Mont. Artikel auf der Papphülle. Hülle mit kleineren Alters- und Lagerspuren, Schallplatte jedoch in einem sehr guten Zustand. [BHN-A-4] Orig.-Langspielplatte in Orig.-Papphülle,
Verlag: da camera song SM 95011. 1968., 1968
Anbieter: Antiquariat Les-art, Burgstetten, Deutschland
LP 30 cm. Illustriertes OCover mit rückseitigem Portrait des Musikers. Cover stellenweise mit leichteren Knitterspuren, sonst durchaus gut. Platte auf der B-Seite mit zwei kleinen, kaum hörbaren Oberflächenkratzern, sonst tadellos. Sehr seltene Erstauflage der Platte mit Liedern aus Konzentrations- und Vernichtungslagern der Nazis, wie "Jüdischer Todessang", "Choral aus den Tiefen der Hölle", "Wiegenlied für meinen kleinen Sohn im Krematorium", "Der Gekreuzigte", "O du mein Buchenwald" u.a. Der polnische Journalist und Sänger (1918-1982 Krakau) studierte bei Beginn des Zweiten Weltkrieges Jura und war Mitglied des Polnischen Demokratischen Jugendbundes, mit journalistischen Arbeiten verdiente er nebenher etwas Geld. Nach der deutschen Besetzung Polens wurde er 1939 mit 21 Jahren als Reaktion auf den von ihm verfassten Artikel "Heil Butter! - Genug Hitler!" verhaftet und 1940 ins KZ Sachsenhausen verschleppt. Im KZ schloß er sich dem ebenfalls inhaftierten Komponisten Rosebery d'Arguto an. Er schrieb während der Haft selbst zahlreiche Lieder und Gedichte, vertonte Texte und sammelte Lieder anderer Häftlinge, die er Mangels anderer Möglichkeiten auswendig lernte und nur in seinem Gedächtnis aufbewahrte. Glücklicherweise überlebte er die KZ-Haft und kam 1945 wieder frei. Bald danach begann er all diese Lieder zu dokumentieren und während er noch auf Grund der Haftfolgen im Krankenhaus lag seiner Krankenschwester hunderte Lieder in vier Sprachen zu diktieren. Er wurde später als Interpret dieser Lieder und unter dem Namen "Der Sänger aus der Hölle" bekannt, indem er diese Lieder in KZ-Uniform mit brüchiger Stimme, ungeschönt und ohne Rücksichten auf Harmonie und Wohlklang vortrug. Daneben befragte er andere Überlebende und sammelte Dokumente. So trug er ein umfangreiches Archiv zusammen, das die Geschichte von mehr als 800 KZ-Liedern, sowie von Gedichten und Kunstwerken polnischer und anderer KZ-Häftlinge für die Nachwelt dokumentierte. 1967 trat er beim Festival auf Burg Waldeck und 1968 bei den Essener Song-Tagen auf, im kommunistischen Polen fand er allerdings wenig Anerkennung. Sprache: de.