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  • Bild des Verkäufers für Erlebnisse des Bernhard Ritter von Meyer weiland Staatsschreiber und Tagsatzungs-Gesandter des Cantons Luzern, nachmaliger k. k. österreichischer Hof- und Ministerialrath, Secretär des Ministerraths etc. etc. Von ihm selbst verfasst und abgeschlossen. Herausgegeben von dessen Sohn Bernhard Ritter von Meyer. Erster / Zweiter Band. zum Verkauf von Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel

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    2 Bände (cpl.). 8°. 4 Bll., 391 u. 2 Bll., 274 SS. Bd. 2 (st. 1) mit gest. Portr.-Front. OInterims-Brosch. (wenig bestossen, Rückenbezug etwas rissig). Erste (einzige) Ausgabe (postum). Sauberes, im Prinzip ungebrauchtes Exemplar in OVerlagseinband. - - Barth 14370 - Digitalis. in BVB/BSB - Als Quelle qualifiziert und in zwei Auszügen abgedruckt bei E. Bonjour, Das Schicksal des Sonderbundes in zeitgenössischer Darstellung. Aarau 1947) - Enthält in Bd. 1 'Der Bürgerkrieg im Canton Wallis im Jahre 1844', geschildert in zwei Reiseberichten (pp. 19-57) - Autobiographische Aufzeichnungen Bernhard Meyers, neben Konstantin Siegwart-Müller einer der Luzerner Hauptexponenten des Sonderbunds. Seine Memoiren bilden eine bedeutende Quelle zum Sonderbundskrieg und dessen Vorgeschichte, sowie zu den nationalen und internationalen Rahmenbedingungen. - Band 2 mit Anhang enthaltend Dokumente zu diplomatischen Verhandlungen mit europäischen Grossmächten 1845-48 in Sachen des Sonderbunds (pp. 106-274) - "Durch die Einsicht in Dokumente des Wiener Archivs gewann er auch Einblicke in dessen [des Sonderbunds] europäische Verflechtung; er widmete diesem Thema eine besondere Untersuchung im Anhang zu seinen Memoiren. Auf Grund des ihm zugänglichen Materials bewirkte Meyer eine neue Sicht des Sonderbundskrieges. Darüber hinaus bestechen seine Memoiren durch die Konzeption, die psychologische Betrachtungsweise, den anschaulichen Stil und die gedankenscharfe Darstellung. Meyer war nicht nur der hervorragendste Redner des Sonderbundes, sondern auch dessen grösste schriftstellerische Begabung." (E. Bonjour, in: NDB) -- Bernhard Meyer (Sursee 1810-1874 Piesting, Niederösterr.), Jurist, Politiker u. Ratsherr, 'prominenter Vertreter der konservativen Opposition' (Marchi), u.v.a. Grossrat und erster Staatsschreiber, 1841-1847 Tagsatzungsgesandter. Gesandtschaften im Interesse des Sonderbundes 1846 nach Turin, 1847 nach Wien. Nach der Niederlage des Sonderbundes 1847 Flucht, ab 1848 in München. Ab 1851 in Wien im österr. Staatsdienst. In den 1830er Jahren liberal, dann gemässigt konservativ. Gegner der Jesuitenberufung. Führende Persönlichkeit der Sonderbundspolitik. 1854 Erhebung in den [österr.] Ritterstand. (HLS) - HBLS (Suppl.): "Anhänger [sic!] der Jesuitenberufung [.]. Vertrauter Siegwart-Müllers, [.] ersuchte in dessen Auftrag Metternich um bewaffnete Intervention, ging nach Auflösung des Sonderbundes nach Wien [.]. Sein Sohn gab nach seinem Tode seine 'Erlebnisse' heraus [.], deren erster Band interessantes Material über den Sonderbundskrieg enthält." - Meyer war dezidiert GEGEN die Berufung der Jesuiten: "Es ist dieses jene denkwürdige Rathssitzung [vom 9. September 1842], in welcher die sämmtlichen intelligentern Rathsglieder mit Kraft gegen die Jesuiten sich aussprachen. Es that dieses Grossrathspräsident Joseph Mohr, Schultheiss Elmiger, Staatsschreiber Bernhard Meyer, welcher letztere unter anderm sagte: 'Übertraget ihr die Lehranstalten den Jesuiten, so gehört sie nicht mehr euch [.]', und prophetisch rief er aus: 'Ihr werfet eine Flamme unter das Volk, die nie erlöschen [.] wird. Beruft die Jesuiten und ihr habt ein Schlachtfeld unsern Gegnern eröffnet [.]'." (etc.; Kasimir Pfyffer, Geschichte, Bd. 2, Zürich 1852, p. 588). -- VERSANDKATEGORIE / Weight category / Poids brut 2 kg - Sprache: de.