Sprache: Englisch
Verlag: Museum fur Moderne Kunst, Frankfurt, 1995
ISBN 10: 389322761X ISBN 13: 9783893227617
Anbieter: Royal Books, Inc., ABAA, Baltimore, MD, USA
Erstausgabe
First Edition. First Edition. Near Fine in illustrated card wrappers. Text in German and English. Light tap to crown and light soil and creasing to rear panel.
Anbieter: Antiquariat UEBUE, Zürich, Schweiz
Erstausgabe
Softcover. Zustand: Sehr gut. 1. Auflage. W : 40 Seiten/pages, zahlreiche Abbildungen - Peter Fischli & David Weiss haben im Fru?hjahr 1993 fu?r einen sehr schmalen, langgestreckten, in der Tiefe niedriger werden- den, unscheinbaren Raum im Frankfurter Museum fu?r Moderne Kunst eine Installation konzipiert, die an eine Abstellkammer oder an einen Arbeitsraum erinnert. Der Raum unter der Treppe - ein Titel, der eine exakte Ortsbezeichnung im architektonischen Zusammenhang vermittelt - ist durch eine schmale Holztu?r verschlossen. Nur ein kleines Fenster im oberen Teil der Tu?r ermo?glicht es dem Betrachter, einen Blick in diesen Raum zu werfen. Und genau bei diesem 'Augen-Blick' beginnt der a?sthetische und inhaltliche Ansatz der Arbeit. Fischli/Weiss haben mit dem Raum unter der Treppe einen Alltagsraum und eine Vielzahl von allta?glichen Situationen ta?uschend echt nachgestellt, indem sie etwas mehr als 100 Gegensta?nde aus Polyurethan - also einem sehr weichen, leichten Kunststoff - geschnitzt und anschließend mit Acryl- und Dispersionsfarbe bemalt haben. Die Gegensta?nde beziehen sich auf Ta?tigkeiten, die in diesem Museum ausgefu?hrt werden sowie auf die Personen, mit denen sie in Verbindung zu bringen sind. Die scheinbare Leichtigkeit und Glaubwu?rdigkeit des Werkes wird allein durch eine a?ußerst pra?zis vorbereitete und bis ins Detail sorgfa?ltig ausgefu?hrte Komposition ermo?glicht. Kunst ersetzt Wirklichkeit, um gleichzeitig aber als eine eigensta?ndige Wirklichkeit auf das Leben zuru?ckzuverweisen. Die Dialektik zwischen Original und Kopie veranlasst zum Nachdenken und Hinterfragen der Realita?t und zum Reflektieren u?ber die subjektive Vorstellung von Realita?t. Das Kunstwerk wird hier zum a?sthetischen Sto?rfaktor, zu einer Falle. Bereits der erste flu?chtige 'Augen-Blick' wird dem Betrachter zum Verha?ngnis. Er wird gefangen von seinen eigenen Gedanken und muss unweigerlich u?ber die Kunst, die Institution Museum und u?ber seine Vorstellungen von einer privaten und kollektiven Wirklichkeit nachdenken.