Sprache: Englisch
Verlag: Springfield, O.: Carpenter Litho & Prtg. Co., 1958
Anbieter: Schürmann und Kiewning GbR, Naumburg, Deutschland
EUR 43,15
Anzahl: 1 verfügbar
In den Warenkorb27 x 20 cm, Hlw. Zustand: Gut. Original Ausgabe. VII, 44 S.: Abb. und Tab. ; VII, 77 S.: Abb. und Tab. Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Innen sauber und ohne Anstreichungen. Der 'Untertitel' bedarf der Erläuterung. Zunächst das Kürzel: WADC war das Wright Air Development Center ('Wright nach den Flugpionieren). Die folgende Aufzählung von Nummern und Namen ist das Erkennungszeichen des Dokuments. Damit wurde die Identifizierung und Archivierung innerhalb der US-Militärbürokratie gesichert. Die Bedeutung im Einzelnen. - WADC Technical Report 57-61 Part 1: Das ist die offizielle Seriennummer des Berichts. - 57-61 bedeutet: es ist der 61. Bericht, der im Jahr 1957 vom Wright Air Development Center (WADC) herausgegeben wurde. - ASTIA Document No. AD 142187: ASTIA steht für die Armed Services Technical Information Agency (heute DTIC). Diese Nummer ist die Archivnummer, unter der Forscher und Behörden das Dokument in der zentralen Datenbank bestellen konnten. - Materials Laboratory: das ist die spezifische Abteilung innerhalb des WADC, die die Forschung in Auftrag gegeben hat hier das Labor für Werkstoffkunde. - Contract No. AF-33(616) - 3350: das ist die Vertragsnummer. Sie zeigt, dass die US Air Force (AF) eine private Firma (in diesem Fall dem Clevite Research Center) beauftragt hat, diese Forschung durchzuführen. - Projekt No. 7351: dies ist die interne Projektnummer der Air Force für die Entwicklung von Metalleigenschaften und -verarbeitung. - Wright-Patterson Air Force Base, Ohio: Das ist der Ort des Hauptquartiers. Hier wurde die Forschung koordiniert. Und die interssierte sich in den fünfziger Jahren vor dem Hintergrund von kaltem Krieg und Wettrüsten u.a. für Flugzeugentwicklung: Titan galt als das Wundermetall für die aufkommende Jet-Ära (Überschallflug). Es war die Lösung für die Hitzemauer. Aluminium verliert bei hohen Geschwindigkeiten (Reibungshitze) seine Festigkeit, und Stahl ist zu schwer. Titan ist so stark wie Stahl, aber 45 % leichter und extrem hitzebeständig. Es war damit unverzichtbar für die neuen Düsentriebwerke und die Außenhaut von Hochgeschwindigkeitsjets (wie der Lockheed SR-71 Blackbird). Das Problem: Titan verbindet sich bei Hitze sofort mit Sauerstoff oder Stickstoff, was es spröde macht. Man musste völlig neue Schmelzverfahren unter Vakuum oder Edelgas entwickeln. Weiterhin: Experimente zeigten daß Titan sich bei Reibung festfraß. Ohne die Lösung des Schmierproblems (durch Beschichtungen) ließen sich daraus keine Bolzen, Lager oder Triebwerksteile fertigen. Und auf dieses Problem konzentrierte sich das Clevite Research Center zwischen März und Dezember 1957 bei seinen Versuchen. Sprache: Englisch Gewicht in Gramm: 250.