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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Essay aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Kunst - Allgemeines, Kunsttheorie, Note: 1,7, Universität Konstanz, Veranstaltung: Lyrik des Expressionismus, Sprache: Deutsch, Abstract: Das expressionistische Gedankengut beschränkte sich in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg nicht nur auf eine Kunstrichtung. Vor allem in der Lyrik und in den bildenden Künsten sind die damaligen Ideen und Konzeptionen erkennbar. Aus der heutigen Perspektive, in der der totalisierende Epochenbegriff zum festen Bestandteil des kulturellen Diskurses geworden ist, wird oftmals der Eindruck erweckt, als sei die expressionistische Bewegung eine geschlossene und homogene Strömung gewesen, die die gleichen Auffassungen und Ziele in der Kunst verfolgte. Dass dem nicht so ist, ja dass der blaue Reiter als relativ kleine und auf eine Kunstrichtung beschränkte Formation sich sogar gegen den Begriff einer 'Künstlervereinigung' aufgrund ihrer internen Unterschiede verwehrt hatte, kann hier nicht in allen Dimensionen erörtert werden. Genauso wenig wie der Blaue Reiter als 'homogene Künstlergruppe' verstanden werden kann, verhält es sich mit den Lyrikern des Expressionismus. Trotz der Gefahr, hier nicht differenziert genug vorzugehen, sei doch auf einen grundlegenden Unterschied zwischen diesen beiden Parteien hingewiesen: ihr Verhältnis zum Glauben und zur Religiosität. Die Konsequenzen für die Ausrichtung der Malerei sollen anhand von Wassily Kandinsky und Franz Marc besprochen werden, da sie die wichtigsten und grundlegendsten Schriften aus dem Umfeld des Blauen Reiters publizierten. Dass diese Unterscheidung für beide Parteien, die Lyriker und die Maler, aufgrund ihrer Heterogenität keine Absolutheit beansprucht, versteht sich von selbst. Es handelt sich lediglich um Tendenzen. Die Unmöglichkeit, die Bilder des Blauen Reiters und konkret die Werke von Wassily Kandinsky und Franz Marc mit den Gedichten aus dieser Zeit zu vergleichen, stellt ein intermediales Problem dar, welches durch das Ausweichen auf die Schriften der beiden Maler teilweise umgangen werden kann, um eben diesen Unterschied herauszuarbeiten. Deren Texte können aber auch nur als Ergänzung der Malerei verstanden werden, was Klaus Lankheit als Herausgeber von Franz Marcs Schriften gleich eingangs mit einem Zitat von Marc deutlich macht: '.bedenke, dass ich nicht Schriftsteller oder Gelehrter, sondern Maler bin'. Trotz solcher methodologischen Schwierigkeiten könnte der hier vorgeschlagene Ansatz dienlich sein, den vereinheitlichenden Epochenbegriff zu hinterfragen und auf die Vielfalt der Phänomene jener Zeit aufmerksam zu machen.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,0, Universität Konstanz, Veranstaltung: Proseminar: Herzog Ernst, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Die Arbeit ordnet den Text Herzog Ernst B in die literaturgeschichtliche Schwellensituation ein, als eine zunehmende Fiktionalisierung der Literatur im Hochmittelalter einsetzte. Dabei werden im Text die narrativen Strategien zur Erzeugung einer scheinbaren Faktizität des Phantastischen aufgezeigt. , Abstract: Die Fiktionalität der Literatur ist keine selbstverständliche Tatsache, wie der heutige Leser zu glauben geneigt ist. Vom Altertum bis zum frühen Mittelalter blieben viele Erzählungen an eine wie auch immer geartete Wirklichkeit, an eine für den Rezipienten nachvollziehbare, jedoch teilweise scheinbare Faktizität gebunden. Im Hochmittelalter tritt eine Tendenz zur verstärkten Fiktionalisierung der Literatur ein und damit werden die Texte ein Stück weit von der objektiven, historisch belegten Lebenswelt entfernt. Für diesen Übergang lässt sich selbstverständlich keine eindeutige Zäsur ausmachen, vielmehr existieren Fiktionalität und Faktizität oftmals nebeneinander in den Texten aus dieser Zeit. Diese Parallelität zweier scheinbar getrennter Seinsbereiche liegt auch im Herzog Ernst B vor. Bereits die strukturale Zweiteilung des Textes in einen potenziell historisch-tatsächlichen Reichsteil und einen unwahrscheinlich-phantastischen Orientteil und deren enge Beziehung zueinander deutet auf diese Koexistenz hin. Ohne Zweifel muss man den Herzog Ernst B allein durch die Einarbeitung des phantastischen Orientteils als extrem fiktionalisierten Text charakterisieren. Sobald der Leser oder der damalige Zuhörer jedoch in die Versuchung gerät, dem Erzähler der Geschichte nur ein wenig Glauben zu schenken, wird die Fiktionalität sofort in Frage gestellt, ja sogar aufs Äußerste negiert. Der Erzähler, und somit auch aus heutiger Sicht die den Text vermittelnde Instanz, versucht mit verschiedenen narrativen sowie argumentativen Strategien eben jene unbezweifelbare Fiktionalität zu verleugnen. Diese Arbeit soll zeigen, wie der Text seinen eigenen Wahrheitsgehalt zu beweisen versucht und dabei an exponierten Stellen der Handlung eine faktische Legitimation des Erzählten ausstellt.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,5, Universität Konstanz, Veranstaltung: Proseminar: Goethes Wahlverwandtschaften, Sprache: Deutsch, Abstract: Während der Lektüre der Wahlverwandtschaften musste sich für den historischen Leser ein Wiedererkennungseffekt mit großem Identifikationspotenzial einstellen, denn zeitgenössische Themen und Fragestellungen werden in dem Roman ausführlich verhandelt. Der starke Verweischarakter zu historischen Diskursen findet in ästhetischer Hinsicht seinen Höhepunkt in den Szenen der lebenden Bilder oder 'tableaux vivants'. Die vielen möglichen Lesearten der angesprochenen Szenen in den Wahlverwandtschaften und den damit verbundenen Schlussfolgerungen auf den Roman als Textganzes lassen keine eindeutige Interpretation zu, eine Tatsache, die auch die verschiedenen Aufsätze zu diesem Themenkomplex zeigt . Sowohl Charakterstudien, die wohl häufigste Leseart, als auch beispielsweise eine historisch- personifikatorische Interpretation legen einerseits zwar neue Bedeutungsschichten der lebenden Bilder in den Wahlverwandtschaften frei, andererseits verdecken solche Lektüren die Stellung und Funktion der Bilder für den ganzen Roman. Dass die Szenen der lebenden Bilder eine Schlüsselposition für den Roman einnehmen, scheint in der Wahlverwandtschaften-Forschung unwidersprochen. Der auf mehrere gesellschaftliche Diskurse um 1800 verweisende Aspekt dieser Szenen ist kaum zu leugnen, bei mehrmaliger Lektüre tauchen jedoch immer mehr Assoziationen, Ähnlichkeiten und Verbindungen zur Romanhandlung auf. Die Korrelation zwischen der Semantik der dargestellten Bilder und einzelnen Figuren, vor allem Luciane und Ottilie, sowie der Romanhandlung als Ganzes exponiert die lebenden Bilder innerhalb der Erzählung als besonderes Moment. In dieser Arbeit soll nun die außerästhetische Referenz der Szenen in rein formalistischen Gesichtspunkten besprochen werden, nämlich in Bezug auf die Frage: Wie präsentiert Goethe in den Wahlverwandtschaften die lebenden Bilder, die als visuelles, und nicht als sprachliches Phänomen zu verstehen sind Erst die Analyse dieses Medienwechsels kann genaueren Aufschluss über die textimmanente Funktion der lebenden Bilder geben, welche vor allem die zeitliche Struktur der Erzählung sowie den Erzählfluss wesentlich beeinflussen.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Kunst - Malerei, Note: 1,3, Universität Konstanz, Veranstaltung: Selbstreflexivität, Sprache: Deutsch, Abstract: 1925 kam es zwischen Theo van Doesburg und Piet Mondrian innerhalb der Künstlergruppe 'De Stijl' aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen über die Autonomie der Kunst zum Bruch. Von diesem Zeitpunkt an trieb van Doesburg die Autonomisierung der abstrakten Kunst voran und veröffentlichte ein Jahr vor seinen Tod 'Die Grundlagen der konkreten Malerei' . In diesem Manifest wird derjenige Status eines Bildes impliziert, den W. Kambartel später 'die Seins- und Bedeutungsidentität' nennen wird, was bedeutet, dass in der konkreten Malerei Signifikant und Signifikat innerhalb des Bildes zusammenfallen, oder wie es die Verfasser des Manifestes ausdrücken: 'Ein bildnerisches Element bedeutet nur sich selbst; folglich bedeutet das Bild nur sich selbst.' Diese Radikalisierung der Abstraktion hin zur vollkommenen Selbstreferentialität des Bildes entleert das Kunstwerk zunächst von jeder außerästhetischen Semantik und generiert gleichzeitig die völlige Autonomie der Kunst, da sie erst in der Konkretion im Sinne van Doesburgs auch von den abstrakten Gesetzmäßigkeiten der Natur befreit ist. Jedoch führt dieses Konzept nicht zwangsläufig zu semantisch leeren Bildern, wie W. Kambartel im 'Historischen Wörterbuch der Philosophie' erläutert: 'Indessen verzichtet eine in diesem Sinne konkrete Kunst nicht notwendig auf jeden semantischen Bezug auf eine außerhalb ihrer Seins- und Bedeutungsidentität liegende Wirklichkeit. Vielmehr ist [.] die neue Identität gerade die Bedingung für eine ebenso neue Disidentität, die ohne diese Identität nicht vorgestellt werden kann; denn kraft der ihnen selbst innewohnenden Semantik informieren die gegenstandsfreien Farben und Formen über eine außerhalb sowohl des gegenständlichen als auch des gegenstandslosen Bereichs liegende kosmische Wirklichkeit.' Eben jene 'neue Disidentität' will ich nun anhand von zwei exemplarischen Werken Mondrians aufzeigen, der nicht den Schritt zur radikalen Autonomisierung der Kunst machte wie sein langjähriger Weggefährte van Doesburg. Es stellt sich also die Frage, wie die Bilder Mondrians ihre Selbstidentität auflösen und eine außerästhetische Semantik erzeugen, die zum einen bildimmanent und zum anderen durch die theoretischen Texte Mondrians entsteht. Diese beiden sinnstiftenden Pole sollen nun in der Arbeit getrennt voneinander untersucht werden.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Essay aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Konstanz, Veranstaltung: Lyrik des Expressionismus, Sprache: Deutsch, Abstract: 'Benn- oder die Entwürdigung des Geistes. Sowas schreibt man nicht, wenn man gesund. Drogen. Delirium' ,schreibt Klaus Mann am 29. Juni 1933 in sein Tagebuch. Über Benns Haltung zu Drogen, den möglichen privaten Konsum derselben und deren Nutzen für die Kunst nach der Auffassung des Dichters wurden bereits einige Mutmaßungen angestellt, die mehr oder weniger zufriedenstellend sind. Aufgrund der ambivalenten Texte und Äußerungen Benns zu diesem Thema werden sich seine Intentionen wohl niemals vollständig enthüllen lassen. Zweifellos ziehen sich jedoch durch Benns Werke Darstellungen von Drogenerfahrungen und Rauscherlebnissen, denen Konstantin Bendix eine ganze Arbeit widmet. Nicht nur bei Bendix werden bei der Untersuchung des Zusammenhangs von Drogen mit Benns Schriften immer wieder die gleichen Gedichte bzw. Prosatexte oder Essays bemüht. Im Besonderen sind dies vor allem die Gedichte 'O Nacht' (1916 erschienen), 'Kokain'(1917), 'Betäubung'(1925) oder beispielsweise die so genannten 'Rönne-Novellen'(1915-1916) und der Essay 'Provoziertes Leben' (1943). Ein Gedicht bleibt aus diesem Kontext allerdings ausgespart: es heißt 'Karyatide' und ist ebenfalls 1916 erschienen. Dieses Gedicht wurde zwar 1980 von Brian Holbeche untersucht, jedoch nur um einen Paradigmenwechsel in Benns Lyrik nachzuweisen. In dieser Arbeit nun versuche ich zu belegen, dass sich das Gedicht nicht nur zeitlich, sondern auch thematisch den bereits genannten Gedichten zuordnen lässt. Dass dieses Gedicht in Silvio Viettas Anthologie der Lyrik des Expressionismus in die Kategorie der Liebeslyrik eingeordnet wird, erscheint auf den ersten Blick nachvollziehbar. Jedoch bietet das Gedicht noch eine weitere Lesart an, die mit der von 'Kokain' oder 'O Nacht' vergleichbar ist. Die 'Karyatide' verhandelt ebenso ein Rauscherlebnis wie die anderen beiden Gedichte, die während des ersten Weltkrieges in Brüssel entstanden sind.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Bachelorarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Note: 1,0, Universität Konstanz, Veranstaltung: Kurs Körperrepräsentationen, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Fritz Langs negative Utopie 'Metropolis' speist sich aus holistischen Körperdiskursen des 19. Jahrhunderts. Die Arbeit zeigt anhand der Filmästhetik auf, wie die Stadt als ganzheitlicher Körper erscheint und somit der Film eine rückwärtsgewandte Komponente enthält, die der allgemein anerkannten futuristischen entgegensteht. , Abstract: In Fritz Langs Metropolis spielt die gefilmte Stadt nicht nur eine nachrangige, dekorative Rolle, sondern greift immer wieder aktiv in den Filmdiskurs ein und wird zum Thema desselben. Die bewusste Inszenierung der Stadt geht über eine bloße Repräsentation der Stadt im Film hinaus und erweist sich somit als filmische Stadt , die zusätzlich zur dramatischen Funktion durch eine spezifische ästhetische Konstruktion gekennzeichnet ist. Aus diesem Grund wurde die filmische Stadt in Metropolis auch immer wieder auf ihren architektonischen Aufbau und Stil hin ausgeleuchtet und in Bezug zur Narration gesetzt. Die Architektur der Oberstadt sowie die technisierte und funktionalisierte Lebensweise der Bewohner von Metropolis galten als deutliche Indizien für die Thematisierung einer potenziellen modernen Lebensform im Film. Trotz aller futuristisch anmutenden Anzeichen trägt der Film nicht nur in ideologiekritischer Hinsicht antimoderne Züge. Der Schock der Moderne wird in Metropolis nicht nur ideologisch durch die messianische Figur des Mittlers abgemildert, sondern auch durch die ästhetische Konstruktion der Stadt. Vordergründig stellt die vertikale Strukturierung und Hierarchisierung der Stadt die Bedingung für die Visualisierung der negativen Phänomene der Moderne dar. Auf den zweiten Blick jedoch präsentiert sich der Aufbau der Stadt als organischer Körper mit interferierenden Teilen, die gemeinsam eine abgeschlossene Totalität bilden. Die ästhetische Konstruktion bedingt eine Strukturierung der Stadt, innerhalb derer die vormoderne Konzeption des Organischen ihren Ausdruck findet. Somit relativieren sich die futuristischen Ansätze in Metropolis zugunsten einer architektonisch strukturierten Rückbesinnung auf das Organische. Die filmische Stadt wird somit einerseits zur Bedingung des Schreckens der Moderne und gleichzeitig mit dem Ende des Films durch eine kleine Modifikation zur scheinbaren Aufhebung des Schreckens, obwohl die Möglichkeit dieser Abmilderung schon von Anfang an in der Struktur der Stadt angelegt ist.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,0, Universität Konstanz, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts lässt sich manchmal nur noch schwer entschlüsseln, welche dem Anschein nach marxistischen Begriffe und Konzepte denn nun originär von Marx stammen und welche den Marxismen, also den vielfältigen Interpretationsweisen von Marx, geschuldet sind. So taucht z. B. in einem marxistischen Online-Lexikon der Begriff Klassenbewusstsein mehrere Male auf, jedoch nie in den Zitaten aus dem Primärwerken von Marx, sondern nur in den Überschriften der Verfasser. Zwar reflektiert auch Marx über das Bewusstsein und die Ideolgie einzelner Klassen, ohne dabei den Begriff Klassenbewusstsein häufig zu vewenden. Die erste explizite Thematisierung dieses Begriffs findet sich schließlich auch nicht bei Marx, sondern in Georg Lukács 1923 herausgegebener Essaysamlung 'Geschichte und Klassenbewußtsein'. Mit diesen Texten unternahm Lukács den Versuch, einerseits seine Erfahrungen während der ungarischen Räterepublik zu theoretisieren und andererseits die Marxsche Ideologie- und Ökonomiekritik und vor allem deren Methode ins 20. Jahrhundert zu überführen. Damit wurde Geschichte und Klassenbewußtsein nicht nur zum Referenzpunkt marxistischen Denkens im 20. Jahrhundert, gerade auch in Deutschland , sondern erweiterte gleichzeitig die marxistische Theorie um neue Diskursgegenstände wie das Konzept Klassenbewusstsein . In Anbetracht des Stellenwertes, den Lukács diesem Konzept durch einen ganzen Aufsatz beimisst , lohnt sich eine genauere Betrachtung davon, da das Klassenbewusstsein in Lukács Theorie in Bezug auf eine revolutionäre Umgestaltung der Gesellschaft sowie auf die epistemologische Disposition des Proletariats eine zentrale Rolle einnimmt. Diese beiden entscheideden Bedingungen einer marxistischen Theorie werden bei Lukács jedoch, vermittelt durch das Klassenbewusstsein, implizit vorausgesetzt, so dass Lukács in seinem Aufsatz nicht nach den Konstitutionsbedingungen von Klassenbewusstsein fragt, sondern nur, was unter Klassenbewußtsein (theoretisch) zu verstehen ist sowie was die Funktion des so verstandenen Klassenbewusstseins (praktisch) im Klassenkampfe ist. Da das Konzept Klassenbewusstsein bei Marx jedoch nicht in dieser expliziten Form vorkommt, stellt sich die Frage, wie Lukács den Begriff Klassenbewusstsein sowohl für die Bourgeoisie als auch für das Proletariat konzeptionalisiert.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,0, Universität Konstanz (Fachbereich Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Das fremde Heilige in Texten des Mittelalters und der frühen Neuzeit, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Die Arbeit geht der Frage nach, wie fremde Kulturen und Religionen in einem mittelalterlichen bzw. frühneuzeitlichen Text dargestellt werden können. Dabei wird zuerst die Fremdheitsdarstellung in einem theoretischen Teil bestimmt, um daraufhin diese Ergebnisse auf den Reisebericht von Odorico de Pordenone anzuwenden. Dabei zeigt sich, dass gerade die Sprache als ein Mittel zur Aneignung des Fremden fungiert. , Abstract: Die Begegnung mit dem Fremden bzw. Anderen ist ein traditioneller Bestandteil der Ethnographie. Aus diesem Grund stammt auch die epistemologische Reflexion über Fremdheitserfahrungen aus dieser Disziplin, da sich die Ethnographie als Wissenschaft die Frage stellen musste, inwiefern ihre Ergebnisse eine adäquate Darstellung der fremden Kultur abgeben. Die pessimistische Konsequenz dieser wissenschaftlichen Selbstbespiegelung in der Mitte des 20. Jahrhunderts fasst Iris Därmann in der Einleitung des Bandes über Fremderfahrung und Repräsentation folgendermaßen zusammen: Die ethnographische Darstellung einer fremden Kultur vermittelte somit mehr Aufschlüsse über die Kultur und den Standort des Ethnographen selbst als über die Eigenart der von ihm untersuchten Lebenswelt. Anhand dieser modernen epistemologischen Reflexion deutet sich eine grundlegende Problematik bei der Repräsentation des Fremden an: jegliche Darstellung des Fremden beinhaltet immer auch die Kategorien, Strukturen, Formen des Eigenen. Die zeitgenössische Ethnographie kann bzw. muss sich über diese Repräsentationsproblematik bewusst sein, bei einem spätmittelalterlichen Autor hingegen kann ein solches epistemologisches Reflexionsvermögen nicht vorausgesetzt werden. Der Franziskanermönch Odorico de Pordenone, der vermutlich zwischen 1314 und 1318 zu einer 12-jährigen Asienreise aufbrach und 1330 einem Schreiber seine Erlebnisse diktierte, stellt dabei keine Ausnahme dar, auch wenn seine Aufzeichnungen für die damalige Zeit einer ethnographischen Materialerhebung gleichkommen. Sein Reisebericht enthält stellenweise detaillierte Schilderungen der für Europäer fremden Kulturen im fernen Osten, ohne dabei die eigene Perspektive auf jene zu reflektieren. Obwohl der Bericht des Mönchs ein Auftragswerk und daher mit missionarischen Zielen verbunden war , liegt der Schwerpunkt von Odoricos Aufzeichnungen überraschenderweise weniger auf den Bemühungen der Missionierung der Heiden , als auf zahlreichen ethnographischen Beschreibungen. Das Fremde und komplett Andere scheint recht mühelos in den Text integriert worden zu sein und liest sich wie eine Aneinanderreihung von scheinbar tatsächlich erlebten wunder -Geschichten , die zur starken Verbreitung des Textes sowie zur Kopie ganzer Segmente durch John Mandeville beitrugen.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Note: 1,0, Universität Konstanz, Veranstaltung: Kurs: American Dreams - American Nightmares, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Die Arbeit beschreibt die inhaltiche sowie formale bzw. filmästhetische Konstruktion und die anschließende Dekonstruktion der Macht in dem Filmklassiker Citizen Kane. , Abstract: Das Kino interessierte und interessiert sich immer wieder für herausragende Persönlichkeiten der Zeitgeschichte, die durch ihre Stellung innerhalb einer Gesellschaft besonderen Einfluss auf Politik, Kultur oder Wirtschaft ausüben. Die Faszination der Macht zieht gleichwohl Filmemacher wie auch Zuschauer an, die im Kino ihr Bedürfnis auf die filmische Repräsentation der Macht befriedigen können. Spätestens seit dem Film 'Der Untergang' weiß man, dass auch die private Seite der Macht, und nicht bloß die öffentliche, ein großes Interesse auszulösen vermag. Gleichzeitig zeigt sich darin die Problematik einer Darstellung von Macht, denn diese kann im Film nicht erschöpfend geschweige denn objektiv repräsentiert werden, so dass der Film zwar einerseits zeigt, andererseits jedoch noch mehr verschweigt, was bei der Darstellung von historischen Personen verzerrende und verschleiernde Züge annehmen kann. Auch der Film 'Citizen Kane' zeigt eine Figur, die erfüllt ist von Macht, die zur öffentlichen Person wird, die enormen Einfluss auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche ausübt, und die letztendlich einsam stirbt.Erst die persönlichen Erzählungen der verschiedenen Weggefährten, die in engem Kontakt zu Kane gestanden sind, bauen die Figur Kane auf und überschreiten die reine Faktizität der Wochenschauberichte am Anfang des Films. Mit dieser kontinuierlichen Konstruktion der Figur geht der Aufbau der Macht- und Gewaltstrukturen einher, die in Kanes Biographie omnipräsent sind. In dieser Arbeit soll analysiert werden, welche verschiedenen Formen der Machtverhältnisse im Film präsentiert werden, wie sich diese aufeinander beziehen und in Gewaltverhältnisse umschlagen und letztlich wie sich die Formen der Macht und Gewalt dekonstruieren und sogar gegen den Urheber wenden. Der Aufbau und die Veränderung der Verhältnisse spiegeln sich allerdings nicht nur auf inhaltlicher Ebene wieder, denn gerade die filmästhetische Inszenierung der Figur Kane unterstützt die Darstellung und die Rezeption der Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Veränderung sowie die Visualität der Macht in 'Citizen Kane' stellen zwei dominante Faktoren dar, die dem Film in seinem historischen Kontext und in seiner zeitunabhängigen Rezeption eine besondere Relevanz verleihen. Denn einerseits weist der Film zahlreiche Bezüge zu seiner Entstehungszeit auf und andererseits hat die kühne Nutzung inszenatorischer Methoden die nachfolgende Filmästhetik beeinflusst.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media, Note: 1,3, Universität Konstanz, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Mode-Katalog von Diesel zeigt sich aufgrund seiner Gestaltung nicht nur den postmodernen Kommunikationsbedingungen gewachsen, sondern integriert einen zentralen Punkt der postmodernen Theoriebildung, nämlich Baudrillards Simulationstheorie. Dies geschieht dadurch, dass die Mode in einer simulierten Welt nach der Klimakatastrophe präsentiert wird. Legt nun dieses Zusammenfallen eine besondere Verbindung zwischen Postmoderne und Mode nahe oder stellt Diesel mit seinem Katalog eine Ausnahme dar Ersteres scheint der Fall zu sein, denn sonst würde Gail Faurschou nicht bereits 1988 feststellen, dass Mode zu der 'commodity 'par exellence'' der Postmoderne geworden ist; sonst würde Baudrillard der Mode kein ganzes Kapitel in 'Der symbolische Tausch und der Tod widmen' , um die spezifischen Bedingungen des Modediskurses als Merkmal der eigenen Zeit zu exponieren. Die strukturelle Affinität zwischen Postmoderne und Mode widerlegt somit die Annahme, dass Diesel in seinem Katalog rein zufällig die Simulation als gestalterisches Prinzip einbinden könnte. Wenn also diese direkte Verbindung zwischen Mode und Postmoderne existiert, so ließe sich nun hier im konkreten Fall fragen, inwiefern es Überschneidungen und Analogien zwischen Baudrillards Simulationstheorie und dem 'World's coolest Hotspots Guide' gibt. Welche Theoreme der Simulation finden sich also in einem unter postmodernen Vorzeichen konzipierten Modekatalog des Jahres 2007 wieder Um dies herauszufinden, stelle ich zuerst die Grundzüge der Simulationstheorie vor, um sie daraufhin mit dem Diesel-Katalog abzugleichen. Dabei soll jedoch nicht die Frage aufgeworfen werden, ob der Katalog die Theorie ausschließlich illustriert oder veranschaulicht, was von einer Medienvergessenheit zeugen würde, sondern welchen werberelevanten Mehrwert Diesel durch das simulatorische Gestaltungsprinzip des Katalogs erzielen kann. Ein solcher Versuch kommt einer exemplarischen Auswertung einer postmodernen Kommunikationsstrategie der Werbung gleich, die ebenfalls darüber Auskunft gibt, wie heute über Mode gesprochen werden kann bzw. muss.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Kunst - Grafik, Druck, Note: 1,0, Universität Konstanz, Sprache: Deutsch, Abstract: In Polkes Zeichnungen der 60er Jahre, in denen der Künstler auf verschiedenen Ebenen den Ästhetizismus der Moderne überwindet und damit die Grenzen der Institution Kunst sprengt bzw. erweitert, lohnt sich einmal der Versuch, die permanenten Metamorphosen von Polkes uvres still zu stellen. Dies soll in dieser Arbeit anhand der so genannten 'Richter-Kampagne' aus dem Jahr 1965 geschehen, die am Ende einer Reihe von Kugelschreiber- Zeichnungen aus den frühen 60er Jahren steht. Diese Bilderserie besitzt jedoch insofern eine andere Qualität, als dass sie anscheinend die Metamorphosen des Gesamtwerkes selbst zum Stillstand bringt. Denn die 'Richter-Kampagne' scheint die formalen wie motivischen Bedingungen der in den zwei Jahren zuvor entstandenen Zeichnungen zu verdichten. Somit liegt der Verdacht nahe, dass die 'Richter-Kampagne' die auf Werbe-Ikonographien beruhenden Zeichnungen zwischen 1963 und 1965 abschließt. Die 'Richter-Kampagne' birgt somit nicht nur einen hermeneutischen Schlüssel zu den frühen Zeichnungen Polkes, sondern markiert ebenfalls einen Ausweg aus der Abstraktion hin zu einer neuen, gegenständlichen Kunst, die jedoch nicht in eine mimetische Repräsentationslogik zurückfällt.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,0, Universität Konstanz, Sprache: Deutsch, Abstract: Beinahe 200 Jahre nach der Veröffentlichung von Lessings Laokoon scheint eine Neuformulierung ästhetischer Gestaltungsmöglichkeiten unter modernen Gesichtspunkten virulent zu werden. Denn völlig unabhängig voneinander erscheinen zunächst 1938 Rudolf Arnheims 'Neuer Laokoon', der über die relativ neue mediale Form des Sprechfilms reflektiert, und im Jahre 1940 die Schrift 'Towards a newer Laokoon' des amerikanischen Kunstkritikers Clement Greenberg. Was beide Texte mit dem Laokoon der Aufklärung verbindet ist die Methode, die ästhetischen Möglichkeiten und Grenzen der jeweils einzelnen Darstellungsform auf semiotischer und medialer Ebene zu bestimmen. Während bei Greenberg jedoch stärker der mediale Aspekt der Malerei hervorgekehrt wird, so verharrt Arnheim in seiner Argumentation auf der semiotischen Ebene des Films. Das Ausbleiben einer Reflexion der medialen Bedingungen muss bei einem Autor wie Arnheim jedoch verwundern, da er bereits zuvor ausführlich genau jene zu systematisieren versuchte. Die Beschränkung auf die Semiotik des Films lässt sich jedoch mit der Tendenz des Neuen Laokoon erklären. Denn Arnheims 'Gefühl des Unbehangens' am Sprechfilm entrollt eine Argumentation, die Belege dafür liefern will, 'den Bereich des Dialogs künstlich' einzuschränken und damit den Sprechfilm auf die Funktion des 'getreuen Festhalten[s] der von Natur und Mensch hervorgebrachten optischen und akustischen Erscheinungen' zu reduzieren.Im Folgenden wird nun zu zeigen sein, wie diese normative Tendenz unter Berücksichtigung der materiell-medialen Bedingungen nicht aufrecht zu halten wäre. Arnheims semiotisch fundierte Beschneidung des Sprechfilms soll deshalb anhand der drei Bereiche Produktion, Werk und Rezeption mit einer damals schon möglichen Reflexion über die Medialität des Films abgeglichen werden, die in Form von Benjamins Essay 'Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit' vorliegt. Dieser Ausschluss einer Reflexion über die Medialität befördert also bei Arnheim die Vorbehalte gegenüber dem Sprechfilm, die um 1930 auch bei anderen Theoretikern zu verzeichnen sind. 1938 jedoch, im Erscheinungsjahr des Neuen Laokoon, kommt die intendierte Abwertung des Sprechfilms einem rückwärtsgewandten Wiederbelebungsversuch der durchaus künstlerischen Avantgarden der 20er Jahre gleich. Arnheim wiederholt im Neuen Laokoon somit abermals eine Nostalgie für die Ära des Stummfilms, die er bereits 1932 in seinem Buch 'Film als Kunst' formuliert hat.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Sonstiges, Note: 1,0, Universität Konstanz (Fachbereich Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Das Private ist politisch - Literatur der 68er, 25 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Die Arbeit versucht die rethorischen Strategien im ersten ausführlichen Positionspapier der RAF aufzudecken. Dabei wird verstärkt darauf eingegangen, wie sich die Kommunikation nicht nur an eine interessierte Öffentlichkeit wendet, sondern wie versucht wird, die Entscheidung für den bewaffneten Kampf für die eigenen Mitglieder zu rechtfertigen. , Abstract: Die Arbeit geht von der These, dass sich die RAF mit dem Text 'Das Konzept Stadtguerilla' argumentativ versucht, die Entscheidung für den bewaffneten Kampf gegenüber den eigenen Mitgliedern zu legitimieren. Dies soll im Folgenden anhand von drei verschiedenen Aspekten belegt werden. Für diese Strategie ist erstens die Erzeugung von Gegenöffentlichkeit zur Positionierung im gesellschaftlichen Diskurs die Vorraussetzung, deren im Text manifestierte Merkmale herausgearbeitet werden sollen. Zweitens gilt es diejenigen Topoi aufzufinden, die das terroristische Handeln zu rechtfertigen versuchen und in einem letzten Schritt sollen die Intertexte, hauptsächlich in Form von Zitaten, im Hinblick auf das Phantasma einer internationalen Befreiungsbewegung hin untersucht werden. Die Intertexte würden damit durch die internationale Kontextualisierung die imaginierte Zwangsläufigkeit des bewaffneten Kampfes unterstreichen und damit gleichsam als Legitimationsstrategie fungieren. Somit würde 'Das Konzept Stadtguerilla' als erste längere Erklärung der RAF bereits die Spuren der Selbstfixierung aufweisen, die nach der Verhaftung der ersten Generation Diskurs bestimmend werden sollten.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Moderne Literatur, Note: 1,0, Universität Konstanz (Fachbereich Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Avantgarden in der deutschsprachigen Literatur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Sprache: Deutsch, Abstract: Die mannigfaltigen Ausprägungen surrealistischer Artefakte von André Breton bis Peter Weiß, von Max Ernst bis René Magritte zeugen davon, dass eine streng verfolgte Stildoktrin des Surrealismus nicht existiert und dass es viele Spielarten des Surrealismus gibt. Dennoch lassen sich die heterogenen Werke meistens zweifellos unter den Begriff Surrealismus subsumieren. Die Zuordnung erfolgt einerseits durch den semantischen Gehalt der Werke und andererseits durch die produktionsästhetischen Verfahren, die in die Werke eingeschrieben sind. Letztere werden im Folgenden genauer analysiert werden, da eben jene Verfahren nicht nur politische Implikationen nach sich ziehen, sondern auch zur Bestimmung des Surrealismus von enormer Bedeutung sind. Die Gleichsetzung des Begriffes 'Surrealismus' mit einem psychischen Automatismus, nachzulesen im ersten Manifest von André Breton, findet ihren Niederschlag in den Verfahren, mit denen Texte bzw. Bilder hergestellt werden. Breton selbst konzeptualisierte die 'écriture automatique', wohingegen Max Ernst für den Bereich der Kunst die 'Frottage' entwickelte. Beide Verfahren stehen in enger Beziehung zueinander, sowohl ideologisch als auch produktionsästhetisch. Dennoch bleibt ein unbezweifelbarer, kategorialer Unterschied dazwischen: Beide Verfahren können nicht die Medialität der aus ihnen resultierenden Werke verleugnen. An diese Feststellung schließt sich die Frage an: Was sind die spezifischen Bedingungen und Charakteristika der automatischen Schreibweise und der Frottage, und welche Konsequenzen ergeben sich aus der medialen Differenz für die Realisierung von Kunstwerken einerseits und für die Rezeption derselben andererseits Eine solche Annäherung an den Surrealismus über die künstlerischen Verfahren vermag daher einen aufschlussreichen Einblick in die Werke der Bewegung zu leisten. Um jedoch über die rein subjektive Lesbarkeit der Werke hinauszugelangen, erhellt sich die Bedeutung der surrealistischen Bewegung erst in Anbetracht der für ihn spezifischen Produktionsmodi, welche exemplarisch durch Bretons 'écriture automatique' und Max Ernsts 'Frottage' vorgestellt werden sollen, um anschließend die Gemeinsamkeiten und Differenzen herauszuarbeiten und zu einer kritischen Bewertung beider Verfahren zu gelangen.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Universität Konstanz, Sprache: Deutsch, Abstract: In 'Hedda Gabler' von Henrik Ibsen entfaltet sich eine Vielzahl von Themen wie z.B. die Langeweile, der Ästhetizismus als auch der Historismus, die unmittelbar auf die Entstehungszeit des Dramas selbst verweisen. Dieses naturalistische Drama birgt die besondere Rezeptionssituation in sich, dass sich das Publikum auf der Bühne selbst betrachtet. Doch nicht nur im literarischen Diskurs findet diese Selbstbetrachtung und -bespiegelung statt, sondern auch der philosophische Diskurs ist gespickt mit Anmerkungen über das damalige Bewusstsein. Die Hinwendung auf die eigene Zeit lässt sich exemplarisch am Werk Nietzsches ablesen. Nietzsche betreibt unmittelbare Zeitkritik in der 'Zweiten Unzeitgemäßen Betrachtungen', indem er den im 19. Jahrhundert aktuellen Historismus als Zeichen einer kulturellen Verfallserscheinung deutet. Sowohl in Hedda Gabler als auch in Nietzsches 'Zweiter Unzeitgemäßer Betrachtung' wird die 'historische Bildung' explizit thematisiert und damit zum Gegenstand des jeweiligen Diskurses. Beide Texte beinhalten also, der eine durch zwei dramatische Figuren, der andere durch argumentative, non-fiktionale Rhetorik, eine Problematisierung des Historismus, und weisen dadurch eine augenfällige Intertextualität auf.Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern sich Nietzsches Kritik am Historismus in Jørgen Tesman und Eilert Løvborg aus Hedda Gabler wieder findet und in den beiden Figuren verdichtet und damit das Drama Nietzsches kritischen Impuls gegen seine Zeit aufnimmt und in anderer Form repräsentiert. Dabei ist es unerheblich, ob Ibsen die Schriften von Nietzsches rezipiert und künstlerisch umgesetzt hat oder nicht. Vielmehr soll die Durchdringung der beiden Diskurse im späten 19. Jahrhundert anhand der Kritik am Historismus herausgearbeitet werden und gleichzeitig die Frage gestellt werden, inwieweit die Figuren aus Hedda Gabler die Konsequenzen von Nietzsches theoretischen Prämissen auf der Bühne ausspielen und dadurch innerhalb des ästhetischen Raums der Bühne realisieren.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Bachelorarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Filmwissenschaft, Note: 1,0, Universität Konstanz, Veranstaltung: Seminar: Filme und Texte der französischen Avantgarde, Sprache: Deutsch, Abstract: Für die Produktion des Filmes 'Entr'acte' zeichnen sich zwei unterschiedliche Personen verantwortlich: die Ideen bringt der in der dadaistischen Szene von Paris etablierte Künstler Francis Picabia ein, während die Realisierung dieser Ideen dem cinéastischen Intellektuellen und dem am Anfang seiner Karriere stehenden Regisseur René Clair obliegt. Diese produktionsästhetische Arbeitsteilung kennzeichnet den ganzen Film, da beide Ansätze in 'Entr'acte' verschmelzen und dadurch eine Ästhetik erzeugen, die sich aus mehr als der bloßen Summe der einzelnen Teile zusammensetzt. Gleichzeitig korrelieren die beiden Ansätze mit zwei avantgardistischen Bewegungen der Entstehungszeit, die gerade im Jahr 1924 ineinander übergehen. In diesem Jahr begründet André Breton mit dem ersten surrealistischen Manifest den Surrealismus, der große Teile der dadaistischen Kunstkonzeption in sich aufnimmt und gleichzeitig verändert. In dieser ästhetischen Übergangssituation entsteht nun 'Entr'acte', ein Film, der vom paradigmatischen Wechsel der Avantgarden nicht unbeeinflusst geblieben ist.In der Forschung zu 'Entr'acte' wurden vor allem der dadaistische Gehalt des Films hervorgehoben. Diese Arbeit geht jedoch von der Annahme aus, dass an der historischen Schnittstelle zweier Avantgarden sich neben die dadaistischen Elemente surrealistische Formen gesellen, die nicht mit Bretons Konzeption des Surrealismus identisch sein müssen. Denn der Surrealismus zeichnet sich aufgrund seiner Heterogenität retrospektiv nicht bloß durch die stilistische Ausführung, sondern vor allem durch die methodische Herstellung des Werks aus. Zudem bedingt die mediale Struktur des Films, in die die dadaistischen Ideen integriert werden, eine Affinität zum Surrealismus und stellt damit a priori eine Verbindung zwischen dem Film und der surrealistischen Ästhetik her. Insofern wird zu zeigen sein, wie 'Entr'acte' nicht nur einen dadaistischen Charakter aufweist, der vor allem inhaltlich manifest ist, sondern gleichzeitig auch surreale Formen integriert. Damit stünde 'Entr'acte' als ein hybrides Werk explizit zwischen Dadaismus und Surrealismus und leistete somit ebenfalls einen Beitrag zur französischen Filmavantgarde der 20er Jahre.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Der Wandel der Macht in Citizen Kane | Frank Dersch | Taschenbuch | 24 S. | Deutsch | 2007 | GRIN Verlag | EAN 9783638792486 | Verantwortliche Person für die EU: GRIN Publishing GmbH, Waltherstr. 23, 80337 München, info[at]grin[dot]com | Anbieter: preigu.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Film ohne Medium - Rudolf Arnheims Neuer Laokoon und die Kritik am Sprechfilm | Frank Dersch | Taschenbuch | 24 S. | Deutsch | 2008 | GRIN Verlag | EAN 9783638924351 | Verantwortliche Person für die EU: GRIN Publishing GmbH, Waltherstr. 23, 80337 München, info[at]grin[dot]com | Anbieter: preigu.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Die Aneignung des Fremden durch Sprache im Reisebericht des Odorico de Pordenone | Frank Dersch | Taschenbuch | 24 S. | Deutsch | 2008 | GRIN Verlag | EAN 9783638925969 | Verantwortliche Person für die EU: GRIN Publishing GmbH, Waltherstr. 23, 80337 München, info[at]grin[dot]com | Anbieter: preigu.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Entr'acte zwischen Dadaismus und Surrealismus | Frank Dersch | Taschenbuch | 32 S. | Deutsch | 2007 | GRIN Verlag | EAN 9783638694872 | Verantwortliche Person für die EU: GRIN Publishing GmbH, Waltherstr. 23, 80337 München, info[at]grin[dot]com | Anbieter: preigu.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Surrealistische Methoden. André Bretons "écriture automatique" und Max Ernsts "Frottage" | Frank Dersch | Taschenbuch | 28 S. | Deutsch | 2007 | GRIN Verlag | EAN 9783638694513 | Verantwortliche Person für die EU: GRIN Publishing GmbH, Waltherstr. 23, 80337 München, info[at]grin[dot]com | Anbieter: preigu.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Die Richter-Kampagne | Polkes scheinbar dilettantischer Ausweg aus der Abstraktion | Frank Dersch | Taschenbuch | 24 S. | Deutsch | 2008 | GRIN Verlag | EAN 9783638930642 | Verantwortliche Person für die EU: GRIN Publishing GmbH, Waltherstr. 23, 80337 München, info[at]grin[dot]com | Anbieter: preigu.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Nach der Klimakatastrophe - Diesel, Baudrillard und die postmoderne Werbung | Frank Dersch | Taschenbuch | 32 S. | Deutsch | 2008 | GRIN Verlag | EAN 9783638921879 | Verantwortliche Person für die EU: GRIN Publishing GmbH, Waltherstr. 23, 80337 München, info[at]grin[dot]com | Anbieter: preigu.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Metaphorizität als Darstellungsmodus in "Der Nazi & der Friseur" | Frank Dersch | Taschenbuch | 28 S. | Deutsch | 2007 | GRIN Verlag | EAN 9783638694506 | Verantwortliche Person für die EU: GRIN Publishing GmbH, Waltherstr. 23, 80337 München, info[at]grin[dot]com | Anbieter: preigu.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Die Kritik am Historismus in Ibsens "Hedda Gabler" und in Nietzsches "Zweiter Unzeitgemäßer Betrachtung" | Frank Dersch | Taschenbuch | 32 S. | Deutsch | 2007 | GRIN Verlag | EAN 9783638736664 | Verantwortliche Person für die EU: GRIN Publishing GmbH, Waltherstr. 23, 80337 München, info[at]grin[dot]com | Anbieter: preigu.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Legitimationsstrategien im RAF-Text "Das Konzept Stadtguerilla" | Frank Dersch | Taschenbuch | 28 S. | Deutsch | 2008 | GRIN Verlag | EAN 9783638909532 | Verantwortliche Person für die EU: GRIN Publishing GmbH, Waltherstr. 23, 80337 München, info[at]grin[dot]com | Anbieter: preigu.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Druck auf Anfrage Neuware - Printed after ordering - Bachelorarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation, Note: 1,0, Universität Konstanz, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Herausarbeitung des Zusammenhangs zwischen politisch motiviertem Terrorismus und Kommunikation im Falle der RAF wurde bisher erst in einem Aufsatz in Angriff genommen, der das Wechselspiel zwischen den deutschen Terroristen und den Medien im öffentlichen Diskurs untersucht. Ansonsten aber sind Arbeiten zu diesem Thema 'so selten, dass man von einer Terra incognita sprechen kann.' Die Arbeit wird deshalb der Frage nachgehen, wie sich anhand der Kommunikationsstrategie der ersten Generation der RAF die charakteristische Selbstbezüglichkeit dieser Gruppe bereits kurz nach ihrer Entstehung bemerkbar macht.Die These der partiellen Selbstadressierung als Merkmal der terroristischen Selbstbezüglichkeit soll im Folgenden durch das erste veröffentlichte Positionspapier der RAF und den Bekennerschreiben der so genannten 'Mai-Offensive' belegt werden. Der im April 1971 veröffentlichte Text 'Das Konzept Stadtguerilla' stellt die erste theoretische Äußerung der Gruppe dar, in dem der Versuch unternommen wird, über das eigene Handeln, die eigene Ideologie und die selbst gesetzten Ziele Rechenschaft abzulegen. Die in diesem Text angekündigte 'bewaffnete Propaganda' wird im Mai 1972 durch fünf Bomben- und Sprengstoffanschläge in die Tat umgesetzt. Die Analyse dieser Ereignisse muss dabei zwei Formen der Codierung in den Blick nehmen: erstens die Codierung durch die Bekennerschreiben der RAF und zweitens die Bedeutung der Anschlagsziele im historischen Kontext. Gerade der zweite Punkt ist dabei für die Herausarbeitung der Selbstbezüglichkeit der RAF unerlässlich, da er die Relationen zwischen der Terrororganisation und den Anschlagszielen erhellt, ohne dabei auf die terroristische Propaganda Rücksicht zu nehmen. Gleichzeitig wird sich zeigen, dass in einzelnen Bekennerschreiben die RAF selbst diese historischen Relationen integriert und offen ausstellt. Die Propaganda des Wortes und die Propaganda der Tat anhand des ersten theoretischen Textes sowie den ersten ideologisch fundierten Taten und deren Bekennerschreiben werden als Beleg für das Scheitern der terroristischen Kommunikationsstrategie herangezogen, um dadurch die isolierte und auf sich selbst fixierte Haltung der RAF bereits im frühesten Stadium zu verdeutlichen. Dass die erste Aktion der RAF eine Gefangenenbefreiung verbunden mit der Gefährdung eines Menschenlebens war, deutete somit unmerklich schon den kommenden Weg voraus.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Die Propaganda des Terrors - Eine Analyse der Kommunikationsstrategie der ersten RAF-Generation | Frank Dersch | Taschenbuch | 52 S. | Deutsch | 2008 | GRIN Verlag | EAN 9783638940047 | Verantwortliche Person für die EU: GRIN Publishing GmbH, Waltherstr. 23, 80337 München, info[at]grin[dot]com | Anbieter: preigu.
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Zustand: Hervorragend. Zustand: Hervorragend | Sprache: Deutsch | Produktart: Bücher | Essay aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Kunst - Allgemeines, Kunsttheorie, Note: 1,7, Universität Konstanz, Veranstaltung: Lyrik des Expressionismus, Sprache: Deutsch, Abstract: Das expressionistische Gedankengut beschränkte sich in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg nicht nur auf eine Kunstrichtung. Vor allem in der Lyrik und in den bildenden Künsten sind die damaligen Ideen und Konzeptionen erkennbar. Aus der heutigen Perspektive, in der der totalisierende Epochenbegriff zum festen Bestandteil des kulturellen Diskurses geworden ist, wird oftmals der Eindruck erweckt, als sei die expressionistische Bewegung eine geschlossene und homogene Strömung gewesen, die die gleichen Auffassungen und Ziele in der Kunst verfolgte. Dass dem nicht so ist, ja dass der blaue Reiter als relativ kleine und auf eine Kunstrichtung beschränkte Formation sich sogar gegen den Begriff einer ¿Künstlervereinigung¿ aufgrund ihrer internen Unterschiede verwehrt hatte, kann hier nicht in allen Dimensionen erörtert werden. Genauso wenig wie der Blaue Reiter als ¿homogene Künstlergruppe¿ verstanden werden kann, verhält es sich mit den Lyrikern des Expressionismus. Trotz der Gefahr, hier nicht differenziert genug vorzugehen, sei doch auf einen grundlegenden Unterschied zwischen diesen beiden Parteien hingewiesen: ihr Verhältnis zum Glauben und zur Religiosität. Die Konsequenzen für die Ausrichtung der Malerei sollen anhand von Wassily Kandinsky und Franz Marc besprochen werden, da sie die wichtigsten und grundlegendsten Schriften aus dem Umfeld des Blauen Reiters publizierten. Dass diese Unterscheidung für beide Parteien, die Lyriker und die Maler, aufgrund ihrer Heterogenität keine Absolutheit beansprucht, versteht sich von selbst. Es handelt sich lediglich um Tendenzen. Die Unmöglichkeit, die Bilder des Blauen Reiters und konkret die Werke von Wassily Kandinsky und Franz Marc mit den Gedichten aus dieser Zeit zu vergleichen, stellt ein intermediales Problem dar, welches durch das Ausweichen auf die Schriften der beiden Maler teilweise umgangen werden kann, um eben diesen Unterschied herauszuarbeiten. Deren Texte können aber auch nur als Ergänzung der Malerei verstanden werden, was Klaus Lankheit als Herausgeber von Franz Marcs Schriften gleich eingangs mit einem Zitat von Marc deutlich macht: ¿¿bedenke, dass ich nicht Schriftsteller oder Gelehrter, sondern Maler bin¿. Trotz solcher methodologischen Schwierigkeiten könnte der hier vorgeschlagene Ansatz dienlich sein, den vereinheitlichenden Epochenbegriff zu hinterfragen und auf die Vielfalt der Phänomene jener Zeit aufmerksam zu machen.
Zustand: Sehr gut. Zustand: Sehr gut | Sprache: Deutsch | Produktart: Bücher | Bachelorarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Filmwissenschaft, Note: 1,0, Universität Konstanz, Veranstaltung: Seminar: Filme und Texte der französischen Avantgarde, Sprache: Deutsch, Abstract: Für die Produktion des Filmes "Entr'acte" zeichnen sich zwei unterschiedliche Personen verantwortlich: die Ideen bringt der in der dadaistischen Szene von Paris etablierte Künstler Francis Picabia ein, während die Realisierung dieser Ideen dem cinéastischen Intellektuellen und dem am Anfang seiner Karriere stehenden Regisseur René Clair obliegt. Diese produktionsästhetische Arbeitsteilung kennzeichnet den ganzen Film, da beide Ansätze in "Entr¿acte" verschmelzen und dadurch eine Ästhetik erzeugen, die sich aus mehr als der bloßen Summe der einzelnen Teile zusammensetzt. Gleichzeitig korrelieren die beiden Ansätze mit zwei avantgardistischen Bewegungen der Entstehungszeit, die gerade im Jahr 1924 ineinander übergehen. In diesem Jahr begründet André Breton mit dem ersten surrealistischen Manifest den Surrealismus, der große Teile der dadaistischen Kunstkonzeption in sich aufnimmt und gleichzeitig verändert. In dieser ästhetischen Übergangssituation entsteht nun "Entr¿acte", ein Film, der vom paradigmatischen Wechsel der Avantgarden nicht unbeeinflusst geblieben ist. In der Forschung zu "Entr'acte" wurden vor allem der dadaistische Gehalt des Films hervorgehoben. Diese Arbeit geht jedoch von der Annahme aus, dass an der historischen Schnittstelle zweier Avantgarden sich neben die dadaistischen Elemente surrealistische Formen gesellen, die nicht mit Bretons Konzeption des Surrealismus identisch sein müssen. Denn der Surrealismus zeichnet sich aufgrund seiner Heterogenität retrospektiv nicht bloß durch die stilistische Ausführung, sondern vor allem durch die methodische Herstellung des Werks aus. Zudem bedingt die mediale Struktur des Films, in die die dadaistischen Ideen integriert werden, eine Affinität zum Surrealismus und stellt damit a priori eine Verbindung zwischen dem Film und der surrealistischen Ästhetik her. Insofern wird zu zeigen sein, wie "Entr¿acte" nicht nur einen dadaistischen Charakter aufweist, der vor allem inhaltlich manifest ist, sondern gleichzeitig auch surreale Formen integriert. Damit stünde "Entr¿acte" als ein hybrides Werk explizit zwischen Dadaismus und Surrealismus und leistete somit ebenfalls einen Beitrag zur französischen Filmavantgarde der 20er Jahre.