Anbieter: Galerie Joseph Fach GmbH, Oberursel im Taunus, Deutschland
Kunst / Grafik / Poster
EUR 1.200,00
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In den WarenkorbZustand: sehr guter Zustand. Feder in Schwarz, auf bräunlichem dünnem Velin. 25:40,7 cm. Skizzenbuchblatt. - Insgesamt nicht ganz frisch. Mit spitzem Strich hielt Cornelia Gurlitt hier einen Landschaftsausschnitt fest, eine für die Künstlerin charakteristische Bearbeitung. Über die aus Dresden stammende Malerin, Zeichnerin und Graphikerin Cornelia Gurlitt, Tochter des Architekten und Kunsthistorikers Cornelius Gurlitt (1850-1938), ist kaum etwas bekannt. Sie war in Dresden Schülerin von H. Nadler (1879-1958). Während des Ersten Weltkrieges war sie als Sanitätsschwester in den Kriegslazaretten Metsch/Johannesburg und Wilna-Antokol tätig, wo sie Bekanntschaft mit dem Redakteur und Schriftsteller Paul Fechter schloß, der ihr ein Kapitel in seinem Buch An der Wende der Zeit. Menschen und Begegnungen", herausgegeben 1949, widmete und sie dort vielleicht als genialste Begabung der jüngeren expressionistischen Generation" bezeichnete. Freundschaftlich verbunden war sie der Gräfin B. von Kalckreuth (1864-1928), Ehefrau des Malers L. von Kalckreuth (1855-1928). Anregungen erhielt sie durch M. Chagall (1887-1985). Später siedelte sie von Wilna nach Berlin über. Nach dem Ersten Weltkrieg führten Depressionen und möglicherweise auch ausbleibende künstlerische Anerkennung und damit Verkäufe zu ihrem Selbstmord. Cornelia Gurlitt schuf Landschaften und zeichnete die Bettlergestalten Wilnas, malte auch Stilleben. Nach ihrem Tod kümmerte sich ihr jüngerer Bruder Hildebrand (1895-1956), dem sie eng verbunden war, um den künstlerischen Nachlaß. Andere Arbeiten wurden nach dem Tod des Vaters von ihrer Mutter vernichtet.