Beschreibung
Postkarte mit aufmontiertem Zeitungsfoto von Franz Grothe bildseitig mit blauem Stift signiert. Umseitig Notiz von dritter Hand /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Franz Grothe (* 17. September 1908 in Berlin; ? 12. September 1982 in Köln; vollständiger Name Franz Johannes August Grothe) zählte zu den populärsten deutschen Komponisten und Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Seit Beginn des Tonfilms komponierte er viele Melodien und Schlager. Grothes Vater war Pianist, die Mutter Konzertsängerin. Mit fünf Jahren erhielt der Knabe Violinunterricht. Ein Jahr später begann er mit dem Klavierspielen. Bereits im zehnten Lebensjahr entstanden erste Kompositionen. Das Musiktalent schrieb sich zum Studium an der Musikhochschule Berlin ein. Nach einer ersten Zusammenarbeit mit dem damaligen Berliner Operettenkomponisten Hugo Hirsch im Sommer 1925 arrangierte Grothe im September 1926 dessen Revue Wieder Metropol, bei der er am Klavier saß und eine Jazz-Suite beitrug.[1] Daraufhin engagierte ihn Dajos Béla als Pianist und Arrangeur beim Orchester Dajos Béla, das damals exklusiv auf der Lindström-Marke Odeon veröffentlichte.[2] Hier konnte Grothe seine Fähigkeiten in den Arrangements der Stücke einbringen und auch eigene Kompositionen aufführen.[3] Ende der 1920er Jahre gelang Franz Grothe der Durchbruch, als der Tenor Richard Tauber dessen Komposition, das Lied Rosen und Frau?n, einsang.[4] Weitere Aufnahmen mit Tauber folgten. Die erste Filmmusik schuf Grothe für den Streifen Die Nacht gehört uns im Jahr 1929. Mit der Edition Franz Grothe hatte er 1931 seinen eigenen Musikverlag, der 1933 mit der Emigration seiner jüdischen Geschäftspartner aufgegeben werden musste. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten trat er zum 1. Mai 1933 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 2.580.427).[5][6] Grothes Lebensgefährtin in den 1930er Jahren war Anna ?Niuta? Joffe, die Stieftochter des in Frankreich und Deutschland erfolgreichen Filmproduzenten Gregor Rabinovitch. Als Rabinovitch, von der Filmkammer bedrängt, Berlin verließ und über Wien und Paris in die USA ging, besorgte er Grothe über Paul Kohner, zeitweilig Chef der Deutschen Universal, und den Universalgründer Carl Laemmle einen Vertrag bei den Universal-Filmstudios in Hollywood. Während Grothe sich im Mai 1936 nach Amerika einschiffte, lösten sich die Strukturen auf, die ihn in Hollywood forcieren sollten. Man setzte Grothe dank seines Vertrages zwar ein, doch sein Englisch war schlecht und er kam mit dem amerikanischen Studiosystem nicht klar. Im Dezember 1936 reiste Grothe, vermutlich mit den Rabinovitchs, nach Europa zurück.[7] Im Herbst 1937 arbeitete er in Wien mit der ebenfalls aus den USA zurückgekehrten Marta Eggerth und komponierte die Filmmusik zu Immer wenn ich glücklich bin.[8] Im Mai 1938 heiratete er in Oslo die norwegische Schauspielerin und Sängerin Kirsten Heiberg, die er im November 1937 in Wien kennengelernt hatte. Nach der Trennung des Paares im Sommer 1951 und Heibergs Rückkehr nach Norwegen, erfolgte im April 1960 die Scheidung.[9] In der Zeit des Zweiten Weltkrieges komponierte er neben Filmmusik auch ?Durchhaltelieder? wie 1941 Wir werden das Kind schon schaukeln und 1942 Wenn unser Berlin auch verdunkelt ist.[10] Im Jahr 1942 gelang Grothe ein Karrieresprung in der NS-Hierarchie: Er wurde stellvertretender ?Fachschaftsleiter Komponisten? der Reichsmusikkammer, Sendegruppenleiter ?Gehobenere Unterhaltungsmusik und Operette? beim Großdeutschen Rundfunk und künstlerischer Leiter des Deutschen Tanz- und Unterhaltungsorchesters.[11] Das aus 32 Mitgliedern bestehende und in der Trägerschaft des Rundfunks stehende Staatsorchester vereinte Spitzenmusiker der deutschen Tanzmusik und wartete neben Werken der modernen rhythmischen Unterhaltungsmusik auch mit bemerkenswerten Swingarrangements auf, die erkennbare Ähnlichkeit mit vergleichbaren internationalen Bands aufwiesen. Grothe und sein Co-Dirigent Georg Haentzschel sahen sich dabei seitens ihrer Vorgesetzten und a.
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