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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,3, Universität Leipzig (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Seminar: Schweigen, Sprache: Deutsch, Abstract: Obgleich Journalisten über aktuelle Ereignisse informieren sollen, kommen sie in ihrem Alltag des öfteren mit Schweigen in Berührung, sei es bewusst oder unbewusst. So gibt es Informationssperren seitens der Behörden sowie Gesprächspartner und Informanten, die auf einzelne Frage oder zu einem ganzen Themenkomplex nichts sagen können oder wollen.Des weiteren müssen sie sich selbst ihrer Rechte und Pflichten zu schweigen bewusst sein, wenn es darum geht über brisante Themen Bericht zu erstatten oder vor Gericht als Zeugen auszusagen. Und schließlich besteht ihre Hauptaufgabe darin jeden Tag aus einer schier unerschöpflichen Flut von Nachrichten und Ereignissen das für die Öffentlichkeit Wichtigste herauszufiltern, weil die Anzahl der Seiten einer Zeitung oder Zeitschrift begrenzt sind, ebenso wie die Zeit für eine Nachrichtensendung im Rundfunk. Dies zwingt sie in ihren Augen weniger wichtige Informationen wegzulassen, sie dem Leser, Hörer oder Zuschauer zu verschweigen.Ausgehend vom linguistischen Problemfeld des Schweigens will diese Arbeit den Fragen nachgehen, inwieweit es für Journalisten ein Recht gibt zu schweigen und ob gar Situationen existieren oder vorstellbar sind, in denen Journalisten eine Pflicht zu schweigen haben. Dies ist insofern interessant wie problematisch, als dass die Aufgaben der in Massenmedien tätigen Journalisten neben der Herstellung von Öffentlichkeit, dem Informieren derselben über aktuelle Ereignisse und der Integration und Sozialisation von Menschen auch in der (kulturellen) Bildung sowie in der Unterhaltung liegen.Da diese Aufgaben zumeist nur unter Verwendung von sprachlicher Kommunikation hinreichend erfüllbar sind, lassen sich Journalisten auch als 'Kommunikatoren' oder Informationsmultiplikatoren bezeichnen. Und genau im Spannungsfeld der steten öffentlichen Erwartung an Journalisten vermittels von Sprache zu kommunizieren und der vor allem gesetzlich und berufsethisch bedingten Rechte und Forderungen zu schweigen, wird sich diese Arbeit hauptsächlich bewegen.
Anbieter: AHA-BUCH GmbH, Einbeck, Deutschland
Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Magisterarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 1,3, Universität Leipzig (Institut für Germanistik), 83 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In Bezug auf die Verarbeitung geschichtlicher Themen und Stoffe in der Literatur gilt das 19. Jahrhundert als Blütezeit. Seit Walter Scotts Roman Waverley (1814) kam es zu einer ganzen Flut von historischen Erzählungen und Romanen, so dass Geschichte als Leitmotiv in der europäischen Literatur des 19. Jahrhunderts anzusehen ist. Dieser Dynamik konnte sich auch Gottfried Keller, eine der Leitfiguren des literarischen Realismus, nicht entziehen. Auf dem Höhepunkt des gründerzeitlichen Historismus erscheint Ende 1877 sein einziger expliziter Beitrag zur historischen Dichtung in Form der Züricher Novellen. Zieht man hinzu, dass Geschichtsforschung und das damit in Verbindung stehende Fortschreiben der Geschichte hauptsächlich deshalb betrieben werden, damit der Mensch seine eigene Gegenwart besser verstehen und erklären lernt, so lässt sich die immense Bedeutung der Geschichte für die Menschen im Allgemeinen, wie für die Dichter im Speziellen bereits erahnen. Dadurch wird nicht nur eine bestimmte Funktion, die Geschichte in Dichtung erfüllt bzw. erfüllen kann, impliziert, sondern auch ein damit einhergehendes Verständnis von und Verhältnis zu Geschichte, was sich unter einem dem entsprechenden Geschichtsbegriff subsumieren lässt.Mit diesen Gedanken ist der Ausgangspunkt der folgenden Untersuchung umrissen. Da es in dieser Arbeit um die Rekonstruktion von Kellers Geschichtsbegriff geht, er selbst eine historische Person ist und auch der Untersuchungsgegenstand, die Züricher Novellen, Produkte einer längst vergangenen Zeit sind, kann dies nicht unter Ausblendung des historischen Kontextes des Autors sowie der Entstehungszeit der Erzählungen bzw. der dafür maßgeblichen historischen Bedingungen geschehen. Im Anschluss daran soll eine Analyse des Novellenzyklus' zeigen, worauf sich Kellers Geschichtsinteresse konzentriert, wie die entsprechenden Bilder aus der Geschichte vermittelt werden und welche Anliegen sich damit bei ihm verbinden. Kurz, es geht um Intention, Erscheinungsbild und Poetik seines historischen Erzählens. Zum Abschluss der Arbeit werden die Analyseergebnisse dann auf ihre Konsequenzen hinsichtlich des Kellerschen Geschichtsbegriffes befragt und dieser rekonstruiert und diskutiert.
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Zustand: Hervorragend. Zustand: Hervorragend | Sprache: Deutsch | Produktart: Bücher | Magisterarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 1,3, Universität Leipzig (Institut für Germanistik), Sprache: Deutsch, Abstract: In Bezug auf die Verarbeitung geschichtlicher Themen und Stoffe in der Literatur gilt das 19. Jahrhundert als Blütezeit. Seit Walter Scotts Roman Waverley (1814) kam es zu einer ganzen Flut von historischen Erzählungen und Romanen, so dass Geschichte als Leitmotiv in der europäischen Literatur des 19. Jahrhunderts anzusehen ist. Dieser Dynamik konnte sich auch Gottfried Keller, eine der Leitfiguren des literarischen Realismus, nicht entziehen. Auf dem Höhepunkt des gründerzeitlichen Historismus erscheint Ende 1877 sein einziger expliziter Beitrag zur historischen Dichtung in Form der Züricher Novellen. Zieht man hinzu, dass Geschichtsforschung und das damit in Verbindung stehende Fortschreiben der Geschichte hauptsächlich deshalb betrieben werden, damit der Mensch seine eigene Gegenwart besser verstehen und erklären lernt, so lässt sich die immense Bedeutung der Geschichte für die Menschen im Allgemeinen, wie für die Dichter im Speziellen bereits erahnen. Dadurch wird nicht nur eine bestimmte Funktion, die Geschichte in Dichtung erfüllt bzw. erfüllen kann, impliziert, sondern auch ein damit einhergehendes Verständnis von und Verhältnis zu Geschichte, was sich unter einem dem entsprechenden Geschichtsbegriff subsumieren lässt. Mit diesen Gedanken ist der Ausgangspunkt der folgenden Untersuchung umrissen. Da es in dieser Arbeit um die Rekonstruktion von Kellers Geschichtsbegriff geht, er selbst eine historische Person ist und auch der Untersuchungsgegenstand, die Züricher Novellen, Produkte einer längst vergangenen Zeit sind, kann dies nicht unter Ausblendung des historischen Kontextes des Autors sowie der Entstehungszeit der Erzählungen bzw. der dafür maßgeblichen historischen Bedingungen geschehen. Im Anschluss daran soll eine Analyse des Novellenzyklus¿ zeigen, worauf sich Kellers Geschichtsinteresse konzentriert, wie die entsprechenden Bilder aus der Geschichte vermittelt werden und welche Anliegen sich damit bei ihm verbinden. Kurz, es geht um Intention, Erscheinungsbild und Poetik seines historischen Erzählens. Zum Abschluss der Arbeit werden die Analyseergebnisse dann auf ihre Konsequenzen hinsichtlich des Kellerschen Geschichtsbegriffes befragt und dieser rekonstruiert und diskutiert.