Verlag: Luzern, C. J. Bucher AG 1964 -, 1964
Anbieter: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Schweiz
4°. pp. 2-38. 3 Seiten Einführungstext, zahlr. Abbildungen mit Legenden. OBrosch. Etwas Alters- u. Gebrauchsspuren, Besitzervermerk a. Vorderdeckel. Gesamthaft weitgehend sauberes, recht ordentliches Exemplar. - - Aufnahmen mehrheitlich von Roger Fenton - "Der Krimkrieg, der in William Simpson und Constantin Guys seine Maler findet, steht auch an der Wiege des 'Kriegskorrespondenten': W. H. Russels Depeschen, die in der 'Times' veröffentlicht wurden, sollten den Regierungen viel zu schaffen machen. Auch die Photgraphie trat auf den Plan, und zwar zum ersten Mal auf einem Schlachtfeld." (p. 2). -- "Der Krimkrieg, auch Orientkrieg, war ein militärisch ausgetragener Konflikt von eurasischem Ausmaß. In ihm standen sich von 1853 bis 1856 Russland auf der einen und das osmanische Reich, Frankreich, Großbritannien und ab 1855 auch Sardinien [.] auf der anderen Seite gegenüber. [.] Der Versuch Russlands, sein Gebiet zu Lasten des zerfallenden Osmanischen Reiches zu vergrößern, wurde durch den Einsatz Großbritanniens und Frankreichs verhindert. Der Krimkrieg war als erster der modernen Stellungskriege besonders verlustreich" (etc.; L. Schimmelpfennig, Der Krimkrieg als Erster Weltkrieg, 2013, in: bdfwt de) - "Schon im Sommer 1854 entsandte die englische Presse mehrere Reporter und einen sogenannten Special artist in den Osten, doch militärisch geschah zunächst wenig Darstellenswertes, und Transportprobleme verhinderten journalistische Effizienz. Als sich aber der Konflikt im September auf die Krim verlagerte, kam es zu großräumigen Truppenbewegungen und offenen Feldschlachten, die von Bild- und Textreportern leicht beobachtet und mit patriotischer Begeisterung nach Hause gemeldet werden konnten [.]. [.] Der Krimkrieg ist das erste größere Kriegsereignis, das photographisch festgehalten wurde, aber streng genommen war die Kamera 1854/1855 noch kein Reportageinstrument. Da die Belichtungszeit noch etwa zehn Sekunden betrug, konnte sie nicht die Ereignisse selbst, sondern nur ihre materiellen Relikte und nachträglich gestellte Gruppenbilder der Akteure festhalten. Trotz des glaubhaften Anspruchs, mit größerer Wahrheitstreue als Stift und Pinsel zu arbeiten, erwies sich die Photographie im Übrigen als ebenso unbegrenzt manipulierbar und zeigte trotz ihres angeblich demokratisch-egalitären Charakters auch eine erstaunliche Affinität zu regierungstreuer Berichterstattung.Als Roger Fenton [.] auf der Krim erschien, verfolgte er zwei höchst traditionelle Ziele außerhalb des Pressekontexts [.]. Erstens nämlich ging es ihm um die Aufzeichnung eines topographischen Überblicks über den Kriegsschauplatz, angefangen mit einigen Aufnahmen in der drangvollen Enge des Nachschubhafens von Balaklava und bis hin zum britischen Feldlager vor Sewastopol. Dazu gehört auch die Mörserbatterie [.], denn sie lag weit hinter den Gräben und außer Reichweite der russischen Artillerie. Sein zweiter und deutlich für wichtiger erachteter Exkursionszweck war die Erstellung einer Porträtserie des britischen Generalstabs vor Sewastopol, und dieser Generalstab lebte sehr bequem nach feudaler Manier, fern der Front. Nur ein einziger namenloser Gefreiter wurde in diese erlauchte Galerie aufgenommen, um die britische Marschuniform vorzuführen. Hätte Fenton die Offiziere nach Kriegsende aufgenommen, sähen sie kaum anders aus, und es lässt sich nachweisen, dass etwa ein Zehntel seiner Krimporträts in der Tat nachträglich in London aufgenommen wurden." (etc.; U. Keller, Das Bild des Krieges: Der Krimkrieg 1853-1856, ausführlich u. einlässlich in: EGO European History Online, ieg-ego eu). - Sprache: de.
2009 Ships in Focus UK, hardcover 144 pages. About the ships ownedÂby the Company, with photos and details of each ships. Coasters. ISBN 9781901703573 In very good condition.