Sprache: Deutsch
Verlag: Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar, 1991
ISBN 10: 3205054342 ISBN 13: 9783205054344
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Hardcover. Zustand: gut. 3.Aufl. Fotografisch gestalteter und glanzfolienkaschierter Pappeinband mit Rücken- und Deckeltitel. Der Buchrücken lichtgebleicht, der Hinterdeckel mit kleinem Kratzer, Exlibris auf Innendeckel, einzelne Seiten mit kleinem Randknickchen, eine Seite mit winziger Randläsur, ansonsten guter Erhaltungszustand. "Von einem Acht-Stunden-Tag konnte nie die Rede sein. Im Winter fing der Tag um fünf an, im Finstern wurde aufgestanden, und das ganze Haus war kalt. Die Bäuerin stand auf, schrie den Mägden und heizte dann den Ofen ein. Es gab kein elektrisches Licht und keine Maschinen. So beschreibt Anna Starzer, geb. 1914, den Arbeitsalltag einer Magd. Siebzehn weitere Autoren berichten in diesem Sammelband über die Lebens-, Denk- und Arbeitsgewohnheiten einer ländlichen Großgruppe, von der es heute kaum mehr Spuren gibt. Therese Weber hat diese Lebensgeschichten zusammengestellt. Sie erläutert in der Einleitung die allgemeinen Bedingungen und den sozialhistorischen Hintergrund des ländlichen Gesindedienstes. Die Reihe "Damit es nicht verlorengeht . . ." will darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, alltägliche Lebensverhältnisse früherer Zeiten zu überliefern. Dies gilt insbesondere für Bevölkerungsgruppen und Themenbereiche, die bisher in der Geschichtswissenschaft wenig Beachtung gefunden haben. Die Reihe will damit dazu anregen, lebensgeschichtliche Erinnerungen niederzuschreiben. Freilich wird es der Ausnahmefall sein, daß solche Aufzeichnungen auch gedruckt werden können. Unveröffentlichte Autobiographien werden in erster Linie für die eigene Familie wertvoll sein. An diesen Kreis ist daher bei der Abfassung wohl primär zu denken. Darüber hinaus sind aber gerade solche für einen privaten Kreis niedergeschriebene Lebenserinnerungen auch für die Wissenschaft von großem Wert. Im Rahmen einer neuen alltagsgeschichtlich orientierten Sozialgeschichtsforschung gewinnen sie zunehmend an Bedeutung. Aus diesem Grund wurde am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien (1010 Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1) im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Sozialgeschichte der Familie mit einer Sammlung unveröffentlichter Autobiographien begonnen. Die Leser dieses Bandes werden eingeladen, zu dieser Sammlung dadurch beizutragen, daß s?e auf private lebensgeschichtliche Aufzeichnungen aufmerksam machen beziehungsweise Kopien solcher Aufzeichnungen zur Verfügung stellen." (Verlagstext) In deutscher Sprache. 211, (1) pages. 8° (125 x 205mm).