Sprache: Deutsch
Verlag: [München] : Claassen Verlag c 2000., 2000
ISBN 10: 3546002024 ISBN 13: 9783546002028
Anbieter: BOUQUINIST, München, BY, Deutschland
Erstausgabe
Zustand: Sehr gut. Erstausgabe. 413 (3) Seiten mit vielen Abbildungen. 22 cm. Umschlaggestaltung: Stefan Hilden. Sehr guter Zustand. Minimale Rotverfärbung an der Schutzumschlagrückseite. Als eigensinnige und viel besungene Gefährtin des Jugendstildichters Richard Dehmel ging sie in die Geschichte ein und wurde - fast - mit ihm vergessen: Ida Dehmel. Matthias Wegner zeichnet mit dem Leben der deutschen Jüdin ein dramatisches Schicksal zwischen dem 19. Jahrhundert und dem Nationalsozialismus nach. Er entwirft das brillante Porträt einer faszinierenden Frau, die ihre Kreativität in den Dienst anderer stellte und sich dennoch ihre Autonomie bewahrte. Eine Geschichte, die sich erregend und so reich an Überraschungen liest wie der Roman einer Epoche. - Matthias Wegner, geboren 1937 in Hamburg, studierte Literatur und Kunstgeschichte. Nach vielen Jahren als Verleger ist er seit 1990 auch als Publizist und Herausgeber tätig. - Ida Dehmel (* 14. Januar 1870 in Bingen am Rhein; 29. September 1942 in Hamburg) war Lyrikerin und Frauenrechtlerin. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie als Jüdin verfolgt. Leben und Werk: Die als Ida Coblenz in Bingen am Rhein Geborene wurde als die zweite Ehefrau von Richard Dehmel bekannt. Zuvor musste sie als Tochter einer reichen und orthodoxen jüdischen Familie 1895 den jüdischen Kaufmann Leopold Auerbach heiraten. Diese Ehe verlief sehr unglücklich. In Bingen lernte sie 1892 Stefan George kennen, mit dem sie für einige Jahre eine enge Freundschaft verband. Mit ihrem Mann zog sie nach Berlin und wurde im Friedrichshagener Dichterkreis heimisch. In diesem Kreis lernte sie auch Richard Dehmel kennen, den sie im Oktober 1901 heiratete. Die befreundete Berliner Malerin Julie Wolfthorn fertigte zwei Portraits der Eheleute Dehmel, beide Ölgemälde wurden auf der 3. Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes 1906 im Großherzoglichen Museum in Weimar gezeigt. Nach ausgiebigen Reisen zogen beide in das als Dehmelhaus bekannt gewordene neue Domizil in Hamburg. 1916 gründete sie mit der Kunsthistorikerin Rosa Schapire den Frauenbund zur Förderung deutscher bildender Kunst. 1926 gründete sie die Vereinigung Hamburger Künstlerinnen. Ebenfalls 1926 gründete sie die GEDOK (Gemeinschaft deutscher und österreichischer Künstlerinnen aller Kunstgattungen). Kurz nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurde sie 1933 auf Grund ihrer jüdischen Herkunft zum Rücktritt aus dem Vorstand gezwungen und letztlich aus der GEDOK ausgeschlossen. Sie blieb im vom Antisemitismus geprägten Deutschen Reich, unter anderem, um sich weiter um den Nachlass ihres Mannes kümmern zu können. Als Jüdin verfolgt, vereinsamt und von schwerer Krankheit geplagt, nahm sie sich 1942 nach dem Beginn der Deportation der Hamburger Juden ins Ghetto Litzmannstadt (Lódz) mit einer Überdosis Schlaftabletten das Leben. Die GEDOK verleiht alle 3 Jahre den Ida-Dehmel-Literaturpreis. . . . Aus: wikipedia-Ida_Dehmel. -- Matthias Wegner, geboren 1937 in Hamburg, studierte Literatur- und Kunstgeschichte. Nach vielen Jahren als Verleger ist er jetzt freier Publizist. Der Titel seines neuen Buches lautet: "Aber die Liebe. Der Lebenstraum der Ida Dehmel". Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 657 Weinrotes Leinen mit farbigen Vorsätzen, hellrotgeprägten Rückentiteln, Lesebändchen und Schutzumschlag.