Wolf siegbert hg (3 Ergebnisse)

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Zustand: Gut. 304 S. : Ill. ; 25 cm. Aus der Bibliothek von Prof. Wolfgang Haase, langjährigem Herausgeber der ANRW und des International Journal of the Classical Tradition (IJCT) / From the library of Prof. Wolfgang Haase, long-time editor of ANRW and the International Journal of the Classical Tradition (IJCT). - sehr guter Zus…tand - Das 1986 eingeweihte Jüdische Gemeindezentrum in Frankfurt am Main zeigt außen die geborstenen Bundestafeln. Die Fassade trägt Risse. Der Architekt Salomon Korn hat ein Gebäude entworfen, das von Brüchen und tiefen Rissen gezeichnet ist. »Wenn keine Stimme sich für uns erhebt, so mögen die Steine dieser Stadt für uns zeugen, die ihren Aufschwung zu einem guten Teil jüdischer Leistung verdankt, in der so viele Einrichtungen vom Gemeinsinn der Juden künden, in der aber auch das Verhältnis zwischen jüdischen und nichtjüdischen Bürgern stets besonders eng gewesen ist«, so heißt es am 30. März 1933 in einem Aufruf des Vorstands der Jüdischen Gemeinde Frankfurts, am Vorabend des Boykotts jüdischer Geschäfte, am Beginn der Vertreibung und Entrechtung und schließlich der planmäßigen Ermordung von Millionen Juden durch Deutsche. -- Wie bei kaum einer anderen Stadt in Deutschland zeugt die Geschichte Frankfurts von den Wechselfällen der deutsch-jüdischen Geschichte, von Nähe und Distanz, von Aufbruch und Entrechtung, Aufbau und Zerstörung. -- Bereits in der Karolingerzeit, im achten und neunten Jahrhundert, kamen jüdische Kaufleute in die Messestadt und Königpfalz Frankfurt am Main. Um 1200 lehrte dort einer der berühmtesten Rabbiner der damaligen Zeit, Simon Kora. Bis zum 15. Jahrhundert lebten die Frankfurter Juden als kaiserliche »Kammerknechte« in unmittelbarer Nähe des Doms, inmitten der nichtjüdischen Bevölkerung. 1241 fiel die erste jüdische Gemeinde dieser Stadt einem ersten Pogrom zum Opfer. 1462 wurde den Juden ein Ghetto zugewiesen. Die »Judengasse« entstand und wurde bis ins 19. Jahrhundert zum eigentlichen Ort jüdischen Lebens in Frankfurt. Goethe schildert in Dichtung und Wahrheit den Brand des Ghettos von 1774; der dänische Dichter Jens Baggesen berichtet von den Lebensbedingungen in der engen Gasse; Ludwig Börne kehrt an den Ort seiner Kindheit zurück und läßt vor den Augen seiner Leser das Stammhaus der Familie Rothschild erstehen. Der Historiker Siegbert Wolf hat diese frühen literarischen Zeugnisse zusammengestellt und sie durch spätere ergänzt. -- In den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts erlebte das jüdische Leben in der Mainmetropole eine Blütezeit, der sich viele kulturelle Einrichtungen verdanken. Über diese Jahre berichten Elias Canetti und Alfred Grosser. Welche Schatten auf das Leben der armen, aus Osteuropa eingewanderten Juden fielen, zeigt die Schriftstellerin Bertha Pappenheim, erzählt Valentin Senger in seinen Erinnerungen an »die vergessenen Juden in Frankfurt«. -- In seinem Roman Masken in Frankfurt schildert Dahn Ben Amotz die Reise eines jungen israelischen Architekten, der in seine Heimatstadt Frankfurt reist, um als einziger Überlebender seiner Familie das zu beantragen, was man »Wiedergutmachung« nennt. Dieser Text wirft ein besonders grelles Licht auf das Frankfurt der Nachkriegszeit. -- Der Herausgeber Siegbert Wolf arbeitet als Historiker am Archiv Bibliographia Judaica in Frankfurt am Main. Zu seinen Veröffentlichungen gehören unter anderem Bücher über Martin Buber und Jean Amery. -- In der Reihe Jüdischer Städtebilder sind bislang Bände über Prag, Amsterdam, Krakau und Wien erschienen. Im Frühjahr 1997 folgt das Jüdische Städtebild Berlin. ISBN 9783633541119 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 675 Originalhardcover mit Schutzumschlag.
Verlag: FfM: Campus-Vlg, 1997
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fester Einband. 504 S., Abb. Reg. Kart. *Biographien aller jüdischen Dozenten von 1914 bis 1933*. *neuwertig* Sprache: Französisch.
Sprache: Deutsch
Verlag: Frankfurt, Campus, 1997
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8°, 504 S., Textabb., Kart., Einband gebrauchsspurig, Fuss etw. berieben. EA. (= Campus Judaica, Bd. 6). «Das Schicksal aller jüdischen Dozenten von 1914 bis 1933» in lexikalischer Form. 1200 gr. Schlagworte: Judaica, Deutschland.