Abhandlung über die einfachste und sicherste Operations-Methode eingesperrter Leisten- und Schenkelbrüche. Nebst einem Anhange merkwürdiger auf den operativen Theil der Wundarzneykunst sich beziehender Beobachtungen. 2 Bde.

Veröffentlichungsdatum: 1805

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Wien : Bey J.V. Degen, 1805-1808, 8°, XVI, 297 pp.; XIV, 487 pp., mit 11 (2 zusätzlich) gefalt. Kupferstichtafel, Halbleder- und Pappband d.Zt. Erste Ausgabe! Franz Xaver Ritter v. Rudtorffer (1760-1833), "zu Wien, war daselbst am 8. Februar 1760 als Sohn eines Gewerbsmannes mit zahlreicher Familie geboren, sollte nach Bestimmung seines Vaters Wundarzt werden, trat demgemäß, nach dem Besuche des Jesuitengymnasiums bei einem Chirurgen in die Lehre, besuchte während seiner Lehrzeit auch die Vorlesungen des Professors Ferdin. v. Leber über Anatomie und Chirurgie und erlangte nach Verlauf von drei Jahren, 1777, den Freibrief. Er kehrte nun in das väterliche Haus zurück, um sich ungestört dem anatomisch-chirurgischen Studium zu widmen, wobei er sich namentlich der Unterstützung des Professors an der Universität Thomas Knauer, des Assistenten von Leber und des Joh. Brockmüller, Ordinarius im Bürgerspital, zu erfreuen hatte, indem es ihm durch deren Verwendung gestattet wurde, den häuslichen Ordinationen Leber's und den anatomischen Untersuchungen Knauer's beizuwohnen. Er besuchte auch die praktisch-chirurgische Lehranstalt in dem damals bestehenden vereinigten spanischen und heiligen Dreifaltigkeitsspitale, unter Professor Raphael Steidele, erlangte bereits zu Anfang des Jahres 1779 das Diplom als Magister der Chirurgie und wurde wegen seines Fleißes und Eifers noch in demselben Jahre zum Assistenten an dem genannten k. k. unirten Spitale ernannt. Nachdem er 1781 seine Assistentenstellung hatte aufgeben müssen, wurde er in dem 1784 eröffneten allgemeinen Krankenhause als Secundar-Wundarzt angestellt, auch mit der chirurgischen Besorgung der Irren und den gerichtlichen Leichenöffnungen betraut, der er eifrig bis zum Anfange des Jahres 1793 sich unterzog, wo er zum Primar-Wundarzt für die medicinischen Abtheilungen des Krankenhauses ernannt wurde. Im J. 1801 wurde ihm die Leitung der zweiten chirurgischen Abtheilung übertragen; er gab nun einen von vielen jungen Aerzten besuchten Privatuntericht über chirurgische Operationen und Verbände, den er indessen auf Befehl seiner mißgünstigen Vorgesetzten bald wieder einstellen mußte, bis er 1802 durch Regierungsdecret die Erlaubniß erhielt, ihn wieder aufzunehmen. Bald darauf erschien seine erste litterarische Leistung: "Ueber die einfachste und sicherste Operationsmethode eingesperrter Leisten- und Schenkelbrüche" (2 Thle., Wien 1805-1808 mit Kupf; neue Ausg. 1817), eine Arbeit, welche den von der Monikhoff'schen Gesellschaft zu Amsterdam ausgesetzten Preis erhielt und ins Holländische (1807) übersetzt wurde. Ueber die Steinschnittmethode des italienischen Chirurgen Pajola, der persönlich nach Wien gekommen war, um dieselbe zu demonstriren, schrieb er: "Abhandlung über die Operation des Blasensteins nach Pajola's Methode" (1808, m. 5 Kupf.; neue Aufl. 1817; 1818) und erhielt für diese Schrift und einige andere, der Würzburger medicinischen Facultät eingesendeten Arbeiten die medicinisch-chirurgische Doctorwürde. Die feindliche Invasion des Jahres 1809 machte seinen Vorlesungen ein Ende; dafür mußte er von den 2000 im Allgemeinen Krankenhause untergebrachten Verwundeten allein den vierten Theil zur Behandlung übernehmen, wobei er sich, mit Hintansetzung seiner eigenen Gesundheit so auszeichnete, daß sein Name bereits unter den Chirurgen ersten Ranges in der Hauptstadt genannt wurde. Nach dem Tode Leber's erhielt er die Lehrkanzel der theoretischen Chirurgie an der Universität, eröffnete am 10. Januar 1810, nachdem er mit Beginn des Jahres das Allgemeine Krankenhaus verlassen hatte, die Reihe seiner öffentlichen Vorlesungen und schrieb für dieselben: "Kurzer Abriß der speciellen Chirurgie für angehende Wundärzte" (Wien, Bd. 1 1812, neuer Abdruck 1818), ein Werkchen, welches indessen keine Fortsetzung fand; dagegen erschien mehrere Jahre später sein Hauptwerk: "Armamentarium chirurgicum selectum oder Abbildung und Beschreibung der vorzüglichsten älteren und neueren .…

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Bibliografische Details

Titel
Abhandlung über die einfachste und sicherste Operations-Methode eingesperrter Leisten- und Schenkelbrüche. Nebst einem Anhange merkwürdiger auf den operativen Theil der Wundarzneykunst sich beziehender Beobachtungen. 2 Bde.
Autor
Rudtorffer, Franz Xaver, Ritter v.
Erscheinungsjahr
1805
Einband
Hardcover
Auflage
1. Auflage
Verkäuferkataloge
Chirurgie

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