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Erstausgabe
Tübingen, U. Morhard, März 1528. Kl.-Folio. 6 nn. Bl., 22 num. Bl. Moderner Pappband. Erste Ausgabe (im selben Jahr wie der bei Singriener in Wien erschienene Druck). Streitschrift gegen Eutyches, der um die Mitte des 5. Jhdts als Monophysit verdammt, dann rehabilitiert und 451 auf dem Konzil von Chalkedon wiederum verdammt wurde. Die Zuschreibung an Bischof Vigilius von Trient (gest. 400 oder 405 als Märtyrer) beruht auf einer Verwechslung. Als Verfasser gilt heute Bischof Vigilius von Thapsus (Nordafrika, 2. Hälfte des 5. Jhdts; vgl. LThK X, 788 f u. RE XX. 640 f). - VD 16, V 1185; Adams V 749; Steif, Buchdruck in Tübingen 129. - Zweite Hälfte mit Wasserrändern. Mehrere Blätter mit hinterlegten Randläsuren, die letzten 3 Bl. angestaubt u. mit ergänzten Randfehlstellen. Titel verstaubt u. gestempelt.
Verlag: Ebenezer, Im Verlage des Vernunfthauses [d.i. Halle, Johann Jakob Gebauer], 1783., 1783
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Erstausgabe
XXVI, 474 S., mit drei Textholzschnitten u. kl. astrolog. Fig., 8°, Neuerer marmorierter Pappband mit goldgepr. Rückenschild Ackermann V/345; Hevesi 1624; Kloss 3821; Wolfstieg 4864: "Selten. Üb. die alten Einweihungen. Bringt die M[au]r[er]ei in Z[u]s[ammen]hang mit der Offenbarung Johannis. Abati 4 (1893) S.133 erwähnt einen Nachdruck, der bei Mösle in Wien erschien." - Wurde schon zur Zeit des Erscheinens Christian Ernst Wünsch zugeschrieben (so auch Holzmann/Bohatta: Deutsches Anoymen-Lexikon 1501-1850), was aber von dem Literaturhistoriker Flodoard von Biedermann (Euphorion XX, 1913, S. 406-409) widerlegt wurde. Eine zweite Aufl. erschien 1784. - Der Autor äussert sich sehr kritisch zur Bibel u. meint, "daß beynahe eben so viele durch die Bibel als durch unglückliche Liebe, ihren Verstand verlohren haben" (S.X). Auch versucht er, rationelle Erklärungen für einige der "Wahrsagermärchen" zu finden. (So beschreibt er die Evangelisten als Fanatiker u. Jesu Tod als Ohnmacht, der bald der wirkliche Tod durch Wundbrand folgte). Er "will deutlich zeigen, daß alle Volksreligionen im Grunde durchaus aus einer gemeinsamen Quelle, aus den alten Beobachtungen der Himmels- und Naturbegebenheiten herfließen" (S.XII). Ausserdem wendet sich der Autor gegen die "Goldmacherei", der zu seiner Zeit zahlreiche Freimaurer anhingen, u. von denen viele ihre "Wahrheit" aus der Bibel beweisen wollen. Im Gegensatz dazu soll sein Werk zur "ihrer bessern Belehrung dienen". Er selbst beschreibt sein Buch in gewisser Weise als "einen Beytrag zur Geschichte der Sternkunde" (S.XXVI). - Kanten berieben; Vorsatz mit Signatur; seltene kl. Anstreichungen; durchgehend etwas fleckig u. gebräunt, sonst ein gutes Expl.