Grimm
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Grimm, Jacob und Wilhelm - Denecke, Ludwig / Greverus, Ina-Maria (Hrsg.). Brüder Grimm Gedenken 1963. Gedenkschrift zur hundertsten Wiederkehr des Todestages von Jacob Grimm. In Zusammenarbeit zwischen dem Brüder Grimm-Museum Kassel und dem Institut für mitteleuropäische Volksforschung an der Philipps-Universität Marburg gemeinsam mit Gerhard Heilfurth herausgegeben von Ludwig Denecke und Ina-Maria Greverus. Marburg, Elwert, 1963.
= Hessische Blätter für Volkskunde; Bd. 54. Enthaltene Beiträge: Heinrich Bott, Die Vorfahren der Brüder Grimm im Hanauer Land / Robert Friderici, Harmonie und Dissonanz. Ludwig Hassenpflug und seine Schwäger Jacob, Wilhelm und Ludwig Emil Grimm / Theodor Kochs, Der Anteil Göttingens an der Geschichte des Deutschen Wörterbuches der Brüder Grimm u.a. sowie einige Beiträge zur Rezeptionsgeschichte und Einfluß der Grimm'schen Märchen auf die Volkskunde in Österreich, Jugoslawien, Tschechien, Rußland, Flandern, Niederlande, Schweiz, England, Vereinigte Staaten, Frankreich, Ungarn, Japan und Sardinien. Teils in englisch und französisch. - Einband leicht bestoßen und gebräunt, Schnitt gering fleckig.
Gr. 8°, IX, 610 Seiten. mit Titelportrait, 3 Textabbildungen und 15 ganzseitigen Abbildungen. Illustrierter Orig.Leinen mit Goldprägung.
[SW: Festschriften; Literatur; Literaturwissenschaft; Märchen; Sekundärliteratur; Volkskunde]
Grimm, Hans,
Grimm, Hans, Schriftsteller (1875-1959). Ms. Brief mit eigenh. U. Lippoldsberg, 2. VII. 1942. ½ S. 4to. An Robert Walter Kained mit Dank "für die freundliche Zusendung Ihres Buches All und Menschenwerk. Ich habe es nur angelesen, ich hoffe in der nächsten Woche in Ruhe dazu zu kommen. Ich möchte aber de Dank nicht aufschieben. An der schönen Sprache habe ich mich sehr gefreut [...]". - Grimms Frühwerk, insbesondere seine "Südafrikanische Novellen" (1913), fanden bei der Kritik schnell Anklang; mit dem Roman "Volk ohne Raum" (1926) "lieferte er den Nationalsozialisten das Schlagwort für ihre Kriegspolitik. Die sprachmächtig vorgetragene verhängnisvolle Verbindung eines Politikkonzepts aus dem 19. Jahrhundert mit der 'Lebensraum'-Ideologie ließ Grimm zwangsläufig zum literarischen Repräsentanten der nationalsozialistischen Herrschaft werden" (DBE). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zum Präsidenten der Reichsschrifttumskammer und zum Senator der Preußischen Akademie der Künste ernannt, zählte Grimm zu Hitlers und somit zu den Lieblingsautoren so ziemlich aller Nationalsozialisten. Seine von den nationalsozialistischen Organisationen unabhängig stattfindenden Versammlungen "deutschbewußter" Dichter, die sich unter dem Namen "Lippoldsberger Dichtertreffen" alljährlich in seinem Haus zusammengefunden haben, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgenommen. 1935 aus der RSK wegen politischer und ideologischer Differenzen entlassen, zog sich der zunehmend von der Partei Geschmähte, der er trotz allem nie angehört hatte, ins Privatleben zurück. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg verteidigte er u. a. in der erwähnten "Erzbischofsschrift. Antwort eines Deutschen" (1950) den Nationalsozialismus als notwendiges Instrument gegen den vorandrängenden Bolschewismus. 1953 scheiterte Grimm als parteiloser Kandidat der neonazistischen Deutschen Reichspartei für die Bundestagswahlen, da die Partei die Hürde der neu eingeführten Fünf-Prozent-Klausel nicht bewältigte; im Jahr darauf erschien die erwähnte Verteidigungsschrift "Warum-woher, aber wohin?". Vgl. Kosch VI, 811f. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
Grimm, Hans, Schriftsteller (1875-1959). Ms. Brief mit eigenh. U. Lippoldsberg, 2. VII. 1942. ½ S. 4to. An Robert Walter Kained mit Dank "für die freundliche Zusendung Ihres Buches All und Menschenwerk. Ich habe es nur angelesen, ich hoffe in der nächsten Woche in Ruhe dazu zu kommen. Ich möchte aber de Dank nicht aufschieben. An der schönen Sprache habe ich mich sehr gefreut [...]". - Grimms Frühwerk, insbesondere seine "Südafrikanische Novellen" (1913), fanden bei der Kritik schnell Anklang; mit dem Roman "Volk ohne Raum" (1926) "lieferte er den Nationalsozialisten das Schlagwort für ihre Kriegspolitik. Die sprachmächtig vorgetragene verhängnisvolle Verbindung eines Politikkonzepts aus dem 19. Jahrhundert mit der 'Lebensraum'-Ideologie ließ Grimm zwangsläufig zum literarischen Repräsentanten der nationalsozialistischen Herrschaft werden" (DBE). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zum Präsidenten der Reichsschrifttumskammer und zum Senator der Preußischen Akademie der Künste ernannt, zählte Grimm zu Hitlers und somit zu den Lieblingsautoren so ziemlich aller Nationalsozialisten. Seine von den nationalsozialistischen Organisationen unabhängig stattfindenden Versammlungen "deutschbewußter" Dichter, die sich unter dem Namen "Lippoldsberger Dichtertreffen" alljährlich in seinem Haus zusammengefunden haben, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgenommen. 1935 aus der RSK wegen politischer und ideologischer Differenzen entlassen, zog sich der zunehmend von der Partei Geschmähte, der er trotz allem nie angehört hatte, ins Privatleben zurück. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg verteidigte er u. a. in der erwähnten "Erzbischofsschrift. Antwort eines Deutschen" (1950) den Nationalsozialismus als notwendiges Instrument gegen den vorandrängenden Bolschewismus. 1953 scheiterte Grimm als parteiloser Kandidat der neonazistischen Deutschen Reichspartei für die Bundestagswahlen, da die Partei die Hürde der neu eingeführten Fünf-Prozent-Klausel nicht bewältigte; im Jahr darauf erschien die erwähnte Verteidigungsschrift "Warum-woher, aber wohin?". Vgl. Kosch VI, 811f. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]
Grimm, Hans,
Grimm, Hans, Schriftsteller (1875-1959). Eigenh. Brief mit Paraphe. Li[ppoldsberg], 10. XI. 1942. ½ S. Gr.-8vo. An Robert Walter Kained: "Das Gelingen ist eines Tages da wie von selbst; so erleben es die meisten, meine ich [...]". - Grimms Frühwerk, insbesondere seine "Südafrikanische Novellen" (1913), fanden bei der Kritik schnell Anklang; mit dem Roman "Volk ohne Raum" (1926) "lieferte er den Nationalsozialisten das Schlagwort für ihre Kriegspolitik. Die sprachmächtig vorgetragene verhängnisvolle Verbindung eines Politikkonzepts aus dem 19. Jahrhundert mit der 'Lebensraum'-Ideologie ließ Grimm zwangsläufig zum literarischen Repräsentanten der nationalsozialistischen Herrschaft werden" (DBE). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zum Präsidenten der Reichsschrifttumskammer und zum Senator der Preußischen Akademie der Künste ernannt, zählte Grimm zu Hitlers und somit zu den Lieblingsautoren so ziemlich aller Nationalsozialisten. Seine von den nationalsozialistischen Organisationen unabhängig stattfindenden Versammlungen "deutschbewußter" Dichter, die sich unter dem Namen "Lippoldsberger Dichtertreffen" alljährlich in seinem Haus zusammengefunden haben, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgenommen. 1935 aus der RSK wegen politischer und ideologischer Differenzen entlassen, zog sich der zunehmend von der Partei Geschmähte, der er trotz allem nie angehört hatte, ins Privatleben zurück. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg verteidigte er u. a. in der erwähnten "Erzbischofsschrift. Antwort eines Deutschen" (1950) den Nationalsozialismus als notwendiges Instrument gegen den vorandrängenden Bolschewismus. 1953 scheiterte Grimm als parteiloser Kandidat der neonazistischen Deutschen Reichspartei für die Bundestagswahlen, da die Partei die Hürde der neu eingeführten Fünf-Prozent-Klausel nicht bewältigte; im Jahr darauf erschien die erwähnte Verteidigungsschrift "Warum-woher, aber wohin?". Vgl. Kosch VI, 811f.
Grimm, Hans, Schriftsteller (1875-1959). Eigenh. Brief mit Paraphe. Li[ppoldsberg], 10. XI. 1942. ½ S. Gr.-8vo. An Robert Walter Kained: "Das Gelingen ist eines Tages da wie von selbst; so erleben es die meisten, meine ich [...]". - Grimms Frühwerk, insbesondere seine "Südafrikanische Novellen" (1913), fanden bei der Kritik schnell Anklang; mit dem Roman "Volk ohne Raum" (1926) "lieferte er den Nationalsozialisten das Schlagwort für ihre Kriegspolitik. Die sprachmächtig vorgetragene verhängnisvolle Verbindung eines Politikkonzepts aus dem 19. Jahrhundert mit der 'Lebensraum'-Ideologie ließ Grimm zwangsläufig zum literarischen Repräsentanten der nationalsozialistischen Herrschaft werden" (DBE). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zum Präsidenten der Reichsschrifttumskammer und zum Senator der Preußischen Akademie der Künste ernannt, zählte Grimm zu Hitlers und somit zu den Lieblingsautoren so ziemlich aller Nationalsozialisten. Seine von den nationalsozialistischen Organisationen unabhängig stattfindenden Versammlungen "deutschbewußter" Dichter, die sich unter dem Namen "Lippoldsberger Dichtertreffen" alljährlich in seinem Haus zusammengefunden haben, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgenommen. 1935 aus der RSK wegen politischer und ideologischer Differenzen entlassen, zog sich der zunehmend von der Partei Geschmähte, der er trotz allem nie angehört hatte, ins Privatleben zurück. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg verteidigte er u. a. in der erwähnten "Erzbischofsschrift. Antwort eines Deutschen" (1950) den Nationalsozialismus als notwendiges Instrument gegen den vorandrängenden Bolschewismus. 1953 scheiterte Grimm als parteiloser Kandidat der neonazistischen Deutschen Reichspartei für die Bundestagswahlen, da die Partei die Hürde der neu eingeführten Fünf-Prozent-Klausel nicht bewältigte; im Jahr darauf erschien die erwähnte Verteidigungsschrift "Warum-woher, aber wohin?". Vgl. Kosch VI, 811f.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]
Grimm, Lotte - Briefe an Lotte Grimm. Hrsg. und kommentiert von Else Hünert-Hofmann unter Mitarbeit von Dieter Hennig und Egbert Koolmann. Kassel, Bärenreiter, 1972. ISBN: 3761803958
*Briefe an Henriette Zimmer - Jacob Grimm - Wilhelm Grimm - Carl Grimm - Ferdinand Grimm - Ludwig Emil Grimm - Dorothea Wild - Margarete von Schmerfeld - Rose (Rose Wilhelmine Wild?) - Unbekannt - Mit Anmerkungen, biographischem und geographischen Register und Briefkonkordanz. - Lotte Grimm (1793-1833), Schwester der Brüder Grimm. - Gut erhaltenes, sauberes Exemplar*
8° (Rückenhöhe 19 cm). 230 Seiten und 1 Porträt. Farbiger illustrierter OPappband (minimal fleckig) mit Rücken- und Deckelschild. (Jahresgabe 1970 / 1971 / 1972 der Brüder Grimm-Gesellschaft).
[SW: Briefe / Letters / Correspondence (930); Deutschland / Germany (850); Deutschsprachiges / Books in German (900); Frauen / Women (980); Geschichte / History (100); Literaturgeschichte / History of literature (470); Neunzehntes Jahrhundert / Nineteenth century (950)]



