Sprache: Englisch
Verlag: Fibre Verlag, Fibre Feb 2016, 2016
ISBN 10: 3944870417 ISBN 13: 9783944870410
Anbieter: AHA-BUCH GmbH, Einbeck, Deutschland
Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware - Als Anfang der 1980er Jahre in Polen die freie und unabhängige Gewerkschaft Solidarnosc entstand und rasch zur antikommunistischen Oppositionsbewegung wurde, gab es in der DDR allenfalls kleine, kaum miteinander vernetzte Gruppen von Regimegegnern. Aber die Solidarnosc weckte das Interesse der ostdeutschen Bürgerrechtler an Polen: Der Blick ins Nachbarland machte Mut und gab Hoffnung, weil der gesellschaftliche Widerstand dort positive Folgen hatte, die Diktatur schwächte und die Freiheit erweiterte; aber er lieferte auch Vorbilder, wie bürgerrechtliche und oppositionelle Aktivitäten effektiv vorbereitet und durchgeführt wurden.Das vorliegende Buch thematisiert diese Vorbildrolle Polens für die ostdeutsche Oppositionsbewegung in 13 Gesprächen, die Robert urek mit DDR-Bürgerrechtlern geführt hat. Die Interviewpartner berichten über ihre Erfahrungen in und mit Polen, die sie inspirierten und ihrem eigenen gesellschaftlichen und politischen Engagement wichtige Impulse gaben. Die Gespräche veranschaulichen ein wenig bekanntes Kapitel der deutsch-polnischen Beziehungen in den Jahren vor der friedlichen Revolution im Herbst 1989. Zugleich sind sie hochaktuell, denn es geht in ihnen um universale Werte wie Zivilcourage, zwischenmenschliche Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung.Die Gesprächspartner waren: Stephan Bickhardt, Eckart Hübener, Roland Jahn, Ruth Leiserowitz, Friedrich Magirius, Theo Mechtenberg, Markus Meckel, Heimgard Mehlhorn, Heinrich Olschowsky, Wolfgang Templin, Ester-Marie Ullmann-Goertz, Konrad Weiß und Karin Wolff.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware - Der Briefwechsel zwischen den polnischen und deutschen katholischen Bischöfen von 1965 zählt zu den Meilensteinen in dem Annäherungsprozess zwischen Deutschen und Polen. Besonders das Schreiben der polnischen Bischöfe, in dem sie zwanzig Jahre nach Kriegsende den deutschen Amtsbrüdern die Hand gereicht haben, gilt heute als Modellbeispiel für mutige Aussöhnungsinitiativen zur Überwindung von Barrieren zwischen ehemals verfeindeten Nationen. Auf dieses historische Ereignis geht das Buch in einer Studie und im Rahmen von 12 Zeitzeugengesprächen ein. Basil Kerski und Robert Zurek rekonstruieren die Entstehungsgeschichte der Briefwechsels, zeigen seinen historischen Kontext und stellen die Reaktionen auf diese Initiative vor. Ferner wird die Wirkungsgeschichte des Briefwechsels dargestellt und nach der Bedeutung der Kontakte zwischen den deutschen und den polnischen Katholiken für den Prozess der Annäherung zwischen Deutschen und Polen gefragt. Den Hauptteil dieses Buches bilden Gespräche, die Thomas Kycia, Robert Zurek und Basil Kerski mit noch lebenden Zeitzeugen des Briefwechsels geführt haben. Die Autoren haben nicht nur prominente Amtsträger der katholischen Kirche befragt, wie den Oppelner Erzbischof Alfons Nossol oder Bischof Josef Homeyer, sondern auch Vertreter der polnischen und deutschen Laienbewegung, unter anderem Bernhard Vogel, Tadeusz Mazowiecki und Wladyslaw Bartoszewski. Die Bewertung des Briefwechsels und des Aussöhnungsprozesses wurde um die Perspektive von nicht-katholischen Zeitzeugen, wie Altbundespräsident Richard von Weizsäcker oder Mieczyslaw Rakowski, dem ehemaligen Regierungschef der Volksrepublik Polen, erweitert. Das vorliegende Buch erschließt Fachleuten neue Quellen und führt Leser, denen dieses Kapitel der deutsch-polnischen Geschichte unbekannt geblieben ist, an das wichtige Thema heran.