Buch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Gefäßchirurgie, ein Zauberwort für die Chirurgie, eine Verheißung, aber auch Beginn des Zerfalls. Die Chirurgie zerbrach in ihre Einzelteile, welche aber auch Vorteile mit sich brachten. Der Traum, Blutleiter wieder herzustellen und durchgängig zu machen, wurde wahr. Blutende Wunden mussten nicht mehr mit einem Glüheisen geflämmt, die Verkalkung im Inneren der Arterien konnten entfernt werden, das Blut floss durch Kunststoffrohre weiter, der Alterungsprozess, der sich vor allem in den Blutgefäßen abspielte, wurde auf einmal behandelbar. Der Schlaganfall, welcher den Menschen lähmte, ihn der Sprache beraubte und an den Rollstuhl fesselte, schien bei rechtzeitigem Erkennen und Operieren vermeidbar zu sein. Das Platzen der großen Schlagader - der Aorta - konnte unter günstigen Umständen vorher verhindert werden. Könnte, genau das war aber auch ein Problem. Wen traf denn der Schlag Bei wem barst die Aorta Man muss sehr viele Aneurysmen operieren, um bei einem einzigen diese Katastrophe zu verhindern. Trotzdem, Tür und Tor offen für nicht ungefährliche, auch zum Tode führende Operationen, Tür und Tor offen für Chirurgen, die Zahlen liefern wollten, auf Kongressen glänzen wollten, sich einen Namen machen und berühmt werden wollten. Solche Spezialisierung in der Chirurgie war nicht aufzuhalten. Im Nachhinein natürlich unabdingbar. Es brachte aber einen neuen Chirurgentypen hervor. Es war die Chance für solche, die ihre Sehnsucht zur Chirurgie im Kleineren stillen konnten, die ihr Spezialistenkönnen einbrachten und unbehelligt durchführten. Sie wurden immer dringlicher gebraucht und erfuhren damit mehr und mehr Anerkennung. Sie wurden immer notwendiger, immer gesuchter, konnten jedoch nur den kleinen Teil Gefäßchirurgie abdecken und begnügten sich letztlich auch damit.