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Zustand: Sehr gut. Zustand: Sehr gut | Seiten: 330 | Sprache: Latein | Produktart: Bücher | Keine Beschreibung verfügbar.
Verlag: [London] : Londini, Impensis J. et P. Knapton, in Vico Ludgate, et Gul. Sandby, in Vico Fletano / Typis Jacobi Bettenham 1750 -, 1750
Anbieter: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Schweiz
2 Bände (cpl.). Kl.-8° (16 x 10.2 x 2.5, resp. 2.7 cm). 28 Bll., 223 SS. u. 1 Bl., 266 SS. Schriftsatz in 6-Punkt Antiqua, Druck a. Bütten. Beide Titel in Rot u. Schwarz, ident. Portr.-Titelvignetten (Vergil), vol. I mit gest. Front. (=Tafel 1), gest. Dedikation (=Taf. 2) u. 1 Textkupfer, total 58 röm. num. Tafeln in Kupferstich (cpl.). Ldr. d.Zt. (etwas bestossen, Kapitale mit kleinen Ausbrüchen, Gelenke etwas rissig, Rücken craqueliert) mit mont. Rückenschildchen, vergold. Deckel- und Stehkantenfileten, Rücken- u. Innenkantendekor, alls. Goldschnitt (etwas oxidiert). Vorsätze mit buntem Kammeisenmuster (unterschiedlich berieben). Fl.Bll. etwas (stock-) fleckig, Seiten gleichmässig gebräunt, vereinzelt min. stockfleckig. Alters-, Dislokations- u. etwas Gebrauchsspuren, ident. hs. Besitzeretiketten a. Vorsatzspiegeln. Gesamthaft weitgehend sauberes, sehr ordentliches Exemplar. - - Digitalis. in BVB/BSB u. Google Books - Graesse nennt primär die Oktavausgabe und merkt an "Cette édition se trouve plus souvent de format pet. in-8° [.], avec les mêmes figures. Le texte est très correct; il a été donné sur les mss. de Medici et du Vatican, les vignettes sont des copies de monnaies, pierres gravées etc." - Cohen erwähnt ebenfalls die grössere Ausgabe, zählt die Illustrationen: 1 fleuron qui est placé sur chaque titre, 58 figures de médailles, par Bonneau et Wilson, gravés par Grignion, Muller et J.S.M., und meint dann etwas maliziös: "Cet ouvrage, illustré d'une manière fort intéressante, contient malheureusement parmi les médailles des pièces imaginés par le savant antiquaire [Hubertus od. Hubrecht d.J.] Goltzius, qui a laissé dans le numismatique une réputation d'auteur aussi dangereux que le marquis des Sade dans la litérature." (!; sp. 1017; Henry Cohen musste es wissen: er war selbst ein renommierter Numismatiker - allerdings musste Goltzius im 16. Jh. seine Nachforschungen unter wesentlich schwierigeren Bedingungen anstellen als der über 300 Jahre später tätige Cohen) -- INHALT : I: P. Virgilii Maronis historia descripta per consules a Carolo Ruaeo S.J. [i.e. Charles de la Rue; DB&S 7, sp. 290]; Vorrede von E. Schelstrate; Anmerkungen (Tabularum Explicatio); I.1 Bucolica 1-10 (10 Eclogae od. Elogen; pp. 1-32), I.2 Georgica Lib. I-IV (pp. 33-112), I.3 Aeneidos Lib. I-IV (pp. 113-223) / II.1 Aeneidos Lib. V-XII (Aeneis, tot. 12 Bücher; pp. 1-246) - Mit Lectiones Variantes (pp. 247-266) -- Zu Vergils Werk vgl. A. Baumgartner S.J., Gesch. d. Weltliteratur, 3, 1900, pp. 415-437; zu P. de la Rues Vergil-Biographie s. G. E. Müller, Historisch-critische Einleitung zu nöthiger Kenntniß [.] der alten lateinischen Schriftsteller, I, 1747: "Diese Art, die Lebensgeschichte der Scribenten zu schreiben, ist, wegen der Zeitrechnung schätzbar; im Lesen aber etwas holpricht" (etc.; p. 216) - "Die Bucolica, d.h. die [.] zehn Elogen, [.] lehnen sich an Theokrits Idyllen. [.] Am selbständigsten und eigenartigsten tritt Vergil mit seinem reinen und erhabenen Idealismus aus der alltäglichen Hirtenwelt Theokrits in der berühmten vierten Eloge heraus, ohne die ländliche Sphäre indes ganz zu verlassen. Es drängte seine Seele empor zu etwas Höherem und Besserem. Non omnes arbusta iuvant humilesque myricae. [.] Wie er das Bauernleben der Lombardei aus eigener Anschauung kannte, streifte er fröhlich in Campanien und Calabrien herum und studierte das ländliche Treiben in Neapel, Pästum und Tarrent. Was er da schaute und empfand, rief nicht nur wieder die schönsten literarischen Erinnerungen wach, es umgab dieselben mit neuem lebendigem Zauber und regte ihn selbst zu neuem, eigenem Schaffen an. In solcher Weise sind die Georgica entstanden, Vergils selbständiges Werk, kein frostiges, pedantisches Lehrbuch, sondern ein wirkliches Gedicht [.]. Es stammt aus einem Herzen, das rein und lauter, für das Höchste und Edelste schlug [.]. [.] Die Aeneis. Wohl zumeist Octavians Triumph selbst [.], endlich Ermutigung von seiten des Maecenas und anderer Freunde reiften in ihm den Plan, Hand an ein großes Nationalwerk zu legen und soweit möglich der Homer der Römer zu werden. [.] Die Sagenwelt Homers war jedem gebildeten Römer bekannt und längst mit den einheimischen Sagen verbunden worden. Es fehlte nur der Dichter, welcher dieser Aneignung und Eroberung der Sage eine würdige künstlerische Gestalt gab. [.] Diese Aufgabe hat Vergil meisterhaft gelöst, mit aller Selbständigkeit und poetischen Schöpfungskraft, welche dieselbe ihrer Natur nach ermöglichte." (etc.; Baumgartner, p. 417 f., 420 f., 423 u. 425). -- Provenienz (Etiketten): Mr. De Luigny fils (nicht eruierbar). - Sprache: la.