Theodor diener (4 Ergebnisse)
Verlag: Hänssler - Verlag, Neuhausen - Stuttgart 1971, 1971
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Sprache: Deutsch
Verlag: Kassel/Basel: Bärenreiter-Verlag, 1959
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In den WarenkorbPostkarte. Zustand: Gut. Sonderdruck-Anforderungs-Postkarte von Theodor Otto Diener und seinem Co-Autor in vielen Studien, I.R. Schneider, an Herbert Tichy vom Max-Planck-Institut für Biologie zu Tübingen vom 18.Januar 1967 - Von Theodor Otto Diener mit blauem Kuli ausgefüllt und im Namen beider signiert.- US Department of Agric…ulture, Plant Industry Station, Baltsville, Maryland /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Theodor Otto Diener (* 28. Februar 1921 in Zürich; 28. März 2023 in Beltsville, Maryland)[1] war ein schweizerisch-US-amerikanischer Pflanzenpathologe. Er entdeckte, charakterisierte und benannte die Viroide, welche die kleinsten bekannten replikationsfähigen Strukturen sind,[2] 80- bis 100-mal kleiner als die kleinsten Viren. Viroide und viroidähnliche Satelliten-RNA wurden vom Internationalen Komitee für Virustaxonomie als eine neue Ordnung von Subviralen Agenzien anerkannt. In einer im Jahr 2000 erschienenen Zusammenstellung der wichtigsten Meilensteine des vergangenen Millenniums in der Pflanzenpathologie hat die American Phytopathological Society Theodor Otto Dieners Entdeckung der Viroide im Jahr 1971 als eine der zehn wichtigsten Erreger-Entdeckungen des Millenniums anerkannt.[3] Die Entdeckung der Viroide war die dritte große Erweiterung der Biosphäre nach der Entdeckung der visuell nicht sichtbaren (also subvisualen) Mikroorganismen durch Antoni van Leeuwenhoek 1675 und derjenigen der submikroskopischen Viren durch Dmitri Iossifowitsch Iwanowski 1892. Wie Ricardo Flores und Kollegen schrieben: Viroide und Viren besitzen die meist charakteristische Eigenschaft von lebenden Organismen: in einer geeigneten Umgebung sind sie fähig, Kopien von sich selber zu produzieren, das heisst, sie sind zu autonomer Replikation (und Evolution) fähig. In dieser Hinsicht stehen Viroide (mit 246 bis 401 Nukleotiden) an der Grenze des Lebens ein Aspekt, der jeden biologisch Interessierten anziehen sollte.[4] Leben und Karriere Diener bestand die Eingangsprüfung der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH Zürich), von der er 1944 das Diplom in Naturwissenschaften erhielt und 1946 zum Dr. sc. nat. in Pflanzenpathologie promoviert wurde. Danach wurde er Assistent von Samuel Blumer, einem damals prominenten Mykologen an der Eidgenössischen Versuchsanstalt für Obst-, Wein- und Gartenbau in Wädenswil, wo er schon am ersten Arbeitstag einen Rostpilz (Puccinia cerasi, jetzt Leucotelium cerasi) an den Blättern eines lokalen Kirschbaumes fand. L. cerasi ist südlich der Alpen weit verbreitet, wird aber nur sehr selten nördlich der Alpen gesehen.[5] In Wädenswil wurde dieser Pilz nur einmal, mehr als hundert Jahre früher, gesehen. Obwohl Diener in Waedenswil eine gute sichere Stelle hatte, emigrierte er in die USA, in der Hoffnung, dort Grundlagenforschung betreiben zu können und damit etwas zur damals beginnenden großen Revolution in der Biologie beizutragen, was in Wädenswil nicht möglich war. In den USA schlug er sich mit Gelegenheitsjobs durch und stieg in vier Monaten vom Tellerwäscher bis zum Manager eines Luxusrestaurants auf, war sechs Monate an der Rhode Island State University, wo er eine in Xylolen lösliche Kupferverbindung auf Toxizität für Pilze und Pflanzen prüfte, und nahm 1949 eine Stelle als Assistant Plant Pathologist an der Irrigation Experiment Station in Prosser, Washington, an. Dort befand sich eine kleine, außerhalb gelegene Forschungsanstalt der Washington State University. Er lernte allerdings schnell, dass dort ebenfalls keine virologische Grundlagenforschung möglich war. Er wurde Assistant und dann Associate Professor an der Washington State University, wo er zeigte, dass eine ungewöhnliche Aminosäure (Pipecolinsäure) sich in Pfirsichblättern nur in messbarer Quantität anreichert, wenn die Blätter Symptome der Pfirsich-Western-X-Krankheit zeigen.[6] Ebenso wurde gezeigt, dass gesunde Pfirsichstecklinge, in welche reine Pipecolinsäure injiziert worden war, Symptome entfalten, die denjenigen der Pfirsich-X-Krankheit äußerst ähnlich sehen. Dies bewies, dass Pipecolinsäure eine wichtige Rolle in der Krankheitserzeugung spielt.[7] Von 1959 bis 1988 war er am Plant Virology Laboratory des Agricultural Research Service (ARS) in Beltsville, das seine Entstehung dem Sputnikschock zu verdanken hatte. In dieser Zeit erfuhr Diener von den unerwarteten Schwierigkeiten, die es Pflanzenvirologen unmöglich machten, den Erreger der Kartoffel-Spindelknollensucht zu isolieren. Er entschloss sich, dieses Problem zu untersuchen. Dies führte zur unerwarteten Entdeckung des neuartigen Erregers, den Diener vorschlug, Viroid zu nennen.[8][9] Später wurden die Viroide als einzelsträngige, kovalent ringförmig geschlossene RNA charakterisiert, die als stabförmige Strukturen mit einem hohen Anteil an Basenpaarung auftritt.[10] Viroide und die Viroid-artige Satelliten-RNA wurden vom International Committee on Taxonomy of Viruses als neue Ordnung der subviralen Agenzien klassifiziert.[11] Bei Veröffentlichung der Systematik im Jahr 2014 umfassten die Viroide zwei Familien, acht Gattungen and 32 Spezies.[12] In den folgenden Jahren gelang es Diener und weiteren unabhängigen, biochemisch orientierten Kollegen, die chemische Struktur der Viroide abzuklären. Viroide sind einzelsträngige, kreisförmig geschlossene RNA-Makromoleküle. Ab 1989 war er Distinguished University Professor und seit 1994 war er Professor Emeritus an der University of Maryland, College Park. Diener war seit 1968 mit Sybil Mary Fox verheiratet und hatte drei Söhne. Er war Schweizer und US-amerikanischer Staatsbürger. Er starb am 28. März 2023, einen Monat nach seinem 102. Geburtstag. Forschung Diener erkannte 1971 bei der Untersuchung der Ursache der Potato-Spindle-Tuber-Krankheit (abgekürzt PSTVd) von Kartoffeln, dass diese durch ein Pathogen verursacht wurden, das kleiner als ein Virus war, ein Stück RNA ohne Protein, ein Viroid. Seine Größe betrug nur 130.000 Dalton, während man vorher annahm, ein infektiöser Erreger müsste mindestens 1 Mil.

