Sprache: Deutsch
Verlag: Mainz, Philipp von Zabern, 2000., 2000
ISBN 10: 3805326947 ISBN 13: 9783805326940
Anbieter: Antiquariat Carl Wegner, Berlin, B, Deutschland
Verbandsmitglied: GIAQ
Erstausgabe
Softcover. 30 x 23 cm. Originalbroschur. 535 Seiten mit zahlreichen einfarbigen Abbildungen. Sauber und gut erhalten. Aus dem Inhalt: Historischer Überblick / Stadtentwicklung / Stadtbausteine - Verteidigungsbauten, Sakralbauten, Öffentliche Bauten, Wohnbauten / Planung zwischen Denkmalschutz und dynamischer Entwicklung - Ansichten und Einsichten, Entwicklungsplanung in Aleppo, Fachplanung für historische Stadtstrukturen, Akteure in historischen Stadtstrukturen. -- Bitte Portokosten außerhalb EU erfragen! / Please ask for postage costs outside EU! / S ' il vous plait demander des frais de port en dehors de l ' UE! // Bitte beachten Sie auch unsere Fotos! / Please also note our photos! / Veuillez noter nos photos -- Nehmen Sie sich ein gutes Buch mit auf die Sommerwiese. Bei uns werden Sie fündig! -- Wir kaufen Ihre werthaltigen Bücher! Asie.
Anbieter: BUCHSERVICE / ANTIQUARIAT Lars Lutzer, Wahlstedt, Deutschland
Softcover. Zustand: gut. 2000. Prof. Dr. Mamoun Fansa, geboren 1940, ist leitender Direktor des Landesmuseums in Oldenburg und Honorarprofessor an der dortigen Universität. Er absolvierte das Studium der Kunstgeschichte mit anschließender Promotion. 1968 - 70 erhielt er einen Forschungsauftrag zur Geschichte der Spielkarten. Von 1970 bis 1980 war er Kustos am Historischen Museum Frankfurt (Grafik, Spielzeug, Medien) und ab 1980 erst Professor für Kunst- und Designgeschichte war bis zum 22. Oktober 2000 im Staatlichen Museum für Naturkunde und Vorgeschichte, Damm 40-44, 26135 Oldenburg, zu sehen. Vom 10. November 2000 bis 13. Mai 2001 wurde sie im Linden-Museum Stuttgart gezeigt. Weitere Stationen waren Hamburg (8. Juni bis 2. September 2001) und Berlin. Wie der gesamte vorderasiatische Raum gilt Syrien als Wiege der Zivilisation. Bereits vor einer halben Million Jahren lebte ein Vorfahr des modernen Menschen, der Homo erectus, im Gebiet der heutigen Arabischen Republik Syrien. Auch der Neandertaler war in der Region heimisch, wie das in einer Höhle nördlich von Aleppo entdeckte 60000 Jahre alte Skelett eines zweijährigen Neandertalerkindes belegt. Ab 12000 v. Chr. vollzog sich hier mit der Neolithischen Revolution die Sesshaftwerdung des Menschen. Die ersten Dorfsiedlungen wiesen bis zu fünfzig aus Lehm und Stroh gebaute Rundhütten auf. Deren kreisförmiger Grundriss wandelte sich zwischen 9000 und 6000 v. Chr. zur rechteckigen Wohneinheit, die für die weitere Entwicklung altorientalischer Städte prägend wirkte. Diese Hausform findet sich in den großen Königspalästen blühender Stadtstaaten wie Ebla oder Mari, die um 3000 v. Chr. Syriens Hochkultur begründeten, und lässt sich als primär ökologisch orientiertes historisches Langzeitprodukt bis in die Gegenwart verfolgen. Ein rechteckiges Haus aus der jüngeren Bronzezeit, das dreißig Kilometer nördlich der Hauptstadt Damaskus in Tell Saka freigelegt wurde, ist in seiner Struktur aus Hof, Vorhof und Einraum sowie den benutzten Materialien das Muster-exemplar eines noch heute im Raum Damaskus verbreiteten Baustiles. Das in den oberen Stockwerken verbaute Pappelholz weist besondere elastische Eigenschaften auf, die sich in der stark von Erdbeben bedrohten Region als vorteilhaft erweisen. So kam es beim katastrophalen Erdbeben des Jahres 1759 in Damaskus zu geringeren Menschenverlusten als in anderen Städten, die innerhalb des so genannten Syrischen Erdbebenrisses liegen. Zeugnisse der kulturellen Vergangenheit sind in den beiden bevölkerungsreichsten Städten Syriens in großer Zahl anzutreffen. Wahrzeichen von Damaskus ist die 710 unter der Dynastie der Omaijaden errichtete Große Moschee. An ihrer Stelle befand sich einst der mächtige römische Tempel des Jupiter Damaszenus und ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. eine christliche Kathedrale. Die hoch über der Altstadt Aleppos gelegene Zitadelle, zur Zeit der Kreuzzüge Schauplatz dramatischer Ereignisse, gilt als bedeutendste Festungsanlage der arabischen Welt (Bild unten). Auf diesem Felsplateau befand sich einst das Kult- und Verwaltungszentrum einer altorientalischen Metropole, wie ein syrisch-deutsches Grabungsteam seit 1996 nachweisen konnte. Wenngleich sich beide Städte politisch unterschiedlich entwickelten, ist ihr gemeinsames Kennzeichen die einzigartige Kontinuität ihrer Besiedlung über mehr als 5000 Jahre. "Die Stadt ist so alt wie die Ewigkeit, dennoch neu, obwohl sie nie aufhörte zu bestehen", notierte im 12. Jahrhundert der spanisch-arabische Reisende Ibn Djubair über Aleppo in sein "Tagebuch einer Reise nach Mekka". Damaskus pries er enthusiastisch als "Teil des Paradieses auf Erden". Bedrohtes Weltkulturerbe Derartige Beschreibungen lassen die einstige weltpolitische Bedeutung von Aleppo und Damaskus sowie die Faszination, die diese Metropolen auf das Abendland ausübten, nur mehr erahnen. Denn das im Verlauf der Jahrtausende entstandene urbane architektonische Gefüge beider Städte erlitt im 20. Jahrhundert erheblichen Schaden und ist in seinem Bestand heute stark gefährdet. Zwar wird versucht, die historischen Stadtzentren, die von der Unesco zum Weltkultur-erbe erklärt wurden, zu erhalten beziehungsweise zu revitalisieren; doch ein Erfolg erscheint angesichts der immensen Kosten fraglich. Allein die Gesamt-sanierung der Altstadt von Aleppo würde etwa 300 bis 500 Millionen US-Dollar erfordern. Aleppo, dessen Bevölkerung bis 2003 auf rund 2,3 Millionen anwachsen wird, verfügt über einen außergewöhnlich großen Bestand an traditionellen Innenhofhäusern. Der harte Kalkstein, das Baumaterial dieser mehrgeschossigen, teilweise Kuppeln tragenden Wohnbauten, stammt aus den Steinbrüchen der nahen Umgebung. Fast zwei Drittel der Altstadtfläche werden von diesem Wohnhaustyp, dessen Zimmer sich um einen oder mehrere Innenhöfe gruppieren, bestimmt. Die Struktur solcher Quartiere mit engen Gassen und großer Wohnqualität in den Innenhöfen spiegelt ein differenziertes Sozialgefüge wider. Noch Mitte der fünfziger Jahre wohnte die Mehrheit der Aleppiner Bevölkerung in diesem Gebäudetyp. Reihen solcher Innenhof-häuser verschwanden jedoch durch den Bau von 22 Meter breiten Achsen, mit denen die Altstadt von Aleppo für den Verkehr erschlossen werden sollte. Wenngleich es Ende der siebziger Jahre gelang, die vollständige Umsetzung dieses Planes zu verhindern, und letztlich nur knapp zwanzig Prozent der Altstadt zerstört wurden, waren die Auswirkungen dieser "Stadtentwicklung" gravierend. Denn auf eine Phase der Stagnation folgte ein Abwanderungsprozess der Altstadtbevölkerung. Diese zog sofern sie es sich leisten konnte in die an der Peripherie emporschießenden Neubauten. So sank die Zahl der Altstadtbewohner von 180000 (um 1950) auf unter 125000 im Jahre 1990. Etwa 9300 Unternehmen geben hier heute 27000 Menschen Arbeit. Seit 1994 sucht das "Projekt zur Wiederbelebung der Altstadt von Aleppo" dieser Entwicklung nachhaltig entgegenzuwirken, indem das Bewusstsein für die Bedeutung einer lebendigen Altstadt bei deren Bewohnern gefördert.
Anbieter: Celler Versandantiquariat, Eicklingen, Deutschland
Verbandsmitglied: GIAQ
Verlag Philipp von Zabern, Mainz am Rhein, 2000. 535 S. mit vielen Abbildungen, kartoniert, quart, (kleiner Stempel auf Titel)---- sonst gutes Exemplar / Beihefte der Archäologischen Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Nr. 28 / Staatliches Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Oldenburg - 2165 Gramm.
Sprache: Deutsch
Verlag: Verlag Philipp von Zabern, Mainz am Rhein,, 2000
ISBN 10: 3805326947 ISBN 13: 9783805326940
Anbieter: Antiquariat Christoph Wilde, Düsseldorf, Deutschland
535, (1) S. Ill. Orig.-Broschur (= Beiheft der Archäologischen Mitteilungen aus Nordwestdeutschland Nr. 28). - Vorderer Deckel lichtrandig. Ansonsten jedoch sehr gut erhaltenes Exemplar. Innen sauber. - Achtung: Bei Auslandsversand bitte Portokosten erfragen (höheres Gewicht)!
Zustand: Sehr gut. Zustand: Sehr gut | Sprache: Deutsch | Produktart: Bücher | Keine Beschreibung verfügbar.