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Horst E. Richter Der Gotteskomplex ISBN 13: 9783498056872

Der Gotteskomplex - Softcover

 
9783498056872: Der Gotteskomplex
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SCHNELLVERSAND! 1-2 Werktage. 20,2 x 12,4 x 3,0 cm, Taschenbuch Rowohlt Verlag GmbH, 01.04.1979. 340 Seiten guter Zustand

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  • VerlagRowohlt,
  • Erscheinungsdatum9999
  • ISBN 10 3498056875
  • ISBN 13 9783498056872
  • EinbandTapa blanda
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Verlag: Rowohlt, 1979
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Richter, Horst-Eberhard:
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kart. 1. Aufl. 339 S. ; 21 cm minimalste Lagerspuren, sonst sehr guter Zustand, wohl ungelesen Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 397. Artikel-Nr. 51443

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Richter, Horst-Eberhard
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Zustand: acceptable. Ausreichend/Acceptable: Exemplar mit vollständigem Text und sämtlichen Abbildungen oder Karten. Schmutztitel oder Vorsatz können fehlen. Einband bzw. Schutzumschlag weisen unter Umständen starke Gebrauchsspuren auf. / Describes a book or dust jacket that has the complete text pages (including those with maps or plates) but may lack endpapers, half-title, etc. (which must be noted). Binding, dust jacket (if any), etc may also be worn. Artikel-Nr. M03498056875-B

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Richter, Horst-Eberhard
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21. - 40. Tsd., März 1979. Oktav. 339 S. kart. gut erhalten, textsauber. Artikel-Nr. 59607AB

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Richter, Horst-Eberhard
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Zustand: good. Befriedigend/Good: Durchschnittlich erhaltenes Buch bzw. Schutzumschlag mit Gebrauchsspuren, aber vollständigen Seiten. / Describes the average WORN book or dust jacket that has all the pages present. Artikel-Nr. M03498056875-G

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Horst-Eberhard Richter
ISBN 10: 3498056875 ISBN 13: 9783498056872
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kartoniert. Zustand: gut. In deutscher Sprache. 340 pages. Artikel-Nr. BN04814

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21. - 40. Tsd., 21 cm, 339 Seiten, kartoniert, Englische Broschur. mit Gebrauchsspuren, gut erhalten. Sprache: Deutsch. Artikel-Nr. 33430AB

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Richter, Horst-Eberhard:
ISBN 10: 3498056875 ISBN 13: 9783498056872
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Englische Broschur. Zustand: Wie neu. 21. - 40. Tausend. 2. Auflage. 339 (1) Seiten. 21 cm. Schutzumschlag- und Einbandentwurf: Werner Rebhuhn. Sehr guter Zustand. Frisches Exemplar. Wie ungelesen. Horst-Eberhard Richter beschreibt die moderne westliche Zivilisation als psychosoziale Störung. Er analysiert die Flucht aus mittelalterlicher Ohnmacht in den Anspruch auf egozentrische gottgleiche Allmacht. Anhand der Geschichte der neueren Philosophie und zahlreicher soziokultureller Phänomene verfolgt er den Weg des angstgetriebenen Machtwillens und der Krankheit, nicht mehr leiden zu können. Die Überwindung des Gotteskomplexes wird zur Überlebensfrage der Gesellschaft und des modernen Menschen. »Ihre analytische Bestandsaufnahme der modernen westlichen Zivilisation, in der Sie tiefgreifende Verirrungen mit folgenreichen Störungen aufdecken, vermag über alle zeitbedingten Schattierungen hinaus wache Geister zur Nachdenklichkeit anzuregen.« Aus einem Brief von Kardinal Ratzinger an Horst-Eberhard Richter, 1997 »In seinem kulturpsychologisch-psychonalytischem Hauptwerk Der Gotteskomplex stellte Richter 1979 die Hypothese auf, dass der Mensch in der westlichen Kultur als Ersatz für die entschwindende Glaubenssicherheit den naturwissenschaftlich-technischen Fortschritt zu einer Heilsidee erhoben habe, in der religiöse Sehnsucht und eigene Allmachtshoffnungen verschmelzen.« Bernd Graff in der Süddeutschen Zeitung »Dieses im Jahre 1979 erschienene Buch war eines der wirkungsmächtigsten Bücher in der alten Bundesrepublik. Und in einer Zeit, in der Allmachtsphantasien jeglicher Couleur so sehr das politsche Geschehen weltweit bestimmen, möchte man dem so sensibel geschriebenen, genau analysierenden und faktenreichen Band eine anhaltende Aktualität zubilligen.« Das Parlament, 4. Juni 2005. - Horst-Eberhard Richter (* 28. April 1923 in Berlin) ist ein deutscher Psychoanalytiker, Psychosomatiker und Sozialphilosoph. Der Autor zahlreicher Bücher gilt vielen als der große alte Mann" der bundesdeutschen Friedensbewegung. Leben: Nach Erlangung des Abiturs wurde Richter 1941 zur Wehrmacht eingezogen. 1942 diente er als Richtkanonier in einem Artillerie-Regiment an der Ostfront. 1943 konnte er zur Sanitätstruppe überwechseln. 1945 wurde er in Italien eingesetzt, wo er kurz vor Kriegsende desertierte und sich in einer Schutzhütte in den Alpen versteckte. Dort spürten ihn französische Besatzungssoldaten auf, die in ihm einen abgetauchten Nazi-Freischärler, einen sogenannten Werwolf" vermuteten und ihn vier Monate in einem alten Innsbrucker Gefängnis festhielten, bis ihn ein französisches Militärgericht freiließ. Nach Rückkehr erfuhr er, dass seine Eltern Monate nach Kriegsende von russischen Soldaten ermordet worden waren. Er schrieb eine philosophische Doktorarbeit über Schmerz. 1949 wurde er zum Dr. phil, 1957 zum Dr. med. promoviert. 1952-1962 leitete er in Berlin eine Beratungs- und Forschungsstelle für seelisch gestörte Kinder und Jugendliche. Daneben absolvierte er seine Ausbildung zum Psychoanalytiker und zum Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. 1959 -1962 leitete er das Berliner Psychoanalytische Institut. 1962 wurde er nach Gießen auf den dort neu eingerichteten Lehrstuhl Psychosomatik berufen und baute dort ein dreigliedriges interdisziplinäres Zentrum mit einer Psychosomatischen Klinik und Abteilungen für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie auf, dessen Direktor er wurde. Daneben gründete er am Ort ein Psychoanalytisches Institut. 1991 wurde er emeritiert. 2004 hatte er eine von Sir Peter Ustinov gestiftete Gastprofessur an der Universität Wien inne. 19922002 leitete er das Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt am Main. Werk: Richter wurde zunächst als einer der Pioniere der psychoanalytischen Familienforschung und Familientherapie international bekannt. In Ergänzung zu Freuds Analyse der Kind-Eltern-Beziehung untersuchte er umgekehrt die krankmachende Wirkung gestörter Eltern auf ihre Kinder. Gemeinsamer Forschung mit Dieter Beckmann entsprangen ein Lehrbuch über Herzneurose und der weltweit bekannt gewordene Gießen-Test. Nach kritischen Analysen der sozialen Reformbewegung der 70er Jahre entstand sein kulturphilosophisches Hauptwerk Der Gotteskomplex": Die Einbuße an Glaubenssicherheit wolle der Mensch mit einem auf die Naturwissenschaft gestützten Herrschaftswillen ersetzen Gott sein, statt Gott haben. Im Schwanken zwischen Ohnmachtsangst und Allmachtswahn drohe der wissenschaftlich technischen Revolution die ethische Kontrolle zu entgleiten. 1981 wurde Richter mit seiner Satire Alle redeten vom Frieden" zu einer der Leitfiguren der Friedensbewegung. 1982 wurde er Mitgründer der westdeutschen Sektion der Internationalen Ärzte gegen den Atomkrieg, denen 1985 der Friedensnobelpreis verliehen wurde. 1987 gehörte er zu den Initiatoren einer von Gorbatschow betreuten International Foundation for the Survival and the Development of Humanity. Dort leitete er eine Vergleichsstudie zur besseren Verständigung deutscher und russischer Studenten. Von 19912001 moderierte er ein Ost-West-Symposium politische Selbstbesinnung" mit Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Literatur und Kirche aus den alten und den neuen Bundesländern. In beiden Irak-Kriegen gehörte er zu den intellektuell tonangebenden Kritikern aus der Friedensbewegung. Die von Carl Friedrich von Weizsäcker sogenannte seelische Krankheit Friedlosigkeit" des Westens ist für Richter seit 2007 Hauptthema seiner kulturpsychologischen Analysen in Reden und Schriften. . . . Aus: wikipedia-Horst-Eberhard_Richter. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 435. Artikel-Nr. 73698

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Horst E. Richter
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Softcover. Zustand: Wie neu. Ohne Schutzumschlag. 1. Auflage. Der Gotteskomplex: Die Geburt und die Krise des Glaubens an die Allmacht des Menschen, 331 Seiten, 1. Auflage 1979!. Artikel-Nr. BN11834

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Richter, Horst-Eberhard:
ISBN 10: 3498056875 ISBN 13: 9783498056872
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kartoniert m. Scutzumschlag. Zustand: Gut. 81.-85 Tsd., Originalausg. 339 S. Papier am Rand sehr leicht vergilbt, eine Seitenmarkierung in Einleitung, sonst guter Zustand. Private Widmung. -- Dieses Buch ist der Versuch, ein Problem zu bearbeiten, dem ich vor 30 Jahren schon einmal ein Buch gewidmet habe, das aber - zum Glück - nicht erschienen ist. Die Druckfahnen und der Umbruch waren bereits korrigiert, als der Verlag über Nacht pleite ging. Ich habe das Manuskript dann keinem anderen mehr angeboten. Das Buch sollte heißen "Über den Schmerz". Erst nachträglich wurde mir klar, daß ich in dem Manuskript für mich selbst herausfinden wollte, wie man mit Leiden umgehen kann. -- Ich befand mich damals in der Situation vieler junger Leute, die nach Krieg und Gefangenschaft innerlich kaputt waren, aber wieder unverzüglich zupackten und ihr Dasein neu organisierten. Ich gründete, das heißt, ich suchte mir eigentlich eine Familie als Ersatz für diejenige, die ich durch den Krieg verloren hatte. Ich lernte einen Beruf wie ein alt gewordener Schüler. Ich war, wie die meisten meiner Generation, durch den Krieg geübt, Hunger, Armut, Anstrengungen zu ertragen, Krisen zu handhaben, zu improvisieren und Verantwortung zu übernehmen. Ich konnte, wie man zu sagen pflegt, mit dem Leben "fertig werden". -- Bezeichnenderweise reagierte ich, als ich in meine zerbombte Heimatstadt zurückkehrte und feststellte, daß meine Angehörigen und fast alle früheren Freunde tot waren, mit einer psychosomatischen Krankheit. Ich fühlte-und niemals bin ich dieses Gefühl vollständig losgeworden -, daß ich hätte mit zugrunde gehen müssen. Natürlich waren an dieser Phantasie auch neurotische Kindheitskonflikte beteiligt, die ich später in zwei Psychoanalysen einigermaßen zu durchschauen lernte. Aber dahinter steckte mehr. Ich konnte mich damit nicht abfinden, daß wir alle auf diesem Weg der gemeinsamen Selbstzerstörung mitgegangen und fähig gewesen waren, unsere eigentlichen menschlichen Ziele zu verraten. Und so, wie ich schon dabei war, mein Leben einfach wie ein von einer Naturkatastrophe demoliertes Haus wieder aufzubauen, eifrig, brav und tüchtig, schien es mir, daß ich im Grunde nichts gelernt hatte. -- Es war leicht, sich nach dem langjährigen Gefängnisklima an die freiere Luft der Demokratie zu gewöhnen. Ich nahm die neuen Lebensumstände schlicht so hin, funktionierte wieder und riß mich zusammen, wie ich trainiert war. Aber ich kam mir dabei vor wie ein erstarrter alter Mann und zugleich noch wie das unfertige Kind, als das ich einst als Soldat in den Krieg gezogen war. Ich war absolut unfähig, mich im Zusammenhang der Erfahrungen der letzten Jahre zu begreifen und so etwas wie eine altersgemäße Identität zu finden. Die vier, fünf Jahre jüngeren Leute, denen ich begegnete, erschienen mir wie eine völlig neue Generation von unbekümmerten Naivlingen. Nicht viel anfangen konnte ich jedoch auch mit den nach allen Enttäuschungen abgebrühten "älteren Hasen", die auf ihre Weise die Antimoral des Krieges verinnerlicht hatten und sich glatt und konfliktfrei in die korrupte Schwarzmarkt-Szene der Nachkriegsjahre integrierten. Nur ganz wenige fand ich, mit denen ich überhaupt darüber reden konnte, was ich so nötig hatte zu verstehen, aber nicht fassen konnte. Dann suchte ich die Psychoanalyse zweifellos deshalb, weil ich einmal als Patient im Kriege das Glück gehabt hatte, von Werner Hollmann, einem Schüler Viktor von Weizsäckers, zu erfahren, daß ich auf diese Weise Aussicht hatte, an mich selbst besser heranzukommen. -- Es ging mir allmählich auf, daß es nicht nur meine individuellen Ängste waren, die mich durch Verdrängung von vielen intensiven Verwurzelungen in der untergegangenen Welt trennten. Ich war im Begriff, an einem falschen Leitbild von Normalität und Vollwertigkeit zu scheitern, das ich mit meiner Umwelt teilte. Ich wollte stabil und stark sein, aber vergessen, was kaputtgegangen war beziehungsweise was wir alle um uns und in uns aktiv kaputtgemacht hatten. Aber beides konnte ich nicht miteinander vereinbaren. Ich fürchte: davor, mich aufzulösen oder zumindest völlig wehrlos zu werden, wenn ich mich rückhaltlos für meine Ratlosigkeit öffnete. Das war aber nötig, um meiner eigenen Vergangenheit. Gestorbenen treu zu bleiben und in der inneren Kontinuität meines Lebens weiterexistieren zu können. Ich mußte mich unserer Vergangenheit schämen. Wenn ich aber die mir nahestehenden Toten in diese Scham einbezog, kam mir das Verrat an ihnen vor. Ich hätte die Getöteten gebraucht, um mit ihnen gemeinsam und nicht gegen sie die Erinnerung zu tilgen. Aber das war eben unmöglich. Und so verfiel ich auf den Versuch, in einer Weise weiterzuleben, die im Grunde genau die Bedingungen in sich enthielt, die unser gern Elend verursacht hatten. Diese Lebensweise paßte fatalerweise zu den übrigen Verhaltensvorschriften, nach denen ich mich zu richten gelernt hatte, um mich als Mann in Ordnung fühlen zu dürfen.- (aus der Einleitung) ISBN 9783498056872 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 397. Artikel-Nr. 1214216

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