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  • Bild des Verkäufers für Die Liebes-Intrigues der Baronesse von Degenfeld und des ungewissenhafften Gewissens-Raths Langhansens Gottlose Händel von neuem ans Licht gestellet durch Levinum v. Ambeer. zum Verkauf von Antiquariat INLIBRIS Gilhofer Nfg. GmbH

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    8vo. (12), 148 SS. - (Vorgebunden) II: Scheffel, Christian Stephan (Hg.). Virorum clarissimorum ad Guntherum Christophorum Schelhammerum epistolae selectiores [.]. Wismar & Stralsund, Samuel Gottlieb Lochmann, 1727. (16), 387, (37) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Pergament der Zeit mit hs. Rückentitel. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo. Etwas spätere Ausgabe (EA 1689) dieser Schrift des Gießener Juristen Weber über die ehelichen Verhältnisse des Kurfürsten Karl I. Ludwig von der Pfalz (1618-80): "[.] Allein es giebet die tägliche Erfahrung, daß bey dem meisten Theil der Ehen sich solche Unlusten herfür thun, wodurch alle sonst von Gott intentirte Lust und Ergötzlichkeit des Ehestandes in lauter Wermuth und bittere Galle verwandelt wird [.]" (Vorrede). - Marie Luise von Degenfeld kam 1650 an den Hof des Kurfürsten nach Heidelberg, wohl als Hofdame der Kurfürstin Charlotte, der Tochter des Landgrafen von Hessen-Kassel. Mit dieser hatte sich Karl Ludwig im selben Jahr vermählt. "Das von der Natur bevorzugte Fräulein von Degenfeld übte bald genug eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Karl Ludwig aus und er schreckte zuletzt vor keiner Schwierigkeit zurück, sie zu besitzen" (ADB V, 26). Ihr Bruder Ferdinand von Degenfeld forderte die Heirat seiner Schwester und drohte, Luise vom Hof zu entfernen. Am 6. Januar 1658 ließ sich der Kurfürst mit Luise morganatisch vermählen, ohne von seiner ersten Gemahlin in aller Form geschieden zu sein, gestützt auf ein Gutachten des Heidelberger Juristen Friedrich Böckelmann, das die kurfürstliche Bigamie für rechtens erklärte. Als Herr seiner Kirche sprach er am 25. Oktober 1658 seine eigene Scheidung aus; ein auch damals schon höchst zweifelhaftes Unternehmen. 1667 wurde Luise von Karl zur Raugräfin ernannt; sie bewohnte das Schloss Schwetzingen, das 1655-58 für sie renoviert worden war. - Beigebunden ist C. S. Scheffels Edition des Briefwechsels des vielseitigen Kieler Mediziners und Naturforschers Günther Christoph Schelhammer (1649-1716), der u. a. mit Leibniz korrespondierte, mitsamt einer Biographie des Gelehrten. - Einband leicht berieben bzw. fleckig. Schwach gebräunt u. stockfleckig. Ehem. Bibliotheksexemplar mit Signaturen, -schildchen Stempelungen. - Hayn/Gotendorf II, 20. Holzmann/Bohatta (Pseud.) 11.