Meditationen über die erste Philosophie - Softcover

Descartes, René

 
9798865515036: Meditationen über die erste Philosophie

Inhaltsangabe

„Descartes' Auslegung des Seins und der Wahrheit schafft erst die Voraussetzung für die Möglichkeit einer Erkenntnistheorie oder Metaphysik der Erkenntnis.“ – Heidegger, Die Zeit des Weltbildes

Eine moderne Übersetzung von Descartes‘ metaphysischem Hauptwerk „Meditationen über die erste Philosophie“. Ergänzt durch Zeitleiste, Glossar und ein Nachwort, das die komplexe Argumentationsstruktur aufschlüsselt.

Die „Meditationes“ stellen den systematischsten Versuch der Neuzeit dar, das menschliche Wissen auf ein unerschütterliches Fundament zu stellen. Descartes führt den Leser durch sechs Tage (Meditationen) der geistigen Exerzitien. Er beginnt mit dem „methodischen Zweifel“, der durch das Gedankenexperiment des „Genius malignus“ (eines täuschenden Gottes) auf die Spitze getrieben wird, um selbst mathematische Wahrheiten und die Existenz der Außenwelt in Frage zu stellen.

Der Wendepunkt ist die Entdeckung des „Ego cogito“: Selbst im Akt des Zweifelns muss ein zweifelndes Ich existieren. Von diesem „Archimedischen Punkt“ aus rekonstruiert Descartes die Welt. Er beweist die Existenz Gottes (ontologisch und ideentheoretisch), um die Validität klarer und distinkter Wahrnehmungen zu garantieren und den Skeptizismus zu überwinden. Zentral ist die Einführung des strengen Substanzdualismus: Die Realität zerfällt in „res cogitans“ (denkendes Ding/Geist) und „res extensa“ (ausgedehntes Ding/Materie). Dieses Werk definierte die Probleme der modernen Philosophie – das Leib-Seele-Problem, die Außenweltskepsis und die Natur des Bewusstseins – für die kommenden Jahrhunderte.

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.