Sprache: Deutsch
Verlag: Springer Vlg., 1973
Anbieter: Borkert, Schwarz und Zerfaß GbR, Berlin, Deutschland
Zustand: Gut. (Sonderdruck aus Z. Neurol. 206). S. (61) - 77; geheftet. Gutes Ex. - Schon im fetalen Leben verfügt der Mensch über eine Reihe dieser "formstarren Bewegungsweisen", seien es Drehbewegungen des Kopfes auf Reize, Kriech- und Gehbewegungen, orale Einstellmechanismen oder Handgreifreflexe. Nach der Geburt werden diese bislang funktionslos ablaufenden Bewegungen zum Teil zweckmäßig eingesetzt. Einige der frühkindlichen Bewegungsweisen bleiben unverändert erhalten, andere werden in die Motorik des Erwachsenen eingebaut, andere scheinen zu verschwinden aus dem motorischen Repertoire. Daß sie damit jedoch keineswegs für immer ausgelöscht sind, zeigt die allgemein bekannte Beobachtung, daß sie beim Erwachsenen durch lokalisierte oder generalisierte Hirnschäden wieder auftreten können. In der Literatur werden unterschiedliche Meinungen darüber vertreten, ob die wichtigsten dieser motorischen Schablonen, die Greifreflexe des Mundes und der Hand, eine Hirnläsion bestimmter Lokalisation anzeigen oder ob sie ein Zeichen allgemeiner Hirnschädigung sind. Es ist auch bisher noch nicht genau bekannt, ob die Auslösbarkeit dieser Reflexe durch optische, taktile oder propriozeptive Reize einen unterschiedlichen Schweregrad der cerebralen Funktionsstörung anzeigt, etwa in dem Sinne, daß mit fortschreitender "Dissolution" (Jackson) der zentralnervösen Funktionen die Reihenfolge, in der diese Reflexe bei der Reifung des Säuglingsgehirns auslösbar werden, rückwärts durchlaufen wird. In dieser Arbeit werden beide Fragen untersucht, und wir haben uns zur Auswertung der Untersuchungsbefunde einer modernen mathematischen Methode bedient, die im Abschnitt "Ergebnisse" näher beschrieben ist. (62) Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 550.