Caesar Bello+gallico

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Caesar: De Bello Gallico. Kritisch geprüfte vollständige Textausgabe von Dr. Hans Fluck. (=Schöninghs Lateinische Klassiker) Ferdinand Schöningh Keine Angabe Ohne Jahresangabe Paderborn
176S. 8°

Taschenbuch Fadengeheftetes illustriertes Taschenbuch mit blauem Leinenrücken. Der Einband dezent knickig, die obere Ecke weniger Seiten ebenso, Papier altersgemäß nachgedunkelt, ansonsten rundum guter Zustand dieser schönen Klassikerausgabe. Als Commentarii de Bello Gallico wird ein Bericht des römischen Feldherrn Gaius Iulius Caesar über den Gallischen Krieg (58 bis 51/50 v. Chr.) bezeichnet. Das Werk stellt die Hauptquelle zu Caesars Feldzügen dar, ist allerdings von starken Eigeninteressen des Verfassers geprägt und daher aus historischer Sicht nicht unproblematisch. In literarischer Hinsicht ist das Werk ebenfalls von großer Bedeutung. Es entwickelte eine erhebliche Breitenwirkung und gehört bis heute zum Hauptkanon der lateinischen Literatur. Der Name commentarii ist indirekt aus mehreren antiken Berichten belegt. Demnach hatte Caesar sein Werk Commentarii rerum gestarum Galliae bzw. Gallici belli genannt. Caesars commentarii bestehen aus acht Büchern, deren letztes nicht von ihm, sondern von seinem Freund, hohen Offizier und persönlichen Sekretär Aulus Hirtius stammt, der damit die Lücke zwischen dem Gallischen Krieg und dem Bürgerkrieg schließen wollte, den Caesar in seinem Werk De Bello Civili beschrieb. Caesar verfasste das Werk gegen Ende des Krieges (52/51 v. Chr.), wobei er sich jedoch sicherlich auf Aufzeichnungen stützte, so etwa seine Berichte an den Senat. Der Stil ist klar und konsequent in der Gedankenführung. In der Wortwahl kann schon von Purismus gesprochen werden, da Caesar Variationen um ihrer selbst Willen strikt vermeidet und stattdessen knapp und präzise formuliert. Die Bücher über den Gallischen Krieg sind nach dem annalistischen Prinzip aufgebaut, jedem Kriegsjahr wurde also ein Buch gewidmet. Caesar beschrieb seine Handlungen nicht in der 1., sondern in der 3. Person (Er-Form), um den Anschein von Objektivität und Bescheidenheit zu erwecken. Ziel seiner Aufzeichnungen war vor allem, die Notwendigkeit seines Feldzuges vor den römischen Beamten darzulegen und somit seinen Krieg zu rechtfertigen. Allerdings ist Caesars "Tatsachenbericht" an manchen Stellen doch recht subjektiv gefärbt und kritisch zu betrachten. Caesar ist denn im eigentlichen Sinne auch kein Historiker, sondern Berichterstatter, der das Medium der commentarii für politische Zwecke benutzte. Die Überlieferungsgeschichte von De bello Gallico erweist sich aufgrund zahlreicher Textzeugen als unübersichtlich und noch nicht restlos erforscht. Seit seinem ersten Erscheinen zu Caesars Lebzeiten handelt es sich jedenfalls um einen Text mit beachtlicher Verbreitung. Mittelalterliche Manuskripte sind allein 33 in der Vatikanischen Bibliothek, 25 in der Bibliotheque nationale de France (Paris), über ein Dutzend in Florenz und weitere in anderen, vor allem römischen, Bibliotheken erhalten. Für die zweisprachige französisch-lateinische Ausgabe (1926, Collection des Universites de France) hat Leopold Albert Constans etwa 40 Manuskripte ausgewertet. Das älteste stammt aus dem 9. Jahrhundert. Die späteren Kopien aus dem 14. und 15. Jahrhundert weichen teilweise von den älteren Manuskripten ab. Caesars Commentarii inspirierten besonders seit der Renaissance viele Schriftsteller und Künstler. Prominente Werke sind beispielsweise: Petrus Ramus, Buch über Caesars Kriegswesen (1559) William Shakespeare, Julius Cäsar (ca. 1599) Bertolt Brecht, Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar (1957) Die Asterix-Comics und Filme von Rene Goscinny und Albert Uderzo (seit 1961) Die US-amerikanische Fernsehserie Rom greift die fiktiven Lebensgeschichten von Titus Pullo und Lucius Vorenus auf, die beide im Werk kurz erwähnt werden (de bello Gallico 5,44).

[SW: Literatur der Antike | Latein | Caesar]

Details

C. Iulii Caesaris (Julius Cäsar): Comentarii de bello gallico. Für den Schulgebrauch hrsg. von Ignaz Pramer. Mit einem Vorwort von A. Kappelmacher und mit einem Anhang: Das römische Kriegswesen in Cäsars gallischen Kämpfen von Ernst Kalinka. Mit 47 Textabb. und 18 farb. Karten und Tafeln. G. Freytag/ F. Tempsky Zehnte, neu bearbeitete Aufl. 1908 Leipzig/ Wien
271S. 8°

Leinen Fadengehefteter Ganzleineneinband. Der Einband berieben, am Rücken nachgedunkelt und leicht fleckig, das Leinen am unteren Rückenrand mit kleinem Einriss, Namenszug mit rotem Holz- bzw. Bleistift auf einer Verlagswerbeseite und dem Titelblatt, das Papier altersgemäß nachgedunkelt, einzelne Kommentare bzw. Unterstreichungen mit Bleistift im Text, die Doppelseite 263/267 aus dem oberen Heftfaden gelöst, einzelne Seiten mit leichtem Knick einer Ecke, insgesamt ein dem Alter entsprechend noch guter Gesamtzustand. Die 52-seitige Abhandlung von Ernst Kalinka über das römische Kriegswesen liegt auf deutsch, der Text Julius Cäsars im lateinischen Original vor. Eine, vermutlich vorrangig für den Lehrergebrauch vorgesehene, sehr schöne Schulausgabe. Als Commentarii de Bello Gallico wird ein Bericht des römischen Feldherrn Gaius Iulius Caesar über den Gallischen Krieg (58 bis 51/50 v. Chr.) bezeichnet. Das Werk stellt die Hauptquelle zu Caesars Feldzügen dar, ist allerdings von starken Eigeninteressen des Verfassers geprägt und daher aus historischer Sicht nicht unproblematisch. In literarischer Hinsicht ist das Werk ebenfalls von großer Bedeutung. Es entwickelte eine erhebliche Breitenwirkung und gehört bis heute zum Hauptkanon der lateinischen Literatur. Der Name commentarii ist indirekt aus mehreren antiken Berichten belegt. Demnach hatte Caesar sein Werk Commentarii rerum gestarum Galliae bzw. Gallici belli genannt. Caesars commentarii bestehen aus acht Büchern, deren letztes nicht von ihm, sondern von seinem Freund, hohen Offizier und persönlichen Sekretär Aulus Hirtius stammt, der damit die Lücke zwischen dem Gallischen Krieg und dem Bürgerkrieg schließen wollte, den Caesar in seinem Werk De Bello Civili beschrieb. Caesar verfasste das Werk gegen Ende des Krieges (52/51 v. Chr.), wobei er sich jedoch sicherlich auf Aufzeichnungen stützte, so etwa seine Berichte an den Senat. Der Stil ist klar und konsequent in der Gedankenführung. In der Wortwahl kann schon von Purismus gesprochen werden, da Caesar Variationen um ihrer selbst Willen strikt vermeidet und stattdessen knapp und präzise formuliert. Die Bücher über den Gallischen Krieg sind nach dem annalistischen Prinzip aufgebaut, jedem Kriegsjahr wurde also ein Buch gewidmet. Caesar beschrieb seine Handlungen nicht in der 1., sondern in der 3. Person (Er-Form), um den Anschein von Objektivität und Bescheidenheit zu erwecken. Ziel seiner Aufzeichnungen war vor allem, die Notwendigkeit seines Feldzuges vor den römischen Beamten darzulegen und somit seinen Krieg zu rechtfertigen. Allerdings ist Caesars "Tatsachenbericht" an manchen Stellen doch recht subjektiv gefärbt und kritisch zu betrachten. Caesar ist denn im eigentlichen Sinne auch kein Historiker, sondern Berichterstatter, der das Medium der commentarii für politische Zwecke benutzte. Die Überlieferungsgeschichte von De bello Gallico erweist sich aufgrund zahlreicher Textzeugen als unübersichtlich und noch nicht restlos erforscht. Seit seinem ersten Erscheinen zu Caesars Lebzeiten handelt es sich jedenfalls um einen Text mit beachtlicher Verbreitung. Mittelalterliche Manuskripte sind allein 33 in der Vatikanischen Bibliothek, 25 in der Bibliotheque nationale de France (Paris), über ein Dutzend in Florenz und weitere in anderen, vor allem römischen, Bibliotheken erhalten. Für die zweisprachige französisch-lateinische Ausgabe (1926, Collection des Universites de France) hat Leopold Albert Constans etwa 40 Manuskripte ausgewertet. Das älteste stammt aus dem 9. Jahrhundert. Die späteren Kopien aus dem 14. und 15. Jahrhundert weichen teilweise von den älteren Manuskripten ab. Caesars Commentarii inspirierten besonders seit der Renaissance viele Schriftsteller und Künstler. Prominente Werke sind beispielsweise: Petrus Ramus, Buch über Caesars Kriegswesen (1559) William Shakespeare, Julius Cäsar (ca. 1599) Bertolt Brecht, Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar (1957) Die Asterix-Comics und Filme von Rene Goscinny und Albert Uderzo (seit 1961) Die US-amerikanische Fernsehserie Rom greift die fiktiven Lebensgeschichten von Titus Pullo und Lucius Vorenus auf, die beide im Werk kurz erwähnt werden (de bello Gallico 5,44). Ernst Kalinka (* 5. Februar 1865 in Wien; 15. Juni 1946 in Hall in Tirol) war ein österreichischer Klassischer Philologe, der von 1903 bis 1935 als Professor an der Universität Innsbruck wirkte. Ernst Kalinka besuchte das Schottengymnasium und studierte anschließend an der Universität Wien. Anfangs schwankte er zwischen Rechtswissenschaft, Theologie und Philologie, bis ihn Heinrich Schenkl und insbesondere Otto Benndorf für die Klassische Philologie gewannen. Nach der Promotion zum Dr. phil. (1889) legte er im selben Jahr die Lehramtsprüfung für die Fächer Griechisch, Latein und Deutsch ab. Anschließend absolvierte er sein Probejahr am Gymnasium in Wien IX; 1890 legte er zusätzlich die Prüfung in philosophischer Propädeutik ab. In den folgenden Jahren unternahm Kalinka Forschungsreisen, hauptsächlich im Mittelmeerraum. Von 1890 bis 1891 bereiste er Deutschland, Frankreich, Italien und Griechenland, 1892 begleitete er Otto Benndorf auf seiner dritten Lykienreise. In Lykien blieb Kalinka zunächst bis 1894, um im Auftrag der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften zu Wien die kleinasiatischen Inschriften zu sammeln. 1894 wurde Kalinka an die neu gegründete Sektion der Akademie in Konstantinopel berufen. Im Auftrag von Rudolf Heberdey bereiste er Kleinasien und die europäische Türkei (Thrakien). 1896 kehrte Kalinka nach Wien zurück, wo er sich für Klassische Philologie habilitierte und seine Frau Wera heiratete. Gemeinsam mit Eugen Bormann unternahm er 1897 eine Forschungsreise nach Bulgarien. Bei der Gründung des Österreichischen Archäologischen Instituts (1898) wurde er zum Sekretär ernannt. Von 1900 bis 1903 hatte Kalinka eine ordentliche Professur für Klassische Philologie an der Universität Czernowitz inne. Dieser Lehrstuhl war für ihn nur eine Durchgangsstation. Seine Lebensstellung fand er als Ordinarius seines Faches an der Universität Innsbruck, wo er von 1903 bis zu seiner Emeritierung 1935 lehrte und forschte. Im akademischen Jahr 1905/1906 fungierte er als Dekan der philosophischen Fakultät, 1910/1911 als Rektor der Universität. In dieser Eigenschaft förderte er den Bau des neuen Universitätsgebäudes. Als Schüler Otto Benndorfs gehörte Kalinka einer Generation der Wiener Schule der Altertumswissenschaft an, die Philologie, Archäologie und Epigraphik eng miteinander verflocht. Diese Prägung spiegelt sich in seinen wissenschaftlichen Arbeiten wie auch in seiner akademischen Lehre wider. Er verfasste zahlreiche Inschriftenpublikationen - die Tituli Asiae minoris (1920-1944) sind eines seiner Hauptwerke - ebenso wie Studien und kommentierte Ausgaben zu lateinischen und griechischen Autoren. Er verfasste Beiträge über Handschriftenkunde, Papyrologie, Religionswissenschaft, Verslehre und zum römischen Militärwesen. Kalinka war Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften, darunter des Österreichischen, Russischen, Bulgarischen und Deutschen Archäologischen Instituts, der Griechischen Gesellschaft in Konstantinopel und der Akademie der Wissenschaften zu Wien, die ihn 1911 zum korrespondierenden, 1927 zum ordentlichen Mitglied wählte

[SW: Alte Schulbücher | Latein | Der gallische Krieg | Julius Cäsar]

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CAESAR (CAESAR), GAJUS JULIUS. C. Iulii Caesaris de Bello Gallico Commentarii VII. De bello civilli Pompeino, commentarii III. Auli hirtii de bello Gallico liber VIII. De bello Alexandrino lib. I. De bello Africano lib. I. De bello Hispaniensi lib. I. Cum scholiis Franc Hotomani Iurise. Ful. Ursini Romani. Ald. Manutij P.F. (Order #460904)
* A nice edition of the works of Julius Caesar, with 11 charming woodcut illustrations of animals and military devices. With commentaries by the French protestant writer Francois Hotman.

Editio Secunda. Lugduni [Lyon], Apud Bartholomaeum Vincentium.1581. 8vo. With 11 woodcut illustrations. (36)+516+384+45 pages. Bound in a contemporary full vellum binding with title in old hand on the spine. Lower part of the spine (c. 1 cm) missing and upper hinge with an open crack in the upper part. Bookplate on pastedown. Owner's stamp on flyleaf. Still an attractive title.

[SW: Antikken/Historie Katalog 33/Historie]

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Caesar, Julius: C. IVILII CAESARIS A. HIRTII, ALIORVMQVE. DE GALLICO, CIVILI, ALEXANDRINO, AFRICANO, ET HISPANIENSI BELLO COMMENTARII. AD OPTIMORVM LIBERORVM FIDEM. LIPSIAE, EX OFFICINA CAR, TAVCHNITII, 1830

Größe: n.a. Festeinband Accurate Editi.Mit einem Porträt Julius Cäsars. 495 S.12°, gebundene Ausgabe, Lederrücken und -ecken, Goldprägung, Einband aus Pappe.Das Erscheinungsjahr ist geschätzt. Als Commentarii de Bello Gallico wird ein Bericht des römischen Feldherrn Gaius Iulius Caesar über den Gallischen Krieg (58 bis 51/50 v. Chr.) bezeichnet. Es ist die Hauptquelle zu Caesars Feldzügen, allerdings von starken Eigeninteressen des Verfassers geprägt und daher aus historischer Sicht nicht unproblematisch. De Bello Civili (Über den Bürgerkrieg) ist ebenfalls ein Werk von Gaius Iulius Caesar. In diesem berichtet er über den Krieg, den er gegen die Senatsmehrheit unter Führung seines früheren Verbündeten Gnaeus Pompeius Magnus in Italien, Hispanien, Nordafrika und Makedonien führte. Das Werk umfasst drei Bücher, beginnt mit einer Senatssitzung in Rom und endet mit der Entscheidungsschlacht bei Pharsalos. Das Buch bricht im letzten Satz unvermittelt ab. Fortsetzungen des Werkes (Bellum Alexandrinum, Bellum Africum, Bellum Hispaniense), stammen von anderen Autoren. Der Einband ist stärker berieben mit oberflächlichen Fehlstellen, Kanten stärker bestoßen, die Lederecken existieren nicht mehr. Umlaufend farbiger, beriebener Schnitt. Buchblock in akzeptablem Erhaltungszustand. Aufkleber einer Bücherei überklebt Besitzername auf Vorsatz. Einige handschriftliche Notizen auf Nachsatz und im hinteren Buchbeckel. In lateinischer Sprache und Schreibweise.Geschichte, Urgeschichte, Altertum, Rom, römische Antike, Römisches Reich, Julius Cäsar, Geschichtsschreibung, lateinisch, lateinische Sprache, latein, Artikelart:Bücher, Sprache:la Sprache: deutsch

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