Keiser e ernst (1 Ergebnisse)

Verlag: Basel ca. 1914 -, 1914
- Signiert
Anbieter: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, SchweizFranz Kühne Antiquariat und Kunsthandel
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Kleines Exlibris wohl in Ton-Buchdruck (Clichédruck, Autotypie, schwarz a. olive; ev. Tonlithographie) a. leicht getöntem gestrichenem Papier, 9.2 x 7.2 cm, Sujet 5.9 x 4.3 cm, in der Platte signiert 'E. Keiser'. Blatt schwach gebräunt u. in den oberen Ecken mit Falzen a. grau meliertes Trägerblatt montiert (22.5 x 16 cm), verso… Sammlerbeschriftung in Bleistift, Unterlageblatt verso mit Sammleretikette. Leichte Alters- u. Lagerungsspuren. Gesamthaft sauberes, recht gutes Exemplar. - - Im späten Jugendstil gestaltete frühe Arbeit des erst 20-jährigen Künstlers - Sujet : Spalentor vor Baumkronen-Silhouette, davor zwei an der Zufahrtsstrasse stehende, kugelförmig gestutzte Bäume in mit Harfen verzierten Kübeln, im Fussfeld Exlibristitel, die Signatur unter dem Sujetrand - Sammleretikette mit Vordruck-Spezifkationen u. hs. Einträgen : Besitzer: Orchester d. Obern Realschule / [.] / Wohnort: Basel / Künstler: E. Keiser / Verfahren: Clichédruck / Erhalten [von -] / den: 15. Juli 1914 -- "Seit 1852 wurden am Gymnasium die Realisten von den Humanisten getrennt. Bereits 1835 war ein Realpädagogium entstanden, das nun als Gewerbeschule geführt wurde. Die Gewerbeschule war die Oberstufe des eigenständigen Realgymnasiums. Nach 1880 wurde diese Schule Obere Realschule (1880-1930) genannt ([.]. Die Unterstufe hiess Untere Realschule. Beide gehörten zur gymnasialen Ausbildung und sind nicht zu verwechseln mit der Realschule, die 1930 gegründet wurde und eine Sekundarschule ist." (StAr BS, in: ld.bs ch/ais/Record/79881, online). Noch im 1930 gegründeten Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium MNG umfassten die Fakultativfächer nebst modernen Sprachen u. Latein u.v.a. Informatik u. Musik (Elite Chor und Collegium Musicum, Orchester der drei Knabengymnasien), etc. "Das Schulhaus des MNG war 1900-1903 als DeWette-Schulhaus für die Vorläuferschule, die Obere Realschule, erbaut worden." (ibid.) -- Ernst Keiser (Basel 1894-1960 Münchenstein BL) von Basel u. Zug. Grafiker u. Maler. Plakate. Lehrer für Kalligrafie an der Fachklasse für Grafik der Allgemeinen Gewerbeschule Basel. Gründungsmitglied des Verbandes Schweizer Grafiker. Tätigkeitsbereiche: Grafik, Plakat, Malerei, Lithographie, Glasmalerei, Holzschnitt, Linolschnitt. (SIKART; vgl. KLS XX. Jh.) - "Ernst Keiser liess sich an der Kunstgewerbeschule Basel zum Grafiker ausbilden. Ab 1918 unterhielt er ebendort ein eigenes Atelier. Gemeinsam mit einem kaufmännischen Partner eröffnete Keiser 1922 zudem die Basler Werkstätte für Kunst und Gewerbe, welche er nach zwei Jahren alleine weiterführte, nun umbenannt in Werkstätte für angewandte Kunst. [.] Keiser zählte zu den Gründungsmitgliedern des Verbands Schweizer Grafiker. [.] In den 1920er-Jahren machte Keiser mit drastischen Abstimmungsplakaten auf sich aufmerksam, die für die Zeit durchaus typisch waren. Polemik und Polarisierung waren ein gängiges Mittel der Politik und fanden im Plakat ihren bildlichen Ausdruck. [.] Keisers handwerkliche und künstlerische Virtuosität ebenso wie sein werberisches Denken manifestieren sich beispielhaft in seinen Plakaten. [. .Er] richtete seinen Stil immer auf den Auftraggeber aus. Grafische und typografische Strenge, formale und farbliche Reduktion und damit einen am Bauhaus geschulten Blick zeigt ganz besonders sein Plakat für die Basler Radiowoche von 1930." (etc.; G. Tön, Plakate von Ernst Keiser, in: plakatarchiv com). -- PROVENIENZ : Sammlung Walter Karl 'Wa Ka' Buchmann (Saillans 1898-1966 Zürich), Grafiker u. Heraldiker. 3 Jahre Schüler an der Gewerbeschule Basel bei Burkart Mangold und Paul Kammüller für Malen, bei Alfred Soder für Radieren und Holzschnitt. Bildet sich bis 1919 für Malen auch bei Rudolf Löw und Heinrich Müller aus (KLS XX. Jh.) : ex Nachlass Mark Buchmann, (1922-2007), Sohn von Wa. Ka. Buchmann, Maler, Grafiker, Buchillustrator, Zeichenlehrer und Kunsthistoriker, 1964-1973 Direktor der Kunstgewerbeschule und des Kunstgewerbemuseums Zürich (SIKART u. KLS XX. Jh.). - Sprache: de.