Rosarote strassenterror roman (2 Ergebnisse)

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  • Sprache: Englisch

    Verlag: Berlin., Oberbaumverlag - Verlag für Politik und Ökonomie, 1974

    3876280699 / 9783876280691

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    244 S., 2 Bll. 8°, illustr. Orig.-Kart. 1.-3. Tausend. - (=Herausgegeben und kommentiert von Arbeitskollektiv ?Proletarisch-revolutionäre Romane. 13.?) - Gut erhalten. 400 gr.

  • Verlag: Berlin, Oberbaumverlag 1974., 1974

    • Softcover
    • Erstausgabe

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    8°. 244 S., 2 Bl. Illustrierter Okart. Kleines Monogramm am Oberrand des Vorderdeckels und Namensausschnitt am Vortitel an derselben Stelle (kein Textverlust), sonst gutes Exemplar. Erste Ausgabe. Reihe proletarisch-revolutionärer Romane 13. Der linke österreichische Autor (1923-1991) hatte ein bewegtes Leben. Zunächst war er Hilfs- und Wanderarbeiter in der Landwirtschaft und beim Zirkus und sympathisierte mit der KPÖ, bevor er 1941 zur Wehrmacht eingezogen wurde und als Soldat in Finnland schwer verwundet wurde. Gemeinsam mit einem österreichischen Kameraden beging er dort auch kleinere Sabotageakte, worauf beide verhaftet, nach Berlin überstellt und angeklagt wurden. Zunächst freigesprochen verurteilte man sie nach Berufung durch die Staatanwaltschaft aber zu acht Monaten Haft, abzubüßen nach Kriegsende. Dann als Flakhelfer in seiner Heimat eingesetzt, wurde Wiesinger erneut verhaftet und ins Gefängnis geworfen, wo er fast an einer Lungenblutung starb. Nach dem Krieg trat er der nun wieder legalen KPÖ bei. Er publizierte in deren Parteiorgan "Neue Zeit" und arbeitete als Kultur- und Reisejournalist, verdiente sein Geld aber mit dem Verfassen von betont amerikafreundlichen Heftromanen, die entgegen seiner bisherigen politischen Überzeugung im Spionagemilieu des Kalten Krieges spielten. In den frühen 1950er-Jahren engagierte er sich beim Wiederaufbau des Linzer Kulturlebens und inziierte mit Paul Blaha und Kurt Klinger den "Club der Todnahen", der mit existenzialistischen-makabren Aktionen von sich reden machte und gründete 1953 mit Blaha und anderen auch das Linzer Kellertheater. Nach anfänglichen Erfolgen als humanistisch-gesellschaftskritischer Dramatiker, verlegte er sich später auf zeitgeschichtlich-politische Prosa, die aber in der österreichischen Literaturszene weniger Beachtung fand und ihn in eine tiefe Schaffenskrise stürzte. Diese überwand er mit einem Schelmenstreich indem er unter dem Pseudonym Max Maetz experimentelle Kurzprosa verfasste, die angeblich vom wilden Leben eines oberösterreichischen Jungbauern berichtete. Er schickte die Texte Otto Breicha, der sie begeistert in seiner Zeitschrift "protokolle" publizierte. Weitere Publikationen in anderen Zeitschriften und auch Autorenlesungen folgten, für die er eigens einen Schauspieler engagierte, der den Jungbauern spielte! Er stand diesem späten Erfolg aber ambivalent gegenüber, er genoss zwar den unerwarteten Erfolg und erhielt Zuspruch von Kollegen wie Gerard Rühm, H.C. Artmann oder Peter Turrini, litt andererseits aber darunter, daß er nicht für das wahrgenommen wurde, was ihm wichtig war, die Politisierung der Literatur in der Tradition des politisch-revolutionären Romans der Zwischenkriegszeit. Seine Kunstfigur Maetz ließ er bei einem angeblichen Traktorunfall ums Leben kommen und lud die ihm auf den Leim gegangenen Journalisten zur Trauerfeier ein, was zu einem Skandal führte. 1990, nach dem Zerfall des Ostblocks, erklärte er seinen Parteiaustritt aus der KPÖ, der mit den Worten endet "Vorwärts Genossen, es geht überall zurück!" (frei nach Wikipedia u.a.). Zum 1966 von Rolf Dieter Brinkmann, Peter O. Chotjewitz und Peter Handke gegründeten Oberaumverlag bzw. der Oberbaumpresse siehe Spindler 18, der aber nur die reinen Pressendrucke listet und die zahlreichen Publikationen von Underground-Literatur und für linke Gruppierungen der Studentenrevolte, wie z.B. die Agitationszeitung "Oberbaumblatt" der Gruppe um Rudi Dutschke, nur summarisch erwähnt. Sprache: de.…