Die

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Herrmann, Friedrich W. von: "Hermeneutische Phänomenologie des Daseins. Ein Kommentar zu "Sein und Zeit" (Bd 2) / Erster Abschnitt: "Die vorbereitende Fundamentalanalyse des Daseins" § 9 - § 27. Frankfurt am Main: Klostermann 2005. ISBN: 978-3-465-01740-0
Der lange erwartete Band 2 des Kommentars zu "Sein und Zeit" erläutert die ersten vier Kapitel ( §§ 9-27) der "Vorbereitenden Fundamentalanalyse des Daseins". Die in diesem Band umfassend kommentierten Themen sind: die formalen Anzeigen der Begriffe 'Existenz' und 'Jemeinigkeit', der Seinsmodi der Eigentlichkeit und Uneigentlichkeit und der primären Seinsart der indifferenten Alltäglichkeit, ferner das In-der-Welt-sein in der Gestalt des alltäglich-atheoretischen und des theoretisch-welterkennenden Seins beim innerweltlich Seienden, die Zeug- und Weltanalyse, die Analyse des cartesianischen kategorialen Weltbegriffs in seiner Abgrenzung gegen den existenzialen Weltbegriff, die Räumlichkeitsanalyse, die Analysen des Mitseins und Mitdaseins, der Fürsorge und des Man. Der Kommentar, der sich des hohen Verdichtungsgrades der hermeneutisch-phänomenologischen Analysen von "Sein und Zeit" bewußt ist, gibt eine textimmanente, die Verdichtung auflockernde systematische Gesamtinterpretation in dem Bemühen, das textgewordene Geflecht der methodischen und sachlichen Gedankenintentionen aufzuspüren und freizulegen. Ihm ist besonders daran gelegen, Grundbegriffe wie 'Dasein', 'Alltäglichkeit' oder 'Möglichkeit', die sich für die bisherige Textinterpretation als Fußangeln erwiesen haben, von ihrem tief sitzenden Mißverständnis zu befreien. Der Kommentar kann als monographische Interpretation von "Sein und Zeit" oder einzelner Teile aus diesem Werk gelesen werden. Er ist aber vor allem als Nachschlagewerk angelegt und benutzbar. Die gewünschte Kommentierung zu den Paragraphen, einzelnen Textstellen, Sätzen oder Begriffen läßt sich mühelos über die im linken Kolumnentitel stehenden Paragraphenziffern und die im rechten Kolumnentitel angegebenen Ziffern der durchgezählten Absätze aus den Paragraphen aufschlagen. "Ein unüberbietbarer Einführungskommentar." Jean Grondin zum ersten Band des Kommentars

372 S. Br. *neuwertig*

[SW: Philosophie, Religionen]

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Ganghofer, Ludwig: Der Jäger von Fall. Hochlandroman. Berlin, Deutsche Buch-Gemeinschaft (DBG), ca. 20er Jahre.
Guter Zustand. Seiten papierbedingt gebräunt. Kanten teilweise aufgerieben. Der Jäger von Fall schildert das Schicksal der mittellosen Sennerin Modei: nachdem sie als Kind durch einen Brand Heimathof und Eltern verloren hat, ist sie ganz auf sich gestellt. - Ludwig Albert Ganghofer (* 7. Juli 1855 in Kaufbeuren; 24. Juli 1920 in Tegernsee) war ein deutscher Schriftsteller, der durch seine Heimatromane bekannt geworden ist. Leben: Einen Teil seiner Kindheit (1859-1865) verbrachte Ludwig Ganghofer in Welden bei Augsburg. Nach dem Abitur am Königlich-Bayerischen Gymnasium im Jahr 1873 in Regensburg arbeitete er ein Jahr als Schlosser und Monteur in einer Augsburger Maschinenfabrik. Im Jahr 1875 begann er ein Maschinenbaustudium am Polytechnikum in München, wechselte jedoch später zu Literaturgeschichte und Philosophie in München, Berlin und Leipzig. Im Jahr 1879 promovierte er in Leipzig. Sein erstes Schauspiel Der Herrgottschnitzer von Ammergau schrieb Ganghofer 1880 für das Münchner Gärtnerplatztheater. Es wurde dort 19 Mal aufgeführt. Ein Gastspiel dieses Stücks erlebte in Berlin über 100 Aufführungen. Es folgten Tätigkeiten als Dramaturg am Wiener Ringtheater (1881), als freier Mitarbeiter für das Familienblatt Die Gartenlaube und als Feuilletonredakteur des Neuen Wiener Tagblatts (1886-1891). In seiner Wiener Zeit verkehrte Ganghofer in dem berühmten Salon der Baronin Sophie Todesco, Frau des Kaufmanns Baron Eduard Todesco im Palais Todesco an der Kärntner Straße. Dort traf er auf bedeutende Vertreter aus Kunst, Kultur und Wirtschaft, wie Isidor Mautner und Johann Strauss, der ihm die Polka Auf zum Tanze op. 436 widmete, während Ganghofer Teile der Strauss-Operette Der Zigeunerbaron verfasste. Die Gesammelten Werke von Johann Nestroy gab Ganghofer zusammen mit dem ihm Zeit seines Lebens freundschaftlich verbundenen Schriftsteller Vinzenz Chiavacci im Jahr 1890 heraus. Als Schriftsteller hatte Ganghofer seinen Durchbruch mit Hochlandgeschichten und -romanen - als erstes 1883 mit der Prosafassung des bis dahin erfolglosen Bühnenstücks Der Jäger von Fall. Ab 1891 legte er seinen Schwerpunkt auf das Schreiben, inszenierte jedoch zum Beispiel 1898 in München noch Hugo von Hofmannsthals Der Tor und der Tod. Darüber hinaus gründete er die Münchner literarische Gesellschaft. Ganghofer war vielseitig interessiert. Technische Neuerungen wie zuletzt beispielsweise der Film fanden sein besonderes Interesse. Auf literarischem Gebiet setzte er sich mit Nachdruck für Autoren ein, die eine ganz andere Art von Literatur vertraten und noch keine Anerkennung gefunden hatten beziehungsweise unter der Zensur zu leiden hatten (zum Beispiel Rainer Maria Rilke oder Frank Wedekind, für den Ganghofer 1918 auch die Grabrede hielt). Mit Frank Wedekind und Heinrich Mann unterzeichnete er 1909 den Demokratisierungsaufruf Für die preußische Wahlreform. Seine gewinnende, humorvolle Art brachte ihn in Kontakt mit zahlreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Ganghofer führte mit seiner Familie ein gastfreies Haus. Sowohl in München, als auch auf seinem großzügig ausgebauten Jagdhaus "Hubertus" bei Leutasch in Tirol, wo er mit einigen Mitpächtern ein Jagdrevier von über 20.000 Hektar im Gaistal gepachtet hatte, waren bekannte Persönlichkeiten der Zeit aus den unterschiedlichsten Bereichen seine Gäste, so etwa Ludwig Thoma, Friedrich August von Kaulbach, Franz von Stuck, Franz von Defregger, Rainer Maria Rilke, Paul Heyse, Hugo von Hofmannsthal, Franz von Jauner, Leo Slezak oder Richard Strauss. Adele Sandrock und Karl Valentin wurden von Ludwig Ganghofer entdeckt und gefördert. Zwischen 1915 und 1917 berichtete Ganghofer als Kriegsberichterstatter von Kriegsschauplätzen an der West- und Ostfront, direkt aus der Frontlinie. Neben propagandistischen Kriegsberichten, wie Reise zur deutschen Front, finden sich auch eine Vielzahl von Kriegsgedichten, die in Sammelbänden wie Eiserne Zither und Neue Kriegslieder erschienen. Die Werke sind durch patriotische Gesinnung geprägt und nicht selten Lobeshymnen auf die Kriegsführung unter Paul von Hindenburg und den Kaiser, der ein persönlicher Freund Ganghofers war (Ganghofer galt als Lieblingsschriftsteller des Kaisers). Ganghofer erlitt eine schwere Kriegsverletzung und wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Nach Beendigung seiner Tätigkeit als Kriegsberichterstatter war er bis zu seinem Tod als Schriftsteller tätig. Sein letztes Werk, Das Land der Bayern in Farbenphotographie, widmete er König Ludwig III. von Bayern. Ganghofer verstarb 1920; sein Grab befindet sich auf dem Friedhof von Rottach-Egern neben dem seines Freundes Ludwig Thoma. Werk: Viele Werke Ganghofers greifen Geschehnisse aus der Geschichte Berchtesgadens auf, wo er sich regelmäßig aufhielt. Seine Heimatromane haben Ganghofer schon zu Lebzeiten den Ruf des "Heile Welt"-Schreibers eingebracht. Nicht selten sind seine Werke, die meist vom Leben einfacher, tüchtiger, ehrlicher Leute handeln, als Kitsch bezeichnet worden. Ganghofer und seine Werke wurden deswegen schon zu Lebzeiten Zielscheibe satirischer Attacken, beispielsweise von Karl Kraus in seinem Werk Die letzten Tage der Menschheit. Ganghofers Werke, vor allem die Romane, werden noch heute verlegt. Weltweit wurden insgesamt mehr als 30 Millionen Werke verkauft (geschätzt, Stand 2004). Familie: Ganghofers Eltern waren der Ministerialrat August Ganghofer (später Leiter der Königlich Bayerischen Forstverwaltung, dem 1887 der nicht erbliche Adelstitel Ritter verliehen wurde) und dessen Frau Charlotte, geborene Louis. Ganghofers Schwester Ida heiratete den Geologen und Geographen Albrecht Penck. Der Geomorphologe Walther Penck war Ganghofers Neffe. Ganghofers Frau Kathinka, geb. Engel, gilt als Tochter des österreichischen Diplomaten Graf Ferdinand Ladislaus von Esterhazy-Hallwyl[1] und ist die Tochter der Operettensängerin Marie Geistinger[2]. Nach ihrer außerehelichen Geburt wuchs sie bei einer jüdischen Familie aus Budapest auf. Ihre Pflegeeltern waren der 1877 in Wien verstorbene Kaufmann Leopold Engel und dessen Ehefrau Babetta "Betti" geb. Weiss, 1870 ebenfalls in Wien gestorben. Beide liegen auf dem jüdischen Friedhof in Währing begraben. Kathinka Engel konvertierte 1882 zum römisch-katholischen Glauben und heiratete Ludwig Ganghofer im selben Jahr in der Augustinerkirche in Wien. Die ältere Schwester Kathinkas, Bertha Engel verehelichte Fried, war die Mutter des Friedensnobelpreisträgers 1911 Alfred Hermann Fried. Von den Enkeln Ganghofers sind der Schriftsteller Bernhard Horstmann, der unter dem Pseudonym Stefan Murr Kriminalromane und Thriller schrieb, und der Publizist Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing bekannt geworden. ... Aus wikipedia-orgLudwig_Ganghofer

Lizenzausgabe. 359 Seiten. Einbandentwurf von Prof. Ernst Böhm. Titelblatt in rot-schwarz Druck mit schönen Vignetten. Schriftart: Fraktur. Illustriertes Halbleinen mit goldgeprägtem Rückentitel. Illustriertes Halbleder mit goldgeprägtem Rückentitel, Lesebändchen und Kopffarbschnitt. Schwarzer Lederrücken mit Rückenornamentik.

[SW: Heimatromane, Deutsche Literatur der 20er Jahre, Deutsche Literatur der 20-er Jahre, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Heimatromane, Historischer Roman Historische Romane, Mundart, Belletristik, Heimatromane, Heimatgeschichte, Historische Persönlichkeit, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Kunst, Historischer Roman Historische Romane, Deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts, Heimatdichtung, Heimatschriftsteller]

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Hesse, Hermann: Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften. Berlin/Frankfurt/M., Suhrkamp Hausbuch, 1957.
Schutzumschlag berieben, fleckig und mit kleinen Einrissen am Kopf. Einband leicht fleckig. Schnitt am Fuß leicht fleckig. Befriedigender Zustand. - Hermann Karl Hesse (Pseudonym: Emil Sinclair; * 2. Juli 1877 in Calw; 9. August 1962 in Montagnola, Schweiz) war ein deutsch-schweizerischer Dichter, Schriftsteller und Freizeitmaler. Seine bekanntesten literarischen Werke sind Der Steppenwolf, Siddhartha, Peter Camenzind, Demian, Narziß und Goldmund, Unterm Rad und Das Glasperlenspiel, deren Inhalt die Selbstverwirklichung, die Selbstwerdung, die Autoreflexion, das "Transzendieren" des Einzelnen ist. Ihm wurden unter anderem 1946 der Nobelpreis für Literatur und 1954 der Orden Pour le merite für Wissenschaft und Künste verliehen. ... Literarische Bedeutung: Hesses frühe Werke standen noch in der Tradition des 19. Jahrhunderts: Seine Lyrik ist ganz der Romantik verpflichtet, ebenso Sprache und Stil des Peter Camenzind, eines Buches, das vom Autor als Bildungsroman in der Nachfolge des Kellerschen Grünen Heinrich verstanden wurde. Inhaltlich wandte sich Hesse gegen die wachsende Industrialisierung und Verstädterung, womit er eine Tendenz der Lebensreform und der Jugendbewegung aufgriff. Insbesondere wurde ihm der Monte Verita um Gusto Gräser zum Inbegriff einer alternativen Lebensform. Diese neoromantische Haltung in Form und Inhalt wurde von Hesse später aufgegeben. Die antithetische Struktur des Peter Camenzind, die sich an der Gegenüberstellung von Stadt und Land und an dem Gegensatz männlich-weiblich zeigt, ist hingegen auch in den späteren Hauptwerken Hesses (z. B. im Demian und im Steppenwolf) noch zu finden. Die Bekanntschaft mit der Archetypenlehre des Psychologen Carl Gustav Jung hatte einen entscheidenden Einfluss auf Hesses Werk, der sich zuerst in der Erzählung Demian zeigte: In ihm deutet er die Person und die Botschaft seines Freundes Gusto Gräser mit den Mitteln der Jung'schen Psychologie. Der ältere Freund oder Meister, der einem jungen Menschen den Weg zu sich selbst öffnet, wurde sein zentrales Thema. Aus diesem Grund wählten und wählen immer noch zahllose Jugendliche Hesse zu ihrem Lieblingsautor. Die Tradition des Bildungsromans ist auch im Demian noch zu finden, aber in diesem Werk (wie auch im Steppenwolf) spielt sich die Handlung nicht mehr auf der realen Ebene ab, sondern in einer inneren "Seelen-Landschaft". Ein weiterer wesentlicher Aspekt in Hesses Werk ist die Spiritualität, die sich vor allem (aber nicht nur) in der Erzählung Siddhartha finden lässt. Indische Weisheitslehren, der Taoismus, der ihm durch Gusto Gräser nahegebracht wurde, und christliche Mystik bilden seinen Hintergrund. Die Haupttendenz, wonach der Weg zur Weisheit über das Individuum führt, ist jedoch ein typisch westlicher Ansatz, der keiner asiatischen Lehre direkt entspricht, auch wenn durchaus Parallelen im Theravada-Buddhismus zu finden sind. Manche Kritiker führten gegen Hesse ins Feld, er benutze Literatur dazu, seine spirituelle Weltanschauung zu transportieren. Diese Kritik kann man auch umkehren und sagen, die Kritiker wenden sich gegen Hesses Weltanschauung und nicht gegen seine Literatur. Alle Werke Hesses enthalten eine stark autobiografische Komponente. Besonders offensichtlich ist sie im Demian, in der Morgenlandfahrt, aber auch in Klein und Wagner und nicht zuletzt im Steppenwolf, der geradezu exemplarisch für den "Roman der Lebenskrise" stehen kann. Im Spätwerk tritt diese Komponente noch deutlicher hervor - in den zusammengehörigen Werken Die Morgenlandfahrt und Das Glasperlenspiel verdichtete Hesse in mehrfachen Variationen sein Grundthema: die Beziehung zwischen einem Jüngeren und seinem älteren Freund oder Meister. Vor dem historischen Hintergrund seiner Entstehungszeit, den schrecklichsten Jahren des 20. Jahrhunderts, zeichnete Hesse im Glasperlenspiel eine Utopie der Humanität und des Geistes, zugleich schrieb er aber auch wieder einen klassischen Bildungsroman. Beide Elemente halten sich in einem dialektischen Wechselspiel die Waage. Nicht zuletzt setzte Hesse mit etwa 3000 Buchrezensionen, die er im Laufe seines Lebens für 60 verschiedene Zeitungen und Zeitschriften verfasste, in jener Zeit Qualitätsmaßstäbe, die ihresgleichen im Bereich der Vermittlung, Förderung und der behutsamen Kritik suchten. Grundsätzlich rezensierte er keine Literatur, die ihm nach seinen Maßstäben als schlecht erschien. Wie Thomas Mann, so hat sich auch Hesse intensiv mit dem Werk Goethes auseinandergesetzt. Die Bandbreite seiner Rezensionen erstreckte sich von kleineren Erzählbänden bislang unbekannter Autoren bis hin zu philosophischen Kernwerken aus dem asiatischen Kulturkreis. Diese asiatischen Zentralwerke haben in der Gegenwart immer noch Bestand, doch wurden sie bereits von Hesse etliche Jahrzehnte früher entdeckt und erschlossen, bevor sie in den 1970er Jahren zum literarisch-philosophischen und geistigen Allgemeingut auch der westlichen Hemisphäre wurden. ... Aus wikipedia-orgHermann_Hesse

77. - 132. Auflage. 615 Seiten. Dünndruckausgabe. 19,5 cm. Leinen mit goldgeprägten Rückentiteln und Schutzumschlag.

[SW: Germanistik, Nobelpreisträger, Deutsche Literatur der vierziger Jahre, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft Literaturwissenschaften, Deutsche Literatur der 40er Jahre, Literaturnobelpreis, Nobelpreis]

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Hoffmann, E.T.A.: Die Elixiere des Teufels. Klein Zaches. Herausgegeben von Martin Hürlimann. - (=Ausgewählte Werke; Band 4). Zürich, Atlantis Verlag, 1946.
Guter Zustand. Name auf Vorsatzblatt. Schutzumschlag mit kleinen Randeinrissen. - Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (* 24. Januar 1776 in Königsberg; 25. Juni 1822 in Berlin; Vorname eigentlich: Ernst Theodor Wilhelm, 1805 umbenannt in Anlehnung an den von ihm bewunderten Wolfgang Amadeus Mozart) war ein Schriftsteller der Romantik, Jurist, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist. ... Rezeption: Hoffmanns heute bekanntes Werk ist in einer Zeitspanne von dreizehn Jahren entstanden. Dass er erst so spät das Bekenntnis zur Schriftstellerei wagte, ist seiner ursprünglichen Präferenz für die Musik zuzuschreiben, Hoffmann fühlte sich eher zum Komponisten berufen. Was vor 1809 an Novellen von ihm verfasst wurde, hatte er entweder nicht freigegeben oder sie sind verloren gegangen. In vielen seiner Werke blieb er dem Geschmack seiner lesenden Zeitgenossen treu: Erzählungen über unheimliche Begebenheiten, Begegnungen mit dem Teufel, schicksalhafte Wendungen im Leben eines Protagonisten, denen dieser sich nicht entgegenstemmen kann. Allerdings - und das unterscheidet Hoffmann von den unbekannt gebliebenen Autoren der ausklingenden "Sturm- und Drang"-Zeit - verdichtete er seine Erzählungen virtuos zur unbeantwortet gebliebenen Frage, ob der geschilderte Spuk real stattgefunden oder sich vielleicht nur im Kopf der betroffenen Figur abgespielt hat. Viel Zeitnahes hat Hoffmann in seine Werke integriert, so z.B. auch Ängste seiner Zeitgenossen vor der Technik. Fasziniert waren sie und misstrauisch zugleich angesichts der Entwicklung von Automaten (die damals nicht mit dem maskulinen Artikel belegt worden waren, sondern entweder "die Automate" oder "das Automat" hießen). Folgerichtig ist das Schicksal einiger seiner Figuren in widriger Weise mit dieser neuen Errungenschaft verbunden (Der Sandmann, Die Automate). Hoffmanns Vielseitigkeit, sein zeichnerisches Talent und auch seine Berufsausübung als Jurist haben ihn zu einem scharfen Beobachter werden lassen. Philistertum und Borniertheit karikierte er zeichnerisch und schließlich auch in Form der Gesellschaftssatire (z. B. Klein Zaches, genannt Zinnober) - und wie recht er mit seiner Einschätzung einiger Zeitgenossen behalten sollte, zeigen die hektischen Überreaktionen des Preußischen Polizeiministerium im Anschluss an die Beschlagnahmung des Manuskripts vom Meister Floh. Hoffmanns Talente sind in ihren vielfältigen Ausdrücken nie scharf voneinander zu trennen gewesen, Musik und Schriftstellerei, beide oft verbunden mit Zeichnungen von Hoffmann, aber auch die Juristerei und das Schreiben bzw. das Zeichnen gingen häufig ineinander über. Zahlreiche seiner Erzählungen hat Hoffmann selbst illustriert. Und sogar auf dem Aktendeckel einer von Hoffmann bearbeiteten Justizakte befindet sich eine Karikatur, die zwei Amtsträger, auf Katze bzw. Hund reitend, aufeinander losgehen lässt. Wirkung: Im Urteil der Zeitgenossen wurde Hoffmanns Werk zwiespältig aufgenommen. Johann Wolfgang Goethe fand keinen Zugang hierzu, auch Joseph von Eichendorff verhielt sich ablehnend. Jean Paul schätzte ihn auch nur gering, nahm aber die Widmung der Phantasiestücke in Callots Manier an. Wilhelm Grimm fand an der Erzählung Nußknacker und Mausekönig zwar noch Gefallen, urteilte aber über dessen Gesamtwerk: "Dieser Hoffmann ist mir widerwärtig mit all seinem Geist und Witz von Anfang bis zu Ende". Hingegen verehrten Heinrich Heine und Adelbert von Chamisso ihn ebenso wie Honore de Balzac, George Sand und Theophile Gautier. Einflüsse seiner Dichtkunst werden bei Victor Hugo, Charles Baudelaire, Guy de Maupassant, Alexander Puschkin und Fjodor Dostojewski, aber auch bei Edgar Allan Poe gesehen. Hoffmanns Erfolg im nichtdeutschsprachigen Raum war größer als in seiner Heimat. Richard Wagner empfing lebhafte Anregung für eigene Werke durch Texte Hoffmanns. So beeinflussten v. a. Episoden aus den Serapionsbrüdern u. a. seine Pariser Novellen, die Meistersinger und Tannhäuser. Auch Der fliegende Holländer Wagners verdankt Hoffmann seinen mystisch nachtschwarzen Charakter. Von den deutschsprachigen Autoren der Gegenwart haben sich insbesondere Ingo Schulze und Uwe Tellkamp dazu bekannt, dass E. T. A. Hoffmann ihr Vorbild sei. In dem 2008 veröffentlichten Roman Der Turm beschreibt Tellkamp die Aufführung einer dramatisierten Fassung von Hoffmanns Der goldne Topf im Dresden der 1980er Jahre. Seine Novellentheorie ist im Gegensatz zu der Goethes und Heyses bis heute selbst in der Fachwelt nur gering bekannt. Der nach ihm benannte Literaturpreis der Stadt Bamberg, der E.T.A. Hoffmann-Preis, wird seit 1989 alle zwei Jahre vergeben. E.T.A. Hoffmann wurde ca. 30 Jahre nach seinem Tod und dem Erfolg seiner Werke in Frankreich von den französischen Autoren Michel Carre und Jules Paul Barbier zum Protagonisten des Schauspiels Les Contes d'Hoffmann gemacht. Sie wandelten drei seiner Geschichten so ab, dass er in jeder zur Hauptperson wurde und fügten einige Details aus seiner Biographie und anderen Erzählungen hinzu. Dieses Schauspiel sah der deutsch-französische Komponist Jacques Offenbach und schlug vor, daraus ein Libretto für eine Oper zu gestalten. Das tat Jules Barbier nach dem Tod von Michel Carre. Jacques Offenbach konnte den größten Teil seiner kompositorischen Arbeit vor seinem Tod im Oktober 1880 noch erledigen, hinterließ aber die Oper unvollendet. Die Contes d'Hoffmann gehören heute zum Standardrepertoire der Opernhäuser. Aus wikipedia-orgE._T._A._Hoffmann

Erste Auflage dieser Ausgabe. 474 Seiten. 19,5 cm. Leinen mit goldgeprägten Rücken- und Deckeltiteln, goldgeprägten Rückenverzierungen, Kopffarbschnitt und Schutzumschlag.

[SW: Deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften]

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