Anbieter: AHA-BUCH GmbH, Einbeck, Deutschland
Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Universität Bremen, Sprache: Deutsch, Abstract: 'Ruhm. Ein Roman in neun Geschichten' von Daniel Kehlmann ist ein Musterbeispiel an Metafiktion. Verschachtelungen, Spiegelungen und Überschreitungen logischer Grenzen ziehen sich durch den gesamten Roman und führen immer wieder zu Illusionsbrüchen. Mithilfe unterschiedlichster Formen der Metaisierung erschafft Kehlmann zwei ineinander verwickelte Fiktionsebenen, die nicht eindeutig voneinander zu trennen sind. So ist es am Ende schwierig zu unterscheiden, welche Figuren des Romans in der erzählten Welt real sind und welche lediglich fiktiv. Das Spiel mit Wirklichkeit und Fiktion hinterlässt Verwirrung, schafft aber auch einen großen Interpretationsspielraum.Daher ist es wichtig, sich im Rahmen dieses Romans mit der Metaisierung auseinanderzusetzen. Dieses Phänomen umfasst in der Literaturwissenschaft ein breites Spektrum an Theorien, die sich jeweils mit unterschiedlichen Merkmalen und Funktionen der Metaisierung befassen. Von der Selbstreflexivität über die Metafiktion bis hin zur Metalepse - es gehen eine Menge, sich teilweise überschneidender, Begrifflichkeiten mit der Metaisierung einher, die es zu klären gilt.In der vorliegenden Hausarbeit werden die Textpassagen im Roman, die derartige Formen von Metaisierung enthalten, analysiert und hinsichtlich ihrer Funktion definiert. Damit soll aufgezeigt werden, welches Interpretationspotenzial die Metaisierung in 'Ruhm' schafft.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Freie Universität Berlin, Veranstaltung: Deutschsprachige Literatur mit dem Schwerpunkt Neuere Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: Heinrich Leopold Wagners 1776 veröffentlichtes Trauerspiel 'Die Kindermörderin' galt nicht nur unter seinen Zeitgenossen als umstritten. Während es zu seiner Zeit als so anstößig empfunden wurde, dass es nur in einer zensierten, umgearbeiteten Form aufgeführt werden durfte, wird in der gegenwärtigen Germanistik über den künstlerischen Wert des Dramas diskutiert. Wagner sei ein minderwertiger Plagiator Goethes gewesen, heißt es vor allem in der älteren Forschung. Der Kindermörderin mangele es an künstlerischer Qualität und tieferem Sinn, weil die gewollt natürliche Darstellung der niederen Stände nur auf grobe Effekthascherei aus sei. Zudem sei die unmotiviert wirkende Zufallsdramaturgie der Handlung in vielerlei Hinsicht unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar. Besonders in den letzten Jahrzehnten wurde jedoch zunehmend ein gegenteiliger Standpunkt vertreten. Gerade durch die naturalistische Darstellung gelinge Wagner mit dem Drama eine eindringliche Repräsentation seiner Epoche. Die gesellschaftliche Situation mit all ihrer Problematik werde in dem Werk exemplarisch reflektiert und mit dem eintretenden Kindsmord auf das Schärfste kritisiert. Johannes Werner bezeichnet das Stück gar als 'Brennglas und Hohlspiegel, Destillat und Konzentrat' einer 'gesellschaftlichen Situation in einem gesellschaftlichen Prozess'. Er tritt soweit für die Authentizität des Werks ein, dass er der Ansicht ist, die ihm vorgeworfenen Fehler seien nicht die Fehler des Dramas selbst, sondern eher die Fehler der Zeit, die es abbildet.Die vorliegende Arbeit setzt sich mit eben dieser oft vertretenen These auseinander, dass das populäre Kindsmordmotiv im Drama des Sturm und Drang die repressiven gesellschaftlichen Verhältnisse exemplarisch abbilden und somit kritisieren würde. Der Kindsmord diene dabei nicht nur dazu, auf das brutale Strafrecht aufmerksam zu machen, sondern verweise als letzte Konsequenz eines verzweifelten Individuums auf die menschenfeindliche Gesellschaftsordnung, gegen die sich die Stürmer und Dränger wandten.Ob es sich bei dem Kindsmordmotiv jedoch tatsächlich um eine exemplarische Darstellung der gesellschaftlichen Wirklichkeit handelt, wird hier diskutiert. So bietet Gert Mattenklott eine andere Perspektive zur Beurteilung des Dramas im Sturm und Drang an. Er vertritt die These, dass es vor allem die zeittypische Melancholie sei, die sich in den Dramen äußert und weniger allein die repressiven gesellschaftlichen Verhältnisse.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Freie Universität Berlin, Veranstaltung: Deutschsprachige Literatur mit dem Schwerpunkt Neuere Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: John Dos Passos' 'Manhattan Transfer' (1925) und Alfred Döblins 'Berlin Alexanderplatz' (1929) zählen neben Joyce' 'Ulysses' zu den bedeutendsten Großstadtromanen des 20. Jahrhunderts. Ein wesentlicher Grund dafür liegt darin, dass es beiden Romanen gelingt, sowohl die Dynamik und Komplexität als auch das Chaos und die Widersprüchlichkeiten der modernen Großstadt, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts explosionsartig entwickelte, literarisch einzufangen. Diese Großstadt, die die Wahrnehmung des Menschen entscheidend veränderte, ließ sich nicht mehr objektiv in der Form des traditionellen Romans darstellen. Vielmehr musste sich der Roman dem Rhythmus der Großstadt anpassen, um sie in ihrer Flüchtigkeit und Fragmenthaftigkeit zum Ausdruck bringen zu können. Indem die Autoren durch die Montagetechnik die Stadt selbst zu Wort kommen lassen, revolutionieren sie nicht nur die traditionelle Romanform, sondern rücken gleichzeitig das Verhältnis des Einzelnen zur modernen Großstadt in den Vordergrund. Schließlich sind die neuen ästhetischen Ausdrucksformen eng geknüpft an die radikale Veränderung der menschlichen Sinneswahrnehmung, die in der Forschungsliteratur als 'Krise der Wahrnehmung' bezeichnet wird.Durch die schlagartige Verstädterung zu Beginn des 20. Jahrhunderts seien die Menschen zunehmend mit den permanent auf sie einströmenden Eindrücken überfordert gewesen. Folglich mussten sie neue Erfahrungs- und Wahrnehmungsstrukturen entwickeln, um mit der Reizüberflutung der Moderne umzugehen. Diese bewusstseinsverändernde Wirkung der Großstadt, die erstmals Georg Simmel in seinem Aufsatz 'Die Großstädte und das Geistesleben' (1903) thematisiert, ist seit jeher mit einer negativen Konnotation behaftet. Von Überforderung des Individuums, unbarmherziger Sachlichkeit und gar 'Vergewaltigungen der Großstadt' ist bei bei Simmel Rede. Doch auch heute noch wird in der germanistischen Sekundärliteratur die moderne Großstadt mit Orientierungslosigkeit, Oberflächlichkeit und Überforderung gleichgesetzt.Doch ist es tatsächlich dieses Verhältnis zwischen Großstadt und Individuum, das die Großstadtromane der 1920er Jahre vermitteln Anhand von 'Berlin Alexanderplatz' und 'Manhattan Transfer' unterzieht die Arbeit das vermeintlich feindliche Bild der Stadt im Großstadtroman der 1920er einer neuerlichen Prüfung.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Freie Universität Berlin, Veranstaltung: Deutschsprachige Literatur mit dem Schwerpunkt Neuere Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: 'Jedes Gedicht enthält in sich die Verneinung der Sprache.' - Die Vorstellung von der Sprache als einem unnatürlichen Zwangssystem hat Rolf Dieter Brinkmann seine gesamte Schaffenszeit über begleitet. Bereits seine erste Lyrikpublikation 'Ihr nennt es Sprache' (1962) kann als Auflehnung gegen das durch Sprache konstituierte repressive Gesellschaftssystem gelesen werden. Die Sprache wird hier als Medium der Verdrängung der Kriegsvergangenheit und damit als verlogen entlarvt. Diese pessimistische Haltung gegenüber der herkömmlichen Sprache mündete Anfang der 1970er Jahre schließlich in einen regelrechten Hass auf die sprachlich fixierten Machstrukturen der Gesellschaft und damit in einer Sprachkrise, die sich literarisch in seinem letzten Gedichtband 'Westwärts 1 & 2' (1975) entlädt. Die Gedichte darin spiegeln seine Sprach- und Ausdruckskrise wider und entwerfen ein apokalyptisches Bild von der zerfallenden westlichen Zivilisation. Die Sprache wird dabei als Herrschaftsinstrument empfunden, die das Bewusstsein der Menschen einnimmt und ihnen so die Möglichkeit nimmt, die Gegenwart unmittelbar und unbeeinflusst von Bedeutungen wahrzunehmen. Brinkmann betrachtete es als seine Aufgabe als Schriftsteller gegen die Erstarrung in Sprache anzuschreiben und so klar zu machen, dass die Menschen 'künstlich in den Wörtern eingesperrt' seien und die Sprache nichts über die tatsächliche Wirklichkeit aussagt. Mit dieser sprachkritischen Position reiht sich Brinkmann in eine lange literarisch-philosophische Tradition ein. Von Nietzsche bis zu Hugo von Hofmannsthal - es lassen sich viele Parallelen zwischen ihm und den Sprachkritikern um 1900 feststellen. Die offensichtlichste Parallele stellt Brinkmann jedoch selbst her. Immer wieder bezieht er sich bei seiner Sprachkritik auf den deutschen Schriftsteller und Philosophen Fritz Mauthner (1849-1923) und stellt sich so bewusst in dessen Tradition. Diese direkten Bezüge dienen neben dem literarischen Werk und den persönlichen Äußerungen Brinkmanns als Grundlage für das Verständnis seiner Sprachkritik.Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Einordnung Brinkmanns in die sprachkritische Tradition. Neben einem Überblick über die Formen seiner Sprachkritik wird anhand der Gedichte in 'Westwärts 1&2' aufgezeigt, ob und auf welche Weise er es schafft, das ihm verhasste Zwangssystem der Sprache tatsächlich zu überwinden.
Sprache: Deutsch
Verlag: GRIN Verlag, GRIN Verlag Sep 2013, 2013
ISBN 10: 3656499624 ISBN 13: 9783656499626
Anbieter: buchversandmimpf2000, Emtmannsberg, BAYE, Deutschland
Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware -Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Freie Universität Berlin, Veranstaltung: Deutschsprachige Literatur mit dem Schwerpunkt Neuere Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: ¿Jedes Gedicht enthält in sich die Verneinung der Sprache.¿ - Die Vorstellung von der Sprache als einem unnatürlichen Zwangssystem hat Rolf Dieter Brinkmann seine gesamte Schaffenszeit über begleitet. Bereits seine erste Lyrikpublikation 'Ihr nennt es Sprache' (1962) kann als Auflehnung gegen das durch Sprache konstituierte repressive Gesellschaftssystem gelesen werden. Die Sprache wird hier als Medium der Verdrängung der Kriegsvergangenheit und damit als verlogen entlarvt. Diese pessimistische Haltung gegenüber der herkömmlichen Sprache mündete Anfang der 1970er Jahre schließlich in einen regelrechten Hass auf die sprachlich fixierten Machstrukturen der Gesellschaft und damit in einer Sprachkrise, die sich literarisch in seinem letzten Gedichtband 'Westwärts 1 & 2' (1975) entlädt. Die Gedichte darin spiegeln seine Sprach- und Ausdruckskrise wider und entwerfen ein apokalyptisches Bild von der zerfallenden westlichen Zivilisation. Die Sprache wird dabei als Herrschaftsinstrument empfunden, die das Bewusstsein der Menschen einnimmt und ihnen so die Möglichkeit nimmt, die Gegenwart unmittelbar und unbeeinflusst von Bedeutungen wahrzunehmen. Brinkmann betrachtete es als seine Aufgabe als Schriftsteller gegen die Erstarrung in Sprache anzuschreiben und so klar zu machen, dass die Menschen ¿künstlich in den Wörtern eingesperrt¿ seien und die Sprache nichts über die tatsächliche Wirklichkeit aussagt.Mit dieser sprachkritischen Position reiht sich Brinkmann in eine lange literarisch-philosophische Tradition ein. Von Nietzsche bis zu Hugo von Hofmannsthal ¿ es lassen sich viele Parallelen zwischen ihm und den Sprachkritikern um 1900 feststellen. Die offensichtlichste Parallele stellt Brinkmann jedoch selbst her. Immer wieder bezieht er sich bei seiner Sprachkritik auf den deutschen Schriftsteller und Philosophen Fritz Mauthner (1849-1923) und stellt sich so bewusst in dessen Tradition. Diese direkten Bezüge dienen neben dem literarischen Werk und den persönlichen Äußerungen Brinkmanns als Grundlage für das Verständnis seiner Sprachkritik.Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Einordnung Brinkmanns in die sprachkritische Tradition. Neben einem Überblick über die Formen seiner Sprachkritik wird anhand der Gedichte in 'Westwärts 1&2' aufgezeigt, ob und auf welche Weise er es schafft, das ihm verhasste Zwangssystem der Sprache tatsächlich zu überwinden.Books on Demand GmbH, Überseering 33, 22297 Hamburg 36 pp. Deutsch.
Sprache: Deutsch
Verlag: GRIN Verlag, GRIN Verlag Apr 2014, 2014
ISBN 10: 3656634467 ISBN 13: 9783656634461
Anbieter: buchversandmimpf2000, Emtmannsberg, BAYE, Deutschland
Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware -Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 2,0, Universität Bremen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die literarische Strömung der Décadence im Fin de siécle war geprägt von Endzeitstimmung und Untergangsbewusstsein. Bürgerliche Werte hatten ihre Bedeutung verloren, neue Werte wie die Emanzipationsbestrebungen der Frau führten bei Künstlern zu Unsicherheiten und Minderwertigkeitsgefühlen. In der Literatur äußerte sich dieses Unbehagen unter Anderem in der Faszination für verhängnisvolle Frauenfiguren. Mythologische und biblische Frauenmotive wie Helena, Eva, Herodias und vor allem Salome wurden in der Décadence von vielen Künstlern neu bearbeitet und zu fatalen Schönheiten stilisiert, die durch ihre Anziehungskraft Männern zum Verhängnis wurden.In der vorliegenden Hausarbeit geht es um eben dieses Frauenbild, der Femme fatale in der Décadence, sowie um seine Ursachen und Funktionen. Dabei wird aufgezeigt, dass dieses Frauenmotiv sich nicht nur bei typischen Dekadenzdichtern wie Joris-Karl Huysmans findet, sondern auch bei einem deutschen und scheinbar bürgerlichen Autor wie Thomas Mann. Dazu wird nach den theoretischen Grundlagen zunächst die Salome-Darstellung in Huysmans Roman ¿Gegen den Strich¿ erläutert und aufgezeigt, inwiefern diese prototypisch für das Frauenbild der Femme fatale ist. Ausgehend davon wird untersucht, ob die Figur Gerda von Rinnlingen in Manns Novelle ¿Der kleine Herr Friedemann¿ diesem Frauenbild entspricht. Abschließend wird in einem Vergleich auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Frauenfiguren eingegangen und geklärt, welche Funktionen die Femme fatale jeweils bei Huysmans und bei Mann erfüllt.Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, inwiefern das Frauenbild der Femme fatale in der Dekadenzliteratur eine Reaktion der Künstler auf die gesellschaftlichen Verhältnisse um die Jahrhundertwende war.Books on Demand GmbH, Überseering 33, 22297 Hamburg 28 pp. Deutsch.
Sprache: Deutsch
Verlag: GRIN Verlag, GRIN Verlag Sep 2013, 2013
ISBN 10: 3656500010 ISBN 13: 9783656500018
Anbieter: buchversandmimpf2000, Emtmannsberg, BAYE, Deutschland
Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware -Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Freie Universität Berlin, Veranstaltung: Deutschsprachige Literatur mit dem Schwerpunkt Neuere Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: John Dos Passos¿ 'Manhattan Transfer' (1925) und Alfred Döblins 'Berlin Alexanderplatz' (1929) zählen neben Joyce¿ 'Ulysses' zu den bedeutendsten Großstadtromanen des 20. Jahrhunderts. Ein wesentlicher Grund dafür liegt darin, dass es beiden Romanen gelingt, sowohl die Dynamik und Komplexität als auch das Chaos und die Widersprüchlichkeiten der modernen Großstadt, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts explosionsartig entwickelte, literarisch einzufangen. Diese Großstadt, die die Wahrnehmung des Menschen entscheidend veränderte, ließ sich nicht mehr objektiv in der Form des traditionellen Romans darstellen. Vielmehr musste sich der Roman dem Rhythmus der Großstadt anpassen, um sie in ihrer Flüchtigkeit und Fragmenthaftigkeit zum Ausdruck bringen zu können. Indem die Autoren durch die Montagetechnik die Stadt selbst zu Wort kommen lassen, revolutionieren sie nicht nur die traditionelle Romanform, sondern rücken gleichzeitig das Verhältnis des Einzelnen zur modernen Großstadt in den Vordergrund. Schließlich sind die neuen ästhetischen Ausdrucksformen eng geknüpft an die radikale Veränderung der menschlichen Sinneswahrnehmung, die in der Forschungsliteratur als ¿Krise der Wahrnehmung¿ bezeichnet wird.Durch die schlagartige Verstädterung zu Beginn des 20. Jahrhunderts seien die Menschen zunehmend mit den permanent auf sie einströmenden Eindrücken überfordert gewesen. Folglich mussten sie neue Erfahrungs- und Wahrnehmungsstrukturen entwickeln, um mit der Reizüberflutung der Moderne umzugehen. Diese bewusstseinsverändernde Wirkung der Großstadt, die erstmals Georg Simmel in seinem Aufsatz 'Die Großstädte und das Geistesleben' (1903) thematisiert, ist seit jeher mit einer negativen Konnotation behaftet. Von Überforderung des Individuums, unbarmherziger Sachlichkeit und gar ¿Vergewaltigungen der Großstadt¿ ist bei bei Simmel Rede. Doch auch heute noch wird in der germanistischen Sekundärliteratur die moderne Großstadt mit Orientierungslosigkeit, Oberflächlichkeit und Überforderung gleichgesetzt.Doch ist es tatsächlich dieses Verhältnis zwischen Großstadt und Individuum, das die Großstadtromane der 1920er Jahre vermitteln Anhand von 'Berlin Alexanderplatz' und 'Manhattan Transfer' unterzieht die Arbeit das vermeintlich feindliche Bild der Stadt im Großstadtroman der 1920er einer neuerlichen Prüfung.Books on Demand GmbH, Überseering 33, 22297 Hamburg 32 pp. Deutsch.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Freie Universität Berlin (Philosophie und Geisteswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Betrachtet man Christoph Ransmayrs literarisches Gesamtwerk, so ist auffällig, dass seine Erzählungen 'unablässig an der Aus-der-Welt-Schaffung ihrer Protagonisten' arbeiten. Seine Figuren begeben sich an die Peripherien der Welt, auf der Suche nach Dingen, die sie am Ende nicht finden können. Stattdessen verlieren sie sich in extremen Landschaften oder verschwinden ganz bewusst darin. Ob Eis und Kälte in 'Die Schrecken des Eises und der Finsternis' (1984), die Wüste in 'Strahlender Untergang' (1982) oder die Naturkatastrophen und Klimastürze in 'Die letzte Welt' (1991) - Ransmayr entwirft in seinen Erzählungen menschenfeindliche Welten mit extremen Naturbedingungen und setzt seine Protagonisten darin aus, um sie mit ihren persönlichen Wahrheiten zu konfrontieren.Die vorliegende Arbeit befasst sich mit eben dieser Faszination Ransmayrs und geht der Frage nach, welche Funktion die extreme Naturdarstellung in seinen Werken erfüllt. Besonders das Verhältnis von Mensch und Natur steht dabei im Vordergrund. Die Untersuchung der Haltung der Protagonisten zur Natur soll zur Deutung des 'verschwindenden Helden' bei Ransmayr herangezogen werden. Handelt es sich bei dem Verschwinden tatsächlich um eine Art der Identitätsfindung, wie es in der Forschungsliteratur oftmals heißt oder ist es im Gegenteil die Auflösung jeglicher Identität.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Note: 1,0, Universität Bremen (Medien- und Kommunikationswissenschaften), Veranstaltung: Medien und Identität, Sprache: Deutsch, Abstract: Medien vermitteln Weltsichten, Rollenmuster und Inszenierungsvorlagen. Das macht sie zu einem wichtigen Einflussfaktor bei der Konstitution von Identität. Diese muss dabei als fortwährender Prozess verstanden werden, in dem sich das Individuum permanent neu definiert. Medien spielen somit die Rolle des kulturellen Vermittlers, da sie Identifikationsangebote transportieren, die in der Identität verarbeitet werden. Auch wenn Musikvideos in diesem Prozess nur eine kleine Rolle spielen, sind sie für Jugendliche enorm wichtig, da sie die von ihnen gehörte Musik in Bilder umsetzen. Auch diese Bilder sind Identifikationsangebote, die, besonders in Bezug auf das Geschlecht, oft sehr stereotyp wirken. Die darin enthaltene Betonung des typisch Männlichen und typisch Weiblichen kann Jugendliche bei ihrer Konstruktion von Geschlechtsidentitäten beeinflussen.In der vorliegenden Hausarbeit steht eben dieses Phänomen im Fokus. Am Beispiel einer Fallstudie von Ute Bechdolf zur Re- und Dekonstruktion von Geschlecht bei der Rezeption von Musikvideos wird der Frage nachgegangen, auf welche Art und Weise Jugendliche bei ihrer Konstruktion von Geschlechtsidentitäten durch Medien beeinflusst werden. Dafür wird zunächst der Begriff der Identität erläutert und dann auf die Kategorie Geschlecht bezogen. Dabei wird aufgezeigt, dass das Geschlecht, wie jede andere Kategorie der Identität, lediglich ein kulturelles Konstrukt ist, zu dessen Bildung die Medien erheblich beitragen.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Note: 1,0, Universität Bremen (Medien- und Kommunikationswissenschaften), Veranstaltung: Medienevents, Sprache: Deutsch, Abstract: Medienevents, im Sinne von großen, feierlichen, von den Medien übertragenen Ereignissen, sind so alt wie die Medien selbst. Bereits in den 1950er Jahren versammelten sich Millionen von Menschen vor den Fernsehbildschirmen, um die Krönung Elizabeth II. live mitzuverfolgen. Genauso geschah dies auch bei großen sportlichen Wettkämpfen wie etwa der Fußballweltmeisterschaft oder den Olympischen Spielen. In solchen Momenten rückt der Alltag in die Ferne und das Publikum zelebriert das Ereignis, als nehme es direkt daran teil. Das gemeinsame Rezipieren des Medienevents wirkt wie ein versöhnendes Ritual, das den Menschen das Gefühl gibt, Teil einer Gemeinschaft zu sein.In den letzten Jahren lässt sich eine zunehmende 'Eventisierung von Medienkultur' konstatieren. Vor allem das Privatfernsehen nutzt die Sehnsucht der Menschen nach außeralltäglichen, gemeinsamen Erlebnissen und liefert 'Medienevents' wie am Fließband. Und so gibt es mittlerweile viele routinierte Medienevents, die regelmäßig um die Gunst des Fernsehzuschauers konkurrieren. Die so genannten TV total Events von Stefan Raab sind ein Musterbeispiel für eine solche Popularisierung des Medienevents. Angefangen mit einer wöchentlichen Late Show, liefert Raab mittlerweile in regelmäßigen Abständen verschiedene Samstagabend-TV-Events. Dabei nutzt er die typischen Erzählelemente des Event-Typs Contest um Formate wie 'Schlag den Raab' oder 'Wok-WM' als Medienevents zu etablieren.Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Wesen dieser Events. Aufbauend auf dem Begriff des Medienevents, speziell auf dem des Contests, der auf die TV total Events übertragen wird, wird aufgezeigt, inwiefern sich das Medienevent im Laufe der Zeit gewandelt hat und welche Faktoren für die Popularisierung des Medienevents ausschlaggebend sind.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 2,0, Universität Bremen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die literarische Strömung der Décadence im Fin de siécle war geprägt von Endzeitstimmung und Untergangsbewusstsein. Bürgerliche Werte hatten ihre Bedeutung verloren, neue Werte wie die Emanzipationsbestrebungen der Frau führten bei Künstlern zu Unsicherheiten und Minderwertigkeitsgefühlen. In der Literatur äußerte sich dieses Unbehagen unter Anderem in der Faszination für verhängnisvolle Frauenfiguren. Mythologische und biblische Frauenmotive wie Helena, Eva, Herodias und vor allem Salome wurden in der Décadence von vielen Künstlern neu bearbeitet und zu fatalen Schönheiten stilisiert, die durch ihre Anziehungskraft Männern zum Verhängnis wurden.In der vorliegenden Hausarbeit geht es um eben dieses Frauenbild, der Femme fatale in der Décadence, sowie um seine Ursachen und Funktionen. Dabei wird aufgezeigt, dass dieses Frauenmotiv sich nicht nur bei typischen Dekadenzdichtern wie Joris-Karl Huysmans findet, sondern auch bei einem deutschen und scheinbar bürgerlichen Autor wie Thomas Mann. Dazu wird nach den theoretischen Grundlagen zunächst die Salome-Darstellung in Huysmans Roman 'Gegen den Strich' erläutert und aufgezeigt, inwiefern diese prototypisch für das Frauenbild der Femme fatale ist. Ausgehend davon wird untersucht, ob die Figur Gerda von Rinnlingen in Manns Novelle 'Der kleine Herr Friedemann' diesem Frauenbild entspricht. Abschließend wird in einem Vergleich auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Frauenfiguren eingegangen und geklärt, welche Funktionen die Femme fatale jeweils bei Huysmans und bei Mann erfüllt.Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, inwiefern das Frauenbild der Femme fatale in der Dekadenzliteratur eine Reaktion der Künstler auf die gesellschaftlichen Verhältnisse um die Jahrhundertwende war.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Das Verhältnis von Mensch und Natur bei Christoph Ransmayr | Eine vergleichende Analyse des verschwindenden Helden in "Strahlender Untergang" und "Die Schrecken des Eises und der Finsternis" | Elena Schefner | Taschenbuch | 28 S. | Deutsch | 2014 | GRIN Verlag | EAN 9783656629993 | Verantwortliche Person für die EU: BoD - Books on Demand, In de Tarpen 42, 22848 Norderstedt, info[at]bod[dot]de | Anbieter: preigu.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Das Frauenbild der Femme fatale in der Décadence | Vergleich der Salome-Darstellung in Joris-Karl Huysmans "Gegen den Strich" mit Thomas Manns Gerda von Rinnlingen in "Der kleine Herr Friedemann" | Elena Schefner | Taschenbuch | 28 S. | Deutsch | 2014 | GRIN Verlag | EAN 9783656634461 | Verantwortliche Person für die EU: BoD - Books on Demand, In de Tarpen 42, 22848 Norderstedt, info[at]bod[dot]de | Anbieter: preigu.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Rolf Dieter Brinkmann in der Tradition der Sprachkritik | Die Abrechnung mit der Sprache in "Westwärts 1 & 2" | Elena Schefner | Taschenbuch | 36 S. | Deutsch | 2013 | GRIN Verlag | EAN 9783656499626 | Verantwortliche Person für die EU: BoD - Books on Demand, In de Tarpen 42, 22848 Norderstedt, info[at]bod[dot]de | Anbieter: preigu.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Das Verhältnis von Großstadt und Individuum im Großstadtroman der 1920er Jahre | "Berlin Alexanderplatz" und "Manhattan Transfer" im Vergleich | Elena Schefner | Taschenbuch | 32 S. | Deutsch | 2013 | GRIN Verlag | EAN 9783656500018 | Verantwortliche Person für die EU: BoD - Books on Demand, In de Tarpen 42, 22848 Norderstedt, info[at]bod[dot]de | Anbieter: preigu.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Kindsmord im Drama des Sturm und Drang: Gesellschaftliche Wirklichkeit oder melancholische Fiktion? | Eine Untersuchung am Beispiel von H. L. Wagners "Die Kindermörderin" | Elena Schefner | Taschenbuch | 24 S. | Deutsch | 2013 | GRIN Verlag | EAN 9783656499367 | Verantwortliche Person für die EU: BoD - Books on Demand, In de Tarpen 42, 22848 Norderstedt, info[at]bod[dot]de | Anbieter: preigu.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Bachelorarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Universität Bremen, Sprache: Deutsch, Abstract: 'How to be a dandy in the age of mass culture ' - Diese Frage stellte sich Susan Sontag bereits 1964 in ihrem Aufsatz 'Notes on 'Camp'', in dem sie diskutiert, wie es im Zeitalter der sich zunehmend verbreitenden Popkultur noch den klassischen Dandy des Fin de Siècle geben kann. Die so genannten Pop-Autoren der 1990er Jahre, wie Christian Kracht, haben auf diese Frage scheinbar eine Antwort gefunden. Wie ist es sonst zu erklären, dass sie sowohl in den Feuilletons der deutschen Presse als auch von Literaturwissenschaftlern als dekadente Dandys betitelt wurden So urteilte Iris Radisch 1999 in der ZEIT, die 'jungen Herren' seien 'Dandys der Popmoderne', die 'Literatur und Lebensstil zur Deckung bringen wollen'. Und Johannes Ullmaier bezeichnet in seinem Abriss der Geschichte der deutschen Popliteratur 'Von Acid nach Adlon und zurück' nicht nur Krachts 'Faserland' als 'Auftaktwerk und eigentliches Manifest der Markendandy-Literatur', sondern auch den Text 'Tristesse Royale', der auf einer Gesprächsrunde des 'popkulturellen Quintetts' im Berliner Luxushotel Adlon basiert, als 'Ausgrabung noch weit älterer Fin-de-siècle-Erlebnissehnsüchte'. Die Verbindung zwischen Popliteratur und der Décadence um 1900 wurde also in erster Linie durch das dandyhafte Erscheinungsbild der Pop-Autoren hervorgerufen. Durch ihr dekadentes Auftreten und ihre ästhetizistischen Prinzipien schienen sie eine Assoziation mit der Décadence des Fin de Siècle geradezu zu provozieren. Doch vollzog sich die scheinbare Wiederkehr der Décadence auch in den Werken der Autoren Mit dieser Frage beschäftigt sich die vorliegende Arbeit. Anhand des Vergleiches von Christian Krachts 'Faserland' (1995) mit Joris-Karl Huysmans' 'Gegen den Strich' (1884) wird untersucht, ob und auf welche Weise sich die Motive der Décadence in der Popliteratur wiederholen.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Die Popularisierung des Medienevents | Die Contest-Events von Stefan Raab | Elena Schefner | Taschenbuch | 32 S. | Deutsch | 2014 | GRIN Verlag | EAN 9783656629788 | Verantwortliche Person für die EU: BoD - Books on Demand, In de Tarpen 42, 22848 Norderstedt, info[at]bod[dot]de | Anbieter: preigu.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Funktionen der Metaisierung in Daniel Kehlmanns Roman "Ruhm" | Elena Schefner | Taschenbuch | 24 S. | Deutsch | 2014 | GRIN Verlag | EAN 9783656634454 | Verantwortliche Person für die EU: BoD - Books on Demand, In de Tarpen 42, 22848 Norderstedt, info[at]bod[dot]de | Anbieter: preigu.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Einfluss der Medien auf die Konstruktion von Geschlechtsidentitäten | Studie zur Re- und Dekonstruktion von Geschlecht bei der Rezeption von Musikvideos durch Jugendliche | Elena Schefner | Taschenbuch | 28 S. | Deutsch | 2014 | GRIN Verlag | EAN 9783656629597 | Verantwortliche Person für die EU: BoD - Books on Demand, In de Tarpen 42, 22848 Norderstedt, info[at]bod[dot]de | Anbieter: preigu.
Sprache: Deutsch
Verlag: GRIN Verlag, GRIN Verlag Mär 2013, 2013
ISBN 10: 3656381259 ISBN 13: 9783656381259
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware -Bachelorarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Universität Bremen, Sprache: Deutsch, Abstract: ¿How to be a dandy in the age of mass culture ¿ - Diese Frage stellte sich Susan Sontag bereits 1964 in ihrem Aufsatz 'Notes on 'Camp'', in dem sie diskutiert, wie es im Zeitalter der sich zunehmend verbreitenden Popkultur noch den klassischen Dandy des Fin de Siècle geben kann. Die so genannten Pop-Autoren der 1990er Jahre, wie Christian Kracht, haben auf diese Frage scheinbar eine Antwort gefunden. Wie ist es sonst zu erklären, dass sie sowohl in den Feuilletons der deutschen Presse als auch von Literaturwissenschaftlern als dekadente Dandys betitelt wurden So urteilte Iris Radisch 1999 in der ZEIT, die ¿jungen Herren¿ seien ¿Dandys der Popmoderne¿, die ¿Literatur und Lebensstil zur Deckung bringen wollen¿. Und Johannes Ullmaier bezeichnet in seinem Abriss der Geschichte der deutschen Popliteratur 'Von Acid nach Adlon und zurück' nicht nur Krachts 'Faserland' als ¿Auftaktwerk und eigentliches Manifest der Markendandy-Literatur¿, sondern auch den Text 'Tristesse Royale', der auf einer Gesprächsrunde des ¿popkulturellen Quintetts¿ im Berliner Luxushotel Adlon basiert, als ¿Ausgrabung noch weit älterer Fin-de-siècle-Erlebnissehnsüchte¿. Die Verbindung zwischen Popliteratur und der Décadence um 1900 wurde also in erster Linie durch das dandyhafte Erscheinungsbild der Pop-Autoren hervorgerufen. Durch ihr dekadentes Auftreten und ihre ästhetizistischen Prinzipien schienen sie eine Assoziation mit der Décadence des Fin de Siècle geradezu zu provozieren. Doch vollzog sich die scheinbare Wiederkehr der Décadence auch in den Werken der Autoren Mit dieser Frage beschäftigt sich die vorliegende Arbeit. Anhand des Vergleiches von Christian Krachts 'Faserland' (1995) mit Joris-Karl Huysmans¿ 'Gegen den Strich' (1884) wird untersucht, ob und auf welche Weise sich die Motive der Décadence in der Popliteratur wiederholen.Books on Demand GmbH, Überseering 33, 22297 Hamburg 64 pp. Deutsch.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Die Wiederkehr der Décadence des Fin de Siècle in Christian Krachts "Faserland" | Ein Vergleich mit Joris-Karl Huysmans' "Gegen den Strich" | Elena Schefner | Taschenbuch | 64 S. | Deutsch | 2013 | GRIN Verlag | EAN 9783656381259 | Verantwortliche Person für die EU: BoD - Books on Demand, In de Tarpen 42, 22848 Norderstedt, info[at]bod[dot]de | Anbieter: preigu.
Sprache: Deutsch
Verlag: GRIN Verlag, GRIN Verlag Mär 2014, 2014
ISBN 10: 3656622795 ISBN 13: 9783656622796
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware -Masterarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,8, Freie Universität Berlin (Philosophie und Geisteswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: ¿Ich bin Berlin¿ ¿ diese Aussage des kunstseidenen Mädchens im gleichnamigen Roman von Irmgard Keun zitiert, wie Urte Helduser treffend feststellt, einen männlichen Großstadtdiskurs, in dem die Stadt als Projektionsfläche männlicher Moderneerfahrung weiblich allegorisiert wird. Doris, die Protagonistin des Romans, adaptiert diese Tradition weiblicher Allegorisierung unbewusst, weil diese im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts auch in der populären Kultur eine weite Verbreitung fand. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welche Weiblichkeitsbilder in dieser Tradition enthalten sind und in welchem Verhältnis sie zu den konkreten Frauenfiguren in der modernen Großstadtliteratur stehen. Wie lassen sich diese Bilder von der weiblichen Stadt mit der tatsächlich in der Stadt existierenden Frau in einen Zusammenhang bringen In der Literaturgeschichte ist der Topos von der Stadt als Frau ¿ sei es als Mutter, Göttin oder gefährliche Verführerin ¿ schon sehr viel älter. Bereits in der Bibel ist die Rede von dem wohl prominentesten Beispiel, der Hure Babylon, die als Allegorie auf die gottlose Stadt auch in der Moderne wieder aufgegriffen wird. Doch obwohl die moderne Großstadt als literarisches Motiv in der Literaturwissenschaft sehr beliebt ist, wird ihre weibliche Allegorisierung nur selten kritisch hinterfragt. Diese Arbeit soll einen Beitrag zur Beseitigung dieses Mangels zu leisten, denn eine ausführliche Analyse der Großstadtromane der ¿Klassischen Moderne¿ unter diesem Aspekt gibt es bisher nicht.Alfred Döblins 'Berlin Alexanderplatz' (1929) und Irmgard Keuns 'Das Kunstseidene Mädchen' (1932) können als zwei repräsentative Vertreter dieser ¿klassischen¿ Großstadtliteratur betrachtet werden. Die Themen Stadt und Weiblichkeit sind hier besonders eng miteinander verknüpft. Die Stadt wird zum einen dämonisiert und als solche mit ¿allen Attributen verführerischer und beängstigender Weiblichkeit ausgestattet¿ , zum anderen birgt sie neuen Freiraum für die Frau selbst. Folglich prallen tradierte, großstadtkritische Imaginationen der Stadt als Frau auf moderne Vorstellungen so genannter ¿neuer¿ Frauen, die in der Großstadt die Möglichkeit zur Emanzipation sehen. Hieraus ergibt sich die Frage, wie diese in der Großstadt entstandenen Weiblichkeitsbilder miteinander zu vereinbaren sind bzw. inwiefern eine Emanzipation der Frau möglich ist, solange die stereotypen Weiblichkeitsvorstellungen, die in den Allegorisierungen zum Vorschein kommen, vorherrschen.BoD - Books on Demand, In de Tarpen 42, 22848 Norderstedt 80 pp. Deutsch.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Masterarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,8, Freie Universität Berlin (Philosophie und Geisteswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: 'Ich bin Berlin' - diese Aussage des kunstseidenen Mädchens im gleichnamigen Roman von Irmgard Keun zitiert, wie Urte Helduser treffend feststellt, einen männlichen Großstadtdiskurs, in dem die Stadt als Projektionsfläche männlicher Moderneerfahrung weiblich allegorisiert wird. Doris, die Protagonistin des Romans, adaptiert diese Tradition weiblicher Allegorisierung unbewusst, weil diese im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts auch in der populären Kultur eine weite Verbreitung fand. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welche Weiblichkeitsbilder in dieser Tradition enthalten sind und in welchem Verhältnis sie zu den konkreten Frauenfiguren in der modernen Großstadtliteratur stehen. Wie lassen sich diese Bilder von der weiblichen Stadt mit der tatsächlich in der Stadt existierenden Frau in einen Zusammenhang bringen In der Literaturgeschichte ist der Topos von der Stadt als Frau - sei es als Mutter, Göttin oder gefährliche Verführerin - schon sehr viel älter. Bereits in der Bibel ist die Rede von dem wohl prominentesten Beispiel, der Hure Babylon, die als Allegorie auf die gottlose Stadt auch in der Moderne wieder aufgegriffen wird. Doch obwohl die moderne Großstadt als literarisches Motiv in der Literaturwissenschaft sehr beliebt ist, wird ihre weibliche Allegorisierung nur selten kritisch hinterfragt. Diese Arbeit soll einen Beitrag zur Beseitigung dieses Mangels zu leisten, denn eine ausführliche Analyse der Großstadtromane der 'Klassischen Moderne' unter diesem Aspekt gibt es bisher nicht.Alfred Döblins 'Berlin Alexanderplatz' (1929) und Irmgard Keuns 'Das Kunstseidene Mädchen' (1932) können als zwei repräsentative Vertreter dieser 'klassischen' Großstadtliteratur betrachtet werden. Die Them.
Taschenbuch. Zustand: Neu. "Mein Leben ist Berlin, und ich bin Berlin." Zum Verhältnis von Großstadt und Weiblichkeit in "Berlin Alexanderplatz" und "Das kunstseidene Mädchen" | Elena Schefner | Taschenbuch | 80 S. | Deutsch | 2014 | GRIN Verlag | EAN 9783656622796 | Verantwortliche Person für die EU: BoD - Books on Demand, In de Tarpen 42, 22848 Norderstedt, info[at]bod[dot]de | Anbieter: preigu.
Zustand: Sehr gut. Zustand: Sehr gut | Sprache: Deutsch | Produktart: Bücher | Bachelorarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Universität Bremen, Sprache: Deutsch, Abstract: ¿How to be a dandy in the age of mass culture?¿ - Diese Frage stellte sich Susan Sontag bereits 1964 in ihrem Aufsatz "Notes on 'Camp'", in dem sie diskutiert, wie es im Zeitalter der sich zunehmend verbreitenden Popkultur noch den klassischen Dandy des Fin de Siècle geben kann. Die so genannten Pop-Autoren der 1990er Jahre, wie Christian Kracht, haben auf diese Frage scheinbar eine Antwort gefunden. Wie ist es sonst zu erklären, dass sie sowohl in den Feuilletons der deutschen Presse als auch von Literaturwissenschaftlern als dekadente Dandys betitelt wurden? So urteilte Iris Radisch 1999 in der ZEIT, die ¿jungen Herren¿ seien ¿Dandys der Popmoderne¿, die ¿Literatur und Lebensstil zur Deckung bringen wollen¿. Und Johannes Ullmaier bezeichnet in seinem Abriss der Geschichte der deutschen Popliteratur "Von Acid nach Adlon und zurück" nicht nur Krachts "Faserland" als ¿Auftaktwerk und eigentliches Manifest der Markendandy-Literatur¿, sondern auch den Text "Tristesse Royale", der auf einer Gesprächsrunde des ¿popkulturellen Quintetts¿ im Berliner Luxushotel Adlon basiert, als ¿Ausgrabung noch weit älterer Fin-de-siècle-Erlebnissehnsüchte¿. Die Verbindung zwischen Popliteratur und der Décadence um 1900 wurde also in erster Linie durch das dandyhafte Erscheinungsbild der Pop-Autoren hervorgerufen. Durch ihr dekadentes Auftreten und ihre ästhetizistischen Prinzipien schienen sie eine Assoziation mit der Décadence des Fin de Siècle geradezu zu provozieren. Doch vollzog sich die scheinbare Wiederkehr der Décadence auch in den Werken der Autoren?Mit dieser Frage beschäftigt sich die vorliegende Arbeit. Anhand des Vergleiches von Christian Krachts "Faserland" (1995) mit Joris-Karl Huysmans¿ "Gegen den Strich" (1884) wird untersucht, ob und auf welche Weise sich die Motive der Décadence in der Popliteratur wiederholen.