Isbn: 9783949379253 - recht und moral: das vermächtnis fritz bauers (wissenschaftliche reihe des fritz bauer forums) (4 Ergebnisse)

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    Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware - Der Band enthält Beiträge der Eröffnungstagung des Fritz Bauer Forums im Mai 2025. Thematischer Ausgangspunkt ist ein 1945 erschienener Beitrag, in dem sich Fritz Bauer mit international anerkannten Rechtsnormen als Grundlage einer Weltmoral auseinandersetzt und klarstellt, wo für ihn die Moral beginnt:'Moral ist eine Wahl, die der Einzelne trifft, sein Bekenntnis, sein Wunschtraum von dem, was sein sollte. Die erste Wahl, vor die der Einzelne gestellt wird, wenn er sich mit moralischen Problemen beschäftigt, gilt der Frage, inwieweit er ja oder nein zu den Gegebenheiten sagen will. Die Neigung, sich mit den Gegebenheiten abzufinden, ist groß.' Bauers begründeter Verdacht gegenüber aller Arten von Rechtspositivismus, sich unter dem Mäntelchen des Realismus mit der Wirklichkeit abzufinden, wird an Beispielen exemplifiziert. Fand der Widerstand der Opfer und Überlebenden, der für Bauer mit dem Kampf um des Menschen Rechte identisch war, und sein Appell an mitmenschliche Solidarität, einen positiven Widerhall in der Gesellschaft und Justiz Welche Rolle spielte politische Interessenspolitik für das Verhältnis von Recht und Moral, das Bauer der jungen Generation vermitteln wollte Auch in völkerrechtlichen Texten nehmen die Menschenwürde und die Menschenrechte einen besonderen Platz ein. Seit 1968 ist die Beziehung zwischen Recht und Moral enger geworden. Die angewachsene Zahl von Verträgen menschenrechtlichen Inhalts, die Schaffung internationaler Strafgerichte, das zunehmende Bewusstsein für die Geltung des Weltrechtsprinzips und die Existenz vieler zivilgesellschaftlicher Organisationen sind ein Ausweis dafür. Fritz Bauer könnte sich bestätigt fühlen. Doch wir ahnen alle, dass der Weg nicht unbedingt weiter in dieselbe Richtung führt. Der Druck auf liberale Gesellschaften nimmt zu, politischer Opportunismus verführt zum Schweigen dort, wo Missstände benannt werden müssten, das Völkerrecht wird belächelt, weil es vor den Realitäten der Machtpolitik zu scheitern scheint. Die Herausforderungen sind groß, auch weil so viel auf dem Spiel steht.Mit Beiträgen von Gerd Hankel, Ulrike Jureit, Stephan Lehnstaedt, Maria-Sibylla Lotter, Thies Münchow, Arnd Pollmann, Jan Philipp Reemtsma, Pierre Thielbörger, Moshe Zimmermann.…

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    Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware -Der Band enthält Beiträge der Eröffnungstagung des Fritz Bauer Forums im Mai 2025. Thematischer Ausgangspunkt ist ein 1945 erschienener Beitrag, in dem sich Fritz Bauer mit international anerkannten Rechtsnormen als Grundlage einer Weltmoral auseinandersetzt und klarstellt, wo für ihn die Moral beginnt:'Moral ist eine Wahl, die der Einzelne trifft, sein Bekenntnis, sein Wunschtraum von dem, was sein sollte. Die erste Wahl, vor die der Einzelne gestellt wird, wenn er sich mit moralischen Problemen beschäftigt, gilt der Frage, inwieweit er ja oder nein zu den Gegebenheiten sagen will. Die Neigung, sich mit den Gegebenheiten abzufinden, ist groß.' Bauers begründeter Verdacht gegenüber aller Arten von Rechtspositivismus, sich unter dem Mäntelchen des Realismus mit der Wirklichkeit abzufinden, wird an Beispielen exemplifiziert. Fand der Widerstand der Opfer und Überlebenden, der für Bauer mit dem Kampf um des Menschen Rechte identisch war, und sein Appell an mitmenschliche Solidarität, einen positiven Widerhall in der Gesellschaft und Justiz Welche Rolle spielte politische Interessenspolitik für das Verhältnis von Recht und Moral, das Bauer der jungen Generation vermitteln wollte Auch in völkerrechtlichen Texten nehmen die Menschenwürde und die Menschenrechte einen besonderen Platz ein. Seit 1968 ist die Beziehung zwischen Recht und Moral enger geworden. Die angewachsene Zahl von Verträgen menschenrechtlichen Inhalts, die Schaffung internationaler Strafgerichte, das zunehmende Bewusstsein für die Geltung des Weltrechtsprinzips und die Existenz vieler zivilgesellschaftlicher Organisationen sind ein Ausweis dafür. Fritz Bauer könnte sich bestätigt fühlen. Doch wir ahnen alle, dass der Weg nicht unbedingt weiter in dieselbe Richtung führt. Der Druck auf liberale Gesellschaften nimmt zu, politischer Opportunismus verführt zum Schweigen dort, wo Missstände benannt werden müssten, das Völkerrecht wird belächelt, weil es vor den Realitäten der Machtpolitik zu scheitern scheint. Die Herausforderungen sind groß, auch weil so viel auf dem Spiel steht.Mit Beiträgen von Gerd Hankel, Ulrike Jureit, Stephan Lehnstaedt, Maria-Sibylla Lotter, Thies Münchow, Arnd Pollmann, Jan Philipp Reemtsma, Pierre Thielbörger, Moshe Zimmermann.GPSR Kontakt, Harvestehuder Weg 42, 20149 Hamburg 146 pp. Deutsch.…