Mit dem goldenen Zeitalter der Ansichtskarte um 1900 explodierten die Ideen der Ansichtskartenverlage, um noch mehr zu verkaufen. Eine dieser originellen Ideen war die Leporello-Ansichtskarte.

Bei Leporellos handelt es sich um Ansichtskarten, bei denen sich entweder aus einem kleinen Türchen auf der Motivseite oder aus einem seitlichen Schlitz zwischen Motiv- und Rückseite eine Serie kleiner gefalteter Bilder herausklappen lassen.

Wie keine andere besondere Ansichtskartenform, hielt und hält sich das Leporello am Markt und überdauert bisher sämtliche Zeitgeister. Klassische Leporellos offenbaren ihren topographischem Bezug oftmals erst auf den kleinen Leporellobildchen. Auf der Vorderseite werden zeitgemäße Abbildungen von Personen, Situationen oder Gegenständen gezeigt. War es in den Anfängen des Leporellos z.B. noch ein Briefträger oder ein Reisender mit Koffer, aus dessen Tasche eine Leporello fiel, waren es später kleine Jungen oder Mädchen mit Rucksäcken oder gar neueste technische Errungenschaften wie Fahrballons, Flugzeuge oder Autos. Zu Kriegszeiten war das Leporello ganz im patriotischen Sinne mit einem Soldaten mit Tornister abgebildet.

Einige bekannte Künstler wie z.B. John Wills und Arthur Thiele lieferten für Leporellos entsprechende Motive.

© Igor Wachtel, Bartko-Reher-Team: Dieser Text ist ursprünglich auf www.ansichtskartenversand.com erschienen

Leporello-Postkarten

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