Erich Fried
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Fried, Erich: Wächst das Rettende auch? Gedichte für den Frieden. Mit 28 Graphiken von David Fried. Vorwort: Claudia Hahm. (= bund-bibliophil) Bund-Verlag Erste Aufl. 1986 Köln ISBN: 3766309919
112S. Groß 8° (230x150 mm)
Taschenbuch Illustrierte Broschur. Der Hinterdeckel mit kleinen Kratzern bzw. Druckstellen, ansonsten guter Zustand. Erich Fried (* 6. Mai 1921 in Wien; 22. November 1988 in Baden-Baden) war ein österreichischer Lyriker, Übersetzer und Essayist. Fried war in der Nachkriegszeit ein Hauptvertreter der politischen Lyrik in Deutschland. Gleichzeitig gilt er vielen als bedeutender Shakespeare-Übersetzer, dem es als erstem gelungen ist, die Sprachspiele des englischen Dramatikers ins Deutsche zu übertragen. Er übersetzte außerdem u. a. T. S. Eliot, Dylan Thomas, Graham Greene, Sylvia Plath und John Synge. Zudem verfasste Fried einen Roman (Ein Soldat und ein Mädchen, 1960) und Kurzprosa. Er beteiligte sich am politischen Diskurs seiner Zeit, hielt Vorträge, nahm an Demonstrationen teil und vertrat öffentlich Positionen der Außerparlamentarischen Opposition, so dass er sich in konservativen und rechten Kreisen einen Ruf als "Störenfried" erwarb. Allerdings war er ein unabhängiger Geist, der sich nicht für eine festgelegte Ideologie vereinnahmen lassen wollte. Seine 1979 veröffentlichten Liebesgedichte haben ein breiteres Publikum gefunden. Erich Fried wuchs in Wien als einziges Kind einer jüdischen Familie auf. Sein Vater Hugo war Spediteur und seine Mutter Nellie Grafikerin. Bereits als Fünfjähriger trat er mit einer Kinderschauspielgruppe auf verschiedenen Bühnen Wiens auf. Fried besuchte das Gymnasium Wasagasse am Alsergrund. Bald nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland starb im Mai 1938 Frieds Vater an den Folgen eines Verhörs durch die Gestapo. Daraufhin emigrierte Erich Fried über Belgien nach London, wo er viele Jahre blieb. Er gründete dort die Selbsthilfegruppe Emigrantenjugend, der es gelang, viele Gefährdete, darunter auch seine Mutter, nach England zu bringen. Während des Kriegs schlug er sich mit Gelegenheitsarbeiten als Bibliothekar, Milchchemiker, Fabrikarbeiter durch, wurde anschließend Mitarbeiter bei zahlreichen neu gegründeten Zeitschriften und arbeitete von 1952 bis 1968 als politischer Kommentator für den German Service der BBC. In London trat er dem Freien Deutschen Kulturbund und Young Austria bei, später auch dem Kommunistischen Jugendverband. Diesen verließ er bereits 1943 wegen zunehmender stalinistischer Tendenzen. 1944 heiratete er Maria Marburg, kurz vor der Geburt seines Sohnes Hans. Im selben Jahr erschien sein erster Gedichtband, die antifaschistische Lyriksammlung Deutschland, im Exilverlag des österreichischen PEN-Clubs. 1946 trennte er sich von Maria. Die Scheidung erfolgte 1952. Im selben Jahr heiratete er Nan Spence-Eichner, mit der er zwei Kinder, Sohn David (* 1958) und Tochter Katherine (* 1961), hatte. Nan verließ Erich Fried 1962, die Ehe wurde 1965 geschieden. 1962 kam Erich Fried (offiziell) erstmals nach seiner Flucht wieder nach Wien. 1963 wurde er Mitglied der Gruppe 47. Im Sommer 1965 heiratete er Catherine Boswell. Im Herbst kam ihre gemeinsame Tochter Petra zur Welt, 1969 die Zwillinge Klaus und Tom. Dem Entschluss, seine Arbeit bei der BBC 1968 aufzugeben, folgte eine bis zu seinem Lebensende anhaltende Periode verstärkten schriftstellerischen und politischen Engagements, insbesondere in Deutschland. Er trug in einer Vielzahl öffentlicher Auftritte seine Gedichte bei großen politischen Veranstaltungen vor, häufig im Rahmen der 68er-Bewegung. Durch die ungewöhnliche Verbindung von Lyrik und Politik stellte er eine schillernde wie auch sehr umstrittene Persönlichkeit dar. So war er auf der einen Seite ein angesehener und geehrter Schriftsteller und erhielt sogar 1977 einen Lehrauftrag an der Universität Gießen, geriet aber auch oft in Konflikt mit der öffentlichen Meinung, wenn er offen und kritisch Stellung zu politischen Themen nahm. Fried musste sich wegen seiner Aussagen sogar vor Gericht verteidigen. So wurde er vom Berliner Polizeipräsidenten Klaus Hübner wegen Beleidigung angezeigt, weil er in einem Leserbrief, der in der Zeitschrift Der Spiegel vom 7. Februar 1972 abgedruckt wurde, die Erschießung Georg von Rauchs durch einen Polizeibeamten als "Vorbeugemord" bezeichnet hatte. Der Prozess vor dem Amtsgericht Hamburg, bei dem Heinrich Böll als Gutachter zu Frieds Gunsten aussagte, endete am 24. Januar 1974 mit einem Freispruch. Im Jahre 1979 überraschte Fried durch sein Buch Liebesgedichte, welches einer der erfolgreichsten Lyrikbände der deutschen Nachkriegszeit wurde und Fried einem größeren Leserkreis erschloss. Es folgten weitere Gedichtbände über Liebe, Leben, Hoffnungen und Tod, mit Gedichten wie beispielsweise Was es ist oder Als ich mich nach dir verzehrte. 1982 erlangte Erich Fried wieder die österreichische Staatsbürgerschaft, behielt zugleich aber die britische bei, die er seit Oktober 1949 besaß. Erich Fried starb am 22. November 1988 in Baden-Baden an Darmkrebs und wurde auf dem Londoner Friedhof "Kensal Green" beigesetzt.
[SW: Deutsche Literatur | Lyrik | Gedichtbände | Illustrierte Bücher]
Fried, Erich: Alles Liebe und Schöne, Freiheit und Glück Briefe von und an Erich Fried, WAGENBACH, 089 ISBN: 3803112656
Die schönsten Briefe von und an Erich Fried: anrührende Zeugnisse eines politsch engagierten, literarisch reichen und emotional überbordenden Lebens. Erich Fried ist bekannt als Lyriker mit reicher Produktion. Sehr fleißig war er auch als Briefeschreiber. Der Nachlass enthält tausende Briefe von Erich Fried und an ihn. Volker Kaukoreit hat eine kleine Auswahl aus den Konvoluten zusammengestellt. Beginnend mit einem Leserbrief des neunjährigen Schülers Erich schlägt diese Sammlung einen biographischen Bogen, der den wichtigen Stationen seines Lebens nachgeht: Die Kriegszeit in London unmittelbar nach der Emigration, mit den Versuchen, anderen Juden zu helfen, dann die ersten literarischen Kontakte, die Freundschaften und Liebschaften und natürlich immer und immer wieder politische Auseinandersetzungen und zuletzt die von Krankheit gezeichneten Jahre. Heitere, ernste, komische, wütende, nachsichtige und traurige, aber nie verbitterte Briefe, die von Frieds sehr großem Herzen und seiner unerschütterlichen Feindesliebe bei zugleich standhafter Haltung zeugen. Mit Briefen von und an: Ilse Aichinger, Heinrich Böll, Paul Celan, Alfred Döblin, Heinrich Mann, Stefan Zweig, Kindermädchen Fini, Mutter Nelli, Ehefrau Catherine, Geliebte, Neonazi Kühnen, Botschaft Österreichs, Verleger Klaus Wagenbach und viele andere.
NEUBUCH! 2009. 135 S. 21 cm 210 mm x 118 mm x 18 mm; Salto Bd.166
[SW: Fried, Erich; Briefe]
Fried, Erich und Joern Schlund: Weltbausteine, Möglichkeiten des Weiterlebens : Bilder, Texte, Gespräche. Erich Fried ; Joern Schlund. Münster : Agenda-Verl., 1994. ISBN: 3929440288
Zustand: Exemplar in gutem Zustand, Stempel auf Vorsatz, Ränder und / oder Cover etwas berieben. Erich Fried, der engagierte Querdenker, ist wohl einer der faszinierendsten und erfolgreichsten deutschsprachigen Lyriker. Seine klaren, deutlichen und einfühlsamen Texte begeisterten ganze Generationen. Im Jahr 1986 führte der Künstler und Publizist Joern Schlund über viele Tage hin-weg Gespräche mit dem Dichter - über sein Leben und sein Schreiben, über Faschismus, die Deutschen und über Gerechtigkeit in einer ungerechten Welt, auch über seine Krebserkrankung, an der Fried 1988 verstarb. Es entstand ein Dialog besonderer Art zwischen Dichter und Maler: Schlund malte Aquarelle, zu denen Fried Texte verfaßte: lustige Kommentare, originelle Einsichten, tiefgründige Bemerkungen. Die farbigen Zeichnungen und die handschriftlichen Texte sind in diesem Buch liebevoll zusammengestellt mit Fotos, die Einblicke in Leben und Arbeit von Fried in London eröffnen. Zusammen mit den Gesprächen ergibt sich so ein plastisches, vielschichtiges und anregendes Bild vom Lyriker und vom Menschen Erich Fried. ISBN 3929440288 - , ISBN-13: 9783929440287
112 S. : Ill., mit zahlr. teils farbigen Abbildungen / Fotos, 27 cm, kart., Softcover/Paperback,
[SW: Erich Fried ; Joern Schlund , Weltbausteine, Möglichkeiten des Weiterlebens , Bilder, Texte, Gespräche , Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Belletristik, Lyrik, Dichter, Maler, Aquarell]
Fried, Erich: Die Umrisse meiner Liebe : Lyrik, Erzählung, Essay / Erich Fried. Hrsg. von Ingeborg Quaas, Berlin : Verlag Volk u. Welt ISBN: 3353000275
Ausgabe: 1. Auflage Umfang/Format: 385 Seiten , 20 cm Anmerkungen: Ausg. für d. Dt. Demokrat. Republik. - Bibliogr. Seiten 378 - 380 Erscheinungsjahr: 1986 Erich Fried: geboren am 6. Mai 1921 in Wien, wo er als einziges Kind des Spediteurs Hugo Fried und der Graphikerin Nelly Fried aufwuchs. Nach der faschistischen Besetzung Österreichs im Mai 1938 starb der Vater an den Folgen eines Gestapo-Verhörs. Während die Mutter noch in Haft war, floh Erich Fried nach London. Dort lebte er von Gelegenheitsarbeiten und war Mitglied in verschiedenen Emigrantenorganisationen. 1939 erste Gedichte in Exilzeitschriften. Im Londoner Exilverlag des österreichischen PEN erschien 1944 sein erster Gedichtband Deutschland . Nach dem Krieg Mitarbeiter bei antifaschistischen Zeitschriften, ab 1946 arbeitete er an dem 1960 erschienenen Roman Ein Soldat und ein Mädchen , außerdem war er als Übersetzer der Werke von Shakespeare und Dylan Thomas tätig. 1963 betrat er erstmals nach der Flucht europäisches Festland, behielt aber seinen Londoner Wohnsitz. In seinen Gedicht- und Prosabänden, die ab Mitte der sechziger Jahre in dichter Folge erschienen, trat er für die linke Opposition in der BRD ein und protestierte gegen Atombewaffnung, gegen den Vietnamkrieg, gegen den Abbau demokratischer Grundrechte und warnte vor der Gefahr eines wiederauflebenden Faschismus. Er nahm an Ostermärschen teil und sprach auf Protestkundgebungen. Mehrfach stand er in den siebziger Jahren vor bundesdeutschen Gerichten, er wurde als Sympathisant des Terrorismus verleumdet, seine Texte wurden aus Schulbüchern verbannt. Es wäre aber trotzdem verfehlt, Erich Fried nur als einen politischen Dichter zu bezeichnen: Auch ich schreibe ja nicht nur Politisches, sondern Liebesgedichte und Verse und Prosa über Leben und Sterben und über die geringfügigen Dinge des Lebens. Aber vielleicht ist es auch gerade diese Liebe, ohne die die Welt gering wäre, die uns zwingt, heute so viel von unserem Leben mit Politik zu vertun. gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren,Buchblock altersgemäß gebräunt



