Pettenkofer max josef v (19 Ergebnisse)

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Humanisten der Tat. - 2. Auflage. - Leipzig, S. Hirzel Verlag; BSB B.G. Teubner Verlagsgesellschaft, 1981, 8°, 234 pp., 65 Abbildungen auf Tafeln, orig. Leinenband. Die Kunst zu heilen kann viel Leiden lindern, doch schön ist auch die Kunst, die es versteht die Leiden im Entstehen schon zu lindern. Max c. Pettenkofer.

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GhA, 242. - Beil. Münch. med. Wschr. - München, J.F. Lehmann Verlag, 1909, 16 x 24,5 cm. Max Josef Pettenkofer, seit 1883 von Pettenkofer (1818-1901) bayerischer Chemiker. Er gründete das posthum nach ihm benannte Hygieneinstitut und gilt als erster Hygieniker Deutschlands.
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Tübingen, Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung, 1868, 8°, 115, (1) pp., orig. Broschur. Erstdruck! Friedrich Oesterlen (1812-1877).
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Große Naturforscher, 4. - Stuttgart 1948, 8°, 135 pp., 13 Abbildungen, 1 Handschriftenprobe, orig. Halbleinenband.

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GhA, 88. - Beil. Münch. med. Wschr. - München, J.F. Lehmann Verlag, 1898, 16 x 24,5 cm.
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Z. Biol., 16. - München, R. Oldenbourg, 1880, 8°, 42 pp., orig. Broschur.
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München, Cotta, 1855, 8°, IV, (46, (2) pp., orig. brosch. u. unbeschnittenes Exemplar.

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Gal. berühmt. Klinik., 29. - Hrsg. v. Josef Hirscheld. - Wien, Verlag der Buchhandlung von Moritz Perles, 1877, 32 x 24 cm; beigelegt 4 pp. Biographie. Max von Pettenkofer (1818-1901), "in München, der Begründer der experimentellen Hygiene in Deutschland, geb. zu Lichtersheim bei Neuburg a. d. Donau 3. Dez. 1818, Neffe des Hof-…und Leib-Apothekers Dr. Franz Xaver Pettenkofer (1783 bis 1850), studierte, besonders unter dem Einfluss des Genannten, den er in seiner Doktordissert. als 'Lehrer und Erzieher' bezeichnet, Med. und hauptsächlich Chemie in München, Würzburg, Giessen, wo Fuchs, Scherer, Liebig und Bischoff seine bevorzugteren Lehrer waren. Er promovierte 1843 in München mit der Diss.: "Über Mikania Guaco", die er dem genannten Onkel widmete und trat 1845 als Assistent beim Hauptmünzamt in München ein. Schon vor und während dieser Zeit publizierte v. Pettenkofer eine Reihe wertvoller Arbeiten physiol.-chem. Inhalts, darunter: "Über eine neue Reaction auf Galle und Zucker" (Liebig's Annal. 1844), worin die von Pettenkofer entdeckte Gallensäureprobe mitgeteilt ist, ferner Studien über den Schwefel-Cyangehalt des menschlichen Speichels, über Hippursäure im Harn, Kreatin und Kreatinin u.s.w. 1847 erhielt er die Berufung als Prof. e. o. d. "diätetischen" Chemie an der Münchener Univ., und nun begann von Pettenkofer seine Aufmerksamkeit spez. auf die Verwertung der Chemie für die Entscheidung hygienischen Fragen zu lenken, was ihn schliesslich ganz auf das Gebiet der Hygiene überführte. Es folgten die in ihrer Art epochemachenden Untersuchungen zur "Bestimmung der Kohlensäure in der Luft und im Wasser" mit einer neuen Methode zum Nachweise der Kohlensäure in der Luft, ferner Arbeiten über die Ventilationsverhältnisse in den Wohnungen, physikalischen Verhältnisse der Kleidung etc. v. Pettenkofer prüfte den Unterschied zwischen Ofen- und Luftheizung, den Luftwechsel durch das Mauerwerk, die Bodenluftverhältnisse, namentlich die Verunreinigungen der Bodenluft durch Gasausströmungen unter der Erde, die Münchener Kanal- und Abflusssysteme, stellte in Gemeinschaft mit v. Voit mit Hülfe eines auf Kosten Königs Maximilian v. Bayern beschafften "Respirationsapparats" Untersuchungen über Atmung und Stoffwechsel an Menschen und Tieren an (1861) und begründete durch alle diese Arbeiten die experimentelle Methodik für die Hygiene, der er damit die wissenschaftliche exakte Basis lieferte. Eine andere Reihe von Forschungen betraf die 1855 begonnenen Studien über die Cholera und deren Verhältnis zum Grundwasser. 1853 zum ord. Prof. ernannt, trat v. Pettenkofer lebhaft für die Begründung besonderer hygien. Lehrstühle und Institute ein. Seiner thatkräftigen Initiative war es zu danken, dass zunächst an den bayrischen Univ. 3 ordentl. Lehrstühle für Hygiene geschaffen wurden, deren erster 1865 in München ihm selbst übertragen wurde. Ebenso wurde nach v. Pettenkofer's Plänen 1875 das erste hygienische Institut daselbst erbaut, das gleichzeitig Muster weiterer ähnlicher Einrichtungen und Pflanzstätte einer ausgebreiteten Hygieniker-Schule wurde, als deren Stifter v. Pettenkofer anzusehen ist. Aus seiner Schule gingen hier u.a. hervor Wolffhügel, Soyka, Renk, Emmerich, die mit den v. Pettenkofer eingeführten und begründeten Methoden arbeiteten. 1873 wurde er zum Vorsitzenden der vom Reichskanzler berufenen Cholerakommission ernannt, 1883 wurde ihm der erbliche Adel verliehen, 1889 wurde er Präsident der bayr. Akademie der Wissensch. Auch sonst wurden v. Pettenkofer bei Gelegenheit seiner 70. und 80. Geburtstagsfeier, sowie 1893 aus Anlass seines 50jähr. Doktorjubiläums mannigfache Ehrungen bereitet. Seine weiteren Arbeiten betreffen die bekannten epidemiologischen Studien über Cholera und Typhus, speziell in München, in denen von Pettenkofer im wesentlichen die Lehre von der bakteriologischen Ätiologie bekämpft und für die Kombination mehrerer, besonders auch chemischer Faktoren, namentlich den Einfluss der Boden- und .

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Berlin, Polytechnische Buchhandlung A. Seydel, 1900, 4°, 48 pp., Frontispiz-Portraittafel, 5 Tafeln, 1 gefalt. Foliotabelle, Halbeinenband d.Zt.; St.a.Tit. Erstdruck der "Jubiläums-Ausgabe 1850-1900 / Max von Pettenkofer's grundlegende Abhandlung vom 12. Jan. 1850 "Ueber die regelmässigen Abstände der Aequivalentzahlen der sogen…annten einfachen Radikale" *) nebst Reklamation der Priorität gegen Dumas; u. d. Biographie Pettenkofer's mit den neuesten photographischen Aufnahmen. Als Anhang: Zur Atom-Theorie mit einer Tabelle der Elemente. Studie von Julius Quaglio." *) Aus den Annalen der Chemie und Pharmacie. Hrsg. Von Friedrich Wöhler, Justus Liebig und Hermann Kopp, Bd.105 (1858). Mit einem Verzeichnis der 144 im Druck erschienen Schriften von Max von Pettenkofers! Perrenkofer, pursuing Dobereiner's ideas, pointed to the parallelism between regular increases in equivalent weights of similar elements and increases in molecular weights of successive members of homologous series in organic chemistry. His work.suggested that organic radicals may well hold the clue to the nature of the internal structure of inorganic atoms. -cf. DSB IX, pp. 348-349.
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Z. Biol., 7. - München, R. Oldenbourg, 1871, 8°, (2), 505 pp., 1 Taf., Halbledereinband der Zeit. Ferner finden wir in diesem Band die "Untersuchungen über den Einfluss auf die Verbreitung und den Verlauf der Cholera" (pp.263-305, 1 Taf.) von L.Pfeiffer (weomar) und die Untersuchungen "Ueber den Kohlsensäuregehlat der Grundluft…im Geröllboden von Münschen in verschiedenen Tiefen und zu verschiedenen Zeiten" (pp.395-417) von Max von Pettenhofer und die berühmten Versuche "Ueber die Zersetzungsvorgänge im Thierkörper bei Fütterung mit Fleisch" (pp.433-497).
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Z. Biol., 12. - München, R. Oldenbourg, 1878, 8°, (2), 701, (1) pp., 7 Taf., Halbledereinband der Zeit.
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Z. Biol., 8. - München, R. Oldenbourg, 1872, 8°, (2), 603 pp., 7 Taf., 1 Tab., Halbleinenband. Ferner finden wir in diesem selten Band die bekannte und wichtige Schrift "Ueber den gegenwärtigen Stand der Cholera-Frage und über die nächsten Aufgaben zur weiteren Ergründung ihrer Ursachen (pp.492-561) von Max von Pettenkofer und e…inen "Auszug aus den Unteruschungen von Dr. Douglas Cunningham in Ostindien über die Verbreitungsart der Cholera" und "Dr. Douglas Cunningham's Untersuchungen über Pettenkofer's Theorie auf Madras angewendet" (pp.251-266).
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Z. Biol., 9. - München, R. Oldenbourg, 1873, 8°, (2), 559 pp., 4 Taf., Halbledereinband der Zeit.
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Z. Biol., 5. - München, R. Oldenbourg, 1869, 8°, (2), 570 pp., 2 Taf., Halbledereinband der Zeit. Ferner finden sich noch eingie der bekannten Stoffwechsel- und Respirationsverscuen von Max von Pettenkofer und Carl Voit in diesem Band.
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Z. Biol., 4. - München, R. Oldenbourg, 1868, 8°, (2), 590 pp., 10 Taf., Halbledereinband der Zeit. Folgende weitere Arbeiten zur Cholera finden sich in diesem Band: Macpherson, John: Choleratodesfälle, Regenmenge, mittlere Temperatur und Temperaturschwankungen in der Stadt von Bombay in Ostindien. Nach Monaten für die Jahre 1851… bis 1865 aus amtlichten Berichten mitgetheilt (pp.164-166, 1 Taf.). Cordes, E.: Die Cholera in Lübeck (pp.167, 230, 2 Taf., 1 Tab.). Delbrück, E.: Mitteilungen über die cholera in Halle im Jahre 1867. Ein Beitrag zur Cholera-Aetiologie (pp.231-248). Zeroni, H. (Sen.): Ueber die Choleraverhältnisse 1867 in Mannheim (pp.491-511).
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Z. Biol., 1. - München, R. Oldenbourg, 1865, 8°, (8), 391 pp., 5 lith. Taf., Halbleinenband im Stil der Zeit. First Edition! Other contributions by Pettenkoffer in this volume: Respiration von Landwirtschaftlichen Haustieren (pp.38-44); Ueber die Wahl der Begräbnissplätze (pp.45-68); Ueber die Funktion der Kleider (pp.180-195);…Ueber den gegenwärtigen stand des Grundwassers in München (pp.375-377). Max Josef von Pettenkofer (1818-1901) gave much attention to the aetiology of cholera. He postulated the theory that a specific germ, certain local conditions, certain seasonal conditions are all necessary for an epidemic to occur (Boden-Theorie). : "For Pettenkofer, typhoid and cholera were "excogenous" infections, acquiring virulence in the external environment instead of in the human body." Bloomfield.

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München und Leipzig, R. Oldenbourg, 1887, 8°, VI, 753, (1) pp., mit vier Tafeln, Halbleinenband der Zeit. Erste Ausgabe! Trotz allem prägte Pettenkofer den Streit um die richtige Choleratheorie durch seine zahlreichen Publikationen und seinen großen persönlichen Einsatz, so dass sein Name nicht nur wegen seiner Verdienste um die… Hygiene auf immer mit der Cholerafrage im 19.Jahrhundert verbunden sein wird, obwohl er eine falsche Theorie vertrat. Nützlich zur Rekonstruktion dieses Streits ist zum einen Pettenkofers erste Publikation, die "Untersuchungen und Beobachtungen über die Verbreitungsart der Cholera" (1855). In diesem Werk analysierte er die Münchner Seuche von 1854 und entwickelte seine Choleratheorie in ihren Grundzügen. Wesentliche Informationen finden sich weiterhin in dem gut drei Jahrzehnte später erschienen umfangreichen Werk "Zum gegenwärtigen Stand der Cholerafrage"10, welches sowohl zur eigenen Verteidigung als auch zum Angriff auf die wissenschaftlichen Gegner der Choleratheorie Pettenkofers diente. cf. Gregor Raschke, Die Choleratheorie Max von Pettenkofers im Kreuzfeuer der Kritik - Die Choleradiskussion und ihre Teilnehmer.
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Aerztl. Intelligenz-Blatt, 1/1-52 (1854). - München, Verlag von Christian Kaiser, 1854-1855, 4°, (12), 464 pp., Halbleinband der Zeit; etwas fleckig. Erstabdruck der ersten Bekanntgabe von Max Josef von Pettenkofer's (1818-1901) Theorie und zahlreiche weitere der Cholera-Epidemie in München und Bayern betreffende Arbeiten! "Als…man sich 1854 zur ersten deutschen Industrie-Ausstellung in München rüstete, hatte Pettenkofer an der Ventilation des innerhalb weniger Wochen erbauten "Glaspalastes" maßgeblich mitgewirkt. Die Ausstellung, die am 15. Juli von König Max II. in Anwesenheit der Könige von Preußen und Sachsen und zahlreicher anderer Fürsten feierlich eröffnet wurde, bewirkte einen ungeheuren Fremdenzustrom, obwohl schon Wochen vorher von Cholerafällen im süddeutschen Raum getuschelt wurde. In der "Augsburger Allgemeinen Zeitung" ließ man daher schon am z. Juli ein kurzes Dementi über "unbegründete Gerüchte" veröffentlichen. So ganz unbegründet scheinen diese Gerüchte aber doch nicht gewesen zu sein. Denn am 17. Juli, dem ersten Besuchstag nach Eröffnung der Ausstellung für das breite Publikum, kam es wie zum Hohn ausgerechnet bei den Pförtnern und Aufsehern der Industrie-Ausstellung zu gehäuften Brechdurchfällen. Doch Verschwiegenheit war auch weiterhin die Devise. Am 8. August zählte man noch, trotz Bekanntwerdens der Cholera, 5191 Besucher, dann aber nahm ihre Zahl rapide ab, so daß am 16. September nur noch 66 Besucher registriert wurden. Die Fremden verließen Hals über Kopf die Stadt. Inzwischen hatte man eine Kommission zur Erforschung der Cholera eingesetzt, der auch Pettenkofer angehörte. Mit Feuereifer stürzte er sich in die neue Aufgabe. Als Pettenkofer im August 1854 auf den Höfen der Münchener Cholerahäuser gesehen hatte, wie diese von den Überläufen der Fäkalgruben durchtränkt waren und wie sich das Jauchewasser zu tiefgelegenen Häusern hin sammelte und in den Boden eindrang, da regten sich in ihm die ersten Gedanken an eine epidemiologische Bedeutung des verunreinigten Bodens bei dem Zustandekommen von Choleraausbrüchen. Pettenkofer stand so unter dem Eindruck der Liebigschen Fermenttheorie, daß es für ihn ungemein verlockend sein mußte, diese chemischen Vorstellungen auch bei seinen epidemiologischen Forschungen anzuwenden. Der mit den Exkrementen von Cholerakranken ausgeschiedene Stoff sollte demnach in dem mit fäulnis- bzw. gärungsfähigen Substanzen durchsetzten Boden katalytisch wirken und das örtliche, krankheitserregende Choleramiasma erzeugen, das die Häuser "schornsteinartig aufsaugten". Dieser Gärungs- oder Fäulnisprozeß kulminiert schneller an tief und feucht gelegenen als auf höher und trocken gelegenen Stellen. Das Erlöschen einer Epidemie erkläre sich analog dem Aufhören der Gärung von Most- oder Bierwürze, wenn ziemlich der ganze fermentierbare Stoff umgesetzt ist. Das war eine rein chemische Theorie, ganz im Sinne der Liebigschen Vorstellungen. Auch die mühevolle, bis ins Detail hineingehende örtliche Ermittlung war gewissermaßen die Arbeitsweise der chemischen Analyse, übertragen auf das Gebiet der Seuchenbekämpfung. Damit schuf Pettenkofer die Anfänge der modernen epidemiologischen Forschung mit ihrer örtlichen Besichtigung, laufenden Beobachtung und Statistik. Am 15. September 1854, also etwa sechs Wochen nach Ausbruch der Epidemie in München, trug Pettenkofer seine Ermittlungsergebnisse und Ideen auf einer Ärztesitzung im Regierungsgebäude an der Maximilianstraße mit einer solchen Begeisterung vor, daß die Anwesenden den Eindruck hatten, "dem Werden einer naturwissenschaftlichen Theorie in statu nascendi beizuwohnen" (Tiersch). "Da die Choleraepidemien", erklärte Pettenkofer, "wenn sie öfter an einem und demselben Ort auftreten, immer die gleichen Schauplätze für ihre Tätigkeit wählen, habe ich mich bemüht, örtliche Ursachen aufzufinden, um diese rein örtlichen Erscheinungen damit zu erklären . . . Ich habe die Fälle vom Jahre 1836 durch Punkte auf einen .

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München, Cotta, 1855, 8°, X, 374 pp., mit 10 mehrf. gefalt. lith. Taf. und einem lith. Plan von München, Halbleinenband der Zeit mit Rückenschild; frisches und unbeschnittenes Exemplar; zarter Stempel auf Titel. Seltene erste Ausgabe! Max Joseph von Pettenkofer's (1818-1901) überragende Bedeutung liegt vor allem auf dem Gebiet d…er Hygiene, für die er die wissenschaftliche Grundlage schuf. In seinem vorliegenden Hauptwerk bekämpft er im wesentlichen die Ansicht von der bakteriologischen Herkunft der Cholera und tritt für die Kombination mehrerer Faktoren ein, namentlich des Einflußes der Boden- und Grundwasserbeschaffenheit. "Vor 1883 war Pettenkofer mit seiner Theorie im Vorteil gewesen, denn er hatte durch seine minutiöse Untersuchung der Münchner Epidemie von 1854 und durch die Anlage seines berühmten "Häuserbuchs" erstmals plausibel erscheinende Momente für eine Erklärung der Ausbreitungsmuster der Cholera gefunden und seine Thesen mit detaillierten Statistiken untermauert. Die von ihm vorgeschlagenen Maßnahmen der Hygiene, und hierbei besonders die Etablierung der Kanalisation, waren effektiv und besserten die öffentliche Gesundheitssituation. Der berühmte Pathologe Rudolf Virchow hatte auf der 1885 publizierten "2. Konferenz zur Erörterung der Cholerafragen" öffentlich seine Zustimmung zu der von Pettenkofer postulierten zeitlichen, örtlichen und individuellen Disposition ausgesprochen, was für den Münchner Forscher eine große Auszeichnung bedeutete und ihm internationale Reputation als führender Choleraexperte einbrachte. Mit der Entdeckung des vibrio cholerae 1883 durch Robert Koch wendete sich die Meinung der Fachwelt entschieden zu Gunsten des Berliners, spätestens ab diesem Zeitpunkt schenkte die Mehrzahl der deutschen Ärzte ihm ihr Vertrauen." Gregor, Raschke, Die Choleratheorie Max von Pettenkofers im Kreuzfeuer der Kritik - Die Choleradiskussion und ihre Teilnehmer. Pettenkofer gründete 1879 das Hygienische Institut in München, das erste seiner Art auf der Welt, und war Vorsitzender der Cholerakonferenz. First Edition, very fine copy! Max Josef von Pettenkofer "postulated the theory that a specific germ, certain local conditions, certain seasonal conditions, and certain individiual conditions are necessary for an epedemic to occur". Garrison & Morton No.5107; Hangen-Hein/Schwarz II, p.491.