9783893227617 - fischli/weiss: raum unter der treppe von ammann, jean-christophe; lauter, rolf (2 Ergebnisse)

Fischli/Weiss (First Edition)
[Peter Fischli, David Weiss] Rolf Lauter, Jean-Christophe Ammann (texts)
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First Edition. First Edition. Near Fine in illustrated card wrappers. Text in German and English. Light tap to crown and light soil and creasing to rear panel.

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Softcover. Zustand: Sehr gut. 1. Auflage. W : 40 Seiten/pages, zahlreiche Abbildungen - Peter Fischli & David Weiss haben im Frühjahr 1993 für einen sehr schmalen, langgestreckten, in der Tiefe niedriger werden- den, unscheinbaren Raum im Frankfurter Museum für Moderne Kunst eine Installation konzipiert, die an eine Abstellka…mmer oder an einen Arbeitsraum erinnert. Der Raum unter der Treppe - ein Titel, der eine exakte Ortsbezeichnung im architektonischen Zusammenhang vermittelt - ist durch eine schmale Holztür verschlossen. Nur ein kleines Fenster im oberen Teil der Tür ermöglicht es dem Betrachter, einen Blick in diesen Raum zu werfen. Und genau bei diesem 'Augen-Blick' beginnt der ästhetische und inhaltliche Ansatz der Arbeit. Fischli/Weiss haben mit dem Raum unter der Treppe einen Alltagsraum und eine Vielzahl von alltäglichen Situationen täuschend echt nachgestellt, indem sie etwas mehr als 100 Gegenstände aus Polyurethan - also einem sehr weichen, leichten Kunststoff - geschnitzt und anschließend mit Acryl- und Dispersionsfarbe bemalt haben. Die Gegenstände beziehen sich auf Tätigkeiten, die in diesem Museum ausgeführt werden sowie auf die Personen, mit denen sie in Verbindung zu bringen sind. Die scheinbare Leichtigkeit und Glaubwürdigkeit des Werkes wird allein durch eine äußerst präzis vorbereitete und bis ins Detail sorgfältig ausgeführte Komposition ermöglicht. Kunst ersetzt Wirklichkeit, um gleichzeitig aber als eine eigenständige Wirklichkeit auf das Leben zurückzuverweisen. Die Dialektik zwischen Original und Kopie veranlasst zum Nachdenken und Hinterfragen der Realität und zum Reflektieren über die subjektive Vorstellung von Realität. Das Kunstwerk wird hier zum ästhetischen Störfaktor, zu einer Falle. Bereits der erste flüchtige 'Augen-Blick' wird dem Betrachter zum Verhängnis. Er wird gefangen von seinen eigenen Gedanken und muss unweigerlich über die Kunst, die Institution Museum und über seine Vorstellungen von einer privaten und kollektiven Wirklichkeit nachdenken.