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Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware - Am 10. Dezember 1938 reist der 13-jährige Hans Kohlseisen mit einem von holländischen Quäkern organisierten Kindertransport nach England. Die folgenden zwölf Jahre verbringt er in Irland, getrennt von seiner durch das NS-Regime zersprengten Familie. In seinen Erinnerungen erzählt Hans Kohlseisen von seiner Kindheit in einer österreichischen Kleinstadt und dem Einschnitt, den das Jahr 1938 im Leben der Familie markiert hat. Kohlseisens Biographie führt in ein bisher wenig erforschtes Exilland. Sie zeigt auch, dass es einem traumatisierten Menschen gelingen kann, seinen Lebensmut wiederzufinden.
Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware - Alles sei vermarktbar warum sollte das neoliberale Credo nicht auch für den menschlichen Körper gelten Wie aber werden Körper, körperliche Funktionen und sein Innerstes zu einem kommerzialisierbaren Objekt Ausgangspunkt für die breite Palette an Marktangeboten ist die Idee des Defizitären. Um Mängel auszubessern, körperliche Funktionen zu optimieren oder innovativ zu kreieren, etablierten sich neue Industriezweige: Lebenserschaffende bzw. erhaltende Biotechnologien, der Boom der Plastischen Chirurgie, Fitness- und Schönheitsbranchen ebenso wie die Menschenproduktion im Labor. Was als gesellschaftlich unakzeptabel gilt, erfährt hingegen seine Verwerfung. In ihren Beiträgen geht Lisbeth N. Trallori den Interessen nach, die zur 'Landnahme' des weiblichen Körpers führten. Ihre Texte aus unterschiedlichen historischen Epochen zeigen auf, inwiefern in der Transformation menschlicher Körperlichkeit grundlegende Regulativa von Herrschaft, Macht und Geschlechterpolitik eingelassen sind, aber auch welche Schienen der 'Modernisierung' diese durchlaufen haben. 'Der Körper als Ware' ist eine Streitschrift wider die Ausbeutung, totale Liberalisierung und Ökonomisierung menschlicher Körper. Lisbeth N. Trallori ist feministische Sozialwissenschafterin, Archivarin, Protagonistin, Kritikerin und Verteidigerin der Neuen Frauenbewegung/en.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware - Julius Dickmann (1894-1942) war ein bedeutender marxistischer Theoretiker der Zwischenkriegszeit. Es gibt bislang keine Neuauflage seiner Schriften. Lediglich im Internet kursieren einige wenige Artikel von ihm. Die Schriften Dickmanns sind von großer Originalität und hohem theoretischen Niveau. Sein wichtigster Text 'Das Grundgesetz der sozialen Entwicklung' (Wien 1932) ist auch heute noch von Relevanz. Simone Weil war davon stark beeinflusst. Die von Peter Haumer verfasste politische Biografie Dickmanns stellt den ersten Teil der Publikation dar. Der zweite Teil macht seine wichtigsten theoretischen und politischen Schriften wieder zugänglich, darunter Auseinandersetzungen mit partei- und klassentheoretischen Fragen. Außerdem werden jene Postkarten erstmals publiziert, die Dickmann während der nationalsozialistischen Herrschaft an seine Nichte geschrieben hat.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware - 'Fremde von Staats wegen' ist ein wichtiger Beitrag zu einer systematischen Neu-Aufarbeitung der Geschichte der österreichischen 'Fremdenpolitik ' aus kapitalismus- und staatskritischer Perspektive. Ausschlaggebend für Form und Änderungen der Gesetzgebung sind dabei stets ökonomische Faktoren. Von der aktiven Anwerbung von ausländischen Arbeitskräften über Aufnahmestopp und Grenzschließung, von der Aktivierung von Arbeitskräften aus der osteuropäischen Peripherie bis zur neoliberalen Selektionspolitik der Gegenwart: Lisa Grösel zeichnet umfassend und detailliert die Entwicklung staatlicher Politik in Bezug auf AusländerInnenbeschäftigung, Zuwanderung oder Asyl im Kontext sich wandelnder gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse nach. Der Band ist aber auch eine Fallstudie der Transformation nationalstaatlich verfasster Politik im Europa der postfordistischen Globalisierung. Migrationspolitik wird dabei im Wesentlichen als Regulation von Arbeit im Interesse des herrschenden Akkumulationsregimes gelesen. Der Band schließt eine Lücke: Jenseits von Empörung und humanitären Diskursen wird das politische Feld der Migration und die grundlegende legislativ-rechtliche Spaltung in Staatsangehörige und Fremde als struktureller Ausbeutungsmechanismus analysiert.
Buch. Zustand: Neu. Neuware - Jura Soyfers Werk ist ein Dokument der 1930er Jahre und dennoch heute immer noch aktuell. Seine Gedichte, Feuilletons, Theaterstü cke und Kabarettnummern handeln von der Selbstbestimmung des Menschen im Zeitalter einer rasanten technischen Entwicklung, aber auch von der Utopie einer gerechten Gesellschaft. Sie sind unterhaltend, spannend und aktuell. Das Buch bietet einen Querschnitt durch die Romane, Theaterstücke und lyrischen Arbeiten Soyfers. Den Bogen zum Heute spannen zeitgenössische SchriftstellerInnen, die sich mit dem Werk von Soyfer in eigenen Texten auseinandersetzen: Elisabeth Reichart, Mieze Medusa, Doron Rabinovici, Julya Rabinowich, Heinz R. Unger. Am 4. Dezember 2013 fand im Wiener Theater Rabenhof die Gala '100 Jahre Jura Soyfer' statt. Auf der dem Buch beigefügten CD sind Highlights aus dem Programm zu hören.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware - Der k.u.k. Offizier Theodor von Lerch (1869-945) zählt in Japan neben Mozart zu den bekanntesten Österreichern. Er gilt dort als eine Art Kulturheros, der den alpinen Skilauf beim japanischen Militär einführte und etablierte. Als Schüler des berühmten Lilienfelder Skipioniers Matthias Zdarsky (1856-1940) trat er 1910 einen zweijährigen Japan-Aufenthalt bei der Armee an, um die Infanterie im alpinen Skilauf zu instruieren. Die Soldaten erwiesen sich als gelehrige Schüler, und bald folgte die Verbreitung des alpinen Skilaufs auch unter der Zivilbevölkerung. Drei Denkmäler erinnern heute in Japan an Lerch, während er in Österreich so gut wie vergessen ist. Das Buch besteht aus Lerchs ca. 1926 abgefassten, bisher unveröffentlichten Erinnerungen an Japan, ergänzenden Aufsätzen u. a. zu seiner Person, zur Geschichte Japans 1910 bis 1912, zur Entwicklung des alpinen Skilaufs überhaupt und zu dessen Höhenflug und Niedergang in Japan, sowie zum Nachwirken Lerchs in Skigebieten Hokkaidos bis in die Gegenwart. Lerchs Wirken in Japan stellt ein Beispiel für einen bedeutenden Kulturtransfer von Österreich nach Japan zu Beginn des 20. Jhdt.s dar.
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Buch. Zustand: Neu. Neuware - Es war der größte Literaturskandal des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Als Oskar Panizzas antikatholische Satire 'Das Liebeskonzil' 1894 in einem Schweizer Kleinverlag erschien, war zunächst nicht abzusehen, dass das Werk jahrzehntelang die Gerichte beschäftigen würde. Trotz prominenter Fürsprecher wie Theodor Fontane oder Kurt Tucholsky wurde das Buch beschlagnahmt, verboten, der Autor verurteilt, entmündigt und psychiatriert. Die Darstellung des Vatikans als Ort des Lasters, Gottvater als klappriger Tattergreis, der schließlich den Teufel beauftragt, den Menschen die Syphilis zu schicken, um sie für ihre Fleischeslust zu bestrafen - das alles war und ist zu viel für so manches sittliche Gemüt. Der Schauspieler Wolfram Berger hat nun eine ebenso amüsante wie bissige Hörspiel- Version des Liebeskonzils erarbeitet. Begleitet von den Klängen des Geigenvirtuosen Toni Burger spricht er sämtliche Rollen, gibt den Teufel, den Papst und auch den lieben Gott und turnt akrobatisch und sprachgewandt durch Himmel und Hölle. 2. Platz des Ö1-Hörspielpreises 2014.