Verlag: Berlin, Atelier Harry Croner 1964., 1964
Anbieter: Antiquariat Les-art, Burgstetten, Deutschland
24 x 18 cm. Silbergelatineabzug. Photographen- und Copyrightstempel verso. Gut erhalten. Rückseitig zwei längere eigenhändige Widmungen und Unterschriften von John und Herrmann für den Schauspielerkollegen Kai Möller. "Geliebter Kai Möller! Wie immer hast Du auch hier unter uns Kollegen die allerbeste Nachrede [.]" (John) und "Lieber Herr Möller! Nach acht Monaten Arbeitslosigkeit, dann Recklinghausen, seit Juni Tribüne Berlin, spiele ich jetzt den George in Wilders 'Unsere kleine Stadt' mit Karl John als Spielleiter [.]" (Herrmann). John studierte zunächst Architektur, wurde dann aber Schauspieler. Er stand zum ersten Mal 1931 in Bunzlau auf der Bühne und debütierte ein Jahr später auch beim Film. Er spielte dann in Dessau, Kassel und darauf in Königsberg, wo er von Heinz Hilpert entdeckt und ans Deutsche Theater in Berlin verpflichtet wurde. Während der NS-Zeit war er u.a. auch in vielen Kriegsfilmen in Soldatenrollen zu sehen, so "Legion Condor", "Stukas", "U-Boote westwärts" etc. Nach dem Krieg spielte er in Verfilmungen von Zuckmayers "Des Teufels General", dem Stalingrad-Drama "Hunde, wollt ihr ewig leben" oder dem Edgar Wallace-Streifen "Der Hexer" u.v.a. Filmen mit. Fernsehzuschauer konnten ihn 1968 in dem Mehrteiler "Babeck" und in Serien wie "Der Kommissar" oder "Derrick" sehen. Trotzdem konzentrierte er sich aber nach dem Krieg hauptsächlich auf die Theaterarbeit, meist am Schauspielhaus oder am Thalia-Theater in Hamburg. Unvergessen bleiben seine Auftritte bei den Festspielen in Bad Hersfeld und auch als Chansonsänger machte er sich, vor allem mit Seemannsliedern, einen Namen. Christian Hermann (*1938) spielte in Marburg, Mannheim und Berlin. Genauere Lebensdaten konnte ich nicht ermitteln, ein gleichnamiger ehemaliger Schauspieler und heutiger Buchhändler aus Friedberg/Hessen dürfte aber mit dem Dargestellten identisch sein. Zur Biographie Kai Möllers siehe meine weiteren Angebote zu diesem. Zum Photographen: Harry Croner dokumentierte über 40 Jahre lang das alltägliche Leben in Berlin - Bilder die er an Zeitungen verkaufte. Seit den 1960er Jahren widmete er sich dann fast ausschließlich seiner größten Leidenschaft, der Theater- und Konzertphotographie. Er wurde einer der wichtigsten Theaterphotographen Berlins und gab erst mit 85 Jahren die professionelle Photographie auf. Sein gesamtes photographisches Archiv befindet sich heute im Stadtmuseum Berlin. Sprache: 1.