Dehning sonja (2 Ergebnisse)

Verlag: Würzburg Königshausen & Neumann 2000
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Orig.-Paperback. 0. gr.8°. 250 S. Orig.-Paperback. --- Epistemata, Würzburger wissenschaftliche Schriften, Reihe Literaturwissenschaft, Bd. 317 --- Tadellos! Sprache: Deutsch --- Epistemata, Würzburger wissenschaftliche Schriften, Reihe Literaturwissenschaft, Bd. 317 --- 0.500 gr.

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Zustand: Wie Neu. Zustandsbeschreibung: leichte Lagerspuren. Künstlerische Produktivität in Romanen von Autorinnen um 1900. Setzen Autorinnen der Jahrhundertwende sich in ihren literarischen Werken intensiver und differenzierter mit ihrer künstlerischen (Geschlechts-)Identität auseinander als ihre männlichen Kollegen, gerade wei…l Frauen künstlerische Produktivität in der Gesellschaft um 1900 weitgehend abgesprochen wurde? Wenn der Ausschluss der Frau aus der gesellschaftlichen Ordnung konstitutiv für männliche Kunstproduktion war sowie für die Hervorbringung der kulturellen, von Männern dominierten Ordnung überhaupt, ist die Frau - so die Ausgangsthese der vorliegenden kulturhistorisch und soziopsychologisch motivierten Arbeit - als selbsttätiges künstlerisches Subjekt in besonderer Weise gefordert, ihre Rolle in der Domäne der Kunst zu reflektieren. Autorinnen wie Helene Böhlau, Hedwig Dohm, Grete Meisel-Hess und insbesondere Clara Viebig, Therese Rie sowie Lu Märten, deren Künstlerinnenromane im Zentrum der vorliegenden Textanalyse stehen, projizieren ihre Emanzipationsphantasien und -erfahrungen auf unterschiedliche Weise auf die Figur der Künstlerin und erheben diese zum Paradigma weiblicher Selbstbestimmung. Vor dem kulturhistorischen Hintergrund eines scheinbar unauflösbaren Spannungsverhältnisses zwischen Marginalisierung und Aufbruchsversuchen von Frauen gewinnt das Experimentierfeld 'Kunst' eine wichtige Dimension für die weibliche Identitätsbildung; die in den Romanen thematisierte künstlerische Produktivität der Protagonistinnen erweist sich dabei jedoch als Gratwanderung zwischen Selbstzweifeln, künstlerischer Selbstverleugnung sowie -aufgabe einerseits und Setzung als kreativ-produktives Subjekt andererseits. Mit Rückgriff auf psychoanalytische Theorien aus feministischer Perspektive analysiert die Verfasserin, auf welche Weise Viebig, Rie und Märten das Zerrissenwerden ihrer Künstlerinnenfiguren im Objekt-Subjekt-Sein darstellen. 250 Seiten, broschiert (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft; Band 317/Königshausen & Neumann 2000). Früher EUR 40,00. Gewicht: 408 g - Softcover/Taschenbuch.