Die Diagnose lautet: Die Universitaten befinden sich in einer Modernisierungsfalle. Anstatt sich als Reflexionsinstanz fur eine immer schneller sich verandernde Wissenschaft und Gesellschaft zu positionieren, sind sie diesem Wandel gleichsam nach- und vielfach untergeordnet, was im Laufe der universitaren Geschichte zu Vereinnahmungen unterschiedlichster Provenienz gefuhrt hat. Das jungste Beispiel dafur ist der Bologna-Prozess, eine im Wesentlichen politische Willensbildung, in der die Hochschulen zu spat begonnen haben, eine eigene, systemlogische Argumentation und Zielbildung zu entwickeln. Das Buch ist ein Pladoyer fur die - nach den Kirchen - alteste europaische Institution. Uberleben wird sie jedoch nur, wenn es ihr angesichts der konkurrierenden politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Interessen gelingt, eine eigene Position zu entwickeln, ihren institutionellen (Eigen-)Sinn zu reflektieren und ihren gesellschaftlichen Nutzen zu kommunizieren. Das heisst, in der Praxis der immer differenzierteren, vernetzten und virtualisierten Hochschulsysteme und -typen bedarf es einer gemeinsamen fundierenden und integrierenden theoretischen Konzeption. Die "Logik der Universitat" wird anhand unterschiedlichster Konzepte vom Humboldtschen Universitatsideal bis zur neueren Idee der Multiversitat analysiert, mit aktuellen Anforderungen an eine lernende, d.h. sich selbst begreifende und weiterentwickelnde Institution kontrastiert und schliesslich in einem ganzheitlichen Handlungsmodell ("Haus" der Universitat) integriert. Dieses ist die Grundstruktur fur eine differenzierte normative und strategische Hochschulentwicklung, die mit Instrumenten wie dem "universitaren SWOT-Modell", der "strategischen Typologisierung" sowie einem idealtypischen Lernphasenmodell in der Praxis ein- und umgesetzt werden kann. Gliederung: 1. Uberlegungen zu Inhalt, Methode und Prozess. - 2. Klassiker oder Auslaufmodell? Herkunft und Zukunft der deutschen Universitat (2.1 Unde venis universitas? Die Idee der Universitat. - 2.2 Hochschulen in der Modernisierungsfalle. - 2.3 Quo vadis universitas? Welche Zukunft fur welche Universitat?). - 3. Wege aus der Modernisierungsfalle - Veranderungsebenen der universitaren Konzeption (3.1 Drei-Ebenen-Modell: Das "Haus" der Universitat. - 3.2 Prozessebene: Entwicklung durch Lernen. - 3.3 Inhaltsebene: Topoi einer allgemeinen Hochschulkonzeption. - 3.4 Normative Ebene: Regeln und Grenzziehungen der Universitat). - 4. Bridging the gaps - Integration und Perspektiven (4.1 Rahmenmodell: "Reflexivitat im Kontext". - 4.2 Szenarien und Projektierung einer zukunftsfahigen Universitat) (HoF/Text ubernommen).
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1. Auflage. Erstausgabe. Dr. Anja Ebert-Steinhübel: Unternehmensberaterin, Trainerin, Coach Reihe: Universität und Gesellschaft Schriftenreihe zur Universitätsentwicklung Band 7. 271 Seiten, Broschur sehr schön erhalten. 21 x 15 cm. Artikel-Nr. 10629
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