Erscheinungsdatum: 1842
Anbieter: Antiq. F.-D. Söhn - Medicusbooks.Com, Marburg, Deutschland
Wschr. ges. Heilk., 1842/31. - Berlin, bei August Hirschwald, 30ten Juli 1842, 8°, pp.497-512, Rückenbroschur. Erstdruck! Josef Servaz von d'Outrepont (1776-1845), "geb. 21. November 1775 zu Malmedy (Reg.Bez.Aaachen), begann sein medicinisches Studium in Würzburg unter von Siebold dem Vater und setzte es an der kurz vorher gegründeten Universität zu Mainz unter Soemmering fort. Er ging von da nach Halle und erwarb sich dort die Doctorwürde im Jahre 1798 mit seiner Diss.: "De perpetua materiei organico-animalis vicissitdine". Von 1798-1799 bereitete er sich in Wien unter Böer für das Fach Geburtshilfe vor, liess sich gegen Ende des Jahres 1799 in Salzburg nieder, wo er bis 1804 als Substitut des Hoftrathes Hartenkeil Hebammenunterricht ertheilte. In Salzburg nahm er als der Erste im Mai 1801 eine Kuhpockenimpfung vor und machte such um die Verbreitung derselben durch eine populäre Schrift verdient. Bei Errichtung einer medicinischen Facultät in Salzburg im Jahre 1804 wurde ihm das Lehrfach der Diätetik, der Manual- und Instrumental Geburtshilfe und der Hebammenkunst mit der Stelle eines Obergeburtshelfers bei dem Hebammeninstitut übertragen. Dasselbe behielt er, als er im Jahre 1807 der med. Facultät auf gehoben wurde, bei der an Stelle derselben errichteten chirurgischen Lehranstalt. Im Jahre 1816, als Salzburg an Oesterreich zurückfiel, wurde er zum Lehrer der Geburtshilfe an der in München neu errichteten Hebammenschule ernannt, von dort aber ihm Juli an die Universität Würzburg an stelle von Elias v. Siebold, der einem Rufe nach Berlin folgte, berufen. Als Programm zum Antritt seines neuen Lehramtes erschien eine Abhandlung "Von der Selbstwendung und der Wendung auf den Kopf" (Erlangen u. Würzburg 1817). Neben dem Lehramte, in welchem er vorzüglich die praktische Ausbildung in der manuellen und instrumentalen Geburtshilfe verfolgte, bekleidete er 17 Jahre lang die Stelle eines Kreismedicinalrathes. Der Tod setzte seiner rastlosen Thätigkeit als Lehrer und praktischer Geburtshelfer am 7.Mai 1845 ein Ziel." Seitz, Hirsch IV, pp.452-453.