Buch. Zustand: Neu. Neuware - »Ich will diesen letzten Brief an Dich im Imperfekt schreiben. Wahrscheinlich sagt Dir dieses Wort nicht viel, und ich will Dich nicht mit Grammatik langweilen. Das Imperfekt gefiel Dir aber immer. Vielleicht, weil es Nachdruck hat, Erhabenheit. Es ist die Form des ganz und gar Endgültigen, des für immer Vergangenen, der Hymnen auch. Zwar holpert und stakst es gelegentlich und ist nicht so geläufig wie die sogenannt vollendete Gegenwart, in der man meistens erzählt, dem Perfekt. Das Imperfekte scheint mir aber jetzt würdiger und perfekter als alles Perfekte einer noch so vollendeten Gegenwart.
Buch. Zustand: Neu. Neuware - Acht Jahre nach Erscheinen der Trilogie des Schmerzes und Verlustes überrascht Karin Richner mit einem zauberhaften neuen Roman. Wir schreiben das Jahr 1874. Yrjan und Vanda, beide den Naturwissenachaften und den neuen Errungenschaften der Forschung zugetan, erfahren die Welt in Briefen von ihrem Freund Viktor, der sich auf Reisen in kaum erforschte Gebiete bewegt.1928 begegnen wir Gustav, einem Architekten in einer größeren Stadt, der zu ergründen versucht, warum sein Großvater als junger Mann aus seiner Heimat emigriert ist. Ihn erreichen Briefe einer Bekannten, die sich auf Reisen befindet, um für eine Universität Aquarelle der Meeresflora und -Fauna anzufertigen. Die Onlinejournalistin Louise nimmt uns 2013, auf ihrer Suche nach außergewöhnlichen Orten, mit zu einem paläolithischen Grab, wir erfahren von Tristan, der eine Chronometrie bestitzt.Marginalien in alten Handschriften gleich begegnen wir Klavier spielenden Automaten und Luftschiffen, mechanischen Vögeln, einem Museum der Automaten, finden uns mitten in einem Prozess der Digitalisierung von Büchern wieder und schließen Bekanntschaft mit dem Pflegeroboter Ida.Die Reise geht weiter: 2167, 2218, 2351. Durch Kriege und apokalyptische Szenerien hindurch wächst der Walnussbaum und in seine Ringe eingeschrieben die Frage: Was macht den Menschen zum Menschen.
Buch. Zustand: Neu. Neuware - Mit Amazonia, dem siebten Buch des Abracadabra-Projektes, lädt uns Patrick Deville zu einem prächtig kolorierten literarischen Karneval ein, auf eine Fahrt den Amazonas hinauf von Belém am Atlantik bis Santa Elena am Pazifik, eine Reise quer durch den lateinamerikanischen Subkontinent mitsamt einer Überquerung der Andenkette. Mit Deville entdecken wir Santarém, den Río Negro, Manaus, Iquitos, Guayaquil und zu guter Letzt die Galápagosinseln, ein wahrhaftiger Hafen des Friedens in einer wieder einmal verrückt gewordenen Welt, die gerade kräftig die Flammen ihrer eigenen Auslöschung anfacht.Der Roman taucht tief in die Vergangenheit ein bis zu den ersten europäischen Konquistadoren, die auf der Suche nach Gold und Reichtümern in eine noch unbekannte Welt voller Legenden und Überraschungen vorstießen: Eldorado. Spätere Forschungsreisende kartografierten diese unbekannten Lande, dieses Labyrinth der Flüsse und Nebenflüsse. Abenteurer und Industrielle beuteten das Land aus, Kautschuk, Kaffee etc. machten erst ein Vermögen und dann Pleite, die Welt, eine einzige Raserei. In dieser schillernden Landschaft, dieser überbordenden Natur, masslos in jeder Hinsicht, entschied sich manch ein Schicksal. Die Bühne betreten uns wohlbekannte Abenteurer, Hasardeure und vom Wahnsinn Getriebene: Lope de Aguirre, der Zorn Gottes; Brian Sweeney Fitzgerald, genannt Fitzcarraldo, Simon Bolívar, Alexander Humboldt, Charles Darwin.Deville reist diesmal mit seinem Sohn Pierre, erzählt wird so en plus eine Vater-Sohn- Geschichte, wie sie Deville immer schon interessiert hat: Malcolm Lowry und sein Vater, Jonas Savimbi und dessen Vater, Kipling und sein Sohn. Die Reise durch die Geschichte und Geografie Amazoniens ist dem französischen Romancier Gelegenheit genug, auch die Frevel an der Umwelt zu beschreiben, wie sie sich dem heutigen Reisenden zeigen, und folgerichtig auf die katastrophalen Folgen für das Klima und unsere Zukunft hinzuweisen.