnet, wurde sein zentrales Thema. Aus diesem Grund wählten und wählen immer noch zahllose Jugendliche Hesse zu ihrem Lieblingsautor. Die Tradition des Bildungsromans ist auch im Demian noch zu finden, aber in diesem Werk (wie auch im Steppenwolf) spielt sich die Handlung nicht mehr auf der realen Ebene ab, sondern in einer inneren "Seelen-Landschaft". Ein weiterer wesentlicher Aspekt in Hesses Werk ist die Spiritualität, die sich vor allem (aber nicht nur) in der Erzählung Siddhartha finden lässt. Indische Weisheitslehren, der Taoismus, der ihm durch Gusto Gräser nahegebracht wurde, und christliche Mystik bilden seinen Hintergrund. Die Haupttendenz, wonach der Weg zur Weisheit über das Individuum führt, ist jedoch ein typisch westlicher Ansatz, der keiner asiatischen Lehre direkt entspricht, auch wenn durchaus Parallelen im Theravada-Buddhismus zu finden sind. Manche Kritiker führten gegen Hesse ins Feld, er benutze Literatur dazu, seine spirituelle Weltanschauung zu transportieren. Diese Kritik kann man auch umkehren und sagen, die Kritiker wenden sich gegen Hesses Weltanschauung und nicht gegen seine Literatur. Alle Werke Hesses enthalten eine stark autobiografische Komponente. Besonders offensichtlich ist sie im Demian, in der Morgenlandfahrt, aber auch in Klein und Wagner und nicht zuletzt im Steppenwolf, der geradezu exemplarisch für den "Roman der Lebenskrise" stehen kann. Im Spätwerk tritt diese Komponente noch deutlicher hervor - in den zusammengehörigen Werken Die Morgenlandfahrt und Das Glasperlenspiel verdichtete Hesse in mehrfachen Variationen sein Grundthema: die Beziehung zwischen einem Jüngeren und seinem älteren Freund oder Meister. Vor dem historischen Hintergrund seiner Entstehungszeit, den schrecklichsten Jahren des 20. Jahrhunderts, zeichnete Hesse im Glasperlenspiel eine Utopie der Humanität und des Geistes, zugleich schrieb er aber auch wieder einen klassischen Bildungsroman. Beide Elemente halten sich in einem dialektischen Wechselspiel die Waage. Nicht zuletzt setzte Hesse mit etwa 3000 Buchrezensionen, die er im Laufe seines Lebens für 60 verschiedene Zeitungen und Zeitschriften verfasste, in jener Zeit Qualitätsmaßstäbe, die ihresgleichen im Bereich der Vermittlung, Förderung und der behutsamen Kritik suchten. Grundsätzlich rezensierte er keine Literatur, die ihm nach seinen Maßstäben als schlecht erschien. Wie Thomas Mann, so hat sich auch Hesse intensiv mit dem Werk Goethes auseinandergesetzt. Die Bandbreite seiner Rezensionen erstreckte sich von kleineren Erzählbänden bislang unbekannter Autoren bis hin zu philosophischen Kernwerken aus dem asiatischen Kulturkreis. Diese asiatischen Zentralwerke haben in der Gegenwart immer noch Bestand, doch wurden sie bereits von Hesse etliche Jahrzehnte früher entdeckt und erschlossen, bevor sie in den 1970er Jahren zum literarisch-philosophischen und geistigen Allgemeingut auch der westlichen Hemisphäre wurden. ... Aus wikipedia-orgHermann_Hesse

Lizenzausgabe. 633 Seiten. 20 x 13 cm. Leinen ohne Schutzumschlag mit Folie beschichtet.

[SW: Deutsche Literatur der 40-er Jahre, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften,]

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[Hesse, Hermann -] Hesse, Marie. Marie Hesse: Ein Leben in Briefen und Tagebüchern. [Eingeleitet und hrsg. von] Adele Gundert [und Karl Isenberg]. Stgt.: D. Gundert (1934). 253 (1) S., 1 Bl. Vlgsanz., illustr. Schutzumschlag, Bandzeichnung und 16 ganzs. OLithographien von Gunter Böhmer. Hell-blaues OLwd. mit reicher VDeckel- u. RVerg., KBraunschnitt, illustr. Schutzumschl.
Erste Ausgabe. Waibler L 1050; Katalog Marbach 28: "Hermann Hesse" 61; Tiessen 4. - Marie Hesse [geb. Gundert, verw. Isenberg (1842-1902)] war die Mutter von H. Hesse. Die Briefe und Tagebücher enthalten zahlreiche Hinweise von M. Hesse auf ihren Dichter-Sohn. Mit dem Abschiedsgedicht von H. Hesse: "Meiner lieben Mutter". Leiter des Gundert Verlags war Hesses Vetter Fritz Gundert. - Umschlag-Rücken gebräunt, an den Kapitalen mit geringfügigen Fehlstellen, Umschlag-Klappen etwas angerissen, Bandrücken etwas aufgehellt, 2 Blatt mit einzelnem, winzigen Fleckchen. Insgesamt gutes, innen sauberes Expl.
[(SW: Biographie, Calw, Gundert, Adele, Hesse, Marie, Tagebücher)]

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[Hesse, Hermann -] Rossipaul, Rainer. (Hrsg.). Hermann Hesse. Zur Ausstellung der Hesse-Sammlung Bodmer in Calw, der Geburtsstadt des Dichters, vom 8. Juli bis zum 5. August 1973 und ihrer Versteigerung bei Venator in Köln am 2. Oktober. (Stammheim/Calw: L. Rossipaul 1973). 48 S., 1 Frontispiz-Porträt, 47 (1 ganzs. farb.) Abbildungen nach Fotografien und Zeichnungen sowie Autographen, Typoskripten, Aquarellen, Büchern etc. Rötel-brauner, illustr. OKart. (mit Hesse-Porträt nach Lithographie von Oskar Kreibich). 4°.
Erste Ausgabe. Mileck XII A: 140; Fischer/Dietzel 48.18; nicht mehr bei Waibler. (Sonderheft der Zeitschrift für Bücherfreunde Antiquariat. Antiquariatsdruck 5). Enthält 2 Artikel von H. Hesse in Neudrucken (Mileck III: 76 und III: 24) sowie kenntnisreiche Artikel von Rainer Rossipaul (2) und Walter Staudenmeyer (1). H. C. Bodmer [1892-1956], bedeutender Sammler und Mäzen von H. Hesse, hat in Montagnola das Haus nach den Vorstellungen des Schriftstellers bauen lassen und ihm ein lebenslanges, unentgeldliches Wohnrecht eingeräumt, welches nach Hesses Tod auf seine Frau Ninon übertragen wurde. Das Haus befindet sich heute in Privatbesitz. Wesentliche Teile der Sammlung Bodmer wurden an das Deutsche Literatur Archiv, Marbach, übergeben. Die restlichen Teile der Sammlung wurden bei der Venator KG versteigert. Umschlag nicht absolut frisch. Gutes, sauberes Expl.
[(SW: Hesse, Hermann, Zeitschrift)]

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Hesse, Hermann: Piktors Verwandlungen. Ein Märchen. Berlin, Frankfurt a.M.: Suhrkamp Verlag, 1954.
Guter Zustand. Die Englische Broschur ist in sehr gutem Zustand. Leinenrücken am Kopf der Kassette auf einem Zentimeter offen. Aus dem Besitz der Gräfin Ledebur mit geprägtem Monogramm (Krone) auf dem Vorsatz. Faksimiledruck in achtfarbigem Offsetdruck nach dem Unikat, das Hesse 1922 "für eine geliebte Frau" anfertigte. Mit Nachwort des Dichters von 1954. - 2 Bl.ätter Transkription des handschriftlichen Textes liegt bei. - - Hermann Karl Hesse (Pseudonym: Emil Sinclair; * 2. Juli 1877 in Calw; 9. August 1962 in Montagnola, Schweiz) war ein deutsch-schweizerischer Dichter, Schriftsteller und Freizeitmaler. Seine bekanntesten literarischen Werke sind Der Steppenwolf, Siddhartha, Peter Camenzind, Demian, Narziß und Goldmund, Unterm Rad und Das Glasperlenspiel, deren Inhalt die Selbstverwirklichung, die Selbstwerdung, die Autoreflexion, das "Transzendieren" des Einzelnen ist. Ihm wurden unter anderem 1946 der Nobelpreis für Literatur und 1954 der Orden Pour le merite für Wissenschaft und Künste verliehen. ... Literarische Bedeutung: Hesses frühe Werke standen noch in der Tradition des 19. Jahrhunderts: Seine Lyrik ist ganz der Romantik verpflichtet, ebenso Sprache und Stil des Peter Camenzind, eines Buches, das vom Autor als Bildungsroman in der Nachfolge des Kellerschen Grünen Heinrich verstanden wurde. Inhaltlich wandte sich Hesse gegen die wachsende Industrialisierung und Verstädterung, womit er eine Tendenz der Lebensreform und der Jugendbewegung aufgriff. Insbesondere wurde ihm der Monte Verita um Gusto Gräser zum Inbegriff einer alternativen Lebensform. Diese neoromantische Haltung in Form und Inhalt wurde von Hesse später aufgegeben. Die antithetische Struktur des Peter Camenzind, die sich an der Gegenüberstellung von Stadt und Land und an dem Gegensatz männlich-weiblich zeigt, ist hingegen auch in den späteren Hauptwerken Hesses (z. B. im Demian und im Steppenwolf) noch zu finden. Die Bekanntschaft mit der Archetypenlehre des Psychologen Carl Gustav Jung hatte einen entscheidenden Einfluss auf Hesses Werk, der sich zuerst in der Erzählung Demian zeigte: In ihm deutet er die Person und die Botschaft seines Freundes Gusto Gräser mit den Mitteln der Jung'schen Psychologie. Der ältere Freund oder Meister, der einem jungen Menschen den Weg zu sich selbst öffnet, wurde sein zentrales Thema. Aus diesem Grund wählten und wählen immer noch zahllose Jugendliche Hesse zu ihrem Lieblingsautor. Die Tradition des Bildungsromans ist auch im Demian noch zu finden, aber in diesem Werk (wie auch im Steppenwolf) spielt sich die Handlung nicht mehr auf der realen Ebene ab, sondern in einer inneren "Seelen-Landschaft". Ein weiterer wesentlicher Aspekt in Hesses Werk ist die Spiritualität, die sich vor allem (aber nicht nur) in der Erzählung Siddhartha finden lässt. Indische Weisheitslehren, der Taoismus, der ihm durch Gusto Gräser nahegebracht wurde, und christliche Mystik bilden seinen Hintergrund. Die Haupttendenz, wonach der Weg zur Weisheit über das Individuum führt, ist jedoch ein typisch westlicher Ansatz, der keiner asiatischen Lehre direkt entspricht, auch wenn durchaus Parallelen im Theravada-Buddhismus zu finden sind. Manche Kritiker führten gegen Hesse ins Feld, er benutze Literatur dazu, seine spirituelle Weltanschauung zu transportieren. Diese Kritik kann man auch umkehren und sagen, die Kritiker wenden sich gegen Hesses Weltanschauung und nicht gegen seine Literatur. Alle Werke Hesses enthalten eine stark autobiografische Komponente. Besonders offensichtlich ist sie im Demian, in der Morgenlandfahrt, aber auch in Klein und Wagner und nicht zuletzt im Steppenwolf, der geradezu exemplarisch für den "Roman der Lebenskrise" stehen kann. Im Spätwerk tritt diese Komponente noch deutlicher hervor - in den zusammengehörigen Werken Die Morgenlandfahrt und Das Glasperlenspiel verdichtete Hesse in mehrfachen Variationen sein Grundthema: die Beziehung zwischen einem Jüngeren und seinem älteren Freund oder Meister. Vor dem historischen Hintergrund seiner Entstehungszeit, den schrecklichsten Jahren des 20. Jahrhunderts, zeichnete Hesse im Glasperlenspiel eine Utopie der Humanität und des Geistes, zugleich schrieb er aber auch wieder einen klassischen Bildungsroman. Beide Elemente halten sich in einem dialektischen Wechselspiel die Waage. Nicht zuletzt setzte Hesse mit etwa 3000 Buchrezensionen, die er im Laufe seines Lebens für 60 verschiedene Zeitungen und Zeitschriften verfasste, in jener Zeit Qualitätsmaßstäbe, die ihresgleichen im Bereich der Vermittlung, Förderung und der behutsamen Kritik suchten. Grundsätzlich rezensierte er keine Literatur, die ihm nach seinen Maßstäben als schlecht erschien. Wie Thomas Mann, so hat sich auch Hesse intensiv mit dem Werk Goethes auseinandergesetzt. Die Bandbreite seiner Rezensionen erstreckte sich von kleineren Erzählbänden bislang unbekannter Autoren bis hin zu philosophischen Kernwerken aus dem asiatischen Kulturkreis. Diese asiatischen Zentralwerke haben in der Gegenwart immer noch Bestand, doch wurden sie bereits von Hesse etliche Jahrzehnte früher entdeckt und erschlossen, bevor sie in den 1970er Jahren zum literarisch-philosophischen und geistigen Allgemeingut auch der westlichen Hemisphäre wurden. ... Aus wikipedia-Hermann_Hesse

[1. - 10. Tausend.] Erstausgabe. Wilpert/Gühring, II, 434. Faksimile-Ausgabe nach der Handschrift und nach Illustrationen des Dichters 14 Blatt mit 6 Tafeln und einer Textbeilage. Mit 8 (davon 7 ganzseitige) Farbillustrationen nach Aquarellen. 25,3 x 18,7cm. Englische Broschur mit Büttenschutzumschlag in einer Kassette mit montiertem Titelschild und braunem Leinenrücken.

[SW: Illustrationen, Illustrierte Ausgaben, Illustrierte Bücher, Deutsche Literatur der 20-er Jahre, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Kunstmärchen, Handschrift, Deutsche Literatur der zwanziger Jahre, Piktor's Verwandlungen.]

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