Arronet heinrich (1 Ergebnisse)

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    Dorpat : Druck von H. Lankmann's Buch- und Steindruckerei, 1887, 8°, 71, (1) pp., Broschur. Erstdruck dieser Dissertation aus Alexander Schmidt's Dorpater Hämatologischen Schule! "Herrn Prof. Alexander Schmidt, unter dessen Leitung diese Arbeit entstand, bitte ich meinen aufrichtigsten Dank ent-gegennehmen zu wollen für die mir in liebenswürdigster Weise durch Rath und That zu Theil gewordene Unterstützung." Alexander Schmidt (1831-1894) "1876 stellte S. erstmals eine komplexe Theorie der fermentativen Blutgerinnung (Hämostase) auf (Die Lehre v. d. fermentativen Gerinnungserscheinungen in d. eiweißartigen tier. Flüssigkeiten). Danach verbinden sich zur Fibrinbildung (Faserstoffgerinnung) zwei Globuline, eine fibrinogene und eine fibrinoplastische Substanz, durch die Wirkung eines Ferments, das erst in den betreffenden Körperflüssigkeiten gebildet wird. Darüber hinaus erkannte er die Bedeutung von Kalksalzen, die unlösliches Fibrin durch Salzfällung entstehen lassen. In der Studie "Zur Blutlehre" (1892) beschrieb S. einen modifizierten Vorgang der Blutgerinnung als Abfolge dreier, voneinander abhängiger Umsetzungsprozesse im strömenden Blut. Zunächst erfolgt eine zunehmende und kontinuierliche Abspaltung von Thrombin und Prothrombin, die Spaltung des "Paraglobulins" (fibrinoplast. Substanz) und die Überführung der aus dieser Spaltung entstehenden fibrinogenen Substanz in flüssigen Faserstoff, gefolgt von der Ausfällung dieses Faserstoffs durch Plasmasalze in unlöslicher Form. S. erwarb sich durch seine blutphysiologischen Arbeiten Weltruf und lieferte wertvolle Beiträge zur Aufklärung der Thrombogenese, die auf den Faktoren Gefäßwandbeschaffenheit, Hamodynamik und Blutzusammensetzung beruht." Eberhard J. Wormer, NDB, 23 (2007), pp.176-177 "Dr. med. Heinrich Arronet (1862-1919) verstorben. Wie wie wir durch eine hierher gelangte sichere Nachricht erfahren, ist einer der bekanntesten und beliebtesten deutschen Aerzte Petersburg, der Dr. med. Heinrich Arronet den auch mannigfache Beziehungen aus der Studienzeit und seinem beruflichen Wirken mit Dorpat und den Ostseeprovinzen verknüpfen, unter Möderhände gefallen. Er ist, auf der Fahrt von Petersburg nach Helsingfors begriffen, unterwegs auf finnländischem Boden ermordet worden. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Raubmord. - Der Ermordete war 1862 in Petersburg geboren und studierte in den Jahren 1880-87 in Dorpat Medizin ; er gehörte der Korporation Estonia als Landsmann an. Nach der er kurze Zeit Assistent an der hiesigen chirurgischen Klinik und als Arzt zu Heimtal bei Fellin tätig war, siedelte er nach Petersburg über, wo er sich als Chirurg einen Namen machte. In den Sommermonaten hat er wiederholt den baltischen Badeorten die ärztliche Praxis ausgeübt. - Viele werden des so jäh aus dem Leben Gerissenen in treuer Freundschaft gedenken." Dorpater Zeitung, 32. Jahrgang, No. 41, Donnerstag, den 6. März 1919.