Verlag: Graz, Akadem. Druck- und Verlagsanstalt 1981-91., 1981
Anbieter: Antiquariat Peter Fritzen, Speicher, Deutschland
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In den Warenkorb9 Bände und 3 Kommentarbände. 53 x 37,5 cm und 32 x 23 cm (Kommentarbde.). Original-Ganzleder mit goldgeprägter Deckelvignette und goldgeprägtem Rückentitel. Codices selecti, Bd. LXX. Die riesige Bibel des böhmischen-luxemburgischen Königs Wenzel IV. entstand zwischen 1390 und 1400 in Prag. Beinahe 150 Jahre vor Luthers Bibelübersetzung entstand in einer der führenden Buchmalerschulen des Mittelalters die älteste deutsche Prachthandschrift der Bibel. Mit ihren mehr als 2.400 Seiten, 646 Miniaturen und den unzähligen Drôlerien, Prunkinitialen und Rankenornamente ist die überaus prächtig und verschwenderisch mit Gold ausgestattete Handschrift des alten Testamentes ein einzigartiger Kunstschatz. Heute wird sie als Codices Vindobonenses 2759-2764 in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien aufbewahrt. Der Dokumentationsband bietet eine verkleinerte Wiedergabe aller nichtilluminierten Bücher der Wenzelsbibel. Der ADEVA Verlag schuf in aufwendiger Handarbeit lediglich 780 Exemplare (streng limitiert und handnummeriert), im Originalformat von ca. 53 x 36,5 cm, jede Seite original randbeschnitten und handgeheftet. Hier vorliegend die Vorzugsausgabe in Ganzleder. Mit allen Kommentarbänden: Heger u.a., Die Wenzelsbibel. Kommentar. Graz 1998. Olwd. Krieger u.a., Die Wenzelsbibel. Erläuterungen zu den illuminierten Seiten. Graz 1996. Schlosser, Die Bilderhandschriften Königs Wenzel I. Interimskommentar. Graz 1981. "Wenzel von Luxemburg aus dem Geschlecht der Luxemburger, Beiname der Faule (auch Wenzeslaus, tschechisch Václav; * 26. Februar 1361 in Nürnberg; 16. August 1419 auf der Wenzelsburg, tschechisch Nový hrad u Kunratic, heute im Stadtgebiet von Prag), war seit seiner Krönung im Kindesalter 1363 bis zu seinem Tod 1419 als Wenzel IV. König von Böhmen und von 1376 bis zu seiner Absetzung 1400 römisch-deutscher König. Von 1373 bis 1378 war er zudem Markgraf von Brandenburg und von 1383 bis 1388 Herzog seines Stammlandes Luxemburg. Am 20. August 1400 kamen vier Kurfürsten die Erzbischöfe von Mainz, Trier und Köln sowie Pfalzgraf Ruprecht auf Burg Lahneck in Oberlahnstein zusammen und erklärten Wenzel für abgesetzt. Sie bezeichneten ihn als "eynen unnüczen, versümelichen, unachtbaren entgleder und unwerdigen hanthaber des heiligen Romischen richs", d. h. einen unnützen, trägen, unachtsamen Entgliederer und unwürdigen Inhaber des Heiligen Römischen Reiches." (Wikipedia). Ein wunderbarer Schatz der Buchmalerei des 14. Jahrhunderts, gut lesbar in deutscher Frakturschrift.