Zustand: as new. Wie neu/Like new.
Verlag: Wiesbaden: Rreichert, 2025
Anbieter: Antiquariat Bergische Bücherstube Mewes, Overath, Deutschland
fester Einband. 588 S., 10 Abb. Ln.mS. *neuwertig*. Heraldische Zeichen sind heute zu Ornamenten unseres kulturellen Erbes erstarrt, dennoch lässt ihre Omnipräsenz erahnen, welche hohe symbolische und diskursive Macht einst von ihnen ausgegangen sein muss. In verschriftlichter Form fanden Wappen auch Eingang in die Literatur, ihr poetisches Potential ist aber bislang nur ansatzweise erforscht. In historisch-grundwissenschaftlicher Perspektive wurden heraldische Zeichen bis in die jüngere Zeit auf identifikatorische und repräsentative Funktionen reduziert, aus literaturwissenschaftlicher Sicht als Mikromotive und Textschmuck marginalisiert. Gegen beide Tendenzen zeigt die Studie grundlegend das ästhetische und narrative Bedeutungspotential des Heraldischen in der europäischen Literatur des Mittelalters (11701300) auf. Die Studie fußt auf einem interdisziplinären Dialog von Literatur-, Geschichts- und Grundwissenschaft, um die kulturwissenschaftliche Öffnung der Heraldik zu befördern. Sie nimmt eine kulturanthropologische Perspektive auf einen elementaren kommunikativen Code ein und erörtert dessen Beitrag für die Konstitution der höfischen Gesellschaft und Literatur. Methodisch wird hierfür ein kultursemiotisch-diskursanalytischer Ansatz entwickelt, wonach Wappen ein Zeichensystem darstellen, das neben seinen Denotaten eine weitere Schicht an kultur- und epochenspezifischen Konnotationen aufweist; in diesem heraldischen Code' manifestieren sich historische Wissensordnungen und Denkmuster insb. der ritterlich-höfischen Kultur, die im Rahmen von literarischen Texten simulativ erprobt und reflexiv ausgehandelt wurden. Aufgebaut ist die Studie aus zwei großen Teilen: Im ersten Teil Wappen erzählen' werden die Inszenierungsformen des heraldischen Codes systematisch aufgearbeitet und durch exemplarische Textanalysen vertieft. Dabei kommen deutsche, englische, französische und lateinische Quellen zu den Themen Poetologie, Identität, Symbolik, Intertextualität sowie zu den Diskursformationen des Heraldischen (Liebe, Religion, Politik) zur Sprache. Der zweite Teil Wappen erlesen' widmet sich auf diachroner Ebene drei autor-, zeit- und textspezifischen heraldischen Poetiken, mit deren Hilfe sich die Grundzüge einer heraldischen Literaturgeschichte' skizzieren lassen: Untersucht werden der mhd. Prosa-Lancelot samt altfrz. Vorlagen, das Turnier von Nantes Konrads von Würzburg im Kontext der altfrz. Turnierdichtungen und der am böhmischen Königshof entstandene Versroman Wilhalm von Wenden Ulrichs von Etzenbach. Sprache: Deutsch.
hardcover. Zustand: New. 1st.
Anbieter: Kennys Bookstore, Olney, MD, USA
Zustand: New. 2025. Hardcover. . . . . . Books ship from the US and Ireland.