Diskurs von bublitz hannelore (3 Ergebnisse)

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Softcover. Zustand: As New. Leichte Kratzer / Abnutzungen / Druckstellen. Mit Michel Foucaults folgenreichem Diktum vom Verschwinden des Subjekts begann die Erfolgsgeschichte des Diskursbegriffs, der seit einigen Jahren auch in der Soziologie an Bedeutung gewinnt, insofern er der »Materialität« und Eigendynamik von Kultur Rechnung trägt. Diese Einführung behandelt zunächst die diskurstheoretische Untergrabung strukturalistischer Leitlinien. Anschließend werden zentrale Begriffe wie »Dekonstruktion«, »Genealogie«, »diskursive Praktiken« und »Performativität« geklärt, um dann den Komplex »Macht-Wissen-Körper-Subjekt« in seiner gesellschaftstheoretischen Dimension in den Blick zu nehmen. Der Text revidiert im Anschluss an Foucault und Butler eine Auffassung von Gesellschaft als gleichsam »äußerer« Macht, die einseitig auf ein Individuum einwirkt, und ersetzt diese Auffassung durch eine Konzeption von Gesellschaft, die dem Individuum eine soziale Existenz zuallererst gewährt und sich, wie das Subjekt, performativ konstituiert.…

Der Gesellschaftskörper: Zur Neuordnung von Kultur und Geschlecht um 1900 von Hannelore Bublitz (Autor), Christine Hanke (Autor), Andrea Seier (Autor) Der Gesellschaftskoerper Der diskursanalytische Blick geht davon aus, dass soziale Wirklichkeit ein Effekt von Diskursstrukturen ist. Wenn in diesem Band von der Kulturkrise um die Jahrhundertwende die Rede ist, dann also nicht im Sinne eines sozialhistorischen Faktums, sondern als diskursives Ereignis. Der Kulturkrisen-Diskurs® um 1900 objektiviert sich in Form von Problematisierungen der Geschlechterordnung, der Kulturentwicklung, des Volks- und Rassekörpers® und seiner moralischen Bedrohung. In der Rede über die Krise der Kultur findet eine produktive Neuordnung der kulturellen Ordnung statt - produktiv insofern, als Kultur als scheinbar gesicherte, sinnstiftende Kategorie neu konstituiert wird. Auch der Körper, das Subjekt, das Geschlecht und die Bevölkerung unterliegen dieser Neuordnung. Die Einheit der Gesellschaft wird nun über de
Hannelore Bublitz (Autor), Christine Hanke (Autor), Andrea Seier (Autor)
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Softcover. Zustand: gut. 2000. Der diskursanalytische Blick geht davon aus, dass soziale Wirklichkeit ein Effekt von Diskursstrukturen ist. Wenn in diesem Band von der Kulturkrise um die Jahrhundertwende die Rede ist, dann also nicht im Sinne eines sozialhistorischen Faktums, sondern als diskursives Ereignis. Der Kulturkrisen-Diskurs® um 1900 objektiviert sich in Form von Problematisierungen der Geschlechterordnung, der Kulturentwicklung, des Volks- und Rassekörpers® und seiner moralischen Bedrohung. In der Rede über die Krise der Kultur findet eine produktive Neuordnung der kulturellen Ordnung statt - produktiv insofern, als Kultur als scheinbar gesicherte, sinnstiftende Kategorie neu konstituiert wird. Auch der Körper, das Subjekt, das Geschlecht und die Bevölkerung unterliegen dieser Neuordnung. Die Einheit der Gesellschaft wird nun über den Körper gestiftet: Der Körper interveniert in die heterogenen Diskurse und ist, vermessen und karthographiert, als Geschlechts-, Rasse®-, Kultur- und Gesellschaftskörper konstitutiv für die soziale Ordnung. Der Band stellt diese Diskurse sowohl in ihrer Heterogenität als auch in ihrer Verweisungsstruktur vor. Die Ausgangsthese lautet, dass der Geschlechterkonflikt das zentrale Paradigma des Kulturkrisendiskurses um 1900 bildet. Im ersten Kapitel führt Hannelore Bublitz die Ergebnisse der einzelnen Diskursanalysen zur Forschungsfrage des Projekts zusammen: Hier werden die diskursiven Kreuzungen sichtbar, die Geschlecht als Element einer Bevölkerungs- und Geschlechterpolitik der Humanwissenschaften im Rahmen der Kulturkrisendebatte um 1900 hervorbringen. Im zweitem, methodologisch-methodischen Kapitel erörtern Christine Hanke und Andrea Seier Fragestellungen und Vorgehensweisen, die sich sowohl aus dem methodischen Ansatz der Foucault'schen Diskursanalyse als auch aus dem Diskursmaterial in der Forschungspraxis ergaben. In den weiteren drei Kapiteln werden die einzelnen Diskursanalysen präsentiert: Andrea Seier stellt die diskursive Konstitution von Kultur und deren Wahrheitseffekte im Rahmen kulturwissenschaftlicher Diskurse vor. Christine Hanke analysiert die Konstruktionsweisen von Rasse® in der physischen Anthropologie, als deren Wirkungen die räumlichen und zeitlichen Fragmentierungen des Bevölkerungskörpers beschrieben werden können. Hannelore Bublitz zeigt schließlich, dass der biologische Naturalismus die Diskurse über Kultur und Gesellschaft am Ende des 19. Jahrhunderts in weiten Teilen bestimmt. Durch die Untersuchung der Problematisierungsweisen von Kultur erhellt dieser Band den Prozess der diskursiven Formation von Gesellschaft. Hannelore Bublitz ist Professorin für Allgemeine Soziologie, Sozialwissenschaften und Sozialphilosophie an der Universität-GH Paderborn. Christine Hanke, Film- und Textwissenschaftlerin, und Andrea Seier, Filmwissenschaftlerin, arbeiten im dortigen DFG-Projekt Die Ordnung der Geschlechterverhältnisse Der Gesellschaftskörper: Zur Neuordnung von Kultur und Geschlecht um 1900 von Hannelore Bublitz (Autor), Christine Hanke (Autor), Andrea Seier (Autor) In deutscher Sprache. 328 pages. 20,8 x 14,6 x 2,2 cm.…