Verlag: München, Hans von Weber., 1909, 1909
Anbieter: Antiquariat MEINDL & SULZMANN OG, Wien - Vienna, Österreich
Kl.-4°. Mit 6 blattgr. Illustrationen von Pierre Bonnard. 51 SS. OPp. mit Deckelschildchen und transparentem OSchutzumschlag (Umschlag fleckig und mit kl. Läsuren). WG II 45 (Blei).- "Des französischen Nobelpreisträger André Gide (1869 1951) überschreibt in seiner 1899 und 1920 überarbeitet erschienen Erzählung auf humorvolle wie blasphemische Weise den Prometheus-Mythos. Eine literarische Projektionsfigur von Aischylos bis Goethe war der Göttersohn, der den Menschen das Feuer und damit das Licht brachte im Französischen meint la lumière" auch die Periode der Aufklärung". Zeus bestrafte Prometheus, den er an einen Felsen kettete. Dazu vertilgt ein Adler seine stets nachwachsende Leber. Bei Gide befreit sich Prometheus von seinen Fesseln, landet in einem schicken Pariser Restaurant und thematisiert dort mit Gästen wie den Monsieurs Zeus, Damokles und Cocles die actes gratuites", die freien willkürlichen Handlungen als Signatur des Humanen. Am Ende gibt's dann den Adler als deliziöse Nachspeise" (ARD).- Vereinzelt etwas fleckig.