Fjodor Dostojewski
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Dostojewski, F. M.; Bregowa, Dora; Fabian, Erich u. a. Konvolut "Fjodor Michailowitsch Dostojewski". 17 Titel . 1.) Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner, Aus den Aufzeichnungen eines Unbekannten, Übertragen von Hermann Röhl, 4. Auflage/1974, 325 Seiten, Insel-Verlag Leipzig gelber Leinen-Einband, mit gelbem Kopfschnitt und leicht beriebenem O.Schutzumschlag, gut erhalten. 2.) Onkelchens Traum, Aus der Chronik der Stadt Mordassow, Deutsche Volksbibliothek, 1958, 217 Seiten, orangefarbener Leinen-Einband ohne O. Schutzumschlag, etwas lichtrandig, aber gut erhalten. 3.) Erzählungen, I. Die Legende vom Großinquisitor, II. Aus dem Leben des im Herrn schlafenden Priesters und Einsiedlers, des Staretz Sossima, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1953, 79 Seiten, Halbleinen, Papier leicht gebräunt, sonst gut erhalten. 4.) Das Geburtstagsgeschenk, Eine Auswahl, Illustrationen von Norbert Pohl, Der Kinderbuchverlag Berlin, 1. Auflage/1981, 314 Seiten, Einband farbig illustrierter Karton, Textredaktion und Kommentar von Ulrike Hirschberg, Papier leicht gebräunt, sonst gut erhalten. 5.) Dora Bregowa: Verschwörung in St. Petersburg, Dostojewski-Roman 1841-1849, 3., überarbeitete Auflage/1979, Aus dem Russischen von Ena von Baer, Verlag der Nation Berlin, 609 Seiten, Leinen-Einband mit O. Schutzumschlag, Papier etwas lichtrandig, sonst gut erhalten. 6.) Erich Fabian: Der Doppelgänger, Ein Dostojewski-Roman, Hinstorff Verlag Rostock, 1. Auflage/1964, 582 Seiten, Textblock etwas lichtrandig, Leinen-Einband mit an den Rändern leicht zerschlissenen O. Schutzumschlag. 7.) F. M. Dostojewski: Die Erniedrigten und Beleidigten, Übersetzt von Karl Nötzel, stilistische Überarbeitung von Noa Kiepenheuer und Friedrich Minckwitz, Gustav Kiepenheuer Verlag Weimar, Mit einem Nachwort von Michael Wegner, 519 Seiten, 15.-24- Tausend, o. J. (um 1970), beiger Leinen-Einband mit schwarzer Rückenbeschriftung auf rotem Grund, ohne O.Schutzumschlag, etwas lichtrandig. 8.) Fjodor Dostojewski: Weiße Nächte, Erzählungen, Aus dem Russischen übersetzt von Georg Schwarz, bb-Taschenbuch, Aufbau-Verlag Berlin, 113 Seiten. 9.) Fjodor M. Dostojewski: Der Doppelgänger, Die Abenteuer des Herrn Goljadkin, Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig, 269 Seiten, 1. Auflage/1969. 10.) F. M. Dostojewski: Der Spieler, Verlag der Nation Berlin, Taschenbuch, Mit Genehmigung des Insel-Verlages veröffentlichte Übersetzung von H. Röhl, Ungekürzte Ausgabe, 1955, 235 Seiten. 11.) Wladimir Jermilow: "Über Dostojewski", umfangreicher Beitrag zum 125. Todestag Dostojewskis, mit ganzseitigem farbigem Gemälde Dostojewskis (Reproduktion aus der Tretjakowgalerie in Moskau), Kopie aus der Zeitschrift "Sowjetliteratur", Monatsschrift des Schriftstellerverbandes der UdSSR, Heft 2/1956, S.176-197). 12.) Umfangreicher Sonderteil zum 150. Geburtstag Fjodor Dostojewskis (1821-1881), Kopie aus der Zeitschrift "Sowjetliteratur", Monatsschrift des Schriftstellerverbandes der UdSSR, Heft 10/1971, S. 140-192 (Georgi Markow: Zum Jubiläum Fjodor Dostojewskis. Boris Bursow: Die Persönlichkeit Dostojewskis. Wladimir Tunimanow: Das Dostojewski-Museum in Leningrad. Juri Molok: Dostojewski und seine Helden in der sowjetischen Grafik). Auf Anfrage können beide Kopien anstelle von Papiermanuskripten mit einem geringen Aufpreis auch in digitalisierter Form zur Verfügung gestellt werden. 13.) Fjodor Dostojewski: Bakluschins Erzählung, in: Der Unhold, Kriminalgeschichten russischer Meister, hrsg. und übersetzt von Gerhard Dick, VEB Greifenverlag zu Rudolstadt, 1. Auflage/1967, 335 Seiten, dort S. 21-28, Leinen-Einband mit O.Schutzumschlag. 14.) F. M. Dostojewski: Die Sanfte, Eine phantastische Erzählung, Piperbücherei, R. Piper & Co Verlag München, 1. Auflage/1948, Übertragen aus dem Russischen von E. K. Rahsin, 60 Seiten, etwas lichtrandig, mit Karton-Umschlag. 15.) Gunnar Decker: "Wenn das Leiden des Einzelnen für die Weltgeschichte nichts gilt ... Was Dostojewskis Hassliebe zu Europa heute erzählen kann - ein Bericht vom Rande der Welt", ganzseitiger Artikel (Neues Deutschland vom 15./16. August 2009). 16.) "Das Magazin", Heft 3/1981 mit dem Artikel von Daniil Granin: Über Dostojewski, Aus dem Russischen übertragen von Heinz Stern. 17.) Sputnik, Heft 10/1983 mit dem Artikel "Hier steht sein Vaterhaus", Leben und Wirken Fjodor Dostojewskis sind untrennbar mit Petersburg verbunden. Seine Kindheit verbrachte der Schriftsteller allerdings in Moskau (mit Abbildungen: Spielzeug Dostojewskis, Speisezimmer der Familie, Hausaufgabentisch u. a.) Aufbau-Verlag Berlin
wie oben beschrieben
Dostojewski, Fjodor M. DOSTOJEWSKI - 13 TITEL DES AUTORS (7 gebunde Ausgaben / 6 Taschenbücher) - Gebrüder Karamasow / Briefwechsel / Briefe / Spieler / Jüngling / Helle Nächte / Idiot. - 5 Taschenbücher: Dämonen / Spieler / Erzählungen / Schuld und Sühne / Idiot / Dostojewski.
TASCHENBÜCHER: (1) Die Dämonen. Roman. Aus dem Russischen übertragen von E.K.Rahsin. Mit einem Nachwort von Aleksander Flaker, Namensverzeichnis, Anmerkungen, biographischen Daten und Auswahlbibliographie. München. Piper Verlag (Serie Piper, 403). 1985. Dünndruck-Ausgabe. Geringe Gebrauchsspuren. // (2) Der Spieler. Roman einer Leidenschaft. Goldmann, 1984. 190 S., gut erhalten. // (3) Erzählungen. Frankfurt, Fischer, 1974. Übertragen von E. K. Rahsin. Werke in Einzelausgaben. Rote Originalleinenbroschur, 368 S., geringe Altersspuren. // (4) Schuld und Sühne (=dtv klassik). München, 1984. Dünndruckausgabe, 741 S., gut erhalten. // (5) Schauspielhaus Hamburg (Hg.): Der Idiot. Bühnenfassung von U. Maack; W. Minks; M. Propfe. Intendant: P. Zadek (1989). Kartoneinband; 17 x 10cm; 120 S., zahlr. Abb. - gut erhalten. // Lavro, Janko: Fjodor M. Dostojevskij in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Dargestellt von Janko Lavrin. Hamburg, Rowohlt Taschenbuch Verlag 1963 (=rm 88). 8°. 177 S. mit Abbildungen, Name a. Vorsatz, sonst sehr gut erhalten. // GEBUNDENE AUSGABEN: (1) Die Brüder Karamasow. Deutscher Bücherbund, um 1980. OLeinen, Schutzumschlag; 8°; 636 S., gut erh.Ausgabe; Schutzumschlag mit kl. Randläsuren. // (2) Dostojewski, Fjodor & Dostojewskaja, Anna: Briefwechsel 1866 - 1880. Berlin, Rütten & Loening, 1982. 1. Auflage. OLeinen, Schutzumschlag; 8°; 698 Seiten inkl. Personen- und Werkregister, Schutzumschlag mit leichten Abreibungen, Name a. Vorsatz, sonst gut erhalten. // (3) Dostojewski, Fjodor: Briefe. Aus dem Russ. von Waltraud u. Wolfram Schroeder. Herausgegeben, Nachwort von Ralf Schröder. Mit 32 Abbildungen. Leipzig: Insel-Verlag, 1984. 1. Aufl. 2 Bände. OLeinen, Schutzumschläge; 8°; 387, 436 S. Deutsche Erstausgabe. Jeweils Name a. Vorsatz, sonst sehr gute Exemplare. // (4) Dostojewski, Fjodor: Der Spieler. Aus dem Russischen von H. Röhl. Gütersloh, Bertelsmann Lesering, o.J. (um 1965). OLeinen, Schutzumschlag; 8°; 224 Seiten. Name a. Vorsatz, sonst gutes Exemplar. // (5) Dostojewski, Fjodor: Der Jüngling. Berlin, Weimar, Aufbau Verlag, DDR, 1971. OLeinen, Schutzumschlag; 8°; 777 S., Umschlag m. Gebrauchsspuren, Name a. Vorsatz, sonst gut. // (6) Dostojewski, Fjodor M.: Helle Nächte. Leipzig, Insel-Verlag, 1937. 11.-15. Tsd. OPpbd., 8°; 74 S., Rücken mit Fehlstelle, 2 Namen a. Vorsatz, noch ordentlich. // (7) Dostojewski, F. M.: Der Idiot. Moskau, Progress Verlag, o. J. (um 1980). Ein Roman in vier Teilen (in einem Bd.). OLeinen, Schutzumschlag; 8°; 716 S., mit Nachwort von Wolf Düwel, Umschlag m. Gebrauchsspuren, Name a. Vorsatz, sonst gut.
Deutsch. Z 2; gesamthaft gut erhalten, sauber.
Dostojewski, Fjodor M.: Traum eines lächerlichen Menschen. Eine phantastische Erzählung. Bobok -- Aufzeichnungen einer gewissen Person. Aus dem Russischen von Arthur Luther übers.], Originaltitel: Son smesnogo celoveka. - (=Fischer 9304). Frankfurt am Main, Fischer Taschenbuch Verlag, 1988. ISBN: 3596293049
Sehr guter Zustand. Frisches Exemplar. Wie ungelesen. - Fischer-Erzähler-Bibliothek: Abgeschlossene Taschenbuchreihe, die 57 Bände umfasst mit kürzerer Prosa (Novellen, Erzählungen, Short Stories, kürzere Romane) der Weltliteratur in einheitlicher Ausstattung. Alle Einbände gestaltet von Alfons Holtgreve (A. Holtgreve wurde durch seine Illustrationen für das FAZ-Magazin bekannt). - Fjodor Michailowitsch Dostojewski wiss. Transliteration Fedor Michajlovic Dostoevskij; * 30. Oktoberjul./ 11. November 1821greg. in Moskau; 28. Januarjul./ 9. Februar 1881greg. in Sankt Petersburg) gilt als einer der bedeutenden russischen Schriftsteller. ... Einfluss: Dostojewskis Einfluss auf die Literatur des 20. Jahrhunderts, insbesondere auf existentialistische und expressionistische Strömungen, war groß. Zu den von ihm beeinflussten Autoren zählten sich Friedrich Nietzsche, Andre Gide, William Faulkner, Albert Camus, Franz Kafka, Henry Miller und Gabriel Garcia Marquez. Ernest Hemingway schrieb Dostojewski in seinen autobiographischen Werken einen entscheidenden Einfluss zu. Der südafrikanische Nobelpreisträger J. M. Coetzee machte Dostojewski zur Hauptfigur seines Romans Der Meister von Petersburg. Dostojewski steht auch im Mittelpunkt von Leonid Zypkins Roman Ein Sommer in Baden-Baden (2001). ... Aus wikipedia-Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski , ISBN-13: 9783596293049
Erste Auflage dieser Ausgabe. 99 (5) Seiten. 18 cm. Umschlaggestaltung: Hans Georg Pospischil und Alfons Holtgreve. Taschenbuch. Kartoniert.
[SW: Buchhandelsgeschichte, Buchgeschichte, Buchkunde, Taschenbücher Taschenbuchreihen, Buchmarkt, Buchreihen, Verlage, Buchhandel, Buchwissenschaft, Verlagsgeschichte, Buchwesen, Verlagswesen, Antiquariat, Lektor, Jesus Christus, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Russische Geschichte Russische Revolution, Literaturkanon, Zarentum, Belletristische Darstellung, F.M. Dostoevskij, Fjodor M. Dostojevskij, F.M. Dostojevskij, Fjodor M. Dostojevskij,]
Dostojewskij (Dostojewski), F.(Fjodor) M.(Michailowitsch): Die Brüder Karamasow. Roman. Ausgabe in zwei Bänden. Übertragen von Reinhold von Walter. Büchergilde Gutenberg Erste Aufl. 1929 Berlin
582, 698S. 8°
Leinen Auf der Kreisvertretertagung des Bildungsverbandes der deutschen Buchdrucker vom 28. bis 30. August 1924 im Volkshaus zu Leipzig wurde von den anwesenden Vertretern unter dem Vorsitz Bruno Dresslers am 29.08. einstimmig die Gründung der Büchergilde Gutenberg beschlossen. Dies war die Geburtsstunde der mit Abstand ambitioniertesten und progressivsten Buchgemeinschaft auf deutschem Boden. "Bücher voll guten Geistes" in handwerklich einwandfreier Qualität sollten es sein (und waren es), die zunächst von Leipzig und ab 1926 von Berlin aus ihren Weg in die Wohnstuben der Werktätigen, der sogenannten "Kleinen Leute" fand. Vom Tag ihrer Gründung bis zur vorläufigen Zerschlagung durch die Nazis durchlief die Büchergilde eine fulminante Entwicklung. So konnte sie ihre Mitgliederzahlen von Anfangs 1200 Gründungsmitgliedern auf 85.000 im Jahr 1933, dem Jahr der Zwangseingliederung in die DAF steigern und war damit die mit Abstand größte proletarische Buchgemeinschaft der Weimarer Republik. Zum Vergleich: der sozialdemokratische Bücherkreis brachte es auf eine maximale Mitgliederzahl von 45.000. Zwei Bände der Volksausgabe der Büchergilde. Die Volksausgabe des Gesamtwerkes von Dostojewski in 16 Bänden war die erste Klassikerausgabe im Programm der Buchgemeinschaft. Zwei fadengeheftete, goldgeprägte Ganzleineneinbände mit Farbkopfschnitt. Einbände leicht verblichen und fleckig, sowie mit teilweisem Abrieb der Vergoldung, Schnitte leicht fleckig und berieben, der zweite Band bei einigen Seiten mit Knick bzw. Stauchung der oberen und/oder unteren Ecke, ansonsten noch gute Erhaltung. Die Brüder Karamasow, in manchen Ausgaben auch Karamasoff, ist der letzte Roman des russischen Schriftstellers Fjodor Dostojewski, geschrieben in den Jahren 1878-1880. Er zählt zu den größten Werken der Weltliteratur. Die Handlung kreist um drei Brüder, die zwar äußerlich sehr verschieden, aber alle von tiefer Leidenschaft ergriffen sind. Dmitri, der älteste, ist Soldat. Iwan, der die Universität besucht hat, verkörpert den atheistischen Intellektuellen. Alexej ("Aljoscha") schließlich, im Vorwort vom Erzähler zum Protagonisten erklärt, den der Leser die meiste Zeit über begleitet, ist Novize. Sie alle stehen im Konflikt mit ihrem moralisch verkommenen Vater Fjodor. Ein vierter Bruder ist möglicherweise - so wird angedeutet - Smerdjakow, Bediensteter von Fjodor Pawlowitsch Karamasow und Sohn der Lisaweta Smerdjastschaja, der Stinkenden. Dmitri gerät in Streit mit dem Vater, der ihm angeblich Geld schuldet und der wie er Gruschenka heiraten will. Dmitri schwört, den Vater töten zu wollen, und greift ihn tätlich an. Als der Vater wirklich umgebracht wird, fällt der Verdacht sofort auf den ältesten Sohn, zumal dieser am Tatort war und später scheinbar die 3000 Rubel ausgegeben hat, die sein Vater aufbewahrt hatte, um sie der Geliebten zu schenken. Dmitri wird schließlich zur Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt. Anfänglich akzeptiert er dies als gerechte Strafe für seinen Hass und seine Mordgedanken, willigt dann aber doch in die Fluchtpläne seines Bruders Iwan ein. Er wird sich nämlich zusammen mit seinem Bruder Alexej darüber bewusst, dass die Strafe, zumal er unschuldig ist, für ihn zu schwer wäre und er daran zu Grunde gehen würde. Der wirkliche Täter ist Smerdjakow, der sich am Tag vor dem Prozessbeginn erhängt. Er hat geglaubt, durch die Tat einer unausgesprochenen Aufforderung Iwans nachzukommen. Mit diesem Hauptstrang der Handlung verweben sich weitere, so die Geschichte des Starzen Sosima, eines hochangesehenen Mönchs aus einem Kloster nahe der Stadt, in dem Aljoscha eine Zeit lang gelebt hat; die Geschichte des Hauptmannes Snegirjow, der von Dmitri beleidigt und geschlagen wurde, und seines Sohnes Iljuscha, der diese Beleidigung nicht überwinden kann und schließlich krank wird und stirbt. Der Roman entfaltet eine Fülle tiefer Gedanken über die christliche Religion und die in ihr aufgehobenen menschlichen Grundfragen nach Schuld und Sühne, Leid und Mitleid, Liebe und Versöhnung. Dabei gibt die Figur des Starzen (s.o.) Dostojewski die Möglichkeit, seine eigenen religiösen Überzeugungen zu vermitteln. Iwan steht für den intellektuellen, westlich denkenden Zweifler an Gott und allen Werten, der sozusagen an der Aufklärung erkrankt ist, zugleich aber von tiefer Menschenliebe. Seine Zweifel treiben ihn bis an den Wahnsinn, bis er sich von einem sehr mittelmäßigen Teufel verspottet glaubt. Er muss erkennen, dass er Smerdjakow den Anlass zu dem Mord gegeben hat und in Wirklichkeit dessen Gebieter war. Doch vor Gericht will ihm niemand Glauben schenken, da er in einer Art Fieberwahn spricht und weil die anwesenden Ärzte von seinen Visionen wissen. Vielmehr wird seine Aussage von der Anklage nur als Ausdruck seines Edelmuts gedeutet, da man ihm unterstellt zu lügen, um den Bruder zu entlasten. In der von Iwan verfassten Legende vom Großinquisitor, die er Aljoscha als Ausdruck seiner tiefsten Überzeugungen erzählt, formuliert Dostojewski das Theodizee-Problem, wie auch durch die Frage Fjodors an seine beiden Söhne: "Ist Gott tot?" Fjodor kennt nur den Zweifel. Iwan kann und will einen Gott, der unschuldiges Leiden zulässt, nicht akzeptieren: "Ich leugne gar nicht, daß es einen Gott gibt, aber diese von ihm geschaffene Welt lehne ich ab. Ich gebe ihm meine Eintrittsbillett in diese Welt zurück." Aljoscha verweist demgegenüber auf die Mitleidstat Gottes in Christus. Die Brüder Karamasow (Dmitri der Soldat, Iwan der Intellektuelle, Alexej der Mönch, Smerdjakow der Lakai) stehen in ihrem Rang als literarische Figuren neben Don Quijote, Don Juan oder Faust
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